Sonntag, 17. Juni 2018

UFO No. 11 von 40/2018 - eine Gretelies

Ich hatte dieses UFO ja neulich schon in der Hand, konnte allerdings den gesuchten blauen Kornblumenstoff nicht finden und hatte dann doch erst mal schnell das Kissen genäht. Aber die Streifen lagen schon auf dem Tisch.... Das war die Ausgangslage:



Zwei bunte, wild zusammen gemixte Streifen, reichlich 11 cm breit, die Farbkombination ziemlich schrecklich! Was hat mich damals nur zu dieser Zusammenstellung verleitet? Die Streifen stammen aus der Zeit, wo ich wie eine Wilde für den Basar zugunsten der Rettung des schiefen Turms von Bad Frankenhausen genäht habe. Das war noch vor Öffnung dieses Blogs. Eigentlich sollten es vier Tischsets werden, aber als zwei davon fertig waren, wurden sie mir quasi noch "heiß vom Backblech gefuttert" - und so blieben die beiden anderen Streifen liegen.... Wenn genug Zeit vergeht, kann man Ideen ja noch mal grundlegend überdenken, finde ich. Tischsets? Nööööö.... aber der Schnitt der Gretelies lag noch auf dem Tisch und schwupp - gruppierte sich ein dunkelblauer Stoff um meine Streifen... Diese hatte ich zuerst auf ein ganz dünnes Vlies gesteppt (Kisseninlett vom Möbelschweden, der Inhalt wurde irgendwann mal in Dekoobjekte gestopft), damit die vielen Nähte bei Belastung auch halten.


Als Futter wurde ein kariertes Oberhemd aus meinem unerschöpflichen Korb gezogen, das gefällt mir so gut, dass es auch als Außenseite herhalten könnte!


Und so haben diese beiden kunterbunten Streifen ein gutes Ende gefunden. Sie strahlen so richtig schön im nachtblauen Dunkel.


Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass der dunkelblaue Stoff eine Resteverwertung ist. Es reichte nicht für ausreichend große Teile links und rechts des bunten Streifens, deshalb ist dort ein schmaler Streifen angestückelt. "das muss so!" Und damit ist UFO No. 11 von 40/2018 Geschichte und ich verlinke bei Frau Augenstern und bei Marion wegen der Resteverarbeitung.

Schnitt: Freebook Gretelies
Gewicht: 131 Gramm

Donnerstag, 14. Juni 2018

Mein 13tel-Blick - der Wasserturm von Torgau (4)

Dieses Mal war ich ganz früh unterwegs, die Sonne schien aber schon knallheiß von links.




Ich finde es interessant, wie unterschiedlich der Turm wirkt - je nach dem ob ihn viel einseitiges Licht trifft oder nicht.
Das war neulich in der Abendsonne:




Und im trüben Wetter Anfang April sah er viel trutziger aus.


 


Auf jeden Fall freue ich mich immer schon, wenn ich auf Torgau zurolle.... Gleich, ja gleich treffe ich ihn! ;-)
Hier könnt Ihr noch mal zum Ursprung des Wasserturm-Projekts nachlesen.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Reparieren von 12 bis 12 - ein hauchdünnes Halstuch (4/2018)

Ich hatte dieses Jahr ja schon angefangen, zu reparieren und in meinem Plan zur Stoffdiät steht: Jeden Monat eine Reparatur.... da bin ich leider mit 4/2018 ordentlich in Verzug! Aber jetzt! Gestern habe ich die neue Link-Party ins Leben gerufen. Jetzt sollte das mit dem Reparieren besser voran gehen. Und deshalb hört Ihr heute folgende Geschichte:
"Mama, könntest Du vielleicht..." - es gab noch einen Mama-Wunsch. Das über alles geliebte Lieblingslieblingshalstuch hatte begonnen, sich aufzulösen. Es ist aus hauchdünner Baumwolle - ein Stoff, den ich sonst nie nich' vernähen wollen würde! Zuerst habe ich mal das schadhafte Ende des Tuchs abgeschnitten. Es ist groß genug, so dass die knapp 15 cm Länge nicht wirklich fehlen werden.


Dann habe ich den Rollsaumfuß für die Janome gesucht - und sofort gefunden. Noch völlig unbenutzt. An einem Stück dünnen, aber doch festeren Stoff als das Halstuch es ist, habe ich geübt:


Ziemlich schnell hatte ich den Trick raus, dass sich der Stoff schön in die "Schnecke" wickelt, wenn man die Kante etwas anhebt und hochbiegt


Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen - die Kante ist knapp 3mm doppelt eingeschlagen:


Am abgeschnittenen Stoffrand vom Tuch habe ich weiter geübt. Da war das Einwickeln schon deutlich schwieriger, man sieht die Fehlerstelle in der Mitte oben, wo es nicht geklappt hat


Bei mir ist allerdings immer relativ schnell "fertig-mit-Üben"..... "Learning-by-doing" ist meine Devise! Mit höchster Konzentration und schön gleichmäßig ging's los und der hauchdünne Stoff wickelte sich auch prompt in die Schnecke und es wurde eine gute Naht. Hier sieht man auch noch mal, wie ich mit der rechten Hand die Stoffkante ein bisschen in die richtige Richtung führe:


Sehr hilfreich war die Bedienungsanleitung, wo auf einer A4-Seite erklärte wurde, wie mit dem Rollsaumfüßchen gearbeitet wird.


Die fertige Naht ist schön geworden, unterscheidet sich aber natürlich durch den dreifach liegenden Stoff etwas von der nur einmal umgeschlagenen Originalkettelung. Einmal durch die Handwäsche gezogen - ergab sich nun folgendes Bild:


Die Seiten fallen prima gleichmäßig. Der Unterschied ist kaum spürbar. Und damit bin ich sehr zufrieden, ich hoffe, das Tochterkind auch. Wegschmeißen kann sie das Tuch immer noch! *lach*
Aber weil sie meiner Philosophie "Besser reparieren als wegwerfen" folgt, wird das Tuch wohl noch ein bisschen weiter leben dürfen....

Damit verlinke ich den Post nun gleich bei "Reparieren von 12 bis 12" - und bin direkt ein bisschen stolz auf mich, weil sich der Reparaturgedanke so prima mit dem Probieren einer neuen Technik verknüpft hat.
 

Und Ihr seid eingeladen, ein bisschen über's Reparieren nachzudenken. Gerne könnt Ihr beim Reparieren vom 12.06. bis 12.07. dabei sein!

Dienstag, 12. Juni 2018

Reparieren von 12 bis 12

Ich müsste schon wieder reparieren... Müsste ich eigentlich viel, viel mehr... Es liegen erstaunlich viele kaputte Dinge herum und seit ich mich mit dem Thema "Entrümpeln" beschäftigt habe, ist auch mein Blick auf die zu reparierenden Dinge ein anderer geworden. Wir werfen einfach zu viel weg. Wir tun so, als seien die Ressourcen unserer Erde unerschöpflich. Sind sie aber nicht. Wir sollten also besser sorgsam damit umgehen, damit auch für unsere Enkel und Urenkel noch ein Stückchen Erde übrig bleibt. Und nun kommt mir bloß nicht mit dem "Tropfen auf den heißen Stein"! Jeder Gedanke und jede Tat, die Ressourcen spart, ist ein kleiner Baustein. Und darum sage ich es hier noch mal laut und deutlich:


Ja. Ich will mehr reparieren!


Und damit ich nicht so allein vor mich hin repariere und weil ich weiß, dass unter Euch begabte Sachen-Reparierer sind, lade ich Euch ein, auch ein bisschen zu reparieren und eröffne hiermit ganz spontan eine Linkparty:



Von heute, 12.06., bis zum 12.07. könnt Ihr Eure reparierten Dinge hier verlinken. Und dann reparieren wir uns ein bisschen durch's Jahr, jeden Monat auf's Neue. Ich bin gespannt, was sich so alles reparieren lässt! Denn wir reparieren ja nicht nur mit der Nähmaschine, nein, auch mit Kleber, Tacker, Gawa-Band, mit Farbe, Nieten, Nägeln, Schrauben, Draht und der Handnähnadel. Lasst Euch animieren und teilt Eure Reparatur-Ideen mit uns!


Für die Linkparty verwende ich das Tool von InLinkz.com. InLinkz speichert dabei Deinen Blogname, die URL des verlinkten Posts, das von Dir verlinkte Foto und die Email-Adresse. Mit Deiner Verlinkung erklärst Du Dich einverstanden mit der Speicherung dieser Daten. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Inlinkz.com und meine sowieso.


Und nun seid Ihr herzlich eingeladen, uns zu zeigen, was Ihr alles Schönes repariert!

Sonntag, 10. Juni 2018

Fundstück + 2 = 1

Zugegeben - bisschen seltsam klingt die Rechnung schon, aber sie stimmt! Eigentlich wollte ich mich einem UFO widmen. Ehrlich! Ich habe nach dem  blauen Stoff mit weißen Kornblumen gesucht, der sich - falls er überhaupt noch da ist - in einer ur-ur-uralten Kiste schlummern muss. Damit wollte ich mich den beiden bunten Streifen widmen, die in meiner UFO-Kiste herum lungern:


Um es vorweg zu nehmen - den Stoff fand ich nicht, aber ein anderes Fundstück:


Das ist ein ausgeblichener Kissenbezug, den ich vor vielen Jahren (30?) mal für ein rechteckiges Kissen genäht hatte, das Kissen lebt längst nicht mehr, der Bezug war dann offensichtlich in eine "Ersatzteile"-Kiste gewandert. An den Ecken ist er durchgescheuert.


Aber im Nähzimmer lag noch ein ebenfalls defektes quadratisches Kissen herum - da waren es schon zwei.



Und dazu kam als No. 3 das Problem, dass sich der Junior und Herr B. auf der Terrassensitzbank um das neulich genähte Kissen quasi prügeln.



Dafür gab's nun eine schnelle Lösung:
Fundstück + 2 = 1


Gut.... ein Vergleich der beiden ist nicht zulässig! ;-) Vielleicht nähe ich irgendwann noch ein Schöneres.
Verlinken werde ich mal bei Marion's Restefest, denn dieser IKEA-Stoff ist sowas von Reste!

Gewicht: 138 Gramm

Freitag, 8. Juni 2018

Eine Gretelies für's Kind

"Mama, kannst Du vielleicht....?" - Ihr kennt das, wenn ein Kind fragt, ob man etwas nähen kann, muss man Handeln - so oft wird man schließlich nicht gefragt! So ganz fix ging es dann aber doch nicht, zwischen Auswahl der Stoffe durch das Kind selbst und dem Vernähen lagen ein paar Wochen, aber nun gibt es Ersatz für den geliebten Einkaufsbeutel. Diesen hatte sie sich selbst genäht, leider ist er einem Blaubeerunfall zum Opfer gefallen, ts, ts, ts....


Nun fiel die Wahl auf Füchse und uni-grau von Kona Cotton mit einer gelben Paspel. Also, eine Gretelies mit Paspel habe ich noch nicht genäht, sieht aber schick aus! Hier mal die wesentlichen Details aus der Nähe: gestepptes Kreuz an den Trägeransätzen, gelbe Paspel (selbst gemacht) und Label (dieses Mal) nicht vergessen:


Und der Schnitt ist ja für die Einkäuferinnen in unserer Familie DER Schnitt überhaupt! Passt eine Menge hinein! Auch die Innenseite könnte sich außen sehen lassen:


Schnittanpassung: oberer Streifen auf Wunsch 2 cm länger zugeschnitten, damit - ei, gugge - Spieleschachteln von Kosmos hinein passen (wozu so ein Einkaufsbeutel alles dient....;-)

Gewicht: 146 Gramm
Schnitt: "gretelies Freebook" (kann man als solches prima googlen)
Stoff: aus dem Bestand

Donnerstag, 7. Juni 2018

Turnschuhe statt Nähmaschine

Gestern Abend war ich nicht im Nähzimmer sondern in Erfurt. Dort trommelte man zum alljährlichen Unternehmenslauf und als Boss muss frau mit gutem Beispiel voran. Nun bin ich ja überhaupt keine Sportlerin und lebe nach dem Motto "Sport ist Mord". Lediglich mein alltäglicher vielstfacher "Treppenlauf" im Pflegeheim und das vergnügliche Linedance halten mich fit. Umso erstaunlicher und erfreulicher fand ich, dass ich die 5 Kilometer durch die Erfurter Innenstadt tatsächlich durchlaufen konnte und mit einer persönlichen Bestzeit von 26 Minuten ins Ziel kam. Na, bitte!
Vielleicht lag's an der coolen Startnummer?


Und noch erstaunlicher finde ich, dass heute zwar ein leichtes Müdigkeitsgefühl in den Beinen ist, aber kein Muskelkater und auch Knie und Hüfte meckern nicht! Nur die Schuhe sind kaputt....


Aber der Erfurter Domplatz ist für so ein Event wie geschaffen!