Mittwoch, 9. Oktober 2013

Stoffabbau bei Emma: ein Kissen

Die Aktion bei Emma's Frühstück finde ich ja witzig. Und ich versuche, sie möglichst wörtlich zu nehmen. Also etwas abbauen, das ungenutzt in den Kisten schlummert (Und ich habe viiiele Kisten!)

Thema STOFFABBAU - die Ausgangslage:
Vor zwei Jahren hatten wir einen Schulanfänger in der Familie. Und zum Schulanfang gab es einen Quilt. Es war ein aufregender Sommer damals!
Es war der Sommer, in dem wir Dach gedeckt haben. Mit ganz viel Eigenleistung. Schulanfänger immer mittenmang.
Es war der Sommer, in dem wir unseren Urlaub komplett im Garten und auf der Wiese verbracht haben.
Der Sommer, in dem man nachts draußen schlafen konnte und Sternbilder gucken.
Es war die Zeit, in der Traktoren total spannend waren, die hydraulischen Getriebeteile, die Marken, die Großtechnik überhaupt.
Und es war der Sommer der Einschulung, der Vorfreude auf Buchstaben und Zahlen (das hat sich inzwischen relativiert :-)
Ich muss Euch mal den Quilt fotografieren, denn damals gab es zwar eine Menge aufregende Dinge, aber noch keinen Blog.
Und von diesem Quilt sind Reste übrig: ein großes Traktorenpaneel und ein Streifen aus Quadraten der verwendeten Stoffe. Und wenn ich das Paneel nicht endlich vernähe, ist die Zeit der Traktoren vorbei!


Den Streifen aus Quadraten habe ich in schmale Streifen geschnitten und außen angesetzt, damit ich auf die richtige Größe von 50 x 50 cm komme. H 630 dahinter gebügelt und mit einem Futterteil aus altem Bettlaken sparsam im Quadrat gequiltet.



Auf der Rückseite habe ich den Reststreifen aufgebraucht. Verschlossen ist es mit einem Klettverschluss. Nun bin ich zufrieden und hoffe, dass der Junior sich über den Stoffabbau die Erweiterung freut.

Und noch ganz viel mehr Stoffabbau-Kissen könnt Ihr bei Emma sehen!

Montag, 7. Oktober 2013

Zakka-style-Utensilo so zwischendurch

Endlich sagt mal jemand zu mir, ich solle doch mal wieder ein Utensilo nähen. Emma ruft zum STOFFABBAU! Das passt ja nun eigentlich gar nicht zu meinem WIP-oder-UFO-Projekt, denn diese Stoffe sind alle schon verplant. Aber wenn ich einen Blick in mein Nähzimmer tue, sehe ich ganz genau, dass ich an Emma's Stoffabbau mitmachen MUSS! Sonst sterbe ich womöglich, ehe mein Stoff alle ist...
Die Start-Aufgabe war ein Utensilo. Meine Güte, das braucht doch keinen Stoff! Es sei denn man hätte so ein Schwedenwürfelregal. Hab ich aber nicht. Es ist also nur ein "Stoffabbäuchen" (oder sagt man "Stoffabbaulein"?) geworden - 15 x 15 x 15 cm:

 

Die Große hatte das Zakka-Style Buch rausgekramt und da habe ich auch gleich wieder Lust bekommen auf diese sagenumwobene Leinen-Stoff-Kombination. In der Art hatte ich mir schon mal einen Fadensammler mit Nadelkissen genäht.

Die Spielerei mit Würfeln, Blättern und Herzchen hat wieder total Spaß gemacht. Die aufgesetzten Formen sind doppelt zugeschnitten, in die Rückseite mittig einen Schlitz schneiden, außen rundum rechts auf rechts zusammennähen und durch den Schlitz wenden.


Leider habe ich beim Quilten getrieft: das Teil ist mit Resten von richtig dickem Volumenvlies gefüttert. Und ich wollte Echoquilten ausprobieren. Dazu hatte ich das Herz aufgesteckt und dann mit Zunge zwischen den Zähnen immer drum rum. Bei der Betrachtung des Ergebnis musste ich feststellen, dass ich das Herz verkehrtrum aufgequiltet hatte, eigentlich sollten die kleinen Würfel oben sein. Nun steht hier und da eine Blume auf dem Kopf, tja...
Man hätte sogar das aufgenähte Herz weglassen können...



Die anderes Seite:


Thema STOFFABBAU - die Ausgangslage:
das grobe Leinen habe ich vor langer Zeit mal beim Möbelschweden gekauft. Ich wollte mir eigentlich mal eine Tasche draus nähen, dann kam es mir aber immer zu locker gewebt vor und ich habe es dann immer wieder zur Seite gelegt. Nun habe ich es doch erstmals verarbeitet. Die Ränder mit großem Zick-zack gesichert und dann ließ es sich gut verarbeiten. Also vielleicht doch noch eine Tasche? In Zakka?
Alle anderen Stoffe sind Inhalt meiner Projektkiste SULKY Bom 2013. Und darum passt dieses Utensilo perfekt in mein Nähzimmer, falsch: der Sulky wird gut zu meinem Utensilo passen! :-)

Eine Menge andere Utensilos kann man bei Emma bestaunen.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Ein Knüdelbüdel im Zakka-Style

Die Große hatte eine ganze Woche Urlaub zu Hause. Das genießt sie sehr und ich auch. Ich habe zwar gearbeitet, aber das war ihr recht: da hatte sie die Nähmaschine für sich. Und sie war fleißig!


Ein Knüdelbüdel nach einer Anleitung von Frau Faulengraben sollte es werden. Und als sie das Buch vom Zakka-Style in die Hand bekam, war ihre Wahl klar: Leinen mit grün. Zu dem gelben Binding hat sie sich leicht überreden lassen. Sie zu einem Quiltversuch zu überreden, war da nicht so leicht. Das hatte sie noch nie gemacht. Aber "Stand" sollte der Knüdelbüdel haben, er soll von allein stehen können - so wie meiner. Also nützte es nix, erst hat sie geübt und dann hat sie gequiltet. Ich war platt. Klar, sie kann besser malen als ich. Und irgendwie scheint das ja zusammen zu hängen. Aber wenn noch irgendwer im www unterwegs ist, der sich vor dem freien Quilten fürchtet, der sollte mal meine Große fragen, ob das nötig ist... :-)


Der Knüdelbüdel hat, wie meiner auch, eine große Außentasche auf beiden Seiten. Haupttasche und Außentasche sind beide mit dem festen Bodentuch vom Lid* gefüttert.
Innen hat sie Innentaschen mit Gummizug eingearbeitet.

 

Das Binding wird per Hand angenäht, immerhin 2,20m! Das war auch eine völlig neue Erfahrung für sie. Und hier kann man auch ein Stück von ihrem Quiltmuster sehen.




Dazu hat sie sich ein Handnähzeugtäschchen genäht mit einem Schnitt aus dem Zakkabuch, aber ein bisschen schmaler. Es fehlen noch zwei Blumenknöpfchen... Aber ist das nicht süß?


Sie wird an der Nähmaschine immer selbständiger. Das ist schön zu beobachten. Und eines Tages wird sie mir dann erklären, wie man etwas macht :-)

Samstag, 5. Oktober 2013

Nix genäht, aber Kürbissuppe!

Ich habe die ganzen letzten Tage nichts genäht, der Mystery-Läufer läuft noch nicht. Denn die Nähmaschine war immerzu besetzt: hier näht die Tochter! Einzig und allein ein klitzekleines Häuschen aus den Stoffen ihres Einkaufsbeutels konnte ich dazwischenschieben. Und da freuen sich die Dorfbewohner, türkis haben sie noch nicht so oft in ihrer Gemeinde!


Damit mir nicht langweilig wird ging es dem Kürbis an den Kragen. Ein paar Tage lag er vor unserer Haustür - zu groß, als dass ihn jemand wegtragen wollte. Gewogen habe ich ihn leider nicht.


In unserer Familie gibt es eine echte Fangemeinde für Muttern's Kürbissuppe. Wir haben die einzelnen Schritte der Entstehung nicht fotografiert, es sei nur hinzugefügt, dass das Zerlegen des Kürbis Studentenarbeit war! In meinen großen Kochtopf passt die dreifache Rezeptmenge. Und das Ganze dann dreimal, es war also mehr als 7 Kilo Kürbis gewürfelt, denn ein kleines bisschen ist noch da!


dsss, dsss.....



In mehreren Etappen wanderte der Kürbis erst auf unsere Teller und was wir nicht gleich aufgegessen haben, wanderte kochend in Schraubdeckelgläser, zudrehen, auf den Kopf stellen - eine bewährte Methode! Und so nach und nach schleppen die Studenten dann die Gläser aus dem Haus... :-)


Wer sich für das Rezept interessiert:
50 g Zwiebeln in 2 EL zerlassener Butter anschwitzen
100 g gewürfelte Möhren dazu, noch ein bisschen schwitzen
750 g Kürbis (gewürfelt) dazugeben
mit 150 ml Weißwein ablöschen
0,25-0,5 l Gemüsebrühe dazu (oder Wasser mit Instant)
1 EL Obstessig
1 TL Zitronensaft
1 TL Curry
1 TL Zucker
Salz und Ceyennepfeffer nach Geschmack
0,5-1 Std. köcheln lassen, bis Möhren und Kürbis weich sind. Gelegentlich umrühren.
mit dem Mixstab pürieren
mit 1 TL Creme fraiche auf dem Teller servieren, wer mag geröstete Kürbiskerne, Zwiebeln oder eine Wiener (Banausen! - das ist ein vegetarisches Essen!) hinein, dazu Baguette. O - ber - lek - ker!!



Donnerstag, 3. Oktober 2013

Mystery-Entscheidung ist gefallen!

Das Top zum Mystery von RoteSchnegge ist fertig. Wir fanden es ja total süß, dass Ihr Euch Sorgen um das Vorhandensein von ausreichend Stoff für weitere Blöcke gemacht habt. Danke für Eure lieben Kommentare! Es war eine Kleinigkeit, aus meinen so etwa 100.000 m Reste ein paar passende Stoffe heraus zu suchen, teilweise waren sie auch tatsächlich im "Pilzgarten" vernäht. Farblich passen sie sowieso.
Nun sind es 14 Blöcke und ich möchte auch keinen Rand annähen, sondern nur ein Binding. Aber vorher stellt sich wieder die Frage, womit ich den Läufer abfüttere: H630 oder Thermolam? Da fehlt mir ja wieder jegliche Erfahrung, im ersten und einzigsten Läufer meines Quilterdaseins gab's ja diesbezüglich eine Verirrung.


Mittwoch, 2. Oktober 2013

Herbst-Mystery von RoteSchnegge

Meine herbstfarbenen Streifenteile habe ich nun zu kunterbunten Blöcken zusammengenäht. Erst hatte ich noch überlegt, ob ich wenigstens die Mittelquadrate einfarbig gestalten sollte, aber so hat es mir dann auch gut gefallen. Nähtechnisch ist das Mystery von RoteSchnegge dieses Mal nicht so eine Herausforderung wie im Frühjahr. Und es gibt auch schon vollständig oder fast fertige Teile zu sehen, zum Beispiel bei Nana oder Marianne und Jeannette.
Meine Blöcke sehen ausgelegt nun so aus:


Für unseren Dielentisch ist das natürlich gaaaar nichts! Es sieht aus wie ein "Spielzeugläufer":


Und nun muss ich mich entscheiden, ob ich noch zwei, vier oder sechs Blöcke dazu basteln will, denn der Läufer ist eindeutig zu kurz für unseren Tisch. Das kann ich bei einem Mystery so gar nicht abschätzen, wie groß das Teil am Ende wird. Kann ich mir ja noch ein paar Tage überlegen - der Herbst hat ja gerade erst angefangen...

Dienstag, 1. Oktober 2013

Frauenrechtsquilt Block 28: Ocean wave - my friend Erma


 


Ich nähe mich rückwärts. Da war noch ein Block offen, einer mit gaaanz vielen kleinen Dreiecken :-(
Dieser Block ist einem sehr interessanten Thema gewidmet. Ein Thema mit dem ich regelmäßig in den Beobachtungen im Supermarkt konfrontiert werde:
Dem Kampf der Frauen um ihr Recht, in der Armee zu dienen. Was inzwischen selbstverständlich ist und - für mich unverständlich - von den jungen Frauen auch genutzt wird, haben sich die Frauen im 2. Weltkrieg in der amerikanischen Navy hart erkämpft.
Erma Hughes Kirkpatrick war eine der ersten Frauen die in der amerikanischen Navy während des 2. Weltkrieges diente. Ursprünglich als "Aushilfen" eingestellt, durften sie nach dem Krieg in der Navy verbleiben.
Eine für mich fragwürdiges Ziel. Würden Frauen Krieg führen, wenn es keine Männer gäbe? Entsprechen Eroberung, Okkupation, Bedrohung und Töten dem weiblichen Wesen? Kriege lassen sich nicht mit weiblicher Logik führen. Für mich ist das ein Widerspruch in sich.
In Bad Frankenhausen ist eine recht große Kaserne. Und seit ein paar Jahren gehen eben nicht nur Soldaten sondern eben auch Soldatinnen im benachbarten Supermarkt einkaufen. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich sie - gemeinsam in der Kassenschlange wartend -  mit einer Mischung aus Neugier und Unverständnis mustere. Weibliche Soldaten - ein Widerspruch in sich.

PS 1: Seht Ihr die Dreiecksecken? Seht Ihr das?! Ich bin ziemlich zufrieden... :-)
PS 2: Herzlich willkommen, Frau Strickratte! Hier wird zwar selten gestrickt und mehr genäht, aber vielleicht findest Du ja doch ab und an was Interessantes.