Dienstag, 14. Juli 2026

Stich-für-Stich-zum-Ziel im Juli: am Bücherregal geht's weiter

Doris sammelt ab heute wieder die Mini-Fortschritte beim Langsamwerkeln.
Das ist eine gute Gelegenheit, Euch von unserem letzten virtuellen Nähkränzchen mit Ingrid zu erzählen. Wir haben uns nämlich kurz hintereinander gleich zweimal getroffen. Vom Quiltstart des Hintergrunds an meinem Bücherregal hatte ich Euch hier berichtet. Nun musste ich erst mal meine Regalbretter fertig quilten mit lauter dicht aneinanderliegenden Nähten. 


Weil klar war, dass wir richtig schön Zeit für unser Projekt haben würden, habe ich mich einem der noch ausstehenden "Lückenfüller" gewidmet, der aufwändig werden würde: die Matroschka. In unserem Bücherregal steht tatsächlich eine Matroschka. Ich weiß nicht mehr, wo sie her war - sie ist schon immer da. Und von Anfang an war in meinem Kopf auch auf diesem Quilt eine Matroschka....
Am längsten dauert ja immer die Entscheidung der Stoffe. Ich hatte wild in die Restegläser gegriffen und habe ggf. mit Stoffen aus dem Bestand ergänzt. Die erste Idee war rotlastig, aber das passte zu den daneben liegenden Büchern so gar nicht. Insgesamt vier Varianten hatte ich aufgelegt: Gesicht, Haare, Kopftuch, Rock (mit oder ohne Schürze). Und entschieden habe ich mit mit Ingrid's Unterstützung dann für die Kombination unten rechts.
 

Für solche Entscheidungen ist ein virtuelles oder gar echtes Nähkränzchen ja genial!
Zur Erstellung eines Musters habe ich diverse Ausmalvorlagen aus dem Internet zu Rate gezogen - ich kann selbst ja nicht malen... ;-)
 

Dann habe ich der Püppi eine Frisur verpasst: über Papierschablonen habe ich die Haare auf den Gesichtsstoff appliziert.
 

Als nächstes habe ich Kopftuch und Kleid passig aneinander genäht.  Beide Teile hatte ich dazu mit dem entsprechenden Bogen versehen und mit der Maschine zusammen genäht.

 
Das Gesicht mit den Haaren habe ich revers appliziert. Dazu hatte ich die Öffnung mit S230 hinterbügelt und habe die NZG umgeklebt:
 

Das hat gut funktioniert und sah schon gut aus:
 

Aus der Resteschachtel konnte ich erfreulicherweise sogar ein schon mit Vliesofix versehenes Restchen für die Augen fischen.
 

Die habe ich dann noch festgenäht und mit zweifädigem Stickgarn den Mund gestickt. 
 

Nun habe ich die Papiervorlage untergelegt, die NZG passend geschnitten und umgeheftet. Ja! Das wird schön!
 

Jetzt wurde es ein bisschen wild. Ich wollte gern, dass die Matroschka ein bisschen "rundlich" wird. Deshalb wollte ich sie mit einer Lage Schaumstoff hinterlegen. Ich habe die Umrisse mit Abzug von 3 mm etwa auf dem Schaumstoff abgenäht und dann ganz knapp ausgeschnitten. Dadurch wurde der Rand schön flach.
 

Eigentlich wollte ich diese Schaumstoffplatte hinter die Matroschka heften, aber dann hatte ich Sorge, dass sie beim Entfernen des Papiers nach dem Applizieren wieder mit herausrutschen würde. Also war eine andere Technik gefragt. Ich habe die Schaumstoffpuppe erst mal ganz knappkantig ins Regal genäht:
 

Wild, wild.... aber die Matroschka ließ sich dann problemlos drüber applizieren. Die untere Kante habe ich offengelassen, die Heftnähte entfernt und das Papier ließ sich mit einem Flutsch durch diese Öffnung entfernen. Dann musste nur noch die untere Kante appliziert werden. 
 

Fertig!- Fertig? Halt, da fehlt noch was....
 

Die Kopftücher der Matroschkas haben immer einen Knoten!
 

Und mit ihrer "Fluffigkeit" bin ich auch sehr zufrieden:
 

Ich muss ja zugeben: die Matroschka hat viele Stiche gebraucht, aber sie hat mich dem Ziel auch ein ganzes Stück näher gebracht. 
 

Ingrid hat derweil auch mit dem Quilten ihres Regals angefangen. Da sind auch noch allerhand Stiche zu tun.  
Bei mir fehlt nun noch die Pflanze im Blumentopf und eigentlich sollen da noch zwei Bilderrahmen hin... Aber das wird jetzt nix, jetzt kommt erst mal Enkelzeit!
 
Verlinkt wird bei Doris

Freitag, 10. Juli 2026

Reparatur-Café im Juli - das Fliegengitter im Bad

Es ist soweit - das Reparatur-Café öffnet seine Türen

 
Beim Fensterputzen im Bad musste ich mir eingestehen, dass ich den Riss im Fliegengitter nun schon viel zu lange ignoriere. Manchmal braucht es diesen einen, bestimmten Moment, der genau der richtige ist für AKTION! *lach* 
Nicht, dass ich das Fliegengitter ausgetauscht hätte - es ist so ein in einen festen Rahmen eingespanntes - nein, ich habe einfach den Riss geflickt. Wie so manches Mal gibt es kein Vorher-Foto. Der Riss war etwa 25 cm lang und in der Mitte ziemlich breit.
Von oben und unten habe ich ihn mit schwarzem Garn zugenäht. In der Mitte ist das Gewebe immer wieder gerissen, so dass ein richtiges Loch entstanden ist. Da half nur ein Flicken! 
 

Ich finde, es sieht cool aus.
 

Und von Weitem sieht man sowieso nichts. 
 

Aber wenn ich auf der Toilette sitze muss ich immer grinsen...  


Das Reparatur-Café öffnet heute seine Pforten und bleibt geöffnet bis zum 24. Juli. Habt Ihr vielleicht auch von einer außergewöhnlichen Reparatur zu berichten?
Kommt gerne mit Euren Reparaturen vorbei!
 

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Donnerstag, 2. Juli 2026

Mein zweites Jahresprojekt: Reste über Reste - der Juni

 
Der Juni ist vorbei. Es ist Zeit, auf das Jahresprojekt mit der Reste-Verarbeitung zu schauen.
Hier hatte ich Euch vom Startschuss des Projekts berichtet und Euch meine vielen einen Teil meiner Restebehälter gezeigt. Ich war im Juni wenig im Nähzimmer, da habe ich zum Glück keine weiteren Restebehälter gefunden, aber es sind noch genug da....

Das sind meine definierten Ziele für 2026: 
  1. Jeden Monat mindestens ein Projekt aus Resten nähen.
  2. Am besten mehr.
  3. Ein paar der Restebehälter abschaffen, mindestens die Tüte.
Zusatzaufgabe:
       Jeden Monat nach Möglichkeit eine Tasche oder einen Beutel nähen.
       Die/der darf natürlich auch gern aus Resten sein. Muss aber nicht.

Was ist im Juni geworden?

Ich war im Juni viel unterwegs, dazwischen rief der Garten ganz laut und überhaupt war es viel zu heiß... Ihr seht, es gibt genug Ausreden!
Nur wenige Projekte konnte ich mir vornehmen und manches davon war mehr Zufall als Projekt.
Ein paar Cord-Reste kamen bei der Reparatur von Fuchshose No.1 unter: 


Schaut mal, wie sich die Farbe von dem Breitcord verändert hat!
Von der Aktion Klar-Schiff-im-Nähzimmer hatte ich noch einen zugeschnittenen Leseknochen aus Jeansresten herumzuliegen und bin sehr froh, dass ich den genäht habe! 
 

Das war jetzt nicht so dolle viel, aber das Ziel ist erreicht!
 
Die Restebehälter
Im Zuge der Jeans-Räum-Aktion hatte ich drei Tüten mit Vlies- und Füllwatteresten gefunden. Die waren unter dem Zuschneidetisch zwischen die Kartons und die Tischplatte geklemmt. Beim Stopfen des Leseknochens konnte ich eine der Tüten leeren und die beiden anderen fanden Platz in einem der leer gewordenen Kartons und sind jetzt IM Schrank. Perfekt.
 

Entleerte Restebehälter:
Februar:  
März:   - aber es gibt 3 neue Behälter für nach Farben sortierte Reste (Gläser)
April: 0
Mai:  
Juni: 
 

Zusatzaufgabe: eine Tasche nähen
Das war die beste Resteverwertung überhaupt, denn ich habe endlich die Tasche aus den blauen selbstgefärbten Resten genäht. Dieses Projekt liegt schon seit März auf dem Tisch und war dann irgendwie versandet....
Nun ist die Tasche genäht und hier könnt Ihr noch mal nachlesen zum Prozess. 


Im Ende war es doch ein guter Monat! Es ist nicht soooo viel verarbeitet, aber immerhin.
 
Verlinkt wird bei der Zitronenfalterin in der Sammlung der Jahresprojekte.

Mittwoch, 1. Juli 2026

Auf die Reste - fertig - los! im Juli

Na? Wie ist es bei Euch? Sind noch Reste da?
Bei mir auf alle Fälle! Leider war im Juni nicht so viel Zeit für's Nähzimmer.
Ob das im Juli besser wird? Heute startet jedenfalls die neue Reste-Party.
 
 
Ich verrate es Euch gleich mal: es wird im Juli nicht besser, wir werden unsere Zeit im Garten und auch ein bisschen unterwegs und mit den Enkelkindern verbringen. Pfft.... RESTE! Was will ich da mit Resten? *lach*
Ihr könnt ja aber schon mal anfangen! Die neue Reste-Party startet jetzt. Hier könnt Ihr Eure Resteprojekte den ganzen Juli über verlinken. Ich freue mich auf Eure Ideen!
 
 
 

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Dienstag, 30. Juni 2026

Und das war mein Juni 2026

 
Bringt der Juni trock'ne Glut
dann gerät der Wein recht gut. 
 
Ob das ein Trost ist für das Juni-Wetter? Ich weiß nicht recht... aber ich kann ja mal fest dran glauben! *lach* 
 
Im Juni....
... ächzte alles unter der großen Hitze, dabei fing der Monat noch ganz manierlich an und wir konnten eine ganze Woche mit der Tochterfamilie und Freunden an der Ostsee genießen. Hier hatte ich Euch schon ein bisschen davon erzählt. Wir waren erst ein paar Tage im Ferienhaus und später auf dem Zeltplatz Born (Fischland-Darß). Dort wird jedes Jahr extra für uns eine große Wiese reserviert.
 

Die ist dann auch voll. Und für mehr als 50 Leute braucht es große Töpfe!
 

Wenn es regnet braucht es gute Ideen
 
 
Aber die allermeiste Zeit hatten wir schönes Wetter! Abends gab es Lagerfeuer...
 

... und tagsüber ging's mit dem Rad ans Meer. Wie schön, die Mädels alle mal wieder zu sehen und ausgiebig Zeit zum Schwatzen zu haben! Es sind die Freunde aus meiner Zeit als ganz junge Frau in Karl-Marx-Stadt. 
 

... weiß man ja immer nicht so ganz genau, wie warm das Meer sein wird, aber man konnte wunderbar drin schwimmen und musste auch nicht gleich wieder raus. Den Weststrand genieße ich jedes Jahr wieder sehr!
 

... begann die große Hitze dann erst als wir wieder zu Hause waren. Deshalb hatte der Garten diese Urlaubsreise glücklicherweise gut überstanden. Die Tomaten fingen an zu blühen
 
 
... habe ich erstmals dem Pfirsichbaum einen halben Eimer kleine Pfirsiche ausgepflückt. Zu klein, zu viel. Ich hatte mich belesen und bin jetzt viel schlauer... ;-) Mal sehen, ob es dieses Jahr schöne Pfirsiche geben wird!
 

... habe ich im Zeiler Esszimmer ein Rollado cassoulet gegessen. So was von oberlecker! Vegetarisch und mit mindestens drei verschiedenen Sorten Bohnen gefüllt. (Mir läuft angesichts des Fotos gerade noch einmal das Wasser im Mund zusammen... ;)
 

... waren wir bei Livemusik und leckerem Essen zum 100-jährigen Jubiläum des Naturfreundehauses in Zeil. Über der Band brummten in der Abenddämmerung die Maikäfer durch die Luft. Ein sehr schönes Erlebnis!
 

... bekam ich endlich meine beiden neuen Kronen. Es war ein zusätzlicher Termin im Zahntechniklabor nötig weil die Farbe im ersten Anlauf gar nicht gelungen war. Ich fand das total witzig: sie malen die Keramikkronen an wie die Porzellanmaler. Mit ganz feinem Pinsel und Mischpalette und dann wird das Ganze gebrannt. Jetzt habe ich die allerschönsten Zähne von allen! *lach*
 

... brachte der Sohn lauter japanische Snacks mit von seiner Reise. Sehr spannende Geschmackskomponenten mit Fisch und Algen und sehr seltsamen Dingen....
 

... waren wir zum Tag der offenen Gartentür in Hofheim und den umliegenden Dörfern (Unterfranken). Davon gibt es einen angefangenen separaten Post, ich wollte Euch davon ausführlich erzählen. Kommt vielleicht noch... Es gab sehr schöne Gärten zu sehen!
 

...haben wir zwei Hänger voller toter Äste aus den Obstbäumen im Garten der Freundin geschnitten. Jetzt sieht man besser als im Frühjahr, was noch weg muss.
 

Als Dankeschön gibt's jetzt Kirschen und später Pflaumen, Birnen und Äpfel....
... hatten die Schwertlilien dieses Jahr besonders große Früchte, aber die mussten natürlich ab.
 

... waren wir zur Ausstellungseröffnung einer Sonderausstellung in unserem Museum. Es geht um das Schaffen und Wirken des Frankenhäuser Baumeisters Carl Reichenbach anlässlich des 130. Jahrestags der Einweihung des Kyffhäuserdenkmals. Reichenbachs Firma war mit dem Bau des Denkmals beauftragt.
Interessant war es zu sehen, welche Gebäude in Bad Frankenhausen außerdem von ihm errichtet wurden.
 

... haben wir ein besonders heißes Wochenende am Sander Baggersee verbracht. Dort ließ es sich aushalten mit Schwimmen, Chillen, Schwimmen, Grillen, Schwimmen, Segeln, Schwimmen.... 
 
 
 
Und wir hatten ein besonders Event gratis dazu: das Blaserla-Festival fand an diesem Wochenende statt und es gab feine handgemacht Musik auf zwei Bühnen.  
 

Das coolste aber überhaupt war, dass ich den Gutschein meiner Kinder für einen Kurs für Anfänger auf dem Standup-Paddle eingelöst habe. So richtig mit Theorie, Trockenübung, Vorführung auf dem Wasser
 

Board selber zum Wasser tragen
 

Training auf dem See in der Gruppe.
 

Ich habe eine Menge gelernt und das fand der Trainer auch. Echt cool.... 
... blühte der kleine Kaktus unverdrossen während um ihn herum alles andere in den Seilen hing und vor Hitze glühte
 

... gab es im Pflegeheim eine Kakadu-Show, die der Förderverein finanziert hat. Es war trotz hoher Temperaturen ein sehr schönes Erlebnis für die Bewohner. Im Anschluss konnte einer der Gelbhaubenkakadus sogar gestreichelt werden. Das Strahlen in den Augen kann ich Euch leider nicht zeigen. Es war herrlich!
 

 
... stöhnten wir sehr unter der Hitze der zweiten Monatshälfte! Aber wir waren auch sehr dankbar. Wir haben es im Gegensatz zu so vielen anderen Menschen doch wirklich gut! Im Haus blieben die Temperaturen nur wenig über 20°C, draußen musste man ja nicht unbedingt sein, und wenn es einem gar zu heiß wurde konnte er ins Wasserbecken springen. Da tat mir doch jeder Leid, der das nicht hat! Und ein bisschen kann man sich ja auch helfen. Das Dachgeschossfenster ohne Beschattung habe ich mit einer Folie aus dem eben ausgetauschten 1.-Hilfe-Kasten im Auto abgedunkelt. Das sah echt nett aus und hat richtig was gebracht.
 

Nun warten wir seit gestern auf Regen. Sehnsüchtig sogar. Das Regenradar hatte zweimal am Tag ein durchziehendes Regenfeld prophezeit und jedes Mal ist es kurz vor unserem Ort nach Norden abgezogen und der Südrand vom Kyffhäuser hat wieder mal nichts abbekommen... *seufz*... ich war wirklich traurig! Alle Regentänze haben nix genutzt. Natürlich gießen wir unsere wichtigsten Kulturen. Aber alles andere sieht sehr traurig aus...
Nun hoffen wir, dass der Juli uns ein bisschen kühlere Tage bringt und - Regen!