Freitag, 24. Juli 2026

Autospielteppich: wir nähen weiter!

Die Tochterfamilie ist im Urlaub hier bei uns und wir machen lauter schöne Sachen: spielen, schaukeln, baden, gärtnern... Und dann passierte plötzlich Folgendes: Oma, guck mal, kannst Du mir das nähen?
 

Oh! Ein "Anbau" für den Autospielteppich! Da hatten wir im letzten Jahr schon drüber gesprochen weil kein Platz mehr war für eine Müllverbrennungsanlage. Die Enkeltochter interessiert sich sehr für die Müllabfuhr - vielleicht wird sie nicht Rettungssanitäterin sondern Müllwerkerin - und besitzt ein kleines Spielzeugmüllauto, das ihr mal ein Müllwerker geschenkt hat als sie so interessiert zugeschaut hat wie die Tonnen entleert werden. Also ein nachvollziehbarer Wunsch... Dieses Kind ist ja immer so schrecklich früh wach. Deshalb haben wir eigentlich Zeit, um morgens ein bisschen zu nähen. Das Reststück der Damasttischdecke, die wir letztes Jahr verwendet hatten, war schnell gefunden und auf die richtige Größe zugeschnitten.
Dieses Mal wird es einen Fluß geben. Natürlich mit Uferstreifen. 
 

Während der Arbeiten im letzten Jahr hat sich meine Nähweise allmählich verändert. Das Projekt war ja sehr plakativ mit Straßen gestartet und die einzelnen Teile waren anfangs platt auf den weißen Grund genäht. Die späteren Gebäude hatten dann schon flächige "Begrünung" bekommen oder waren komplett mit Sand oder Pflaster belegt. Dieses Mal sind wir gleich flächig gestartet. 
 

An der linken Seite und am Krankenhaus wird es zwei Straßenkreuzungen geben, zwei Brücken über den Fluss müssen gebaut werden. 
Die beiden Teile werde ich erst zum Ende zusammen nähen, so rutscht es besser durch die Nähmaschine. 
Nun können wir alle zusammen gespannt sein, wie es weitergeht. Das weiß bis jetzt noch niemand, wir auch nicht.... *lach*... es gibt nur den gezeichneten Plan mit einer Müllverbrennungsanlage, einer Feuerwache, einem Supermarkt, einem Kiosk (für Eis selbstredend), zwei Wohnhäusern und einem Park.... Aber morgen früh, wenn der Wecker vorne eine 6 zeigt und in der Mitte mindestens eine 3 - dann geht's weiter! ;-)
 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Plausch am Gartenzaun: Wollt Ihr mal unsere Gurken sehen?

Wir waren zwei Wochen im Urlaub und ich konnte gar nicht über den Gartenzaun plauschen. Aber nun sind wir schon ein paar Tage zurück und der erste Gang war natürlich in den Garten! Haben alle Pflanzen die eher neutrale Zuwendung der Gießhilfe überlebt? Jedes Mal ist es ein bisschen ein Bangen, gerade wenn es heiß ist, denn man kann von niemandem erwarten, dass er unseren wahrlich großen Garten so versorgt wie wir es tun. Aber ich bin wirklich dankbar: der Garten sah gut aus. Die Hitze hat dafür gesorgt, dass uns keine "grüne Hölle" erwartete, denn das Gras und die Hecken wachsen nicht mehr so drastisch wie im Frühling. Die Tomaten haben unsere Abwesenheit gut verkraftet, aber es war noch keine Erntereife in Sicht. Dafür gibt es eine Gurkenschwemme!
 

Gurken und Zucchini wurden offenbar zu wenig geerntet und nun können wir fleißig essen. Es sind Freilandgurken, die hier bei uns eigentlich immer gut fortkommen.
Dieses Jahr tragen sie die klangvollen Namen Sindy und Konsa.
Vor dem Urlaub hatte ich alle Beeren geerntet, die irgendwie reif waren. Aber manche waren einfach noch nicht so weit und ich bin erstaunt, dass sie immer noch hängen! Da darf ich also heute oder morgen mal ran.
 

Die ersten Pflaumen liegen auf der Erde und die Mirabellen purzeln. Jetzt wird es bunt! 
Was erntet Ihr denn gerade so Schönes? 
Verlinkt wird bei Nicole's Plausch am Gartenzaun 

Mittwoch, 22. Juli 2026

Noch ein Artikel aus dem Vorrat.... wir nähen eine Post

Als die Polizei fertig war ging es natürlich sofort an das letzte zu bebauende Grundstück auf dem Spielteppich. Leider war da der Urlaub bei Oma letzten Sommer schon wieder zu kurz und er endete mit einem kleinen UFO... 
Es hat sich bei den schon fertigen Gebäuden bewährt, wenn man sie benutzen kann. Also hatte ich die Post, die sich die Enkeltochter gewünscht hatte, gleich so konzipiert, dass man Päckchen hinein schieben kann. 
 

Die Ränder der Seiten und Rückwand sind als Kellerfalten gearbeitet. Ich erinnere mich, dass ich damals Murks gemacht hatte, ich musste trennen. Das sieht man auf diesem Foto, das ich lange auf meinem Handy suchen musste... 
 

Dieses Teil lag dann längere Zeit in meinem Nähzimmer herum, denn der Spielteppich musste natürlich mit der Enkeltochter wieder abreisen. Der wird schließlich gebraucht. Erst Wochen später konnten wir die Sache vollenden! 
 

Vor der Post ist ein Briefkasten mit einem "Schlitz", in den man Briefe eingestecken kann. 
 

Die kommen dann in der Post wieder raus. 
 

Und so kam es, dass im Herbst letzten Jahres alle Grundstücke bebaut und der Autospielteppich fertig war.
 

Und warum ich diese ollen Kamellen ausgerechnet jetzt rausgekramt habe muss ich Euch an einem anderen Tag erzählen, denn die Enkeltochter ist gerade zu Besuch und hatte einen Plan.... 
 
Verlinkt wird bei
Kinder-Allerlei im Nähkäschtle
Besser spät als nie bei Amberlight label
 

Dienstag, 21. Juli 2026

Wir ergänzen den Autospielteppich: wir nähen eine Polizei

Es ist schon über ein Jahr her, da hatte ich Euch erzählt, dass die Enkeltochter sich gewünscht hat, ich möge ihr "ein paar Straßen nähen". Das Projekt entwickelte sich über viele Tage ihres Urlaus hier bei uns und sah am Ende so aus:
 

Hier hatte ich Euch davon berichtet. Dann war leider der Urlaub vorbei und der Spielteppich zog mit zwei leeren Grundstücken mit in die große Stadt. Schon letzten Sommer hatten wir dann diese beiden Grundstücke bebaut. Auch ein Post war dazu entworfen, aber irgendwie nicht fertig gestellt. Das lag daran, dass ein großes Familientreffen in die Quere kam, nicht genug Fotos gemacht waren und dann gerät so etwas leicht in Vergessenheit.
Lange Rede - kurzer Sinn. Wir hatten letzten Sommer zuerst eine Polizei genäht!
Eine Polizei ist wichtig, findet das Kind. Woran erkennt man sie? - An der Schrift natürlich!
Das verlangt einer 5-jährigen ziemlich viel Geduld ab. So viele Buchstaben....
 

Aber dann war das erledigt und es war klar: die Autos müssen schnell auf der Straße sein, man kann vorne und hinten in die Polizei rein- und rausfahren.
 

Und da gab's nur noch eine freie Baustelle... Aber wie gesagt: das war schon letztes Jahr im August! Deshalb darf dieser Post jetzt auch zu Amberlight label, dort werden die verschütt' gegangenen Projekte gesammelt.
 

Verlinkt wird bei
Kinder-Allerlei im Nähkäschtle
Besser spät als nie bei Amberlight label
DvD bei Elfi 

Sonntag, 19. Juli 2026

Reparieren: ein Pullover vom Junior

Als ich ihm neulich seine Hose repariert habe, meinte der Junior, er hätte da noch einen Pullover....
Zuerst habe ich nach einer passenden Sockenwolle gesucht und wurde tatsächlich fündig. Die wird gut gehen:
 

Es waren drei Flickstellen. Die erste unter dem Arm:
 

Die zweite:
 

Von Mal zu Mal wurde ich besser. Die dritte, mitten auf dem Rücken, ist dann schon richtig gut geworden:
 

Nun kann der Junior den Pullover noch ein bisschen tragen. Und im Gegenzug reparariert er mir wieder mal mein Auto. Wenn das kein guter Tausch ist.... ;-) 
 
Verlinkt wird im Reparatur-Café. Das hat noch bis morgen geöffnet.

 

Dienstag, 14. Juli 2026

Stich-für-Stich-zum-Ziel im Juli: am Bücherregal geht's weiter

Doris sammelt ab heute wieder die Mini-Fortschritte beim Langsamwerkeln.
Das ist eine gute Gelegenheit, Euch von unserem letzten virtuellen Nähkränzchen mit Ingrid zu erzählen. Wir haben uns nämlich kurz hintereinander gleich zweimal getroffen. Vom Quiltstart des Hintergrunds an meinem Bücherregal hatte ich Euch hier berichtet. Nun musste ich erst mal meine Regalbretter fertig quilten mit lauter dicht aneinanderliegenden Nähten. 


Weil klar war, dass wir richtig schön Zeit für unser Projekt haben würden, habe ich mich einem der noch ausstehenden "Lückenfüller" gewidmet, der aufwändig werden würde: die Matroschka. In unserem Bücherregal steht tatsächlich eine Matroschka. Ich weiß nicht mehr, wo sie her war - sie ist schon immer da. Und von Anfang an war in meinem Kopf auch auf diesem Quilt eine Matroschka....
Am längsten dauert ja immer die Entscheidung der Stoffe. Ich hatte wild in die Restegläser gegriffen und habe ggf. mit Stoffen aus dem Bestand ergänzt. Die erste Idee war rotlastig, aber das passte zu den daneben liegenden Büchern so gar nicht. Insgesamt vier Varianten hatte ich aufgelegt: Gesicht, Haare, Kopftuch, Rock (mit oder ohne Schürze). Und entschieden habe ich mit mit Ingrid's Unterstützung dann für die Kombination unten rechts.
 

Für solche Entscheidungen ist ein virtuelles oder gar echtes Nähkränzchen ja genial!
Zur Erstellung eines Musters habe ich diverse Ausmalvorlagen aus dem Internet zu Rate gezogen - ich kann selbst ja nicht malen... ;-)
 

Dann habe ich der Püppi eine Frisur verpasst: über Papierschablonen habe ich die Haare auf den Gesichtsstoff appliziert.
 

Als nächstes habe ich Kopftuch und Kleid passig aneinander genäht.  Beide Teile hatte ich dazu mit dem entsprechenden Bogen versehen und mit der Maschine zusammen genäht.

 
Das Gesicht mit den Haaren habe ich revers appliziert. Dazu hatte ich die Öffnung mit S230 hinterbügelt und habe die NZG umgeklebt:
 

Das hat gut funktioniert und sah schon gut aus:
 

Aus der Resteschachtel konnte ich erfreulicherweise sogar ein schon mit Vliesofix versehenes Restchen für die Augen fischen.
 

Die habe ich dann noch festgenäht und mit zweifädigem Stickgarn den Mund gestickt. 
 

Nun habe ich die Papiervorlage untergelegt, die NZG passend geschnitten und umgeheftet. Ja! Das wird schön!
 

Jetzt wurde es ein bisschen wild. Ich wollte gern, dass die Matroschka ein bisschen "rundlich" wird. Deshalb wollte ich sie mit einer Lage Schaumstoff hinterlegen. Ich habe die Umrisse mit Abzug von 3 mm etwa auf dem Schaumstoff abgenäht und dann ganz knapp ausgeschnitten. Dadurch wurde der Rand schön flach.
 

Eigentlich wollte ich diese Schaumstoffplatte hinter die Matroschka heften, aber dann hatte ich Sorge, dass sie beim Entfernen des Papiers nach dem Applizieren wieder mit herausrutschen würde. Also war eine andere Technik gefragt. Ich habe die Schaumstoffpuppe erst mal ganz knappkantig ins Regal genäht:
 

Wild, wild.... aber die Matroschka ließ sich dann problemlos drüber applizieren. Die untere Kante habe ich offengelassen, die Heftnähte entfernt und das Papier ließ sich mit einem Flutsch durch diese Öffnung entfernen. Dann musste nur noch die untere Kante appliziert werden. 
 

Fertig!- Fertig? Halt, da fehlt noch was....
 

Die Kopftücher der Matroschkas haben immer einen Knoten!
 

Und mit ihrer "Fluffigkeit" bin ich auch sehr zufrieden:
 

Ich muss ja zugeben: die Matroschka hat viele Stiche gebraucht, aber sie hat mich dem Ziel auch ein ganzes Stück näher gebracht. 
 

Ingrid hat derweil auch mit dem Quilten ihres Regals angefangen. Da sind auch noch allerhand Stiche zu tun.  
Bei mir fehlt nun noch die Pflanze im Blumentopf und eigentlich sollen da noch zwei Bilderrahmen hin... Aber das wird jetzt nix, jetzt kommt erst mal Enkelzeit!
 
Verlinkt wird bei Doris

Freitag, 10. Juli 2026

Reparatur-Café im Juli - das Fliegengitter im Bad

Es ist soweit - das Reparatur-Café öffnet seine Türen

 
Beim Fensterputzen im Bad musste ich mir eingestehen, dass ich den Riss im Fliegengitter nun schon viel zu lange ignoriere. Manchmal braucht es diesen einen, bestimmten Moment, der genau der richtige ist für AKTION! *lach* 
Nicht, dass ich das Fliegengitter ausgetauscht hätte - es ist so ein in einen festen Rahmen eingespanntes - nein, ich habe einfach den Riss geflickt. Wie so manches Mal gibt es kein Vorher-Foto. Der Riss war etwa 25 cm lang und in der Mitte ziemlich breit.
Von oben und unten habe ich ihn mit schwarzem Garn zugenäht. In der Mitte ist das Gewebe immer wieder gerissen, so dass ein richtiges Loch entstanden ist. Da half nur ein Flicken! 
 

Ich finde, es sieht cool aus.
 

Und von Weitem sieht man sowieso nichts. 
 

Aber wenn ich auf der Toilette sitze muss ich immer grinsen...  


Das Reparatur-Café öffnet heute seine Pforten und bleibt geöffnet bis zum 24. Juli. Habt Ihr vielleicht auch von einer außergewöhnlichen Reparatur zu berichten?
Kommt gerne mit Euren Reparaturen vorbei!
 

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