Sonntag, 26. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (9): die Hausschilder in Maastricht

Was uns in Maastricht ganz besonders aufgefallen ist sind die Schilder, die sich an ganz vielen Häusern in der Altstadt befinden. Oft über der Haustür, oft zwischen den Fenstern und in einer spannend gebogenen Form. Viele haben ein Schriftband mit der Jahreszahl des Hausbaus. 
 
 
Viele der Schilder sind reliefartig.
 

Oft spielt Gold eine herausstechende Rolle. Der Hintergrund ist manchmal vergoldet.
 

Manchmal ist aber auch das Motiv vergoldet.
 

Die Recherche ergab, dass es sich hier tatsächlich um alte Hausschilder handelte, die quasi eine "Adresse" darstellten. An vielen Hausschildern konnten sogar wir der holländischen Sprache nicht Mächtigen die Anschrift verstehen.
 

Bei manchen konnte man das Gewerk des Hausbesitzers gut erkennen.
 

Noch eine andere Mühle:
 

Oder schaut mal das:
 

Immer wieder auch religiöse Themen.
 

Oder dieses:
 

Oft Tiere.
 

Tiere waren sehr gebräuchlich, 
 

hier eine gleichnamige Gaststätte
 

Oder schaut mal die an:
 

Nicht so oft trifft man florale Motive
 

Manche der floralen Motive sind sehr stilisiert: 
 

Wenn es auch nicht so viele Blumen zu sehen gab - Bäume sind häufig! Und zwar oft auch genau benannte, wie hier die Kirsche.
 

Welche Personen auf den Portraits abgebildet sind hat sich uns natürlich nicht erschlossen.
 

Manchmal sind die Motive auf rechteckigen oder quadratischen Flächen. 
 

Auch Medaillons haben wir gesehen:
 

Oft haben die Hausschilder aber eine ganz besondere Form, leicht geschwungen, nach oben verjüngt, und in der Verlängerung der Ränder liegt obendrüber dann ein Fenstergesims. Wenn Ihr oben noch mal schaut seht Ihr noch mehr solche. Toll gemacht!
 

Ich hätte noch stundenlang durch Maastricht streifen können und hätte immer noch mehr Hausschilder gefunden! Unser Favorit war übrigens dieses: In den gulden Brandeweyn Ketel... *lach*
 
 
Aber wir mussten Maastricht dann doch verlassen, um uns auf die Heimreise zu machen. Allerdings haben wir es nicht in einem Ritt geschafft. Eine Station wird es noch geben.... ;-) 
 
Wer noch mehr zu den Hausschildern in Maastricht lesen möchte kann das hier tun. 
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Dinant, Belgien 
Gent Innenstadt, Belgien 
Maastricht, Niederlande 
Maastricht, Hausschilder, Niederlande 

Samstag, 25. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (8): Maastricht, Niederlande

Wir konnten wirklich nix dafür - auf der Reiseroute Richtung nach Hause lag es einfach direkt vor uns: Maastricht. Und wenn man da noch nicht war, muss man eben anhalten. 
Maastricht liegt im untersten Zipfel von den Niederlanden. Wir parken hinter dem Bahnhof und laufen gleich mal durch den Bahnhof hindurch, um in die Stadt zu kommen. Schon hier freuen wir uns an den Details des Bauwerks von 1850 etwa.
 

Wir schlendern gemütlich durch die Altstadt und das Wyck-Viertel von Maastricht. Was für schöne Häuser! 
 

Maastricht hat angeblich 1675 unter Denkmalschutz stehende Gebäude. 
 

Einige davon mit schönen Jugendstilelementen, 
 

viele aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 
 

Auffallend die Hausschilder, die als Hausnummer fungierten. Aber für die brauche ich noch einen extra Post, das war wirklich sehr besonders und sehr beeindruckend.
 

Die Stadt ist voller flanierender Menschen. 
 

Und die Straßencafés genauso voll.
 

Die Geschäfte bieten kuriose Dinge an, ein Laden voller Quietscheenten, 
 

eine Drogerie, aus dem letzten Jahrhundert gefallen... 
 

Bonbons, Waffeln, schrille Klamotten... 
 

In einem Laden gibt es 3D-Bastelsets, an der Nähstube kann ich nur schwer vorbei! *lach*
 

Ein Sandküstler modelliert eine säugende Hündin, so echt, dass man zweimal hingucken muss. 
 

Wir schlendern über den Wochenmarkt. Die Blumen sind extrem günstig und werden Armvollweise verkauft. Schaut mal, was auf dem Schild bei den Iris steht.
 
 
Auch das Pflanzenangebot war sehr verlockend, zum Glück hatten wir keinen Korb und keine Klappkiste dabei!
 

Wir trinken in einem putzigen "Fahrrad-Internet-Cafe" einen sehr leckeren Latte 
 

und laufen dann weiter durch die Straßen Stadt. Soo tolle Gebäude! Mir gefallen besonders gut die alten Ladeneingänge. Die Häuser sind oft sehr schmal: eine Ladentür und ein Schaufenster breit. 
 

Die alten Holzrahmen waren bei vielen Häusern ein echter Hingucker.
 

Und auch ein Blick nach oben hat sich oft gelohnt.
 

Zum Glück hatte ich die Digitalkamera dabei. 
 

Mit meinem Handy kann ich nämlich solche Aufnahmen nicht machen.
 

Lange Rede - kurzer Sinn: wenn Ihr mal an Maastricht vorbei kommen solltet - haltet unbedingt an! Diese Stadt ist jeden Stopp wert... 
 
Unsere Osterreise 2026:
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Maastricht, Niederlande 
 

Freitag, 24. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (7): Arboretum Bokrijk (Belgien)

Eigentlich wollten wir auf unserer Osterreise nach Brügge und ans Meer. Aber wir hatten uns so gemütlich durch die Ardennen geschunkelt und in Gent hatte es uns so gut gefallen, dass wir uns das anders überlegt haben. Herr B. war zudem schwer erkältet und hatte auf Meer so gar keine Lust. Dafür hatte es uns mit dem vorweggenommenen Frühling im Arboretum Lenoir und im botanischen Garten Gent so gut gefallen, dass wir lieber noch mal ein Arboretum besuchen wollten. Was lag näher als das direkt auf unserer Rückreisestrecke liegende Bokrijk? - Nix....
Der Parkplatz war brechend voll und wir bekamen schon einen Schreck, aber es zeigte sich, dass die vielen Menschen im direkt benachbarten Freilichtmuseum unterwegs waren. Im Arboretum waren wir mit den vielen Pflanzen quasi allein. Und das war so toll!
 

Über 1000 Magnolien soll es hier geben und sie blühten gerade ganz zauberhaft und in vielen Farben!
 

Die Größe der Blüten und Blätter war teilweise sehr beeindruckend. 
 

Schaut Euch mal dieses Blatt an!
 
 
So ein wildes und urwüchsiges Arboretum haben wir noch nicht gesehen. Die Erde wirkt feucht, sandig und die Bäche sind Eisenhaltig. 
 

Es gibt lustigen Bambus, der abwechselnd auf der einen und der anderen Seite einen grünen Streifen hat.
 

Auch die zahlreichen Kamelien geben gerade ihr Bestes. Zwischen hohen Bäumen bilden sie quasi das Unterholz. 
 

Wunderschöne Bodendecker und "alte Bekannte" aus dem Arboretum Lenoir begeistern uns ebenfalls. Noch einmal der Amerikanische Stinktierkohl:
 

Auch die vielen Rhododendren waren schon sehr weit mit ihrer Blüte.
 

Die feuerroten Eicheln fallen uns auf, die in Mengen auf der Erde unter den Bäumen liegen. Wir lernen, dass keimende Eicheln häufig diese Färbung annehmen. Das war uns bisher noch nicht aufgefallen. Die Rotfärbung entsteht durch Pigmente, die als "Sonnenschutz" dienen, da die Pflanze im Keimstadium noch kein Chlorophyll ausbilden kann. 
 

Ein ganz wunderbarer Tag war es! Frühling ist jedes Jahr wieder ein Geschenk....
 

Abends stellten wir uns auf einen großen Parkplatz am Rand von Laneken vor Maastricht. Dort haben wir eine ruhige Nacht verbracht.
 
Unsere Osterreise 2026:
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Gent Innenstadt, Belgien 
Arboretum Bokrijk, Belgien