Donnerstag, 23. April 2026

Schwarze Blätterreste werden zu einem Täschchen

Ich reise nicht nur - ich nähe auch... ;-)
Erinnert Ihr Euch an die schwarz-rote Pipps? Da hatte ich vor ein paar Wochen aus meinem Karton mit Stoffen vom Möbelschweden ein unförmiges Reststück von dem schwarzen Stoff mit weißem Blätterdruck gefischt und es war klares Ziel, diesen restlos zu verarbeiten. Nach der Pipps war aber noch was da. Ich lege dann immer verschiedene Schnittteile auf und probiere rum, was wie am besten passt.
Jetzt hatte ich mich für eine Kosmetiktasche von Lillesol & Pelle entschieden. 
Problem war nur, dass dem einen Teil unten ein Stück fehlte. Kein Problem mehr, wenn ich dieses Stück dem anderen Teil zugeben kann... ;-) 
Damit ich beim Nähen nicht durcheinander komme habe ich die beiden Teile als erstes mal zusammen genäht. Das Vlies - ein seltsamer Industriefilz, übrig geblieben von hier - habe ich gleich durchgängig zugeschnitten. 
Dann kam das für diesen Stoff schon erfolgreich erprobte Quilten der Blätter mit Quiltfuß und weißem Garn. 
Als Futter habe ich ein ziemlich gut passendes Reststück eines früheren Kinderkleidchens verwendet:
 

Wenn etwas so gut aufgeht bin ich immer sehr zufrieden... *lach*
Dieses Mal habe ich zur Aufhübschung auf die weißen Flecken des Musters rote Knötchenstiche gestickt:
 

Der rote Reißverschluss und ein roter Zipperanhänger passen da gut dazu.
 

Der Lillesol&Pelle-Schnitt macht einen schönen breiten Boden.
 

Das rote Futter ist schön knallig.
 

Dass der Stoff am Boden bei dem einen Teil nicht reichte, sieht man nur wenn man den Boden ganz genau anschaut:
 

Nun ist immer noch etwas übrig von dem schwarzen Blätterstoff, aber nicht mehr viel. Da fällt mir noch was ein... 
 
Schnitt: Kosmetiktasche von Lillesol & Pelle
Größe: 16 x 11 x 7 cm 
Gewicht: 43 Gramm
Außenstoff: Reste vom Möbelschweden
Vlies: Industrievlies, Rest, geerbt
Futter: Rest von einem Kinderkleid
 
Verlinkt wird bei

Mittwoch, 22. April 2026

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 17: förmlich NIX

Mittwoch ist's. Zeit, um über das Entrümpeln zu reden.    


Leider, leider habe ich zu diesem Thema aktuell so gar nichts zu sagen! *lach*
Ich bin anderweitig so sehr beschäftigt, dass sich die Gedanken nicht auf das Entrümpeln lenken lassen wollen...
Lediglich zwei Pflanzen wurden verabschiedet, die den Winter nicht oder nicht gut überlebt haben.
Ein Alpenveilchen, das nicht wieder ausgetrieben hat und ein trockenes Palmendingens, das ich geschenkt bekam, dem unsere trockene Heizungsluft nicht bekommt, das immer Spinnmilben hat und mich wahnsinnig macht! Das durfte einfach gehen, muss sich hier nicht mehr rumquälen.
 

Die Töpfe durften gleich mit gehen. 
 
Verabschiedet wurden
2 Pflanzen 
2 Blumentöpfe
4 Teile gesamt 

Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Dienstag, 21. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (6): Gent MSK und Botanischer Garten

Wir bleiben noch einen Tag in Gent und fahren vom Campingplatz mit Bus und Straßenbahn zum Museum der schönen Künste (MSK). Gleich um die Ecke liegt der botanische Garten der Universität, das trifft sich gut.
Das Museum der schönen Künste ist das älteste Museum Belgiens. Untergebracht ist es in einem modernen Gebäude mit tollen Lichtkuppeln. 
 

Die Werke stammen aus allen Epochen zwischen Mittelalter und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 
 

Werke von Hieronymus Bosch, Anthonis van Dieck, René Magritte, Pieter Brueghel, dem Jüngeren, van Eyck und vielen belgischen Künstlern, die ich nicht kenne.
 

Auch sehr beeindruckende Plastiken gab es zu sehen. Eine Mutter beweint ihr totes Kind von George Minne:
 

Da guckte sich so manches Bild leichter an!
 

Und an so manchem Gemälde gab es eine Übersetzung für diejenigen, die gar nicht gucken können:
 

Hier im Museum wurde/wird der berühmte Genter Altar restauriert und man konnte einen Blick in das Atelier werfen, in dem an diesem Tag aber nicht gearbeitet wurde, durfte aber trotzdem nicht fotografieren. 
Witzig war die Schülerkunst: Schuhe ausschließlich aus Papier und Klebestreifen: 
 

Vom Museum sind wir zum botanischen Garten gegangen. Das war wie ein Ausflug in die Sommerfrische. Im Tropenhaus konnte man es vor Hitze nicht aushalten und draußen auf den Wiesen lagerten überall Studenten. 
Die Strauchpäonien blühen in voller Schönheit, 
 

die Kamelien treten in Wettstreit miteinander, 
 
im subtropischen Haus blühen die Kakteen. 
 

Ich hatte noch nie eine Fledermausblume (Tacca chantrieri) gesehen. Ganz auffällig sind die fast schwarzen Blüten mit ihren langen "Bartfäden". Man kann sie aber nur im feucht-warmen Klima eines Warmhauses halten.
 

Draußen bewundern wir eine Trillium mit den großen dreilappigen Blättern. 
 

Eine riesige Wasserzypresse beeindruckt uns ebenfalls.
 

Wieso haben wir zu Hause im Garten eigentlich keine wilden Tulpen?
 

Dieser Tag war noch auf andere Weise ganz bezaubernd, denn wir haben ein bisschen vom Jugendstil in Gent getroffen.
 

Rein zufällig kamen wir auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle zum Museum an wundervollen Häusern vorbei.
 
Das begeistert uns beide immer wieder, mit wieviel Sinn für Schönheit in diesen Jahren gebaut wurde.
 

Mehrkosten beim Bauen für "schön völlig ohne Zweck" waren irgendwie selbstverständlich. Da sind wir wohl inzwischen einfach zu geizig geworden.... 
 

 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Dinant, Belgien 
Gent Innenstadt, Belgien 
Gent, MSK und botanischer Garten, Belgien