Beim
Aufräumen im Nähzimmer begegnete mir ein Rock. Das ist wohl eine der unsäglichen Ursachen für die allmähliche Vermüllung des Nähzimmers: ich lege Dinge hinein mit der Idee: das muss ich
mal machen. "mal" heißt am Ende "nie" oder "viel, viel später". Diesen Jeansrock hatte ich mir im Zuge der Entrümpelung meines Kleiderschranks vor zwei Jahren gekauft. Damals mussten viele Sachen weichen, weil ich herausgewachsen war. Und ein neuer Jeansrock zog ein. Gute Qualität, Bio-Öko-Label, bequem. Also sollte eigentlich alles gut sein, denkt man. Aber irgendwie machte er mich nicht wirklich glücklich. Ich kam mir immer ein bisschen
pummelig oder
sackig darin vor:
Ich habe das eine ganze Weile beobachtet, bis mir klar war, wo dieses Gefühl herrührte: der Rock ist zu lang! So ein elastischer Jeansstoff ist ja nicht mein Liebling unter der Nähmaschine und deshalb schob ich den Rock im Nähzimmer noch eine ganze Weile hin und her. Aber nun! Seht her!
5 cm kürzer ist er nun. Vorher 52 cm - jetzt 47 cm (bei einer Körpergröße von 1,58 m).
Das Bild von hinten ist mir nicht so gut gelungen, aber man sieht, dass er auch von hinten ansehnlich ist.
Auf die Naht bin ich stolz! Oben sieht man den neuen Saum, unten das abgeschnittene Saumstück mit der Probenaht. Genäht habe ich mit Jeansgarn von StoffundStil, das macht sich wirklich gut in der Optik und auch beim Vernähen.
Heute habe ich den Rock gleich mal Probegetragen - perfekt.
Jetzt macht er mich glücklich!
Ich habe nun mal ein neues Label eingefügt: "Änderungsschneiderei". Denn solche Dinge gibt es noch mehr in meinem Haushalt und ich sollte mich da echt mal dran machen....