Ich war nicht da, ich habe überhaupt nicht entrümpelt. Aber ich habe etwas anderes Schönes für Euch:
Nachdem ich in Lauenbrück stundenlang Wimpelketten genäht hatte, brauchte ich mal was Schnelleres. Ich hatte mehrere Projekte in meiner Klappkiste. Eins davon war wunderbar blau-grün...
Beim Durchsehen meiner Kartons war mir ja der eine Karton besonders aufgefallen, der die Reste vom Storm-at-the-sea-Quilt beinhaltete. Das ist nun schon ein paar Wochen her, aber ich habe damals eine Projekte-Liste geschrieben, so geht nichts verloren! Und jetzt war es soweit: her mit dem Karton!
Der Wasser-Wind-und-Wellen-Quilt war schon im Sommer 2020 fertig. "Schon" ist falsch, der war auch lange ein UFO. Begonnen hatte ich ihn 2012 und dafür Stoffe in Blau eingefärbt, alte Bettwäsche in unterschiedlichen Strukturen und abgestuften Farbtönen, teilweise auch gemustert. Ein paar Motivstoffe waren auch dabei, die habe ich als erstes mal an sinnvolle Orte verräumt.
Die Reste hatte ich nach Fertigstellung des Quilts in dem Karton belassen und ins Regal gestellt. So'n Quatsch!
Alle Reste raus! Die durften mit nach Lauenbrück zum Nähtreffen.
Es gibt Quadrate in unterschiedlichen Größen, Streifen in verschiedenen Längen und Breiten und allerhand Dreiecke. Diese Dreiecke habe ich als Maß genommen und miteinander vernäht. Beim Herumspielen war schnell klar: das wird ein Stern! Aus den kleineren Resten habe ich eine Menge Quadrate zugeschnitten und so kam ein Schnipsel zum anderen...
Was macht mehr Sinn für solche speziellen, gefärbten Stoffe als ein Kissen zum Quilt? Nichts.
Deshalb musste das Innenstück noch ein bisschen auf 50x50 cm erweitert werden.
Erstaunlich kurze Zeit später lag ein Kissentop auf dem Tisch. Das wollte natürlich ein bisschen gequiltet werden.
Was haben wir denn an Vliesresten? Danach hatte ich natürlich schon zu Hause geschaut. In einer Tüte schlummerte ein Knäuel schmale Streifen eines bauschigen Polyestervlieses. Das ist doch genau richtig!
Auf die andere Seite kam ein ebenfalls zusammengestückeltes Reststück Baumwollvlies.
Gequiltet habe ich in der Naht, so dass der Stern schön plastisch wirkt.
Nur am Rand habe ich - weil das Kissen ja zum Wasser-Wind-und-Wellen-Quilt gehören wird - ein paar Wellen gequiltet:
Bei den blau-grünen Resten waren eine Menge kürzere Streifen, alle gleich lang. Da muss bei dem Quilt ein bestimmtes Maß immer zu einem Rest geführt haben... Diese Streifen habe ich für die Rückseite zusammengenäht.
Unten an der Kante habe ich einen Reißverschluss eingearbeitet.
Im Nachhinein denke ich, ein Binding wäre vielleicht besser gewesen als die von mir gewählte Ausführung. Aber da brauche ich jetzt nicht mehr drüber nachzudenken. Jetzt ist es wie es ist.
Und nun kann das kleine Kissen mit dem Quilt und uns auf Reisen gehen, denn der Quilt passt wie massgeschneidert in unseren Camper und leistet uns dort seit Jahren allerbeste Dienste.
Natürlich waren die blauen selbstgefärbten mit dieser Aktion nicht ganz alle.
Das ist noch da:
Aber dafür ist mir auch noch was eingefallen. Leider habe ich in Lauenbrück nicht geschafft, diese Idee weiter zu verfolgen. Das muss also noch warten...
Größe: 47 x 47 cm
Gewicht: 203 Gramm
Oberstoff: Reste vom Wasser-Wind-und-Wellen-Quilt
Vlies: Reste Baumwollvlies 277 und Polyestervlies
Futter: geerbte Bettwäsche
Verlinkt wird bei:
Home-sweat-home bei Carolyn

















































