Dienstag, 28. April 2026

Klar-Schiff-im-Nähzimmer bei Ingrid und Marita - Woche 1

Schon seit vielen Jahren veranstalten Ingrid und Marita im Frühjahr die Aktion Klar-Schiff-im-Nähzimmer. 
 
 
 
Und es gibt immer ein besonderes Thema dazu. Dieses Jahr machen wir Klar-Schiff bei den Resten. 
Na prima! Das passt mir doch bestens!
Es gibt einen Terminplan von 4 Wochen. Heute startet es mit dem Auftrag:
 
Wühlen in den Restekisten
 
Dann gibt es zwei Wochen für konkrete Reste-Projekte und noch eine für ein Fazit. 
Wer hier regelmäßig liest, weiß, dass ich schon das ganze Jahr in meinen Restekisten wühle. Deshalb nehme ich mir für diese Aktion ein spezielles Projekt vor, nämlich:
 
Wieviel Kisten mit alten Jeans besitze ich eigentlich?
 
Das will ich schon länger wissen, kann es aber nicht so einfach sagen, weil im Nähzimmer an verschiedenen Stellen Kartons mit Jeans stehen und mir der Überblick, ehrlich gesagt, fehlt.
Also los:
Unter dem Tisch der Overlock-Maschine stehen zwei Kisten Jeans, eine davon mit schon kleingeschnittenen Teilen.
 

Diese beiden Kisten benutze ich regelmäßig. Wenn ich irgendwas aus Jeans nähen will finde ich hier in der Regel das, was ich brauche. 
Unter dem Zuschneidetisch steht eine zwei Kisten mit Jeans.
 

Oh! Eine ist beschriftet, bei der anderen musste ich nachsehen: ja, auch Jeans.... 
Unten im Schrank stehen viele Kartons, da musste ich erst mal gucken, die unteren kann man kaum sehen, da wusste ich überhaupt nicht, was drin ist. 
 

Bei den unteren drücke ich mich immer, sie heraus zu holen. Die sind schwer und man kommt so schlecht ran weil der Schrank unten diese geschlossene Kiste hat. Aber ich habe wirklich alle rausgeholt!
*Schnappatmung!* - Nun ist es klar: vier enthalten Jeans!
Damit der Marie-Kondo-Effekt eintritt habe ich sie alle auf einen Haufen gestellt:
 

Die sind auch leider alle richtig voll. In manchen stehen die Jeans, in anderen liegen sie gestapelt.
 

Mir war, ehrlich gesagt, ein bisschen schlecht als ich das gesehen habe... So hatte ich mir die Klar-Schiff-Aktion eigentlich nicht vorgestellt... Die Fülle macht mir Druck... Dabei wollte ich doch ausschließlich SPASS! 
Die Kisten wiegen alle um die fünf Kilo, ich habe sie gewogen, das macht 40 Kilo Jeans!!!! 
Ich lass die auf alle Fälle jetzt dort erst mal ein bisschen stehen. Und hoffe, ich schaffe in den nächsten vier Wochen, sie mal zu sichten. 
So. Lange Rede - kurzer Sinn: Material ist also genug da! - *lach* - nun muss ich mir nur noch ein paar hübsche Projekte ausdenken.
Aber erst mal wird verlinkt bei Ingrid und Marita. Seid Ihr auch dabei? 

Montag, 27. April 2026

Noch mehr schwarze Blätterreste

Wenn man einmal mit diesen Resten anfängt und sie nicht wieder in eine Kiste räumen möchte findet das ja kein Ende! *lach*
Ich hatte vor einer ganzen Weile schon aus der Kiste mit den Stoffen vom Möbelschweden ein paar sehr unförmige Reststücke von dem schönen schwarzen Blätterstoff gefischt. Zu Anfang war es ja noch ziemlich einfach. Da ist - gemeinsam mit rotem Cord - eine Pipps in Größe M entstanden.
Dann war aber natürlich immer noch was da.
Passend zur Pipps gibt's jetzt ein Schlamperle. Das eine Reststück konnte musste ich mit einem Stück roten Cord ergänzen, sonst hätte es in der Breite nicht gereicht.  
 

Das peppt die Sache ein bisschen auf. Außerdem fehlt dem Teil 1 cm in der Höhe, aber das weiß ja nur ich.
Auch hier habe ich wieder die Linien des Drucks mit weißem Garn nachgequiltet und so das Vlies - ein festes Bodentuch - mit dem Oberstoff verbunden.
Auf der Rückseite war ganz viel Schwarz und wenig Blatt. Aber frau weiß sich ja zu helfen! 
 

Seht Ihr den Besch....? - Nur eins der drei Blätter war auf dem Stoff aufgedruckt. Die anderen sind mit dem Quiltfuß und weißem Garn hingequiltet.
Innen habe ich ein Stück von einem alten Kinderkleid verwendet. Das passt hier richtig gut hin.
 

Mit einem roten Reißverschluss versehen macht dieses Resteprojekt am Ende doch noch was her!
Der schwarze Blätterstoff ist nun Geschichte. Hach, den habe ich sehr gemocht! Aber ich freue mich trotzdem sehr, dass diese unförmigen Reste nun ihre Bestimmung gefunden haben. 
 
Größe: 20,5 x 8,5 x 4 cm
Gewicht: 33 Gramm
Oberstoff: Reste vom Möbelschweden
Vlies: festes Bodentuch, zusammen gestückelt
Futter:
 
Verlinkt wird bei
 

Sonntag, 26. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (9): die Hausschilder in Maastricht

Was uns in Maastricht ganz besonders aufgefallen ist sind die Schilder, die sich an ganz vielen Häusern in der Altstadt befinden. Oft über der Haustür, oft zwischen den Fenstern und in einer spannend gebogenen Form. Viele haben ein Schriftband mit der Jahreszahl des Hausbaus. 
 
 
Viele der Schilder sind reliefartig.
 

Oft spielt Gold eine herausstechende Rolle. Der Hintergrund ist manchmal vergoldet.
 

Manchmal ist aber auch das Motiv vergoldet.
 

Die Recherche ergab, dass es sich hier tatsächlich um alte Hausschilder handelte, die quasi eine "Adresse" darstellten. An vielen Hausschildern konnten sogar wir der holländischen Sprache nicht Mächtigen die Anschrift verstehen.
 

Bei manchen konnte man das Gewerk des Hausbesitzers gut erkennen.
 

Noch eine andere Mühle:
 

Oder schaut mal das:
 

Immer wieder auch religiöse Themen.
 

Oder dieses:
 

Oft Tiere.
 

Tiere waren sehr gebräuchlich, 
 

hier eine gleichnamige Gaststätte
 

Oder schaut mal die an:
 

Nicht so oft trifft man florale Motive
 

Manche der floralen Motive sind sehr stilisiert: 
 

Wenn es auch nicht so viele Blumen zu sehen gab - Bäume sind häufig! Und zwar oft auch genau benannte, wie hier die Kirsche.
 

Welche Personen auf den Portraits abgebildet sind hat sich uns natürlich nicht erschlossen.
 

Manchmal sind die Motive auf rechteckigen oder quadratischen Flächen. 
 

Auch Medaillons haben wir gesehen:
 

Oft haben die Hausschilder aber eine ganz besondere Form, leicht geschwungen, nach oben verjüngt, und in der Verlängerung der Ränder liegt obendrüber dann ein Fenstergesims. Wenn Ihr oben noch mal schaut seht Ihr noch mehr solche. Toll gemacht!
 

Ich hätte noch stundenlang durch Maastricht streifen können und hätte immer noch mehr Hausschilder gefunden! Unser Favorit war übrigens dieses: In den gulden Brandeweyn Ketel... *lach*
 
 
Aber wir mussten Maastricht dann doch verlassen, um uns auf die Heimreise zu machen. Allerdings haben wir es nicht in einem Ritt geschafft. Eine Station wird es noch geben.... ;-) 
 
Wer noch mehr zu den Hausschildern in Maastricht lesen möchte kann das hier tun. 
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Dinant, Belgien 
Gent Innenstadt, Belgien 
Maastricht, Niederlande 
Maastricht, Hausschilder, Niederlande 

Samstag, 25. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (8): Maastricht, Niederlande

Wir konnten wirklich nix dafür - auf der Reiseroute Richtung nach Hause lag es einfach direkt vor uns: Maastricht. Und wenn man da noch nicht war, muss man eben anhalten. 
Maastricht liegt im untersten Zipfel von den Niederlanden. Wir parken hinter dem Bahnhof und laufen gleich mal durch den Bahnhof hindurch, um in die Stadt zu kommen. Schon hier freuen wir uns an den Details des Bauwerks von 1850 etwa.
 

Wir schlendern gemütlich durch die Altstadt und das Wyck-Viertel von Maastricht. Was für schöne Häuser! 
 

Maastricht hat angeblich 1675 unter Denkmalschutz stehende Gebäude. 
 

Einige davon mit schönen Jugendstilelementen, 
 

viele aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 
 

Auffallend die Hausschilder, die als Hausnummer fungierten. Aber für die brauche ich noch einen extra Post, das war wirklich sehr besonders und sehr beeindruckend.
 

Die Stadt ist voller flanierender Menschen. 
 

Und die Straßencafés genauso voll.
 

Die Geschäfte bieten kuriose Dinge an, ein Laden voller Quietscheenten, 
 

eine Drogerie, aus dem letzten Jahrhundert gefallen... 
 

Bonbons, Waffeln, schrille Klamotten... 
 

In einem Laden gibt es 3D-Bastelsets, an der Nähstube kann ich nur schwer vorbei! *lach*
 

Ein Sandküstler modelliert eine säugende Hündin, so echt, dass man zweimal hingucken muss. 
 

Wir schlendern über den Wochenmarkt. Die Blumen sind extrem günstig und werden Armvollweise verkauft. Schaut mal, was auf dem Schild bei den Iris steht.
 
 
Auch das Pflanzenangebot war sehr verlockend, zum Glück hatten wir keinen Korb und keine Klappkiste dabei!
 

Wir trinken in einem putzigen "Fahrrad-Internet-Cafe" einen sehr leckeren Latte 
 

und laufen dann weiter durch die Straßen Stadt. Soo tolle Gebäude! Mir gefallen besonders gut die alten Ladeneingänge. Die Häuser sind oft sehr schmal: eine Ladentür und ein Schaufenster breit. 
 

Die alten Holzrahmen waren bei vielen Häusern ein echter Hingucker.
 

Und auch ein Blick nach oben hat sich oft gelohnt.
 

Zum Glück hatte ich die Digitalkamera dabei. 
 

Mit meinem Handy kann ich nämlich solche Aufnahmen nicht machen.
 

Lange Rede - kurzer Sinn: wenn Ihr mal an Maastricht vorbei kommen solltet - haltet unbedingt an! Diese Stadt ist jeden Stopp wert... 
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Dinant, Belgien 
Gent Innenstadt, Belgien 
Maastricht, Niederlande