Freitag, 22. Juni 2018

Resteverarbeitung - ein "Wassertropfen-Rug"

Jaaa, die Reste vom Zuschneidetisch..... ich kann mich nach Projektende immer nicht so schnell davon trennen! Natürlich sind das auch nicht alles Reste im Sinne von überflüssig. Die gefalteten Stoffteile müssten einfach nur wieder einsortiert werden in ihre Kisten, die Schnipsel in die Schnipselschachteln verbannt werden, aber das ist ein groooooßes Problem! *lach*. Und es tröstet natürlich ein bisschen, wenn Ihr schreibt, das wäre ja nicht so schlimm oder es sähe bei Euch nicht besser aus.... (hihi....ich habe Euch nur ein winziges Stück von meinem Nähzimmer gezeigt!! ;-)
Mit dem rechten Häufchen habe ich jedenfalls angefangen:



Das Nähen vom Februar-Set hatte mir besonders viel Spaß gemacht, das war diese wundervolle Schneeglöckchen-Applikation, erinnert Ihr Euch? Davon war noch ein freigeschnittenes Restblöckchen vorhanden und diverse Streifen und Schnipselchen. Ergänzt habe ich lediglich die schwarz-weißen Streifen (Bernadette Mayr lässt grüßen). Daraus habe ich nun ein schmales Teil genäht - ein MugRug ist es ja nicht, denn es werden keine Tassen drauf stehen, sondern es passt genau hinter mein Abwaschbecken. Es gab ja schon dieses seltsame grüne UFO, wo aus einem geplanten Brillenetui ein "Wassertropfen-Rug" wurde. Als ist das hingelegt hatte, hat Herr B. gefragt, warum wir sowas nicht schon immer hätten.... Echt praktisch. Nun gibt es Ersatz, denn das Teil muss man ständig waschen, ich könnte noch mehr "Ersatzteile" gebrauchen...


Auch das Innenleben ist echte Resteverwertung, ich habe sage und schreibe sechs einzelne Teile zusammengezackelt!


Die Rückseite ist aus einem Stück Aussteuerhandtuch, saugt schön und sieht nach nix aus und die Wale gucken durch - gerade passend für die Küche... ;-)


Verlinkt wird das bei Marion's Restefest im Juni. Und ich denke nun mitten im Sommer immer mit einem Schmunzeln und guten Gedanken an den Februar.


Größe: 41 x 15 cm
Gewicht: 44 Gramm

Donnerstag, 21. Juni 2018

Reste vom Zuschneidetisch

Ich neige ja zur "Restevermüllung".... ich weiß das, aber es lässt sich irgendwie nicht abstellen. Was das ist - Restevermüllung? Ganz einfach: Da bleiben von irgendwelchen Projekten kleine Stoffteile und Stapelchen übrig, die liegen nach Beendigung der Arbeit noch auf dem Zuschneidetisch. Zum Aufräumen glaube ich keine Zeit zu haben, weil sich ein neues Projekt natürlich sofort vorwitzig nach vorn drängelt. Und außerdem will ich ja die Reste eigentlich sofort verarbeiten. Dazu ist nun aber wirklich keine Zeit! So rutschen die Reste immer weiter nach hinten, bis sie sich ganz unauffällig am hinteren Rand zusammenkringeln und dort mit neuen Resten eine innige Verbindung eingehen. Damit ich mit dem Auge nicht so dolle anecke, lege ich Lineale, Anleitungen oder die Stoffe des gerade aktuellen Projekts am besten oben drauf. Dieses Frühjahr konnte ich das wieder mal besonders gut beobachten, weil sich zwei ganz bestimmte Stoffkombinationen ganz besonders innig konglomeriert hatten. Guckt mal:


Das sind zum einen die Reste vom Februar-Tischset und zum anderen die vom März-Tischset. Und mir fällt gerade nicht ein, wofür ich die roten Stoffe rausgesucht hatte. Gedächtnis wie Sieb...


Ich werde heute mal aufräumen und aus den Resten was Schönes nähen - ich habe da so eine Idee....

Mittwoch, 20. Juni 2018

Ein neues Strickprojekt - die GumGumSocke

Neulich war ich unterwegs. Wieder mal als Beifahrerin. Eigentlich habe ich dann den Passacaglia auf dem Schoß. Aber beim Zusammenpacken ist mir aufgefallen, dass ich nicht mehr genug kleine Dreieckschablonen habe. Da muss ich erst mal nachordern, denn die bleiben am Rand der Kreise noch lange drin bis die Sternchen sich mit dem Nachbarkreis verbinden. Also brauchte ich - jetzt aber ganz flott!! - eine Handarbeit für unterwegs. Da fiel mir ein, dass ich im www. mal eine nette Restesocke gesehen hatte... *such, such, find* - die Anleitung war abgespeichert. Und dann ging's fröhlich los mit fünf verschiedenen grün-blau-grauen Wollresten.


Das ist ja eine witzige Idee: man muss nicht immer Fäden mitführen über die Runden (was ja schon ein bisschen nervt), sondern man wechselt nach jeder Nadel den Faden und "schraubt" die Fäden in minimal schrägen Runden quasi nach oben. Die neu entstehende grüne Wolle gefällt mir ausnehmend gut. 
Gewöhnungsbedürftig:
man muss am besten das Gefäß mit der Wolle immer mitdrehen, damit keine Verdrillung der Strickfäden entsteht. Das geht aber.
Problematisch (zumindest bei meiner unqualifizierten Strickerei):
die Nadelübergänge werden durch den Fadenwechsel nicht so gleichmäßig wie man es sonst kennt. Man sieht das bei mir deutlich, das Strickwerk wird dort fester. Muss ich besser aufpassen.
Inzwischen sieht die Socke so aus:


Nun wird das Projekt erst mal wieder ruhen, weil ich zu Hause immer an den größeren, unhandlichen UFO's arbeiten möchte. Da wollen ja noch Dinge handgequiltet werden... ;-)
Die Anleitung stammt von hier und ist sehr leicht umzusetzen.

Anleitung: Strumpfbina

Sonntag, 17. Juni 2018

UFO No. 11 von 40/2018 - eine Gretelies

Ich hatte dieses UFO ja neulich schon in der Hand, konnte allerdings den gesuchten blauen Kornblumenstoff nicht finden und hatte dann doch erst mal schnell das Kissen genäht. Aber die Streifen lagen schon auf dem Tisch.... Das war die Ausgangslage:



Zwei bunte, wild zusammen gemixte Streifen, reichlich 11 cm breit, die Farbkombination ziemlich schrecklich! Was hat mich damals nur zu dieser Zusammenstellung verleitet? Die Streifen stammen aus der Zeit, wo ich wie eine Wilde für den Basar zugunsten der Rettung des schiefen Turms von Bad Frankenhausen genäht habe. Das war noch vor Öffnung dieses Blogs. Eigentlich sollten es vier Tischsets werden, aber als zwei davon fertig waren, wurden sie mir quasi noch "heiß vom Backblech gefuttert" - und so blieben die beiden anderen Streifen liegen.... Wenn genug Zeit vergeht, kann man Ideen ja noch mal grundlegend überdenken, finde ich. Tischsets? Nööööö.... aber der Schnitt der Gretelies lag noch auf dem Tisch und schwupp - gruppierte sich ein dunkelblauer Stoff um meine Streifen... Diese hatte ich zuerst auf ein ganz dünnes Vlies gesteppt (Kisseninlett vom Möbelschweden, der Inhalt wurde irgendwann mal in Dekoobjekte gestopft), damit die vielen Nähte bei Belastung auch halten.


Als Futter wurde ein kariertes Oberhemd aus meinem unerschöpflichen Korb gezogen, das gefällt mir so gut, dass es auch als Außenseite herhalten könnte!


Und so haben diese beiden kunterbunten Streifen ein gutes Ende gefunden. Sie strahlen so richtig schön im nachtblauen Dunkel.


Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass der dunkelblaue Stoff eine Resteverwertung ist. Es reichte nicht für ausreichend große Teile links und rechts des bunten Streifens, deshalb ist dort ein schmaler Streifen angestückelt. "das muss so!" Und damit ist UFO No. 11 von 40/2018 Geschichte und ich verlinke bei Frau Augenstern und bei Marion wegen der Resteverarbeitung.

Schnitt: Freebook Gretelies
Gewicht: 131 Gramm

Donnerstag, 14. Juni 2018

Mein 13tel-Blick - der Wasserturm von Torgau (4)

Dieses Mal war ich ganz früh unterwegs, die Sonne schien aber schon knallheiß von links.




Ich finde es interessant, wie unterschiedlich der Turm wirkt - je nach dem ob ihn viel einseitiges Licht trifft oder nicht.
Das war neulich in der Abendsonne:




Und im trüben Wetter Anfang April sah er viel trutziger aus.


 


Auf jeden Fall freue ich mich immer schon, wenn ich auf Torgau zurolle.... Gleich, ja gleich treffe ich ihn! ;-)
Hier könnt Ihr noch mal zum Ursprung des Wasserturm-Projekts nachlesen.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Reparieren von 12 bis 12 - ein hauchdünnes Halstuch (4/2018)

Ich hatte dieses Jahr ja schon angefangen, zu reparieren und in meinem Plan zur Stoffdiät steht: Jeden Monat eine Reparatur.... da bin ich leider mit 4/2018 ordentlich in Verzug! Aber jetzt! Gestern habe ich die neue Link-Party ins Leben gerufen. Jetzt sollte das mit dem Reparieren besser voran gehen. Und deshalb hört Ihr heute folgende Geschichte:
"Mama, könntest Du vielleicht..." - es gab noch einen Mama-Wunsch. Das über alles geliebte Lieblingslieblingshalstuch hatte begonnen, sich aufzulösen. Es ist aus hauchdünner Baumwolle - ein Stoff, den ich sonst nie nich' vernähen wollen würde! Zuerst habe ich mal das schadhafte Ende des Tuchs abgeschnitten. Es ist groß genug, so dass die knapp 15 cm Länge nicht wirklich fehlen werden.


Dann habe ich den Rollsaumfuß für die Janome gesucht - und sofort gefunden. Noch völlig unbenutzt. An einem Stück dünnen, aber doch festeren Stoff als das Halstuch es ist, habe ich geübt:


Ziemlich schnell hatte ich den Trick raus, dass sich der Stoff schön in die "Schnecke" wickelt, wenn man die Kante etwas anhebt und hochbiegt


Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen - die Kante ist knapp 3mm doppelt eingeschlagen:


Am abgeschnittenen Stoffrand vom Tuch habe ich weiter geübt. Da war das Einwickeln schon deutlich schwieriger, man sieht die Fehlerstelle in der Mitte oben, wo es nicht geklappt hat


Bei mir ist allerdings immer relativ schnell "fertig-mit-Üben"..... "Learning-by-doing" ist meine Devise! Mit höchster Konzentration und schön gleichmäßig ging's los und der hauchdünne Stoff wickelte sich auch prompt in die Schnecke und es wurde eine gute Naht. Hier sieht man auch noch mal, wie ich mit der rechten Hand die Stoffkante ein bisschen in die richtige Richtung führe:


Sehr hilfreich war die Bedienungsanleitung, wo auf einer A4-Seite erklärte wurde, wie mit dem Rollsaumfüßchen gearbeitet wird.


Die fertige Naht ist schön geworden, unterscheidet sich aber natürlich durch den dreifach liegenden Stoff etwas von der nur einmal umgeschlagenen Originalkettelung. Einmal durch die Handwäsche gezogen - ergab sich nun folgendes Bild:


Die Seiten fallen prima gleichmäßig. Der Unterschied ist kaum spürbar. Und damit bin ich sehr zufrieden, ich hoffe, das Tochterkind auch. Wegschmeißen kann sie das Tuch immer noch! *lach*
Aber weil sie meiner Philosophie "Besser reparieren als wegwerfen" folgt, wird das Tuch wohl noch ein bisschen weiter leben dürfen....

Damit verlinke ich den Post nun gleich bei "Reparieren von 12 bis 12" - und bin direkt ein bisschen stolz auf mich, weil sich der Reparaturgedanke so prima mit dem Probieren einer neuen Technik verknüpft hat.
 

Und Ihr seid eingeladen, ein bisschen über's Reparieren nachzudenken. Gerne könnt Ihr beim Reparieren vom 12.06. bis 12.07. dabei sein!

Dienstag, 12. Juni 2018

Reparieren von 12 bis 12

Ich müsste schon wieder reparieren... Müsste ich eigentlich viel, viel mehr... Es liegen erstaunlich viele kaputte Dinge herum und seit ich mich mit dem Thema "Entrümpeln" beschäftigt habe, ist auch mein Blick auf die zu reparierenden Dinge ein anderer geworden. Wir werfen einfach zu viel weg. Wir tun so, als seien die Ressourcen unserer Erde unerschöpflich. Sind sie aber nicht. Wir sollten also besser sorgsam damit umgehen, damit auch für unsere Enkel und Urenkel noch ein Stückchen Erde übrig bleibt. Und nun kommt mir bloß nicht mit dem "Tropfen auf den heißen Stein"! Jeder Gedanke und jede Tat, die Ressourcen spart, ist ein kleiner Baustein. Und darum sage ich es hier noch mal laut und deutlich:


Ja. Ich will mehr reparieren!


Und damit ich nicht so allein vor mich hin repariere und weil ich weiß, dass unter Euch begabte Sachen-Reparierer sind, lade ich Euch ein, auch ein bisschen zu reparieren und eröffne hiermit ganz spontan eine Linkparty:



Von heute, 12.06., bis zum 12.07. könnt Ihr Eure reparierten Dinge hier verlinken. Und dann reparieren wir uns ein bisschen durch's Jahr, jeden Monat auf's Neue. Ich bin gespannt, was sich so alles reparieren lässt! Denn wir reparieren ja nicht nur mit der Nähmaschine, nein, auch mit Kleber, Tacker, Gawa-Band, mit Farbe, Nieten, Nägeln, Schrauben, Draht und der Handnähnadel. Lasst Euch animieren und teilt Eure Reparatur-Ideen mit uns!


Für die Linkparty verwende ich das Tool von InLinkz.com. InLinkz speichert dabei Deinen Blogname, die URL des verlinkten Posts, das von Dir verlinkte Foto und die Email-Adresse. Mit Deiner Verlinkung erklärst Du Dich einverstanden mit der Speicherung dieser Daten. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Inlinkz.com und meine sowieso.


Und nun seid Ihr herzlich eingeladen, uns zu zeigen, was Ihr alles Schönes repariert!