Donnerstag, 14. Februar 2013

Steht auf! Streikt! Tanzt!

Und ich war dabei! Dank einer lieben Kollegin, die mit mir die Sprechtage getauscht hat, konnte ich heute doch mal sehen, ob es diesen "OneBillionRising"-Day in echt gibt.
Berichtet hatte ich ja hier schon davon. So bin ich heute nachmittag nach Erfurt gefahren, das war die nächste Stadt auf der Aktionslandkarte. Und tatsächlich: pünktlich 17 Uhr erhoben Frauen ihre Stimme. Verschiedene Vereine der Frauenarbeit hatten ein Netzwerk gebildet und darüber zu diesem Aktionstag eingeladen.

 

Junge Frauen waren es, die die Choreografie zu dieser Aktion einstudiert hatten und mit Power an alle weitergaben. Ja! Auch in Erfurt standen Frauen auf, erhoben ihre Stimme, streikten und tanzten. So wie überall auf der Welt.

Fotos ganz schlecht, wer tanzt, kann nicht fotografieren, aber DAS könnt Ihr Euch sicher auch in den Spätnachrichten der ARD noch mal ansehen, eben gerade habe ich "unseren" Tanz die Frauen in Indien und in Hamburg tanzen gesehen.

 

Ein ganz gemischtes Publikum hatte sich auf dem Erfurter Anger versammelt, und erfreulich viele Männer darunter.





So war das...
Und wenn Ihr den Film dazu noch nicht gesehen habt, klickt Euch auf die Seite, das lege ich Euch ans Herz.

PS:
hier schreibt Allerleirauh, wie es in Zürich war
und so war es in Darmstadt
In Hamburg ist auch ganz tolle Stimmung gewesen
Und über Düsseldorf schreibt Frau Prinzenrolle, dass die Erde ein bisschen gewackelt hat :-)

und noch'n PS: eine Freundin rief mich an, ich sei im Fernsehn aufgetreten! ...ts, ts, ts, es waren noch zu wenig Menschen da...

Kommentare:

  1. Klasse, dass du es geschafft hast! Ich hab mir das Video aus den Nachrichten gerade hier angeschaut: http://www.tagesschau.de/inland/gewaltgegenfrauen102.html
    Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, das trifft ganz tief.

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  2. Du bist extra hingefahren, und extra die Schicht getauscht, und auch noch selbst getanzt, Respekt!
    Da guck ich jetzt mal wenigstens in Daisys Link...

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    1. Ja, mich hat die Aktion irgendwie sehr berührt und animiert, vielleicht liegt es daran, dass ich bin beim Abzählen jeder dritten Frau eben auch die dritte bin...

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    2. Bei dem Thema bin ich auch dünnhäutig - ich bin zwar beim Abzählen nicht die dritte (oje. darf ich dich mal solidarisch in den Arm nehmen?), habe aber in der Familie gleich zwei davon. Der Gedanke treibt mir die Tränen in die Augen. - Und apropos Medien - ich hab noch gar nicht geschaut, was der Arbeitgeber meines Herrn dazu zu berichten hat - oder ob überhaupt. Dem ziehe ich nachher noch die Löffel lang, falls nicht.

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    3. Danke! Genau das fehlt ja so oft in unseren Gesellschaften: die Solidarität mit Betroffenen. Ich werde NIE wegsehen / weghören. Das war damals (vor 31 Jahren!) das schlimmste am schlimmen: im Nachhinein sagten Bekannte, junge Leute, ja, sie hätten da auf der Straße jemanden schreien hören... Und ich habe LAUT um HILFE gerufen. In vielen Fenstern ringsum brannte Licht. Und getan haben sie NICHTS.
      Das ist für mich eines der wesentlichen Ziele dieser Aktion. Wach sein! Mitdenken! Etwas wagen! Und Solidarität zeigen. Grenzen setzen.
      Valomea

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    4. Ich HABE soeben die Löffel langgezogen! Und bin sprachlos - wütend - entsetzt - über diese Haltung "ach ja, ich hab da was gehört - hab aber gedacht, dass..." - lieber einmal mehr handeln als wegschauen. Ich hab das bisher nur bei einem Autounfall erlebt, als zahlreiche Menschen nach einer Weile herumstanden - "mal gucken" - gesehen haben wollte keiner etwas. Wenn jemand um Hilfe ruft einfach wegzuhören - gruselig!

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  3. Das ist ja toll, daß Du da warst. Prima und so viele mit Dir. Echt toll.

    Nana

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  4. Oh du warst da. Bei dem Video zieht es mir die Kopfhaut zusammen. In Heidelberg war auch eine Demo. Und unsere Tageszeitung - bringt heute auf der Titelseite ein Riesenbild mit roten Rosen - zum Valentinstag. Da habe ich denen heute früh gleich eine Mail geschrieben, daß ich meinen Mann übereden werde, sein Abbo zu kündigen.
    Lg Marianne

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    1. Das ist auch mutig! Vielleicht bringen sie morgen nun auf der Titelseite einen Bericht von den Aktionen in Eurer Nähe

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  5. Super, dass du mitgemacht hast! Respekt!

    Und es entsetzt mich, dass du ein Opfer warst und dass dir keiner helfen wollte. :`(

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    1. Stell Dir das nicht zuu gruselig vor! Ich bin damals "heil" aus der Sache herausgekommen, aber ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem einer an die Wäsche will, die Angst, die Hilflosigkeit, die Scham. Und ich weiß, dass wir achtsam sein müssen. Danach habe ich damals einen Selbstverteidigungskurs belegt....

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    2. Das beruhigt mich jetzt sehr! Auch wenn Beinahe-Erlebnisse auch furchtbar sind. Hatte auch mal so eins auf einem Campingplatz als ich 16 war. Aber ein Schäferhund und sein Herrchen haben meine Hilferufe gehört und mir auch tatsächlich geholfen ... inzwischen weiß ich, wie wenig selbstverständlich das war!

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  6. Herzliche, verbunde Grüsse schicke ich dir aus der Schweiz
    Allerleirauh

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  7. Danke für Deinen Bericht aus Erfurt! Und es gibt so viele "dritte Frauen".....
    Herzliche Grüße
    Sabine

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