Posts mit dem Label Upcycling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Upcycling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. Juni 2026

Eine orange Idee...

Nur durch einen kleinen Wasserunfall im Keller bin ich auf den alleruntersten Boden des Wäschesammlers durchgedrungen und habe dort ein Brillenputztuch gefunden. Frisch gewaschen ist es dann im Nähzimmer gelandet.
 

Den Optiker gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr. Und Brillenputztücher verwende ich auch nicht. Ich muss im Nähzimmer aufräumen... Was also machen damit? Ich wollte es schon fast wegwerfen da erinnerte ich mich an einen kleinen Tetraeder, den ich mal irgendwo gesehen hatte, zum Putzen des Handy-Displays. Ich weiß nicht... meins ist immer erstaunlich schmuddelig... Also habe ich losgelegt. Das Brillenputztuch ließ einen Zuschnitt von 14 x 7 cm zu. Beim Losnähen war die Freude an der Idee sofort wieder verflogen - dieses üble Mikrofaserzeugs ließ sich mit der 80er Universalnadel und Universalnähgarn nicht nähen. Und für die paar Nähte probier' ich doch nicht rum mit Microtec-Nadeln oder ähnlichem Gesums! Da wollte ich in einem Anflug von Wut das Brillenputztuch schon fast zum zweiten Mal wegwerfen. Aber dann erinnerte ich mich, dass ich doch eigentlich Rentnerin bin und Zeit habe zum Nähen mit der Hand. Da kann ich doch entspannt bleiben!
Das Nähen mit der Hand war dann ziemlich schnell getan obwohl man jeden Stich mit Karacho durch den Stoff knallen musste. Aber auch das Schließen der Wendeöffnung mit Matrazenstich ist gelungen. 
 

Und nun ist es fertig und liegt hängt hoffentlich immer parat wenn wieder mal Fettfinger auf dem Display sind.
 

Für ein zweites Exemplar habe ich aktuell keine Lust und kein Brillenputztuch, aber wenn - würde ich es noch ein bisschen kleiner machen. Das würde ausreichen. 
 
Gewicht: 5 Gramm
Größe: 6,5 x 5,5 x 5,5 cm
Vlies: Füllwatte 
 
Im Bingo bei Anni gibt's seit Langem mal wieder ein Kreuzchen im Feld: Ich bleib entspannt... 

Montag, 9. Februar 2026

Back to the roots - Woche 4 - die Highlights: eine Joker-Tasche mit blauen Häusern

Als ich diese Tasche bei  Marita gesehen habe war es um mich geschehen! Ich war hin und weg! Natürlich war die Jeanshosentaschen-Aktion bei der Patchworkgilde im November an mir vorüber gegangen. Aber das ist ja auch völlig wurscht - JETZT ist bei Ingrid im Nähkäschtle der 11. Blog-Geburtstag zum Thema "Back to the roots" und deshalb wollte ich JETZT eine Joker-Tasche nähen!


Und das ist mein ganz persönliches Highlight in der ganzen Back-to-the-roots-Aktion von Ingrid!
Dieser Schnitt von der Taschenspieler-CD 1 ist mein absoluter Favorit für eine große Tasche. Geräumig-praktisch-gut. Ich habe sie schon in sehr verschiedenen Versionen genäht. Eine erste grün-orange im Jahr 2013, eine aus Jeans im Jahr 2014, die petrolfarbene aus dem Jahr 2017 benutze ich immer noch gern und eine grüne mit bunten Resten im Jahr 2019.
2015 - das Jahr in das ich jetzt zu Ingrid's 11. Bloggeburtstag zurück schaue - habe ich gleich zwei Joker genäht: eine aus pinkfarbenen Schnipseln und eine aus beige-bunten Resten:

  
   
Witzig finde ich, dass bis auf die erste alle irgendwie aus Resten entstanden sind. Ist das eine Berufung? ;-)
Nun also blaue Häuser. Das Projekt fängt an mit dem Abtrennen der Hosentaschen von gut abgelagerten Jeans im Nähzimmer. Eine fusselige und fitzelige Angelegenheit, deren Anstrengung für Finger und Handgelenke nicht zu unterschätzen ist. Ich habe die Taschen auch wirklich abgetrennt und nicht rausgeschnitten wie die Patchworkgilde es vorschlägt.
Dann kommt der schöne Teil: ich habe aus zwei Jeansstücken einen Hintergrund zusammen genäht und darauf "Häuser" gepuzzlet. Wenn klar ist, was wo hinkommt, kann man mit Vliesofix Fenster und Türen aufbügeln. Aufgenäht habe ich sie mit engem Zickzackstich und einer uralten gelben Knopflochseide, die sehr überrascht war, hier so zu Ehren zu kommen! Wenn ich solche alten Röllchen im Oberfaden vernähen will spule ich sie oft um auf ein Unterfadenspulchen. Das setze ich dann oben auf den zweiten Garnrollenhalter. Die alten zerknautschten Röllchen laufen sonst oft nicht ab.


Die fertigen Häuser habe ich mit orangem Jeansgarn von oben nach unten in den alten Nähten wieder aufgesteppt und dabei gleich ein untergelegtes dünnes Vlies mit festgesteppt. Dabei habe ich alles, was nicht gebraucht wurde, weggeschnitten und am Taschenrand auch die Hosentaschen aufgetrennt. Hier kommen nämlich schnell viele dicke Jeanslagen zusammen!


Die Laterne ist ebenfalls mit der Maschine appliziert. Sie ist wunderbar schief und krumm weil ich schwarz auf dunkelblau einfach nicht sehen kann... Der Laternenpfahl ist ein Stück Band aus meiner wundervoll frisch sortierten Bänderkiste. Zum ersten Mal hatte ich dieses Glücksgefühl, in dem Karton sofort dieses eine Band zu finden. *breitesGrinsenimGesicht*


Die Rückseite ist auch lustig zusammengesetzt. Im unteren Teil habe ich alle kurzen Streifen zusammengenäht, die mir in meinem Vorrat der Jeans-Teile in die Finger fielen. Oben liegt quer ein anderes Reststück, mit Bedacht eins ohne Elasthan. Da muss man aufpassen! Dort fand eine kleine Jeanshosentasche ihren Platz und vermittelt so zwischen Vorder- und Rückseite. Die sitzt ein bisschen weit oben als Häuschen, aber das ist nun wie es ist.


Hier hinten ist eine große Reißverschlusstasche eingenäht, in der man auch ein großes Portemonnaie bequem unterbringen könnte. Das Taschenfutter ist ein ausgedientes Oberhemd. Mischgewebe. Das kann man sonst ja zu nix gebrauchen.


Die Tasche reicht bis zum Boden runter, so dass man gut auch schwere Dinge in die Außentasche tun kann.
Für das Futter habe ich ein seltsam geformtes Reststück eines blauen Blümchenstoffes verwendet, wo ich schon ganz schön puzzlen und beim Futter der Innentasche auch schon stückeln musste. 


Die Innenseite hat nämlich eine zweite große Reißverschlusstasche.


Vom Futterstoff sind nun nur noch kleine Teile übrig, die in meine Restesammlung gewandert sind.
Ich gebe der Joker gern einen schmutzabweisenden Boden. Blaues Kunstleder war da.
Die Henkel sind ein gewendeter Schlauch aus Jeans, in den ich ein breites Ripsband eingezogen habe. Das Wenden war ein bisschen Fluch, aber das Ergebnis ist nett. 


Als allerletztes bekommen solche Taschen bei mir noch einen festen Einlegeboden. 


Dazu nähe ich einen passenden Schlauch - hier aus dünnem Jeans - und darein schiebe ich zwei Lagen Wellpappe, mit den Rippen in unterschiedliche Richtungen. Das hat sich in vielen Jahren sehr bewährt. Nach zwei-drei Jahren tausche ich die Pappen mal aus. Aber diese Methode führt dazu, dass der Taschenboden bei gefüllter Tasche nicht durchhängt, das mag ich nämlich nicht.


Eine echte Wiederholungstäter-Tasche! *lach* Und das innere Kind durfte mal richtig schön mit kleinen Häuschen spielen. Und nun lacht nicht - diese Tasche wird nicht bei mir bleiben. Sie wandert jetzt in die Basarkisten. Ihre Zeit wird kommen und dann wird sie hoffentlich einen guten Erlös für den Förderverein unseres Pflegeheims einbringen.
Aber ich werde schon mal neue Hosentaschen von alten Jeans abtrennen, wer weiß...

Schnitt: Joker von der Farbenmix Taschenspieler CD 1
Gewicht: 550 Gramm
Größe: 41x10x35 cm
Oberstoff: Jeans aus meiner reichhaltigen Sammlung
Vlies: dünnes Putztuch vom Discounter
Futter: aus dem Bestand

Verlinkt wird bei
Back to the roots im Nähkäschtle
Bingo 2026! bei Anni im Feld Bei anderen gesehen



Samstag, 27. Juli 2024

Ein Kissen für den Tripp-Trapp-Stuhl

"Den Babyhochstuhl braucht bald der kleine Bruder" hat die Enkeltochter verkündet, deshalb wird nun der Tripp-Trapp unserer Kinder an die nächste Generation weiter gegeben. Und als der Stuhl vor Kurzem das erste Mal in der Küche stand monierte sie, dass er gar kein Sitzkissen habe - so wie der bei ihr zu Hause. Na, das kann man doch ändern!
Am Anfang war ein nackter Tripp-Trapp und ein Stapel alter, geerbter Handtücher. 
 

Mit einer Zeitung habe ich die gebogene Form des Sitzes abgenommen 
 

und dann 5 Lagen Handtuch ausgeschnitten. Die habe ich mit der Hand zusammen genäht, für die Maschine war es zu dick. 
 

Dann hat der Stapel Handtücher eine Inlet-Hülle bekommen, auch aus alter Bettwäsche.
 

Jetzt erst ging es mit dem eigentlichen Kissen los. Der Griff in die Jeanskiste und in die Schachtel mit Klettverschluss und Ripsband ging dann ziemlich fix. Alles recycelt... yeah!
Unter dem Stuhlsitz wird das Kissen mit den Bändern gehalten (ein ehemaliges Schlüsselband war perfekt geeignet.)
 

Und nun kann die Enkeltochter kommen!


Gewicht: 284 Gramm

Sonntag, 17. März 2024

Supermüzz

Die Übergangsmütze der Enkeltochter wurde zu klein. Man sieht es dem kleinen Kopf nicht an, aber es war so. "Mama, kannst Du vielleicht...?" 
Nach ein bisschen Hin und Her entschieden wir uns, doch noch mal eine Mütze zum Binden zu nähen. Die Enkeltochter ist viel draußen unterwegs und es ist nicht gut, wenn man beim Fußball mit Papa immer seine Mütze verliert! Das ausgesuchte Modell habe ich schon mal genäht vor zwei Jahren. Diese Mütze wurde heiß geliebt und immer protestlos getragen. Nun sollte es am besten eine blaue werden, denn BLAU ist die angesagte Farbe der Enkelin. Im Fundus gab es (zufällig wieder) Jersey von einem ausrangierten Nachthemd.


Die andere Seite - gleichwertig, da es eine echte Wendemütze ist - besteht wieder aus dem sandfarbenen Jersey mit Kindermotiven, der sich noch im Fundus befand. 


Passt, sieht gut aus, wackelt nicht und hat trotzdem Luft!
 

Entgegen der Anleitung habe ich wieder die Kante schmal abgesteppt. Das kommt mir irgendwie robuster vor.
Eine Mütze zum Selberaufsetzen steht nun aber auch noch auf dem Programm. Das muss man ja schließlich auch lernen wenn man 3 Jahre alt ist!
 
Verlinkt wird bei Ingrid's Kinderallerlei.
 
Gewicht: 37 Gramm 
Größe 51/52
Bändelzuschnitt 3 cm breit und 45 cm lang, das Bändchen war zu breit, wurde im Nachgang noch mal aufeinandergeklappt und abgestepp, gewendet mit Sicherheitsnadel
Schnitt: Supermüzz freebook von Lila wie Liebe

Dienstag, 14. Juni 2022

Eine warme Hose für den Zeltplatz

Wir machen Urlaub! So ein bisschen wenigstens. Ein paar Tage auf dem Zeltplatz an der See, die kleine Familie mit dabei. Die Jüngste geht zum ersten Mal in ihrem Leben zelten. Ich bin gespannt, wie sie es findet! In Vorbereitung dieses Events gilt es natürlich zu überlegen, was man morgens und abends und nachts auf dem Zeltplatz trägt, ohne zu erfrieren. Eine warme Hose natürlich.


Ausgangslage war eine neulich wegen Bauchkneifen aussortierte Fleecehose von mir. Die wurde gemeinsam mit einem wunderbaren Reststück Ringeljersey, das mir Frau Küstensocke samt einem Schwung Kinder-Ottobre  überlassen hat und das haarscharf gereicht hat, zu einer Jogginghose für die Jüngste. 
Verlinkt wird im Kinder-Allerlei im Nähkäschtle

Schnitt: Ottobre 04/2011, Gr. 86
Fleece: Polyesterfleecehose der Oma
Bündchen: Ringeljersey von Frau Küstensocke
Gewicht: 79 Gramm

Donnerstag, 9. Juni 2022

Recycling - eine Leggings für's Kind

Das Kind wächst. Und es kriecht auf den Knien über Stock und Stein... - "Mama, kannst Du noch eine neue Leggings nähen?" Ich kann - dachte ich zumindest... *kicher*
Denn das Exemplar ist irgendwie der Brüller! Genäht habe ich es aus dem ausrangierten Nachthemd, das mir zu kurz und zu eng war, jahrelang in Gebrauch, am Kragen durchgewetzt. Aber ich finde die Farbe so schön! Genäht hatte ich daraus neulich schon diese Mütze. Die ist zwar noch ein bisschen groß, aber Mama und Kind sind sehr zufrieden, die Oma dann natürlich auch. Nun also eine Leggings:


Seht Ihr, was ich genau in dem Moment sah, als ich das linke und das rechte Hosenbein zusammengenäht habe? Eins habe ich aus dem Vorderteil des Nachthemds zugeschnitten und eins aus dem Rücken. Sehr spannend! *lach*
Aber wir haben beschlossen: das stört uns nicht! Und das Nachthemd... das ist jetzt sowieso nur noch eine wunderbare lilageringelte Erinnerung!
Verlinkt wird beim Kinder Allerlei im Nähkäschtle

Gewicht: 47 Gramm
Schnitt: Doppeltes Lottchen aus dem Klimperklein-Buch Babyleicht, Gr. 86

Montag, 9. Mai 2022

Mützchen zum Binden

Die Tochter hatte eine Bitte: die Wintermütze ist zu klein und zu warm, das Sommerhütchen oft noch nicht warm genug - "Mama, kannst Du vielleicht eine Mütze zum Binden nähen?"
Erstmal sag' ich da nicht Nein. Für das Enkelchen zu nähen macht ja Spaß. Das Problem war nur, dass wir nicht probieren konnten und die Größe nur vage bestimmt werden konnte. Den Kopfumfang zu messen ist bei so einem kleinen Zappelwesen nicht ganz einfach.
Die Weiten des www. gaben einen mir tauglich erscheinenden Schnitt her. Und im Fundus gab es geeigneten Jersey, so dass die Mütze nun zu den drei vorhandenen Jacken passt. Das Nähen war nicht kompliziert. 
 

Allerdings habe ich eine Sache anders gemacht als in der Anleitung beschrieben: mir kam es zu instabil vor, die Innen- einfach in die Außenmütze zu stülpen und keine knappkantige Naht zu setzen. Das habe ich dann einfach gemacht, aber es war vielleicht nicht gut: nun "wellt" die Kante ein bisschen die Kante ist dadurch nicht so "elastisch".
 

Aber das war so wie es war und die Mütze hat sich im Briefumschlag auf den Weg gemacht - es war sowieso noch nicht klar, ob sie passen würde!
Nun gab's die Anprobe:
 

Es könnte deutlich schlimmer sein! *lach* 
Die Mütze ist noch ein bisschen groß, da ist noch Luft bis in den Herbst. Aber ansonsten sitzt das Modell nicht ganz schlecht. Und jetzt kommt sowieso erst mal schönes Wetter und es wird eher noch eine luftige Schute gebraucht! ;-)



Gewicht: 37 Gramm
Größe: 49/50
Schnitt: Supermüzz von Lila-wie-Liebe

Noch nähe ich ja eher für Winzlinge. Aber trotzdem habe ich mich schon mal bei Frau Amberlight für die Verlosung eines Schnitts für ein Kinderkleid von Blaubeerstern beworben. Denn wer weiß, was da noch kommt! *lach*
Der Teaser von Frau Amberlight lässt jedenfalls Großes erwarten! Ganz zauberhaft....
 

Montag, 14. Februar 2022

Das Kind wächst - eine neue Leggings

Kinder in diesem Alter wachsen ja beim Zusehen. Wusstet Ihr das? Eine Woche Enkelkind und schon sind die Beine wieder länger geworden! Die Leggings sind alle Hochwasser und im Vorrat von der Tochterfreundin sind in der nun benötigte Größe zu wenige enthalten. Dafür war in meinem Vorrat ein abgetragenes Jerseykleid. Und so haben wir nun mal die beiden Vorräte zusammengebracht:
 

Genäht habe ich die Leggings nach einem Schnitt aus dem Buch Babyleicht von Klimperklein in Gr. 86. Im Bund ist ein normaler "Schlüpfergummi", auch aus dem Vorrat.
Das Kind versteht noch nicht, was Anprobe mit Fotoshooting sein soll. *lach*
 

Aber Mama und Oma haben festgelegt, dass die Passform perfekt ist. 
 

Die Hose ist auch in dieser Größe noch hinten deutlich höher geschnitten, so dass der Windelpopo prima hinein passt. 


Gewicht: 45 Gramm
Verlinkt wird bei Ingrids Kinderallerlei.



Mittwoch, 13. Januar 2021

Fotoreise 33/52 - ...für....

Wir machen das ja ganz oft: wir nähen nicht für uns sondern für andere. Martin hat 

... für ...

zum Foto-Thema dieser Woche gemacht und ich zeige Euch etwas ganz Unspektakuläres, das ich für jemanden anders genäht habe, nämlich für Tochter und Enkeltochter. Irgendwie haben wohl beide etwas davon und das Tochterkind hatte es sich wünscht - drei Moltonauflagen für die Wickelunterlage
 

Im Oktober hatten wir einen Prototyp genäht und der wurde für gut befunden. Es ist Molton-Recycling von zwei alten Matratzenauflagen, die ich nur mit einem ganz schmalen Binding eingefasst habe. Kochecht. Simpel. Praktisch. Nicht in Rosa. Und schon unterwegs.
 
Gewicht: 249 Gramm
Verlinkt wird bei Martin im Blogzimmer in Woche 33 seiner Foto-Aktion

Sonntag, 5. Juli 2020

Bettverlängerung

Ich habe viel zu tun im Leben 1.0. Deshalb war es hier in den letzten Tagen ziemlich still. Der Garten fordert meine ganze Zeit und die Tür vom Nähzimmer ist zu...
Manchmal bekommt man allerdings seltsame Aufgaben.... es galt, eine Bettverlängerungsmatratze mit einem Schutzbezug zu versehen. Als Ausgangsmaterial bekam ich ein Stück abgesägter Matratze und einen defekten Matratzenbezug übergeben.


Macht man zwar nicht alle Tage, aber es war kein Kunststück!
Zuerst habe ich den Reißverschluss repariert


und dann aus dem Matratzenbezug ein passendes Stück für die Verlängerung geschneidert. 
Schön, dass auf dem Nähtisch so schön viel Platz war! Da macht sich so eine Aufgabe doppelt schnellgut.


Meiner Nähen-aus-dem-Bestand-Statistik schlägt hier nur ein einzelner Zipper zu Buche und der wiegt - nichts.
Mit dem Ergebnis waren jedenfalls alle sehr zufrieden. Ich auch. ;-)

Dienstag, 14. August 2018

Der Einkaufskorb aus Resten ist fertig!

Heute geht es weiter mit dem Korb, so ein Projekt kann ich nicht an einem Tag schaffen. 
Für das Innenleben hatte ich die Wahl zwischen irgendeinem Baumwollfutter oder dem Rest der Hose. Da habe ich mich doch für Letzteres entschieden. Die hinteren Taschen sind mit eingebunden.



Eine Reißverschluss-Innentasche habe ich nicht eingenäht, das hat einen besonderen Grund, ich möchte wieder eine extra Tasche haben wie die in meinem anderen Einkaufskorb. Die finde ich Klasse und nähe sie mir später passend zum Korb. So habe ich die Hose bis zum allerallerletzten Fitzelchen ausgenutzt, musste ordentlich stückeln und habe das aber durch eine wilde Quilterei gut kaschiert. Denn auch das Futter habe ich stabilisiert und zwar mit dem festen Bodentuch vom Discounter. Hier kann man das schön sehen:



Übrig ist von der Hose wirklich fast nichts. Zwischendurch hatte ich mich schon geärgert, dass ich neulich im Zuge der Entrümpelung vom Korb den Hosenbund abgeschnitten und verworfen hatte. Den hätte ich hier fast verarbeiten können am oberen Rand.... An einer Stelle fehlt eine Ecke Stoff, die habe ich sehr schick überarbeitet:



Zusätzlich hat der Korb einen herausnehmbaren Boden bekommen. Das ist vielleicht praktisch, weil ich Obst und Gemüse möglichst lose kaufe und dann schmuddelt das eben doch manchmal. 



Passt perfekt



Die Farbtupfer tun der eher blassen Innentasche sehr gut!



Die Henkellänge habe ich so bemessen, dass ich den Korb auf der Schulter tragen kann. Brauche ich zwar nicht unbedingt für die kurzen Strecken vom Einkaufswagen zum Auto - denn dort soll der Korb wohnen - aber das ist mir doch angenehmer. Das Original hat eigentlich ganz kurze Henkel. In meinen Henkeln aus 4-cm-Baumwollgurtband ist in Griffbreite eine dicke Kordel ein Seil eingenäht, das trägt sich gut.



Ein schönes Projekt für das Upcycling einer Hose!



Die Anleitung ist schön bebildert und auch für die Nicht-Englisch-Sprechenden unter den Menschen gut zu verstehen, überhaupt kein Problem beim Nacharbeiten. Ich habe Lust bekommen, gleich noch was aus dem Buch zu nähen, denn bald wird es mich verlassen.... ;-)
Verlinken werde ich den neuen Korb auf alle Fälle bei Marion, denn der ist durch und durch aus Resten! 

Gewicht: 475 Gramm

Für heute 3 Teile aus meinem anderen Korb:
 
  1. noch ein Stück von dem alten Wollstoff, der sich nicht für Nesteldecken eignet → Abfall
  2. ein Stück rote Kordel → Schuhkarton "Bänder"
  3. das Verstausäckchen vom Inlet meines Schlafsacks (wer packt denn das Innenlaken immer in dieses viel zu enge Säckchen??) → Karton größere Uni-Stoffe