Freitag, 17. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (3): Arboretum Lenoir, Belgien

Wir gestehen es: wir sind große Fans von Arboreten. Es könnte sein, dass es jemanden gibt, der nicht weiß, was das ist?
 
"Ein Arboretum ist eine Sammlung (nicht in Pflanzgefäßen wachsender) verschiedenartiger, oft auch exotischer Gehölze; dies kann beispielsweise ein botanischer Garten sein, in dem hauptsächlich Bäume und Sträucher angepflanzt werden." Quelle: Wikipedia 
 
Wir sind also von La Roche-en-Ardenne weiter gefahren zum Arboretum Lenoir. Seinen Namen trägt es von Robert Lenoir (Waldbesitzer und begeisterter Dendrologe), der vor ca. 100 Jahren die Pflanzen dort zusammengetragen hat. Aufgrund ihres Alters sind die Bäume teilweise von beeindruckendem Stammumfang.  Als herzliches Willkommen begrüßt uns eine Japanische Blütenkirsche mit ihrer unglaublichen Pracht!
 

Der Baum war eine Augenweide!
 

Das Arboretum liegt am Ufer der Ourthe.
 

Hier stehen lauter kleine, vermutlich Weiden im Wasser, es sieht aus als wären sie zur Ernte vorgesehen?
 

Kleine Wasserläufe tragen der Ourthe zu und bieten geeignete Standorte für feuchtigkeitliebende Pflanzen. Neben vielen Bäumen und Sträuchern gibt es hier auch eine Sammlung kleinerer seltener Pflanzen. Wir versuchen ja immer, etwas Neues zu lernen. Schaut mal:
Der Amerikanische Gelbe Stink(tier)kohl - lysichiton americanus - auch Gelbe Scheincalla oder Amerikanischer Riesenaronstab oder nur Stinkkohl genannt. Der unangenehme Geruch lockt Insekten zur Bestäubung an. Die Pflanze ist giftig.
 
Die Pflanzen bildeten eine beeindruckende Kolonie an einem Bächlein und blühten gerade wunderbar. Inzwischen wissen wir, dass es eine invasive Art ist und besser nicht von Menschenhand verbreitet werden sollte. 
 

Dafür freut man sich über die Verbreitung von Magnolien viel mehr! Hier gab es wunderschön blühende Exemplare.
 

Sie stehen teilweise zwischen hohen Bäumen und machen wunderbare Leuchtpunkte im Wald. Die ersten Rhododendren blühen. Das sind Pflanzen, die es bei uns zu Hause in der Natur nicht gibt - unsere Erde ist nicht geeignet, auch in den Gärten kommen sie eigentlich nur in Kübeln gut.
 

Umso mehr freuen wir uns an den hier blühenden. Und schaut mal diese Lappland-Alpenrose (Rhododendron lapponicum). 
 

Bei manchen Blüten ist die Farbe ja schon ganz schön speziell. Die Krönung ist allerdings dieser Rhododendron (Tree Rhododendron, Rhododendron arboreum). Krass, oder? 
 

Den konnte man bestimmt 100 Meter weit leuchten sehen! 
Immer wieder treffen wir in solchen Anlagen Pflanzen, von denen wir noch nie etwas gehört haben. Zum Beispiel eine Schein-Kerrie (Rhodotypos scandens): 
 

Die fand ich ganz reizend! Der Strauch war über und über mit diesen kleinen Blütchen besetzt.
Bei manchen Pflanzen müssen wir wiederholen. Eigentlich sollten wir sie kennen, aber ich habe es mir wieder mal nicht merken können: die Echte Sternmiere. Die wächst bei uns auch.
 

Oder das englische Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta agg.
  

Wenn die Magnolien nicht blühen sind sie nicht immer gleich als solche zu erkennen. Das ist eine immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora). Hätte ich nie und nimmer als solche erkannt....
 

Auf alle Fälle hatten wir einen wunderschönen Tag im Arboretum Lenoir. Wohin wir dann weitergefahren sind erzähle ich Euch an einem anderen Tag.
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Arboretum Lenoir, Belgien 
 
 
  

Donnerstag, 16. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (2): La Roche-en-Ardenne, Belgien

Ich erzähle Euch noch ein bisschen was von unserer Osterreise. Wir wechselten von Luxemburg nach Belgien. Hier war ich noch nie. Die Belgischen Straßen sind doppelt interessant: die Fernverkehrsstraßen sind durchgängig beleuchtet. 
 

Wozu das nützen soll erschließt sich uns nicht. 
Die Täler neben den kleinen Landstraßen sind steil abfallend, Leitpanken gibt's es nicht, die Banderolen um die Bäume müssen reichen? 
 

Unser Ziel ist La Roche-en-Ardenne. La Roche ist ein kleines enges Städtchen am Fluss Ourthe.
 

Wir besuchen die Kirche St. Niklas, um 1900 erbaut, 
 

die Alt und Neu in sich vereint
 

Die modernen bunten Glasfenster gefallen uns sehr gut
 

Dann versuchen wir, den Berg zur Burgruine zu erklimmen. Ehemals eine römische Festungsanlage wurde sie in der Ardennenoffensive im 2. Weltkrieg endgültig zerstört.
 

Aber irgendwie war der von uns gewählte Aufstieg nicht der richtige, so dass wir die Ruine nur von Weitem sehen konnten
 

Rundum sind hohe Mauern, die von der Uneinnehmbarkeit der Burganlage zeugen - wir kommen nicht hoch. *lach*
 

Dafür wurden wir von der Anhöhe mit einem wunderbaren Blick auf die Stadt belohnt
 

und konnten beim Abstieg noch einen Blick auf die Grünanlagen um die Ourthe erhaschen. 
 

Das Wetter war wunderbar. Belgien schenkte uns richtige Frühlingstage! Die Natur war überall deutlich weiter als bei uns zu Hause. Wir versuchen ja immer mal, neue Pflanzen kennenzulernen. Die App Floraincognita hilft uns dabei.
 

Eine Mandelblättrige Wolfsmilch.
Wo kann man Frühling am besten genießen? - in einem Arboretum! Und dort führte uns unser Weg dann auch hin. Davon später mehr.
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
 
 

Mittwoch, 15. April 2026

Weniger ist mehr -1000 Teile raus - Woche 16: nur Kleinkram

Mittwoch ist's. Zeit, um über das Entrümpeln zu reden.    



Wir waren ja unterwegs. Es gibt nicht wirklich viel zu berichten. 
Ein Covidtest und eine Deko-Kette von einem Blumenstrauß konnten weg. Der Test war so was von überfällig.
 

Ich hatte vor dem Urlaub meine ganzen alten Tagetes-Samen in ein Zimmergewächshaus gesät. Nur dort konnten sie den Urlaub - wenn überhaupt - überleben. Nach unserer Rückkehr sah es so aus: 
 
 
Da war sehr eindeutig klar, welche der Samen zum Entsorgen sind, ich hatte ja extra alles fein säuberlich nummeriert. Leider hatte ich beim Sammeln der Samen kein Datum draufgeschrieben. Solche fragwürdigen Samen habe ich noch mehr...
 

 
Verabschiedet wurden:
1 Covid-Test
1 Dekokette
2 Samen
4 Teile gesamt 

Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Dienstag, 14. April 2026

Stich für Stich zum Ziel

Heute ist der zweite Dienstag im Monat - letztmöglicher Termin, der überhaupt geht (ich wollte es erst kaum glauben, dass ich Stich für Stich nicht verpasst habe... ;-)
Ich zeige Euch heute, dass ich kurz vor unserem Urlaub zur Abwechslung mal ein anderes UFO rausgekramt habe:
 

Am La Passacaglia stichle ich ja auch schon viele Jahre. Er war zum Erliegen gekommen weil ich für die restlichen Flächen das ziemlich große Teil auf der Erde auflegen muss damit ich es "weiterentwickeln" kann. Das ist umständlich... Aber wenn ich das Pro und Contra für die Arbeit am Dear Jane und dem La Passacaglia betrachte, dann hat der eindeutig bessere Chancen in näherer Zeit fertig zu werden. Das war Motivation, mal ein paar Teile zu bedenken.
Mit in den Urlaub genommen hatte ich dann tatsächlich ein Stück der hell-in-hellen Rosette, die oben links in der Ecke folgen muss, und habe sie auch wirklich zusammen genäht:  
 
 
Außerdem sind erstaunlicherweise (wir sitzen im Urlaub nicht rum! *lach*) noch ein paar Eckchen geheftet worden. 
 

Damit ziehe ich nun zu Doris, die heute die Fortschritte der Langsamnäherinnen sammelt. 
Ob und wie es mit dem LaPassacaglia jetzt weiter geht werden wir sehen.... 

Montag, 13. April 2026

Reparieren: die Jacke der Enkeltochter

Als wir zu Ostern bei der kleinen Familie waren fiel mir auf, dass die Softshelljacke der Enkeltochter eine "angeknabberte" Ecke an der Kapuze hat. Ob da wohl manchmal ein Mäuschen... ?
 

Jedenfalls war nicht nur das Kapuzenfutter aus Jersey betroffen sondern auch der Softshell war angekratzt. Ich hatte damals einen Jersey in zweiter Nutzung verwendet, das sollte man vielleicht nicht machen? Die Jacke hatte ich vor eineinhalb Jahren genäht und wir hatten uns gefreut, dass der Anzug diesen Winter noch gut gepasst hat. Weil der kleine Bruder vielleicht auch noch damit rumläuft lohnte sich eine Reparatur. 
 

Mit der Hand und dunkelblauem Garn habe ich zwischen Ostereier-Färben und Ostereier-Suchen die Ecke mit engen Stichen quasi nach innen weggenäht. 
Sollte für ein Weilchen wieder gut sein.
 
Verlinkt wird im Reparatur-Café. Das hat noch bis zum 20. April geöffent.

Sonntag, 12. April 2026

Unser Osterurlaub 2026: Vianden in Luxemburg

Wir waren ein paar Tage unterwegs und ich nehme Euch gern ein bisschen mit wenn ich jetzt Fotos anschaue. Wollt Ihr mit?
 

Wir machen einen ersten Halt bei der kleinen Familie und nutzen die Gelegenheit für ein Familientreffen. Auch der große Sohn hat sich mit dem Zug auf den Weg gemacht. Die Enkeltochter beginnt sofort mit der mitgebrachten Stanze die Tischdeko für die Ostertafel. (Danke, Rosi! Große Freude bei der Enkeltochter) Leider habe ich die Million gelbe und rote Hasen nicht auf dem Tisch fotografiert... *lach*
 

Das Vögelchen bekam seinen Platz am Fenster. Zum Glück hatte ich den Faden so lang gelassen. Oma, Du musst den so aufhängen, dass ich ihn anfassen kann. 
 

Wir haben Ostereier auf der Terrasse gesucht und am Spielplatz Zwergenbehausungen gebaut. 
 

Jeder, wie er wollte. Die der Enkeltochter war mehr "oberirdisch". Meine war mehr in den "Berg" hinein gebaut:
 

Am Abend des Ostersonntag brechen wir auf Richtung Westen. Unser erster Stop ist Vianden an der Our kurz hinter der luxemburgischen Grenze. Oberhalb des engen Ortskerns kann man am Straßenrand parken und hat einen tollen Blick auf die Burg. 
 

Wir schlendern abends durch das Städtchen. Hier ist noch richtig was los. Die Straßencafé-Saison ist eröffnet.
 

Beide Kirchen sind geöffnet. 
 

Die Trinitarier-Kirche hat einen eigenartig asymmetrischen Bau und war ursprünglich eine Klosterkirche. 
 

Die zweischiffige Hallenkirche stammt aus der Frühgotik. Die beiden Schiffe sind unterschiedlich lang.
 
Die Häuser sind oft ganz schmal und haben eine ganz niedrige Kellertür. 
 

Wir schlafen absolut ruhig, nachts kommt kein Auto. Morgens werfen wir noch einen letzten Blick auf die Burg und fahren weiter.
 


Wir verlassen Vianden über eine seiner Sehenswürdigkeiten: eins der größten europäischen Pumpspeicherkraftwerke.  Hier kann Wasser aus dem Fluss Our in einen höher gelegenen Speichersee gepumpt werden. 
 
 
Der See verbirgt sich hinter einem hohen Damm und man kann auf einen Turm steigen, um den See überhaupt zu sehen. Über die Überlauftürme, die man im See sieht, kann das Wasser zur Stromgewinnung wieder nach unten rauschen und treibt im Berg liegende Turbinen an. Das eigentliche Kraftwerk arbeitet also unterirdisch.
 

Wir waren dort am frühen Morgen - kein Mensch außer uns da. Das lieben wir!
 

Von dort sind wir weiter nach Westen gefahren, einmal durch Luxemburg hindurch. Was wir im späteren Verlauf der Reise erlebt haben erzähle ich Euch aber an einem anderen Tag.