Mittwoch, 4. März 2026

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 10: Erinnerungsstücke

Mittwoch ist's. Zeit, um über das Entrümpeln zu reden.   


Bei mir ging es wieder ein Stück voran mit meinem Plan, über die Zeit alle Kisten, Kästen, Fächer, Räume durchzuschauen und mich bei der Auswahl an meinen Putzwochen der Magischen Küchenspüle zu richten. Letzte Woche war Zone 5: das Wohnzimmer.
Da gibt es einen großen Schrank, der schrecklich vollgestopft ist. Mit einem der Fächer habe ich mich dieses Mal beschäftigt:
 

Dort sind meine Handarbeiten (und ein paar kleine technische Geräte) untergebracht. Das, was ich abends vor dem Fernseher vielleicht (oder auch nicht) werkele. Zuerst habe ich das Fach mal komplett ausgeräumt. Und dann die Handarbeitssachen gesichtet. Wolle, die schon lange nicht mehr verstrickt wird - ab in die Wollvorräte! Schablonen vom LaPassacaglia - ab zu den Schablonen. ACH! Die Kasperpuppen, ein UFO... Das kennen wir ja. ... Aber: OH! Ein UFO, das wir nicht kennen! *lach*
 

In einer Zigarrenschachtel befinden sich ein paar Hexablümchen. Eines sehr, sehr fernen Tages in einer fernen Galaxie wird da ein Grandmothers flowergarden draus. Bestimmt! Das sollte ich mal auf meiner UFO-Liste ergänzen.
Was sich in so einem Fach für ein Bodensatz ansammelt! Ts, ts, ts...
 

Ein MP3-Player! Mit Originalverpackung und Bedienungsanleitung. Oh, neee... darf weiterziehen.
 

Die eigentliche Überraschung aber lagerte in einem der Schuhkartons, nämlich der Inhalt eines Setzkastens aus meinen jungen Jahren. Den Setzkasten gibt es schon Jahrzehnte nicht mehr, den Inhalt aber offenbar schon. 
 
 
Nachdem ich eine Weile die Schätze von früher bewundert hatte und noch mal ganz intensiv über Fake-Erinnerungsstücke nachgedacht habe - das sind Dinge, die einen an Ereignisse, Personen, Orte erinnnern, die man aber gar nicht braucht, um diese Erinnerung wachzurufen. Das habe ich mir deutlich vor Augen gerufen und dann war der Abschied ganz leicht. Eine ganze Schachtel kleiner Deko-Teilchen darf in die Tierheim-Hilfsaktion
 

zwei Schächtelchen habe ich gleich fix und fertig gepackt für unsere Überraschungspäckchen-Aktion. Der nächste Adventsmarkt kommt bestimmt!
  

Der schwarze Sand von Lanzarote zieht um zur Tochter und 4 Teile wanderten in den Müll
 
 
 
Bei mir bleibt nur fast nix: eine Spanschachtel mit winzigen Faltsternen, die beiden kleinen Windmühlen, ein leeres Gläschen und die 114 Gallensteine natürlich! *lach*
 

Nun ist das Schrankfach wieder eingeräumt und ich bin sehr zufrieden! Allerdings liegen auf dem Schreibtisch noch ein paar Vermarktungs-Aufgaben herum und die gefundenen Reparaturen sind auch noch zu erledigen... 
 
Verabschiedet wurden:
2 Woll-Banderolen
1 MP3-Player
31 kleine Deko-Figuren
1 Acryl-Herz
1 Gläschen mit Sand
1 Ständer 
3 Schachteln
40 Teile gesamt 
 
Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

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Dienstag, 3. März 2026

Ein großer Beutel für ein Sitzkissen

Manchmal werden spezielle Wünsche an einen heran getragen. So wie dieser: Kannst Du mir einen großen, leichten Beutel für mein orthopädisches Sitzkissen nähen? Die Maße wurden gleich mitgeliefert.
Ja, ich kann. 
Gewüscht waren gedeckte Farben, ohne Schnickschnack, schön leicht.
Da der Beutel viel Stoff brauchen würde ging mein Weg in die Kiste mit der Aufschrift "Bettwäsche". Eigentlich hatte ich eine gebrauchte blaugemusterte im Sinn, aber dann fiel mein Blick auf die schrillen Streifen des Möbelschweden. Daraus habe ich vor ungefähr einem Jahrzehnt viele Taschenfutter genäht. Dann war sie in Vergessenheit geraten. Beim Herausnehmen wurde auch klar, warum - nur noch RESTE!
 

Ich frage mich, wer hier warum dermaßen blöd zugeschnitten hat???
 

Es gelang also nicht, die beiden benötigten Teile auszuschneiden, ich musste stückeln. Das wiederum gelang gut. Die Vorderseite:
 

Die Rückseite bekam das einzige durchgängige Stück
 

Die Bettwäsche hat irgendeinen Synthetikanteil und ist ganz fransig und flutschig. Also war es unbedingt nötig, dass außen und innen ordentlich versäubert ist. Ich habe sowas wie eine Kappnaht gemacht. Sieht auf beiden Seiten super aus, was man auf den Fotos interessanterweise kaum erkennen kann. Weil es so gut ist... ;-)
 
 
Die Bodenecken habe ich abgesteppt, weil das Kissen 7 cm tief ist.
 
Dass der Stoff ein Rest war sieht man dem Endergebnis nicht an. Aber nun sind immer noch lauter kleine Stücke da, die kommen jetzt auf meinen Restestapel und nicht wieder zurück in die Kiste. 
 
Schnitt: Maßgeschneidert für ein Sitzkissen
Größe: 45x47x7cm
Gewicht: 89 Gramm
Oberstoff: Möbelschwede 
 
Verlinkt wird bei:
DvD bei Elfi 

Montag, 2. März 2026

Und das war mein Februar 2026


Wenn's im Februar nicht schneit
schneit es in der Osterzeit
 
Na, da können wir ja dieses Jahr beruhigt auf Ostern zugehen: es wird schönes Wetter geben! Denn Schnee hatten wir im Februar reichlich.
 
Im Februar...
... konnte ich den Monat mit einem sehr schönen Ausstellungserlebnis starten: auf der Rückfahrt von der kleinen Familie hab ich den letzten Tag der Upcycling-Ausstellung in Mühlberg erwischt und hatte hier davon berichtet.
 

... habe ich trotz der nur 28 Tage 32 Blogposts veröffentlicht. Hä? Wie das denn? Ich muss unheimlich fleißig gewesen sein... *lach*
...  konnte man noch viele Wochen nix im Garten machen. Da blieb Zeit für alles mögliche andere!
... habe ich den Schlehenlikör in Flaschen abgefüllt. Sehr lecker!
 

... meinte der Weihnachtskaktus: es wird bald Ostern. Oder hat der Osterkaktus Weihnachten verpennt? Mmhh....
 

... war meine Nähmaschine zur Kur in Rudolstadt. Von Marion hatte ich den Tipp, dass dort eine tolle Werkstatt ist. Die Janome hat eine neue Spulenkapsel und einen neuen Kniehebel gebraucht. Und was soll ich sagen? Ich war sehr angetan und nun schnurrt die Janome wieder wie ein Bienchen.
 

... waren wir ein paar Tage in Unterfranken und haben mit den Kindern eine schöne Wanderung gemacht. Die weltreisende Tochter war da! Das Wetter war eiskalt, aber die Sonne hat uns entschädigt für die kalten Zehen.
 
 
... über den zugefrorenen See titschern die Steine... 
... haben wir in Friesenhausen das Heimatmuseum besucht, ein alter Kolonialwarenladen mit originaler Wohnung obendrüber. Das war der Hammer! Dort hat sich nicht nur die alte Ladeneinrichtung erhalten sondern dort gab es Kurzwaren zu sehen... es war unglaublich! Musterbücher von 1913
 
 
Da hätte ich meine Druckknöpfe auch hinbringen können...
 

...  oben gab es auch tolle Exponate!
 

... in der Scheune wird im Sommer Kaffee serviert
 

... hab ich seit langem mal wieder einen großen Topf Linsensuppe gekocht. 
 

... waren wir in unserem Regionalmuseum und haben uns einen Vortrag über das Kommen und Gehen der verschiedenen Herren des Kyffhäusergebirges angehört.
 

... hat die grüne Amaryllis einen zweiten Stengel geschoben. Ich hoffe sehr, dass ich die über den Sommer bekomme, die ist schon extravagant irgendwie
 
 
... habe ich richtig viel genäht. Mein Reste-Projekt läuft gut. Ich wurschtel mich allmählich durch die Kisten und Kartons im Nähzimmer und finde dolle Sachen!
... habe ich einen neuen Taschen-Schnitt ausprobiert: die Pipps von SewSimple. Die könnt Ihr hier und hier und hier angucken. 
 

... kamen in den letzten Tagen dann doch noch die Schneeglöckchen durch den Schnee gespitzt und nun ist der letzte Schnee auch weg und die Krokusse blühen!
 

Frühling, Du kannst jetzt ruhig kommen! 

Sonntag, 1. März 2026

Mein zweites Jahresprojekt: Reste über Reste im Februar

Der kürzeste Monat des Jahres ist vorbei. Man könnte befürchten, dass so ein Jahresprojekt gleich ausgebremst wird. Aber es war bei mit der Monat mit viel Nähzeit, also alles gut. 
Hier hatte ich Euch vom Startschuss des Projekts berichtet und Euch meine vielen einen Teil meiner Restebehälter gezeigt. Überall finde ich beim Räumen weitere...
Bei den Behältern gibt es schon mal eine gravierende Veränderung: Die große Tüte vom Fensterbrett ist weg und es sind mir drei große Gläser zugelaufen, die im Regal über dem Zuschneidetisch Platz gefunden haben. Die Sortiererei nach Farben hat begonnen....
 


Das sind meine Ziele für 2026: 
  1. Jeden Monat mindestens ein Projekt aus Resten nähen.
  2. Am besten mehr.
  3. Ein paar der Restebehälter abschaffen, mindestens die Tüte.
Zusatzaufgabe:
       Jeden Monat nach Möglichkeit eine Tasche oder einen Beutel nähen.
       Die/der darf natürlich auch gern aus Resten sein. Muss aber nicht.

Was ist im Februar geworden?

Bei Ingrid war immer noch die Geburtstagsparty im vollen Gange und sie hatte eingeladen zum Thema Back to the roots zu werkeln. Auch im Februar habe ich noch ganz viel aus meinen Resten zur Thematik genäht:
Eine Boxy pouch als Strickzeugtasche und ein Täschchen zum Anhängen im Einkaufskorb, in dem man die Gemüsebeutel aufbewahren kann

 

Ein Krametui von StellaLuna traf sich mit einem Tür-Offen-Halter aus Jeans

 

Aus einem kleinen lila Rest wurde noch ein süßes MugRug 
 
 
Für einen neuen Taschenschnitt habe ich einmal und dann gleich noch ein zweites Mal verschiedene Reste vernäht:
 
 


Zusatzaufgabe: eine Tasche nähen
Das ist im Februar richtig gut gelungen. Es wurde eine Joker von der Farbenmix Taschenspieler CD 1 und der Idee der Jeanshosentaschen-Häuser von der Novemberaktion der Patchworkgilde. Schaut:


Im Februar bin ich mit meinem Jahresprojekt so richtig zufrieden! Und damit ich mit meinen Resten nicht allein bin habe ich zusätzlich eine Link-Party geöffnet, wo es hoffentlich viele Inspirationen zu sehen geben wird.


Das hilft mir hoffentlich, gut dran zu bleiben. Denn Reste gibt es (fast) ohne Ende! *lach*

Verlinkt wird bei der Zitronenfalterin in der Sammlung der Jahresprojekte.

Auf die Reste - fertig - los! im März

Der kurze Monat ist Geschichte und wir starten in einen mit ganz vielen Tagen - Zeit, um sich um die Reste zu kümmern! Heute startet die neue Reste-Party.
 

Ich habe mich ja sehr gefreut, dass einige von Euch gleich im Februar mit eingestiegen waren. Die Aktion war ja recht plötzlich gestartet, umso schöner fand ich es, dass auch bei anderen Reste auf den Tisch kamen. 
Ich grabe mich ja seit Wochen durch meine Vorräte und vernähe möglichst viele Reste. 
Wegen des pinkfarbenen Dekostoffs hatte ich die Kiste mit den Stoffen vom Möbelschweden aufgemacht. Die ist brechend voll und es passt kaum alles rein obwohl der Möbelschwede hier schon lange keine Meterware mehr verkauft. Da hat sich also jahrelang nix drin bewegt.... Und sie birgt lauter Reste von Stoffen, aus denen ich einst mal Taschen genäht hatte. Einen habe ich rausgezogen. Hach! Den habe ich geliebt! Erinnern kann ich mich zum Beispiel an eine Claire von Machwerk. Das war aber noch vor Bloggerzeiten....
Lange Rede - kurzer Sinn: es gab noch ein paar seltsam geformte Reste:


(die hatte ich euch neulich schon mal versehentlich gezeigt, da war aber weder das Endergebnis noch das Posting fertig, sorry...) 
Ich weiß, warum mein Nähzimmer so vollgestopft ist. Weil ich solche Sachen immer ewig aufhebe. Da brauche ich irgendwie eine andere Struktur...
Viele Schnittteile von Taschen habe ich auf die Reste drauf gelegt, nix passte. Letztendlich wurde es eine Pipps, da braucht man nicht so viel beim geteilten Schnitt. Dieses Mal in Größe M:
 

Zuerst habe ich die schwarze Seite mit dem Quiltfuß und weißem Garn auf ein dickes Gewebeschaumstoff gepatcht. Coole Haptik!
Eigentlich wollte ich einen zweifarbigen Reißverschluss einnähen in rot-schwarz. Leider hatte ich keine Endlosreißverschlüsse von der gleichen Firma in den gewünschten Farben und die Idee musste verworfen werden. 
Diese Tasche würde sich eignen als Kosmetiktasche "zum Reinwerfen". Deshalb wollte ich sie mit rotem Wachstuch füttern. Dem Rest fehlte aber - egal, wie ich den Schnitt aufgelegt habe - 1 cm in der Höhe. 


Mmmhhh..... Also habe ich unten einen Streifen angebastelt, der jetzt am Taschenboden entlang führt und eine durchaus passable Lösung ist. 


Die Wendeöffnung habe ich in der Seitennaht gelassen und mit der Maschine zugenäht. 
Von der Seite sehr schön bauchig:
 
 
Die andere Seite hat nicht so ein spektakuläres Muster. Ich musste das Schnittteil auflegen wie es passt und konnte auf Muster keine Rücksicht nehmen. Aber auch hier habe ich das weiße Blättermuster nachgenäht und damit eine tolle Haptik erzielt.
 

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wenn da nicht diese Reste wären! *lach* 
Das ist ja wie ein Kettenbrief! Nun sind vom schwarzen Blätterstoff noch kleine Reste da und vom roten Wachstuch auch! Ich werde berichten.
 
Schnitt: Pipps Gr. M von SewSimple
Gewicht: 94 Gramm
Größe: 39x12x16 cm (BxTxH)
Außenstoff: Dekostoff von IKEA, Cord von Stoff&Stil
Vlies: Gewebeschaumstoff 
Futter: Wachstuchrest aus dem Bestand

Und jetzt seid Ihr dran! Hier könnt Ihr Eure Resteprojekte den ganzen März über verlinken. Ich freue mich schon auf Eure Ideen!
 
 

 

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