Wir bleiben noch einen Tag in Gent und fahren vom Campingplatz mit Bus und Straßenbahn zum Museum der schönen Künste (MSK). Gleich um die Ecke liegt der botanische Garten der Universität, das trifft sich gut.
Das Museum der schönen Künste ist das älteste Museum Belgiens. Untergebracht ist es in einem modernen Gebäude mit tollen Lichtkuppeln.
Die Werke stammen aus allen Epochen zwischen Mittelalter und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Werke von Hieronymus Bosch, Anthonis van Dieck, René Magritte, Pieter Brueghel, dem Jüngeren, van Eyck und vielen belgischen Künstlern, die ich nicht kenne.
Auch sehr beeindruckende Plastiken gab es zu sehen. Eine Mutter beweint ihr totes Kind von George Minne:
Hier im Museum wurde/wird der berühmte Genter Altar restauriert und man konnte einen Blick in das Atelier werfen, in dem an diesem Tag aber nicht gearbeitet wurde, durfte aber trotzdem nicht fotografieren.
Witzig
war die Schülerkunst: Schuhe ausschließlich aus Papier und Klebestreifen:
Vom Museum sind wir zum botanischen Garten gegangen. Das war wie ein Ausflug in die Sommerfrische. Im Tropenhaus konnte man es vor Hitze nicht aushalten und draußen auf den Wiesen lagerten überall Studenten.
Die Strauchpäonien blühen in voller
Schönheit,
die Kamelien treten in Wettstreit miteinander,
im subtropischen Haus
blühen die Kakteen.
Ich hatte noch nie eine Fledermausblume (Tacca chantrieri) gesehen. Ganz auffällig sind die fast schwarzen Blüten mit ihren langen "Bartfäden". Man kann sie aber nur im feucht-warmen Klima eines Warmhauses halten.
Draußen bewundern wir eine Trillium mit den großen
dreilappigen Blättern.
Eine riesige Wasserzypresse beeindruckt uns ebenfalls.
Wieso haben wir zu Hause im Garten eigentlich keine wilden Tulpen?
Dieser Tag war noch auf andere Weise ganz bezaubernd, denn wir haben ein bisschen vom Jugendstil in Gent getroffen.
Rein zufällig kamen wir auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle zum Museum an wundervollen Häusern vorbei.
Das begeistert uns beide immer wieder, mit wieviel Sinn für Schönheit in diesen Jahren gebaut wurde.
Mehrkosten beim Bauen für "schön völlig ohne Zweck" waren irgendwie selbstverständlich. Da sind wir wohl inzwischen einfach zu geizig geworden....
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
La Roche-en-Ardenne, Belgien
Arboretum Lenoir, Belgien
Dinant, Belgien
Gent Innenstadt, Belgien
Gent, MSK und botanischer Garten, Belgien

















