Samstag, 31. Januar 2015

Tula Pink City Sampler - die versprengten Blöcke

Diese Woche hing es. Ich hatte zum Montag keine Tula Blöcke genäht, war zu sehr mit rotschwarzen Taschen beschäftigt.... Aber jetzt!
Es fängt ein neues Kapitel im Buch an - das Kapitel "Squares", lauter hübsche in Szene gesetzte Quadrate.
Block 71:
Mögest du Weggefährten haben, 
die mit dir ein Stück des Weges teilen 
auf der langen Reise durch das Abenteuer Leben


Da habe ich einen grünen Stoff ausgesucht, der ein bisschen das Gefühl des Originals aufgreift.

Block 72:
Möge die Nacht ein sanftes Ruhekissen für deine Seele sein.


Der Pünktchenstoff stammt aus Petra's Musterquadratesammlung, von der ich immer wieder gern Stoffe aussuche für die Tula-Blöcke.
Und nun schicke ich die Blöckchen noch schnell zu Flickr, eh' die nächste Woche anbricht. Und dann muss ich ja schon dringend die nächsten beiden Blöcke nähen, damit nicht noch ein Montag "Landunter" ist! :-)

Freitag, 30. Januar 2015

ein Schal für einen BVB Fan

Neulich führten wir bei einem kalten windigen Winterspaziergang ein seltsames Gespräch:
"Wo ist denn Dein Schal?"
"Ich hab' keinen."
"Wie - Du hast keinen?"
"Na, ich hab' schon einen, aber der hat die falschen Farben, der ist doch "Bayern"..."
"Ach, Du meine Güte! Und da kannst Du den jetzt nicht ummachen?"
"Nee..."
"Und was für Farben muss er haben, der Schal?"
"Na, gelbschwarz für den BVB!"
Nachdem ich mich dann schlau gemacht hatte, was "BVB" überhaupt ist und mich mit den Fanartikeln auseinander gesetzt hatte, wurde dieser Schal gestrickt, denn daran soll der Winter doch nicht scheitern!


Damit das diesen Winter noch was wird, habe ich die Wolle doppelt genommen und mit 8er Nadeln gestrickt. Gekauft hatte ich 200 Gramm Wolle in BVB-Farben. So etwas gibt es nämlich in meinem Fundus nicht, ehrlich gesagt tat es beim Stricken sogar ein bisschen in den Augen weh... :-)


Übrig sind lediglich ein paar wenige Gramm gelbe Wolle, die sofort über den Abfall das Haus verlassen, die hebe ich nicht auf! Also 200 Gramm rein und 200 Gramm raus. :-)

Donnerstag, 29. Januar 2015

Tasche speziale

Bleiben wir mal noch ein bisschen bei den "Taschen speziale". Manchmal bekomme ich eigenartige Aufträge. Da denke ich zum Beispiel an die Rettung des Weihnachtsmanns. Oder neulich bekam ich eine Anfrage, ob ich nicht das Prunkkleid der Fliederkönigin ihrer neuen (eher mütterlichen) Figur anpassen könne... :-)
Dieses Mal wurde der Wunsch nach einer Tasche geäußert, einer besonderen, nämlich einer Wärmflaschentasche. Sie soll auf der einen Seite aus oller Jeans bestehen, auf der anderen rot/schwarz sein und außerdem eine Einschubmöglichkeit zum Händewärmen haben. Dazu einen Bauchgurt unten, damit sie auf dem Fahrrad auf dem Rücken gut hält. Geäußert wurde dieser Wunsch von einem jungen Mann. Ts, ts, ts.... Geht das überhaupt?!
Es geht. Die eine Seite:


die andere Seite:


Unten habe ich zwei Gürtelschlaufen der Jeans so aufgenäht, dass man den Bauchgurt durchschieben und mit einem Kamsnap unter der einen Schlaufe verlustsicher ansnappen kann.


Die Tasche hat so etwas wie einen "Latz", darunter versteckt sich die Einschubtasche für die Hände, die mit kuscheligem Fleece gefüttert ist.


Tragefotos bei Eiseskälte mit den Händen gleichzeitig am Lenker und in der Einschubtasche gibt es leider nicht! :-)
Genäht wurde die Tasche vollständig aus dem Bestand. Und das ist gut. Sogar alle Metallteile und Schnallen waren vorrätig.
Gewicht: 303 Gramm

Mittwoch, 28. Januar 2015

Dear Jane trifft Gail Pan

Das hätte ich früher doch nie geglaubt, dass sich nun auch beim Bloggen die Termine jagen! Konnte ich wohl wieder mal nicht "Nein" sagen, oder was?
Heute ist nämlich nicht nur Time-for-Jane-Zeigen angesagt, sondern gleichzeitig startet der diesjährige SAL bei Martina, zu dem sich die Gail-Pan-Fans treffen. Ob ich nun wirklich ein Fan bin, weiß ich noch nicht, aber ich habe im letzten Jahr immer bei Uta diese wundervollen Werke in Kombination von Patchwork und Stickerei bewundert, dass ich nicht wirklich "Nein" sagen konnte....
Aber mal der Reihe nach - erst ist Time for Jane!
Da gibt es dieses Mal nur einen Block zu sehen:
LS13, ein ganz blasser Block

Dafür habe ich mich voller Elan in das Gail Pan Projekt gestürzt!

Für das Mitwerkeln am Gail-Pan-SAL hatte ich mir zum Jahreswechsel das Buch "Patchwork loves Embroidery" bestellt. Die Stickereien finde ich einfach zu schön! Und eigentlich darf ich ja gar nicht mitmachen, ich werde nämlich nicht diese kleinen süßen Dinge werkeln, sondern ein eigenes Projekt, aber psssst.... nicht verraten! :-) Da fiel mir nämlich auch zum Jahreswechsel irgendwie das Patchwork Magazin 1/2015 in die Hände mit einer wunderbaren Decke  mit Oktagons, die teilweise bestickt sind. Teil 4 einer 6-teiligen Reihe war das schon, da muss ich mich mal um die alten Zeitungen kümmern.... Und plötzlich war die Idee da und hatte sich sofort im Kopf festgefressen, kennt Ihr das?
Stoff habe ich reichlich im Haus, sogar ein heller Uni fand sich, ein Kona Cotton in sand. Darauf habe ich ein Gail Pan Motiv gestickt:


Umrahmt wird das Oktagon jeweils von Quadraten und Rhomben, für die ich die Reprostoffe des Dear Jane verwenden werde und was sich sonst noch so findet in den Kisten und Kästen. Die Größe des fertigen Teils steht noch nicht fest, mal sehen wie lange ich durchhalte mit dem Sticken! :-)
Inzwischen sind noch mehr Motive entstanden, aber noch nicht "eingerahmt". Ich fang' mal mit der Gartenserie von Gail Pan an:

 

Hier sieht man schon die Bleistiftpunkte des späteren Oktagons. Die Motive muss ich alle ein bisschen verkleinern oder vergrößern, damit sie gut in meine Oktagons mit einer Kantenlänge von 5 cm passen. Bei manchen Motiven wären dabei ziemlich lange Satinstiche vonnöten, so dass ich bei dem Schmetterling den Körper lieber aus Stoff appliziert habe:



Und beim "Rahmenbau" war ich derweil auch schon fleißig:


Bei Martina wird es ab heute eine Link-Liste geben und ich bin schon ganz gespannt, was die anderen Teilnehmer Hübsches gemacht haben.

Montag, 26. Januar 2015

Spezialanfertigung für den Fotoapparat

Manchmal braucht es eine Spezialanfertigung - für irgendetwas. Und ich habe im Moment den Eindruck, da sind lauter Spezialanforderungen auf meiner To-Sew-Liste, dabei wollte ich doch eigentlich die guten Vorsätze.... naja, die laufen mir ja nicht weg.
Heute zeige ich Euch erst mal die neue Hülle für einen Fotoapparat, die Seitentaschen für die Ersatzakkus bekommen sollte. Der Fotoapparat reist von Autoreparaturwerkstatt zu Autoreparaturwerkstatt und nimmt lauter Bilder von kaputten Autos auf - was liegt da näher, als der Werkzeugstoff?


Links und rechts ein kleines Seitentäschchen, in das jeweils zwei Akkus passen.


Schnitt: massgeschneidert
Stoff: aus dem Bestand der Quilterin
Gewicht: 38 Gramm

Sonntag, 25. Januar 2015

Wintersets

Die große Tochter hat zwei Tage Urlaub hier verbracht. Ach, ist das immer schön! Da lacht das Mutterherz, auch wenn dann die Nähmaschine besetzt ist...
Noch vom letzten Jahr hatte sie hier ein begonnenes Platzsetquartett zu liegen, die Motive waren schon genäht. Und nun hat sie zwei fertig gestellt und ganz stolz fort getragen


Die beiden würden ja prima zu meinem Winterwandbehang und dem Tischläufer passen! Aber die Tochter hat sie für ihren eigenen Winter genäht. :-)
Das Muster stammt von Sulky und die beiden Teile wiegen gemeinsam 178 Gramm - auch fort getragen aus meinem Nähzimmer...

Freitag, 23. Januar 2015

Frauenrechtsquilt Block 49

Es ist soweit: heute gibt es den 49. und damit letzten Block des Quilts für die Rechte der Frauen!
Block 49 war einer der beiden, die ich erfolgreich ewig vor mir hergeschoben habe. Und ich musste wieder einmal erkennen, dass ich mich gar nicht so leicht motivieren kann, wenn der leise Nachdruck einer Gruppe fehlt. Diesen Quilt hatten ja deutlich mehr Bloggerinnen angefangen zu nähen, als am Ende bei Veröffentlichung des letzten Blocks noch "im Rennen" waren...
Block 49 war noch ein Block mit Rundungen. Er war nicht wirklich schwer zu nähen, seit ich begriffen habe, wie man das machen kann.
Die große Tochter meinte, ein Thema würde in diesem Quilt noch total fehlen und darum bekommt dieser Block heute die Stimme einer 26-jährigen jungen Frau, die sich in Studium und Arbeit eine ganz eigene Betrachtung der deutschen Sprache entwickelt hat:

frauen bewegen sich vorzugsweise auf dem mittelfeld der sprache, wobei sie alles abseits des weges liegende oder seltsame vermeiden,(…) frauen folgen regelmäßig der landstraße der sprache, die männer aber geben häufig der neigung nach, einen schmalen seitenpfad einzuschlagen oder sogar sich einen neuen weg erst zu bahnen”. Diese Idee der Unterlegenheit der weiblichen Sprache vertraten Wissenschaftler wie Otto Jespersen, von dem dieses Zitat stammt, noch bis in die 1970er Jahre. Begründet wurde dies durch die Syntax (Regelwerk einer Sprache) der Frauensprache, von der angenommen wurde, sie sei inhaltsarmer und primitiver als die Sprache der Männer.
Doch auch nach der Untersuchung unseres Sprachsystems und der Einforderung von Gleichheitschancen der Geschlechter in den letzten 50 Jahren finden wir bis heute „die deutsche Sprache in ihrer Struktur und ihrem Lexikon sexistisch und androzentrisch (der Mann als Zentrum, Maßstab und Norm)“ (Schoenthal) vor. Daher möchte der letzten Block des Quilts auf die tagtägliche Diskriminierung der Frauen in unserer Sprache aufmerksam machen.
Schon in der höflichen Anrede und unseren Personenbezeichnungen findet sich eine fundamentale Assymetrie. Warum wird eine Frau in einer gemischten Gruppe als Dame in sehr geehrte Damen und Herren, allein aber als Frau angesprochen? Und warum wird Männern hingegen durchweg Höflichkeit und Respekt entgegengebracht, indem sie immer mit Herr angeredet werden? Warum muss sich eine Frau als Doktor oder Arzt ansprechen lassen, obwohl wir im Deutschen mittlerweile entsprechende weibliche Bezeichnungen dieser Berufsstände haben? Und selbst hierbei finden wir heute noch ein Ungleichgewicht, da weibliche Entsprechungen von Berufsbezeichnungen aus den männlichen Grundformen abgeleitet werden: aus dem Arzt wird die Ärztin. Berufbezeichnungen hingegen, die aus einer weiblichen Domäne herrühren wie Krankenschwester, werden für Männer nicht aus der weiblichen Grundform abgeleitet, sondern entstehen durch Wortneubildungen. So haben wir heute nicht etwa den Krankenbruder, sondern ein Krankenpfleger.
Ein weiteres Phänomen der deutschen Sprache, das sehr häufig Anwendung findet, ist das generische Maskulinum. Da eine enge Assoziation zwischen grammatikalischem und natürlichem Geschlecht besteht, macht es Frauen nahezu unsichtbar. Dies bedeutet, dass Sätze wie Der Deutsche hat eine sehr gute Allgemeinbildung. grundsätzlich zwar neutral gemeint sind und von Frauen und Männer die Rede sein soll, dass jedoch durch das generische Maskulinum überwiegend an Männer als an Frauen gedacht wird.
Daher ist es nicht nur die Sprache an sich „sondern deren Wahrnehmung durch die Sprachbenutzer und der Sprachgebrauch, die den Eindruck des Sexismus bzw. des Vorherrschens des Männlichen bei den Personenbezeichnungen entstehen lassen“ (Klann-Delius).
Somit kann eine Sichtbarmachung der Frauen nur durch gezielten Sprachwandel erfolgen. Deshalb, liebe Leserinnen und Leser, versucht doch in Zukunft gern einmal diese Form der Anrede zu nutzen, da sie die einzige ist, bei der sich Frauen und Männer gleichermaßen sichtbar und gemeint fühlen.

Das war ja nun eine Menge zu lesen, aber es steckt auch eine Menge drin - finde ich. Und dazu gibt's nun
Block 49: The Arc - Die Brücke


"Die Brücke der moralischen Wertvorstellungen im Universum ist lang, aber letztendlich beugt sie sich in Richtung der Gerechtigkeit!!"
Martin Luther King jr.

Dieser Block war der letzte, den ich nähen musste. Nun muss ich mich für ein Layout entscheiden und die Blöcke nur noch ein bisschen zusammen nähen und das Ganze quilten. Und dieser Übergangsschritt ist einer, der für mich in der Entstehung eines Quilts immer wieder auch eine echte Stufe darstellt. Mal sehen, ob ich gerade üüüüberhaupt keine Zeit dafür habe oder was.... :-)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Heimat der Kreativen - Block 6

Der Himmel spannt sich über dem Tal der Stoffe. Das ist die Heimat der Kreativen. Und heute gibt es Block 6 zu sehen.


Eigentlich ist Block 6 der obere Eckblock. Im Ursprung hat der Quilt Hochformat. Mein Kopf-UFO dagegen ist querformatig. Der Quilt hört hier nicht auf. Und deshalb habe ich entgegen der Vorlage am Rand keine ganz dunklen Stoffe verwendet, sondern das Blau ein bisschen "offen" gelassen. Klingt ein bisschen wirr und Ihr könnt das vermutlich nicht verstehen, was ich meine. Aber hier wird sich nach rechts noch ein weiterer, im Grundtenor blauer Himmelsblock anschließen, der dann der Rand des Quilts sein wird. Über den kann ich allerdings noch lange nachdenken, weil Marianne, Andrea und Monika ja nun erst mal nach links weiter nähen werden. Ich also immer mit... :-)


Das Fotografieren ist im Moment schier unmöglich. Das beste Licht war hier unter der Lampe in unserer Diele, aber die Fliesen machen natürlich einen bisschen wirren Eindruck. In meinem nächsten Leben werde ich vielleicht Fotografin.

Der Block war dieses Mal nicht schwer und schnell genäht. Die Blöcke der Mitnäherinnen kann man auf Flickr bewundern. Das finde ich immer ganz spannend, wie sich die einzelnen Quilts nebeneinander entwickeln. Nun haben wir zwei Wochen Zeit für Block 7 und der hat's echt in sich!

Montag, 19. Januar 2015

Tula Pink City Sampler - Block 68 bis 70

Heute ist Tula-Zeigetag. Ich bin ein bisschen spät - nicht, weil ich die Blöcke nicht fertig hatte - nein, weil ich das Buch nicht fand!! Und zwischen den Seiten lagen die Blöcke.... Seufz.... ich muss wohl im Nähzimmer aufräumen...
Diese Woche gibt es gleich 3 Blöcke, das Kapitel "Streifen" geht zu Ende.
Block 68:


Möge jede Gabe, die Gott dir schenkt,
in dir wachsen und dazu dienen,
denen Freude zu schenken, die dich mögen.


Block 69:
Das ist eine witzige Streifenverteilung. Ich staune immer wieder, was Tula mit diesen Stoffen so alles anstellt! Für diesen Block habe ich zwei Stoffe aus Petra's Musterquadraten ausgesucht und weil das Muster ein bisschen an Stolpersteine erinnert, gibt es diesen Segensspruch:


Mögest du heute beim Anblick dessen,
was du tun musst,
nicht über deine Füße stolpern.


Block 70:
Wenn es einen Segensspruch gäbe, der es "auf den Punkt" bringt, dann müsste ich ihn hier auswählen. Aber dazu habe ich nichts gefunden. Also gibt es einen anderen mit lauter runden "Talern":


Mögen die guten Worte, die ihr füreinander habt,
mehr wiegen, als die Euro in eurer Tasche.


Mit Block 70 ist das vierte Kapitel des Tula-City-Samplers genäht. Ich bin froh, dass ich ziemlich gut mithalten konnte und meistens meine Wochenaufgabe pünktlich erledigt habe. Das Foto der Blöcke von Kapitel 4 fällt ein bisschen trübe aus, am Wochenende war ich nicht zu Hause und nun sind abends alle Katzen und Blöcke grau.... Ich will ja eigentlich Schnee, aber so ein bisschen Frühling mit Morgensonne vor der Arbeit oder Abendsonne beim Heimkommen - das wäre schön!


Die Zusammenstellung der Blöcke der Mitnäherinnen kann man hier betrachten und außerdem gibt's wie jedes Mal am Ende eines Kapitels hier eine Linky-Party.

Samstag, 17. Januar 2015

Hier werkelt die große Tochter

Selber schaffe ich im Moment irgendwie nichts. Aber ich hätt' hier mal noch einen Nachtrag, weil ich natürlich eine stolze Mutter bin in Bezug auf die Werkeleien der Kinder!
Die große Tochter hat mir nämlich ein wunderbares Mobile gebastelt.


Aus Karton, Metallfolie und Kork hat sie verschiedene Federn ausgestanzt und das ganze mit echten Federn zu einem Mobile zusammengefädelt - einfach nur schööön! Es hängt am Fenster in meinem Nähzimmer und die Heizungsluft lässt die Federn schweben... Nur fotografieren gegen das Licht ist schwierig...


Für ihren Bruder hat sie eine Boshi-Mütze gehäkelt, dieses Mal mit Bommel. (was er "cool" fand)


Und ich bekam ein paar selbstgestrickte Socken. Na, da kann ich mich jetzt ja auf's Altenteil begeben! *lach*


Jetzt fragt mich nicht, was das für ein Muster ist, der obere Rand ist jedenfalls total schön, nicht das Einerlei von Links und Rechts.
Zudem hat ihr der Freund zum Geburtstag eine eigene Nähmaschine geschenkt und nun hat sie sich mit Stoff für ihr erstes Projekt eingedeckt. Und weil der aus meinem Nähzimmer "auszog", musste er noch über die Waage.


So werden die Kinder groß und es ist für mich eine wahre Freude, zu sehen, dass sie das Nadel-und-Faden-Gen irgendwie mitbekommen hat! :-)

Donnerstag, 15. Januar 2015

Kosmetiktasche mit Paspel

Das Vernähen von Paspelbändern habe ich noch nicht so oft gemacht und finde es jedes Mal wieder neu spannend. Obwohl es ja gar nicht so schwer ist. Und es macht natürlich auch was her...


Genäht ist das Täschchen vollständig aus dem Bestand und es bringt 48 Gramm auf die Waage. Und bei mir ist es auch nicht mehr, es hat seinen "guten Zweck" bereits erfüllt! :-)
Und wisst Ihr was? Die Häuslebauer haben sich sofort was von dem braunen Pünktchenstoff gegriffen. Das Orange hat sie nicht mehr interessiert, das wurde bereits früher verbaut, aber dieses herrliche Dunkelbraun!...

Mittwoch, 14. Januar 2015

Time for jane - Block D2 und J10

Der erste Time-for-Jane-Termin im neuen Jahr. Da wollte ich unbedingt zwei Blöckchen zum Zeigen haben!
Von Iris bekam ich ja diesen schönen braunen Blumenstoff, der hatte von vornherein seine Bestimmung:
D2 - Mouse in a Mirror

Das Innenteil habe ich mit der Hand genäht und außen die Ränder mit Maschine. Ich bin froh, dass sich das Ganze so gut zusammen gefügt hat.



J10 - Chieko's Calla Lily
Ein echt kleinteiliger Applikationsblock!


Und es ist wieder einer von der Sorte, bei der ich Angst habe, dass beim Annähen der Zwischenstreifen die Applikation in Mitleidenschaft gezogen wird. Deshalb habe ich auch hier die Außenspitzen der braunen Blättchen nicht fertig angenäht. Und in Wirklichkeit sieht er nämlich soo aus:


Mit den Stoffen wurde ein kunterbuntes Haus genäht. Das finde ich schon erstaunlich, dass die DJ-Stoffe ohne diesen hellen Uni doch recht farbkräftig wirken.

Die Fenster stammen vom Sternenblock G8 und das Dach vom Weihnachtsblock I6.
Bei diesem Haus bin ich mir nicht ganz sicher, ob man beobachtet wird, wenn man vor der Haustür steht. Da kann man sich ja hierzulande im Moment nicht sicher sein, Überwachunskameras an allen Ecken und Enden...

Dienstag, 13. Januar 2015

Ein Haargedöns

Ein Haargedöns!! Ich habe mich schon beim Lesen des Ursprungsposts scheckig gelacht Haargedöns! Was ist denn das für ein Wort??
Gefunden habe ich das Gedöns bei Muddi. Und inzwischen glaube ich, dass jeder Mensch mit langen Haaren ein Haargedöns braucht. Wie haben wir bloß überlebt ohne dieses???


Auf der Vorderseite hocken zwei nette Eulen im türkisen Winterwald:


An den Bändern kann man alle Spangen und Klemmen festklippen, die sonst immer durch die ganze Wohnung fliegen. Und an einem Band mit Kamsnaps finden die Haargummis ihren Platz.


Auf der anderen Seite ist der Stoff absichtlich anders herum verarbeitet. Denn wenn das Haargedöns nicht hängt sondern steht möchte frau ja auch einen netten Anblick haben!


Und wenn frau auf Reisen geht, ist ruck-zuck alles ganz schnell im wachstuchgefütterten Täschchen verpackt und mitgenommen. Eine tolle Idee, finde ich. Ein Haargedöns eben.... *ggg*


Dieses Haargedöns sammelt jetzt die Gummis und Spangen einer jungen Dame, eins für mich müsste andere Bänder haben - für fette, breite Haarspangen. Das wäre mal noch zu erfinden. Aber ehrlich - gebrauchen könnte ich auch eins!

Masse: etwa 15x15 cm plus Bänder und Aufhängung
Gewicht: 55 Gramm
Das Material war alles bereits da, den Eulenstoff hatte ich hier statistisch verarbeitet... :-)

Montag, 12. Januar 2015

Tula Pink City Sampler Block 66 und 67

Zwei Drittel sind geschafft! Heute gibt es Block 66 und 67. Weil es sich gerade so ergibt, habe ich heute Wünsche zum Älterwerden ausgesucht.
Block 66:

Mögest du hundert Jahre leben
und ein Jahr extra,
um die anderen wieder gut zu machen.


Über den Sinn dieses Segenswunschs kann man ja trefflich diskutieren und vielleicht muss man erst die Weisheit des Alters besitzen, um ihn zu verstehen. Dafür erschließt sich der nächste ohne großes Grübeln:
Block 67

Mögest du leben solange du willst
und es wollen, solange du lebst.


Und heute gibt es zu Block 66 auch tatsächlich ein Haus. Es ist ein bisschen blass geraten. Unterschiedliches Licht - unterschiedliches Grün. Aber weder das obige noch das untere sind "richtig".
Hier wohnt ein Hundertjähriger. Er ist noch nicht aus dem Fenster gestiegen und man sieht an dem recht schmucklosen Block, mit wie wenig diese Alten teilweise auskommen. Ich finde das immer wieder faszinierend. Mein Leben ist so voll gestopft mit Bedürfnissen und Eigentümern, aber was ist das alles wert? Ist es wichtig? Immer mal wieder höre ich den Spruch: "Ach, man kann doch sowieso nichts mit "hinüber" nehmen..."


Die Schlichtheit des Blocks liegt natürlich nicht an dem Segenswunsch, sondern an der Verwendung von gleich zwei Unis. Das ist erstaunlich, wie dann so ein Häuschen wirkt und ich muss mir überlegen, ob ich die Unis des Tula-Samplers und des Uni-Quilts tatsächlich in die Häuser verbauen will. Aber ein Anfang ist erst mal wieder gemacht und es ging fix wie eh' und je... :-)

Samstag, 10. Januar 2015

Häuserbauen

Da haben gleich mehrere von Euch nachgefragt, als ich meine fünf wichtigsten Projekte für 2015 aufgezählt habe: Und was ist mit den Häuslebauern??
Keine Sorge, die sind nicht verschüttet gegangen! Aber ich musste mich ja auf die fünf wichtigsten Projekte beschränken, da waren die Häuser eben nicht dabei....
Der Junior hat sie gezählt: es sind 58 Stück. Ich habe mal ein bisschen wild gerechnet, so vielleicht 88 könnte ich gebrauchen, um einen querformatigen Wandbehang daraus zu nähen. Die Sache hatte ein bisschen stagniert, zum Einen, weil keine Zeit war und zum Anderen weil die Bauarbeiter ja nach festen Standards arbeiten. Als da ist: jeder Stoff wird nur einmal verwendet. Jeder Stoff wurde in einem eigenen Projekt vernäht. Und da war das Blau aus.... Nun ist alles anders, es gibt lauter neu eingefärbte blaue Unis und ein paar neue falsche Unis, am Baumaterial liegt's also im Moment nicht! Es liegen auch im "Materiallager" diverse vorgesägte Balken und so!


Der Junior hat gesagt, ich soll mal wieder ein Haus nähen.... :-)

Freitag, 9. Januar 2015

Weihnachtssocken

Hab ich Euch noch nicht gezeigt: die zu Weihnachten verschenkten Socken. Ich stricke ja so unendlich langsam, könnt Ihr Euch erinnern, wann ich die angefangen hatte? Das war im Juli! Klar, ich habe nicht ununterbrochen dran gestrickt, aber manches dauert bei mir ewig!


Gepostet waren sie noch nicht, weil ich vergessen hatte, sie zu wiegen. Aber nun wissen wir es: sie wiegen genau 76 Gramm und eröffnen damit die Verbrauchsstatistik 2015... :-)
Und das große Tochterkind hat mir zu Weihnachten ein neues Sockenstrickbuch geschenkt. Schwuppdiewupp hatte ich doch gleich jeder ein Paar ausgesucht, das ich nun stricken soll. Da bin ich Jahre beschäftigt. Aber das Buch ist toll:





Donnerstag, 8. Januar 2015

Frauenrechtsquilt Block 48: Fair play

Marion hat mich in den Hintern getreten. Und wo habe ich das gelesen: Wenn man mit seinen guten Vorsätzen nicht binnen 72 Stunden anfängt, sind sie im Eimer... Puh! Gerade noch (fast) geschafft! :-)
Es war die große Herausforderung so kurz vor Ende des Frauenrechtsquilts: zwei Blöcke mit Rundung. Mein Schreck, das konnte ich schon bei dem Sonnenschirm nicht! Angeblich soll es ganz einfach sein - sagen die Experten. Man soll es nicht stecken, sondern passend zuschneiden und dann einfach losnähen. Mmh... Beim Sonnenschirm hatte ich das so probiert und war kläglich gescheitert. Aber dann hat mir Marianne den Tipp gegeben, dass in dem Buch von Diana Leone eine genaue und einfache Anleitung sei. Und siehe da - tadaa!


Gemacht habe ich es genauso wie im Buch beschrieben: Papierschablonen, darauf Zwischenmarkierungen auf der Nähstrecke angezeichnet, diese auf beide Stoffe übertragen und dann mit Nadeln genau an diesen Punkten gesteckt. Beim Nähen die konvexe Seite nach oben. Ging ganz prima!



Dieser Block des Frauenrechtsquilts sollte eigentlich an den Kampf der kanadischen Frauen für ein eigenes Wahlrecht erinnern. Ausgerechnet der 1. Weltkrieg kam da unterstützend zu Hilfe: Frauen haben im Krieg als Krankenschwestern und Arbeiter in den Betrieben und der Landwirtschaft "ihren Mann" gestanden und erkämpften damit das Recht, aktiv zu wählen. 1918 bekamen Frauen, wenn sie über 30 Jahre alt waren und eigenen Besitz hatten, das Wahlrecht zuerkannt, erst später alle Frauen.
Mich erinnert der Block eher an den Kampf mit den Rundungen! Aber außerdem interessant ist für mich die Frage nach dem Wahlrecht für Frauen in Deutschland:
1907 wurde in Stuttgart der erste sozialistische Frauenkongress unter Leitung von Clara Zetkin veranstaltet. Die Genossinnen forderten das Frauenwahlrecht mit derselben Dringlichkeit wie das allgemeine Männerwahlrecht für die sozialen Unterschichten. Noch 1914 wurden Plakate mit der Forderung nach dem Wahlrecht für Frauen polizeilich verboten. Erst die Novemberrevolution führte dazu, dass die neue Reichsregierung am 12.11.1918 einen Aufruf an das deutsche Volk erließ und darin verkündete: "Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystem für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen." Ende November wurde die neue Rechtsverordnung dazu erlassen. Damit konnten die Frauen in Deutschland am 19.01.1919 bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung erstmals ihr Wahlrecht nutzen.
Spannend sieht das auch im Europa-Vergleich aus...


Einführung des uneingeschränkten Frauenwahlrechts in Europa
JahrLand
1906                                               Finnland als erstes europäisches Land
1913    Norwegen
1915Dänemark und Island
1918Deutschland, Österreich, Polen, Russland
1919Belgien, Ungarn, Luxemburg, Niederlande
1921Schweden
1928Vereinigtes Königreich, Irland
1930Türkei
1933Spanien
1944Bulgarien
1945Frankreich, Jugoslawien
1948Italien
1949Griechenland
1960Zypern
1962Monaco
1971Schweiz auf Bundesebene
1984   Liechtenstein
Quelle: http://www.bundestagswahl-bw.de/frauenwahlrecht.html 

Und nun ist nur noch ein Block zu nähen... tirili tirila....

Mittwoch, 7. Januar 2015

Heimat der Kreativen - Block 5

Auf in den Himmel! Der nächste Block für den Uni-Quilt "Heimat der Kreativen" wird oben rechts an das bestehende Stück angesetzt - mitten im Himmel.


Ich war erst sehr skeptisch, ob ich der Vorlage folgen soll und dieses heftige Türkis einbaue. Aber letztendlich bin ich mit der Entscheidung dafür sehr zufrieden. Das verleiht dem Stern echten Pepp.


Der Block hatte es ein bisschen in sich, weil die Strahlen des Sterns an allen vier Seiten unterschiedlich ausgearbeitet sind. Und interessant fand ich auch, dass ich insgesamt 24 verschiedene Stoffe in diesen Block eingebaut habe!


Wenn man die fünf Blöcke so da liegen sieht, kann man sich noch gar nicht recht vorstellen, dass der Quilt eigentlich GRÜN ist! *lach*
Aber wir bleiben noch ein bisschen im Himmel, in vierzehn Tagen zeigen wir Euch Block 6 ganz oben rechts. Die heutigen Blöcke der Mitnäherinnen Marianne, Andrea und Monika könnt Ihr über die Links in der Seitenleiste betrachten.  Und bei Flickr gibt's eine kleine "Zusammenfassung"

Dienstag, 6. Januar 2015

Wie bei mir die allerbeste Rundablage einzog...

Im Hause Valomea zog dieser Tage eine wunderbare Rundablage ein. Als sie aus diesem würfeligen Päckchen ans Tageslicht gezogen wurde, hat die Familie nicht schlecht gestaunt! Aber die Aufregung begann eigentlich schon Anfang Dezember. Da kam hier ein Päckchen an mit der sehr deutlichen Aufschrift, dass man bitte vor dem Auspacken den inneliegenden Brief lesen möge. Päckchen und Brief hatte Doris geschickt. Wir kennen uns nicht persönlich, wechseln aber schon geraume Weile immer wieder Emails und sie verrät mir alle Quiltgeheimnisse, die frau so wissen möchte... :-)
In Doris' Brief stand, dass ich mich entscheiden muss:
a) gleich auspacken
b) bis Weihnachten oder
c) bis zum Geburtstag warten


Bei soo einem schönen Päckchen warte ich doch gerne! Die Adventszeit steckt ja sowieso voller Geheimnisse, unterm Weihnachtsbaum liegen viele Päckchen, aber zum Geburtstag - wer weiß, ob man zum Geburtstag soo ein schönes Päckchen bekommt?
Und so stand das Päckchen auf dem Regal und hat gewartet. Ich habe mich immer beim Vorbeigehen dran gefreut. Die ganze Familie hat gewartet, je jünger desto mehr. Aber ich selbst bin ja die Geduld in Person und als die Neugier verteilt wurde, war ich irgendwie abwesend.... sollen die ruhig warten! :-)
An besagtem Tag wurde bereits beim Frühstück von der Familie gedrängelt: AUSPACKEN! Und als das bunte Papier ab war, sah es so aus: ordentlich rundum beschriftet, damit ja nix zu Bruch geht...


Die Oberseite führte zu heftigen Diskussionen bezüglich des womöglich gefährlichen Inhalts:


Aber da waren wir uns einig: jetzt ist es soweit! Aus dem Päckchen kam die allerbeste Rundablage, die ich kenne. Doris hat mit ganz viel Liebe ein Schmuckstück genäht. Sie wusste, dass das Nähen einer Rundablage auf meiner unendlich langen To-Do-Liste steht.


Die Deckelgestaltung allein ist schon der Hammer! Seht mal:




Innen hat sie ein Nadelkissen im Deckel und eine Trennscheibe mit einem Fach für die Schere auf der Ober- und einer Garnrollenhalterung auf der Unterseite. Schon allein die Bedienungsanleitung für das Scherenfach ist doch goldig!


Da steckt auch eine "Nadelziehhilfe" mit drin. So simpel und so praktisch!
Ganz unten liegt noch ein schweres Nadelkissen für den Tisch, mit dem man am Meer auch noch seine Stickanleitung beschweren kann - genial.


Und mit so einem schönen Geschenk ist die Entscheidung, ob 2015 doch noch ein Handnähprojekt in sich birgt, ganz einfach! *lach*

Danke, liebe Doris, Du hast mir damit eine wirklich große Freude gemacht!