Samstag, 1. März 2014

Das Drama mit den Nahtzugaben

Ich bin nicht genau genug. Es ist ein Drama. Schon beim Probeblock schwante mir ja irgendwie Schreckliches und ich habe mir wirklich Mühe gegeben, genau zu nähen. Aber nach Fertigstellen und Beschneiden der 15 Blöcke für den geheimnisvollen türkisen Quilt musste ich feststellen, dass bei Weitem nicht alle Kanten gut zusammenpassen.
Liegt es am Zuschneiden?
Da war ja am zeitaufwändigsten die Herstellung dieser "Pfeilspitzen"


Liegt es am Nähen?
Liegt es einfach daran, dass 1mm in der geraden Naht in der Diagonalen eben gleich 2 mm ausmacht?
Keine Ahnung, jedenfalls sah es teilweise so oder schlimmer aus:


Für kurze Zeit habe ich gedacht, das wird NIE was! Und habe mich, so lange es ging, gedrückt vor dem Zusammennähen der ersten Blöcke. Und dann - oh Wunder! - ging's doch. Die Außenkante der Blöcke ist ja durchgängig in der Diagonalen geschnitten, also alles "Schrägband". Ich habe Nadeln an die Eckpunkte gesteckt und dann beim Nähen heftig gezogen. Der Extremfall so beim Stecken so aus!


Das Ergebnis nach dem Dampfbügeln ist verblüffend:



Das kleine Mittelquadrat ist zwar ein bisschen verzogen, aber die Ecken passen alle aufeinander. Hier sieht's noch dazu schiefer aus, als auf dem Top. Das Mitteltop ist nun jedenfalls fertig. Es fehlt die Lösung für den Rand, das wird schon wieder eine Herausforderung, da habe ich doch diesen Stoff mit den großen Blumen ausgesucht. Holtrio...
"Schneller" Quilt oder nicht? Das Nähen ging echt schnell! Dass ich mich so blöd anstelle, dafür kann ja das Muster nichts. Und dass ich mich nun für den Rand nicht entscheiden kann und außerdem kein Sprühkleber im Haus ist, ist Pech. Es brennt ja zum Glück nix an...

Kommentare:

  1. Was nicht paßt, wird eben passend gemacht ;-). Ja das Zuschneiden ist nicht besonders kreativ und braucht auch in meinen Augen die meiste Zeit. Und da rächen sich eben die kleinsten Abweichungen ;-(. Aber du hast die Schwierigkeiten doch prima gemeistert!

    LG, Petruschka

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  2. Liebe Valomea,
    dass manchmal nichts zusammenpasst, kenne ich auch. Ich bin seit einiger Zeit dazu übergegangen, meine Blöcke nicht zu bügeln. Ich nähe erst zusammen und bügele dann, denn ich schaffe es immer, beim Bügeln meine Blöcke zu verhunzen. Oder ich versaue sie mir bei Zurückschneiden... Dein Block sieht doch wirklich gut aus und von den Problemen, die Du hattest, ahnt man bei dem schönen Muster wirklich nichts.
    LG Viola

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    1. Doch, ich bügle zwischendurch, auch beim PP. Ohne Dampf. Das möchte ich nicht missen, und verbügelt habe ich mir noch nichts.

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  3. Das Nähergebnis ist aber wunderschön, ein tolles Muster. Den Rest verschmerzt du sicher.... und gut, daß es beim bügeln auszumerzen war.
    Liebe Grüße von mir

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  4. das ist manchmal so,ich kenne das auch.Ich bin immer etwas vorsichtig beim bügeln.
    Man(Frau)kann auch schnell etwas verbügeln.
    Aber der Block sieht doch klasse aus,und........es ist noch immer HANDARBEIT.
    LG
    Gitta

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  5. Hallo Valomea,
    das Ergebnis ist doch super geworden, später sieht keiner irgendwelche Abweichungen.
    Ich habe für mich festgestellt, dass es oft auch an den Stoffen liegt. Wenn diese in der Diagonale geschnitten sind und wieder aneinander genäht werden verziehen sie sich oft unterschiedlich dabei.
    Bin auf den fertigen Quillt gespannt.
    LG
    Alexandra

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  6. Weißt Du was? Mir passiert das ständig und es ist zum Haare raufen. Deshalb nähe ich auch nicht so gerne. Erst heute habe ich es gesehen: mir rutscht oben das Lineal immer einen mm weg, obwohl ich schon eine Rutschfolie auf den Linealen habe, obwohl ich die Hand nachsetze und obwohl ich langsam und genau versuche zu schneiden. Außerdem scheine ich einen Knick in der Optik zu haben, denn das Lineal wirkt offensichtlich wie eine Lupe oder so, denn unter´m Strich bin ich entweder länger oder kürzer als abgemessen. Ist das bei Dir auch so?

    Nana

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    1. Das mit dem Lineal passiert mir auch immer mal wieder, ich setze zwar auch die Hand nach und nehme richtig Druck drauf und trotzdem verschiebt es sich manchmal zum Ende des Schnitts hin. Natürlich immer in den (wichtigen) Stoff hinein :-(
      Aber das sollte es hier nicht gewesen sein, solche Teile sortiere ich aus oder korrigiere sie, wenn es geht. Mein Problem ist das Füßchen, das ein unklares Maß hat, irgendwo zwischen 0,6 und 0,7 cm. Deshalb nähe ich nicht genau Füßchenbreite, sondern versuche ein "etwa-0,75-cm-Maß". Das klappt natürlich nie! Ich KANN auch nicht genau auf der Linie, das verwundert mich auch immer mal wieder.... Und durch die Schrägen wird die Abweichung natürlich noch größer.
      Beim Nachmessen hatte ich plötzlich auch den Eindruck, dass die Schneidematte längs und quer nicht das gleiche Zentimetermaß hat, das kann ja nun gar nicht sein, auch ein Knick in der Optik!

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  7. Egal Valomea, das Ergebnis sieht super aus, bin gespannt wie es weitergeht.

    Liebe Grüße
    Uta

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  8. Hallo Valomea,
    dein Nahtproblem hast du echt gut gelöst! Das kenn ich auch.
    Manchmal weiß man echt nicht, wo es dran liegt, oder?
    LG Doris

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  9. Genau deshalb wär das nichts für mich. Habe heute ein ziemlich schmales Schrägband geschnitten und an ein Oberteil genäht und das sieht sogar recht ordentlich aus - da war ich schon stolz wie Bolle :-) Mir rutscht beim Schneiden auch immer der Stoff weg, aber bei meinen Stoffstreifen fällt es nicht so auf, ob er jetzt 23 oder 25 mm breit ist...
    LG Judy

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    1. Bei diesem Muster straft sich offenbar schon ein einziger Millimeter, oder sogar ein halber. Aber durch den "Schrägstreifen" ist es kein Problem, das Top liegt super glatt auf der Erde und harrt weiterer Dinge...

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  10. Liebe Valomea,
    dieses "Problem" kenne ich auch. Ich ärgere mich auch immer, wo ich doch schon so lange nähe, aber meist geht es dann so wie bei dir. Hier ein wenig ziehen, dort ein bisschen "stauchen". Und am Ende ist eigentlich immer alles gut, so wie bei dir.
    L.G.
    sigisart

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