Samstag, 20. Mai 2017

Entrümpeln Aufgabe 7: Klamotten 2.0

Mit der Entrümpelung in meinem Kleiderschrank komme ich kontinuierlich voran. Ich hatte Euch hier ja schon davon berichtet wie ich es machen wollte. Das war noch vor dem Buch von Marie Kondo. Die schlägt nämlich vor, alle, wirklich ALLE Kleidungsstücke im Haus zusammen zu tragen, auch die in Oberbodenschränke ausgelagerten Winter- und Skijacken, die Gartenweste, Jacken von der Garderobe etc. Da hat ja jeder so seine eigenen Orte. Dann soll wird man über den Berg staunen - und entsetzt sein. Das ist eine gute Grundlage. Nun soll man jedes Teil einzeln in die Hand nehmen und die Glücksfrage stellen: "Macht dieses Kleidungsstück mich glücklich?" Dann gibt's zwei logische Wege: a) Schrank und b) Kleidersammlung. Mein Prinzip war ja ein anderes und da bin ich auch dabei geblieben: Im Kleiderschrank und in den Fächern eine Trennung zwischen "Schon probiert und für gut befunden" und "muss noch einen Tragetest bestehen". Damit komme ich gut voran und bleibe auch dabei. Nur in die Hand nehmen reicht nämlich bei mir nicht, weil ich in den letzten Jahren gewachsen bin. Am Bauch und am Po. Was nützt es also, wenn ich die dunkelrote Hose ganz dolle mag? Sie sitzt nämlich nicht gut, kneift am Bauch, hat eine zu niedrige Bundhöhe und rutscht beim Bücken.


Also einen Tag anziehen (manches ziehe ich früh an und dann sofort wieder aus!) und dann verabschieden.... Schade, Du schöne dunkelrote Hose! Ade!


Mit den langärmligen Pullis bin ich inzwischen durch, viele andere Dinge sind dazu gekommen und auf dem Gästebett türmt sich inzwischen ein neuer Berg für die Kleidersammlung.


Bisher war ich standhaft - nichts davon ist ins Nähzimmer gewandert! :-)
Zu den langärmligen Pullis gibt es später noch mehr zu berichten. Denn es tauchte die schwierige Frage auf, was ich mit Shirts tue, die mich zwar glücklich stimmen, die aber kaputt sind.....


Insgesamt habe ich - neben einer weiteren Strumpfhose - inzwischen aussortiert:
3 Unterhemden
6 Schlüppis
8 langärmlige Shirts
5 kurzärmlige Shirts
2 Jeans
5 Hosen
2 Blusen
10 Röcke
4 Kleider
1 Weste
1 dicker Pullover
1 Strickjacken
3 Jacken/Anoraks
3 Nachthemden
3 Kindersachen, die ich für irgendwann und aus Sentimentalität aufgehoben hatte...
__________________________
58 Teile


Ist das nicht irre? Und man sieht im Kleiderschrank noch nicht wirklich, dass etwas fehlt. Und mit der Frage nach dem Glück ist der Abschied ganz leicht! Es wird wundervoll sein, wenn im Schrank eines Tages nur noch Lieblingsteile zu Hause sein werden.... :-)
Ich habe im Moment auch überhaupt kein Bedürfnis, irgendetwas zu kaufen! Ich besitze so unendlich viele Kleidungsstücke, dass ich sie unmöglich (ab)tragen kann. Selbst das Nähen von Kleidungsstücken, das ich ja in diesem Jahr lernen wollte, rückt in völlig unnütze Ferne! :-)
Auf der anderen Seite erlebe ich tatsächlich bei vielen Stücken dieses Glücksgefühl, das Marie Kondo wohl meint: ich ziehe das Teil an, stelle mich vor den großen Spiegel und freue mich daran. Am Schnitt, am Muster, am Material und an mir. So bewusst habe ich das Ankleiden ewig nicht wahrgenommen! Macht übrigens Spaß.

Entrümpelungserfolg 2017 - 224 Teile
25 Schablonen
10 Putzmittel
12 Lebensmittel
6 Flaschen alkoholische Restbestände
12+46 Kleidungsstücke
Tassen
21+9 verfallene Medikamente+Kleinkram
6 Töpfe und Pfannen
21 Kosmetikartikel und sonstiger überflüssiger Kram aus dem Bad
32+1+1 Socken/Strumpfhosen/Leggings - einzeln bzw. als Paar
14 +1 Kartons

Inzwischen drängt sich die Vermutung auf, dass ich die 1000 Teile dieses Jahr wohl locker schaffen werde. Der Post geht deshalb zur 1000-Teile-raus-Party bei Frau Augenstern.

Kommentare:

  1. Sehr schön!
    Ich muss so eine Entrümpelung immer schnell machen...
    So im Schwung :-)
    Aber ich hab auch keinen Kleiderschrank mit Stange sondern nur Schubladen...
    Susanne

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  2. Ich bin einmal im Jahr immer am sortieren... wir haben ja auch nur 76 qm Platz zu viert.

    Nana

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  3. Du liebes bisschen, das ist ja echt eine menge und cshafft Platz für Neues :0) Ich brauche noch deinen ebook wunsch, damit ich es weitergeben kann.kannst du mir heute noch schnell schreiben? Ganz LG aus Dänemark, Ulrike :0)

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  4. Wow! Da hast du echt was geschafft.
    Aber zum Klamottennähen noch ein Wort. Ich mache das auch nicht, weil ich alle Teile unbedingt brauche. Ich mache das, weil mich das auch glücklich macht!

    Gruß Marion

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  5. Ja, wenn du so weiter machst, liebe Valomea, dann auf jeden Fall!
    Ich überlege immer mit, wie die Entrümpelung bei mir aussehen würde. Bei der Kleidung habe ich z.b. 2 Oberteile, die meine Mutter schon in den 70ern getragen hat. Die kann und will ich einfach nicht wegwerfen... ;)
    LG, Rike

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    1. Richtig. Was einen glücklich macht und mit liebevollen Erinnerungen verknüpft ist, bleibt da. Aber ich finde es erstaunlich, was alles nicht in diese Kategorie gehört! Wenn man den Tragetest am Abend kritisch auswertet, staunt man....

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  6. Diese Methode finde ich prima, die du da berichtest. Ich kenne so viele die wirklich eine komplette Sommer- und Wintergarderobe besitzen ... zusammen wirklich ein Riesenberg. Ich bin da leider zu einfach gestrickt und entdecke Anziehen als nicht nur lästige Prozedur gerade erst durch das Nähen - vielleicht kann ich mir eines Tages dann genau das Nähen was ich mir vorstelle. LG Ingrid, die dir weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen wünscht

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  7. Das hat sich ja echt gelohnt!
    Ich neige dann immer ganz schnell dazu noch einiges davon ins Nähzimmer zu schleppe, weil ich es noch für irgnedwas als Rück oder Innenseite verwenden könnte.;-)

    LG Klaudia

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  8. Gratuliere! Und kein Trennungsschmerz! :-)
    Das müsste ich unbedingt machen...
    LG Judy

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  9. Auch hier Respekt, ich verstehe die Aktion und Dein Glück beim wiederfinden. Kennst Du Situationen beim Urlaubskoffer packen, wenn man nicht sicher ist, ob es noch passt und keine Muse zum Anprobieren hat?
    Ich gestehe, dass bei mir Baumwollgarderobe vom Kleiderschrank in den Nähschrank umzieht. An Polys und Mischgewebe hänge ich nicht, da kommt kein Glücksgefühl auf, ist längst weg. Manchmal gehe ich auch mit einer Näh-Idee auf die Suche im Kleiderschrank ...
    LG Ute

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  10. Liebe Valomea,
    Ute hat den Nagel auf den Kopf getroffen, ja wirklich R E S P E K T!
    Weiter so, du schaffst es!!!! :-)
    Vielen Dank auch für die Verlinkung zur „1000 Teile raus“ Linkparty! ♥

    Liebste Grüße aus dem sonnigen Heidelberg,
    Annette

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  11. Liebe Valomea, Du auch schon eine recht ordentliche Menge Kleidungsstücke aussortiert. 58 ist eine stattliche Zahl. Staunst Du auch immer, was für Mengen zusammen kommen?
    Fröhliches weiter Entrümpeln und
    herzliche Grüße Marle

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