Freitag, 2. Oktober 2026

Und das war mein September 2026

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen...
 
Was für ein Monat! Gleich 3 wichtige Wahlen haben den Monat überschattet und mir tatsächlich an manchen Tagen den Schlaf geraubt.... Ich habe Menschen sagen hören, dass sie nun darüber nachdenken, ihr Bundesland zu verlassen und mit Grausen denke ich an die nächste Wahl hier in Thüringen! Aber eh' das passiert können wir erst mal auf den Monat schauen, der nun hinter uns liegt. Der war am Ende doch recht sonnig!
 
Im September....
... purzelte ich von einem Termin zum nächsten, es war so ein kunterbunter Monat!
... war ich gleich zu Monatsbeginn als Seniorenbeirätin zu einer Veranstaltung der Polizei nach Sondershausen eingeladen, wo ich eine Menge gelernt habe über diverse Trickbetrügermaschen. Als nettes Gagdet spielte das Polizeiorchester Thüringen.
 

... brauchte ich Platz in der Tiefkühltruhe und habe allerhand Beeren aufgetaut und zu Beerengrütze verarbeitet.
 

... feierte unsere Orgel ihren 140. Geburtstag, die kleine Glocke wurde 100 Jahre alt und unser Orgelverein besteht seit 20 Jahren. Genug Gründe eine ganze Festwoche einzulegen. Begonnen hatte sie schon im August und zog sich in den September hinein mit verschiedenen Veranstaltungen. Die Torte war echt lecker:
 

... und weil die Reinigungskraft der Kirche länger schon krank ist habe ich mal alle Gerätschaften ausprobiert, die es dort so gibt und kenne mich jetzt bestens aus mit Mülltonnenentsorgungsterminen, dem Geschirrspüler usw. Man hat ja Zeit als Rentnerin! *lach*
 

... reiste die Tochter hier an, leider nur mit einem Kind, das andere kränkelte, und gemeinsam sind wir zur Hochzeit meines Bruders gefahren. Was für ein schönes Fest, das natürlich gleichzeitig auch ein Familientreffen ist. Ja, sie haben JA gesagt. Dieses Geschenk musste ich fotografieren, ich fand es echt witzig: 
 

Ich selbst habe den Quilt verschenkt, der rechtzeitig fertig war und den ich Euch immer noch nicht in voller Schönheit gezeigt habe. Mach' ich noch, versprochen. Der Monat war einfach zu wild.... 
... hatte ich aus dem Nähzimmer einen schönen Blick auf die Tomaten, die längst die Dachrinne erreicht haben.
 
 
... war bis jetzt noch kein Ende der Tomatenernte abzusehen. Es gibt immer noch reichlich in allen Farben!
... haben sich auch die Zuccini noch mal irgendwie erholt. Die Ernte in den heißen Sommermonaten hielt sich in Grenzen, aber im September haben sie noch mal richtig losgelegt.
... gab es unglaublich viele Pfirsiche! Davon hatte ich Euch hier schon erzählt.
 

... waren wir zum Tag des offenen Denkmals auf Schloss Birkenfeld. Der Graf zu Ortenburg höchstpersönlich und seine Frau führten durch das Schloss. Es hat uns gut gefallen, aber wenn man so "hinter den Kulissen" hört, was es bei dem Erhalt solcher Gebäude für Hürden und Hindernisse gibt, wie oft der Statiker ins Haus kommen muss und wo sich überall Risse auftun.... Nein, da möchte ich kein Schloss besitzen!
 

... waren wir "in den Äpfeln". Das Straßenobst des Kyffhäuserkreises soll ja nicht verkommen... ;-)
Und auch wenn es dieses Jahr eine eher schlechte Apfelernte gab, sehr früh, sehr trocken, sehr madig, sehr wenig... reichte es für viele Gläser Apfelmus, Marmelade, Grütze.... Und wieder stand ich jeden Tag in der Küche! *lach*
 

... war ich zur Verabschiedung einer früheren Kollegin in den Ruhestand eingeladen. Ach, wollen Sie nicht kommen? S. würde sich bestimmt freuen! Und könnten Sie vielleicht eine kleine Rede....? - *lach* - ja, ich konnte! 
... konnte ich auch den Birnen nicht widerstehen. Davon gibt es dieses Jahr reichlich und ich habe mich über ein früheres  Geschenk meiner Kinder dieses Jahr wieder besonders gefreut: es gibt getrocknete Birnen!
 
 
... habe ich seit vielen Jahren mal wieder Holunderbeersuppe gekocht. Nur für mich. Mit Orangensaft und Apfelstückchen und Sago drin. Wir haben als Kinder immer Froscheier dazu gesagt. Das war soooo lecker! Und ein bisschen Holunderbeersaft habe ich mir auch eingekocht. Dieses Vergnügen soll nicht einsam sein!
 

... war ich kurzentschlossen Einlassdienst beim Orgelkonzert zum Bauernmarkt. Hier ist im September immer ein richtig großes Volksfest mit vielen irdischen Vergnügungen. Aber unsere Kantorin bietet jedes Jahr am hellerlichten Vormittag ein kleines Orgelkonzert an, das auch dieses Jahr wieder sehr gut besucht war.
... habe ich zu einer Generalprobe mal einen Blick von hinten auf das Orchester fotografiert 
 
 
... hat unser Chor gemeinsam mit Solisten und dem Lohorchester Sondershausen die Telemann-Kantate Die Tageszeiten aufgeführt. Monatelang haben wir fleißig darauf hin gearbeitet. Eine außergewöhnliche Musik, die anlässlich des Zachariäe-Festjahres hier in Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Frankenhausen aufgeführt wurde. Denn der damals schon hochbetagte Telemann hatte Texte eines jungen, wilden Dichters vertont. Der Chor hat in dieser Kantate nur vier Stücke zu singen, zu jeder Tageszeit eins, aber die waren "sauschwer"! Umso schöner war es, dass alles geklappt hat wie am Schnürchen!
... musste/durfte ich innerfamiliär einen Einzug ins Pflegeheim begleiten. Das ist aufregend, auch mental anstrengend, weil man immer noch versucht, diesen Moment hinauszuzögern. Ich kannte das ja hinreichend von Berufs wegen, aber das Gefühl als quasi-Verwandte zu erleben, ist wieder noch mal etwas ganz anderes. So oft ich konnte war ich die ersten Tage im Pflegeheim, was immer mit Reiserei verbunden ist. Aber wenn wirklich alle den Leitspruch bedenken, können wir wohl beruhigt sein.
 

... haben wir begonnen, die Wohnung aufzulösen. 1000 Teile raus - gute Nacht!
... mussten wir Weinverkostung machen weil der Supermarkt unsere Hausmarke nicht mehr anbietet. Man ist schon gestraft, kann ich Euch sagen! *lach*
 

... war ich als ehrenamtliche Helferin in "meinem" Pflegeheim zum Oktoberfest. Der Förderverein hat auch dieses Jahr wieder eine Blaskapelle spendiert, es gab Grillhähnchen und Brezeln und Erbensuppe, herrliches Wetter und gute Laune. 
 

Aber wenn alles erst hingeräumt, dann serviert, dann wieder alles verräumt ist, ist man auch platt! *lach*
... waren wir im Wald, um Pilze zu finden, aber es gab keine. Dafür habe ich beim Umgraben vom Kartoffelbeet reichlich gefunden! Es sind graue Wulstlinge, die leider niemand essen möchte.
 

... habe ich unterwegs beim Kürbisbauern angehalten und mir ein bisschen Herbstdeko besorgt. Der hatte gerade Kürbisfest gehabt und die Auslagen waren nicht mehr ganz so prall gefüllt wie sonst manchmal.
 
 
.... haben wir eine kleine Wanderung in den Hassbergen gemacht und auf dem Weg eine Blindschleiche getroffen
 

... sind wir danach in einem typischen fränkischen Biergarten eingekehrt. So was gibt es bei uns am Kyffhäuser nicht!
 

Tja, Ihr Lieben... seid Ihr noch da oder seid Ihr im Biergarten hängen geblieben? Ihr müsst nicht über den langen Text und die vielen Bilder jammern - ich musste das ja auch alles schon erledigen/erleben/machen... *lach*
 
Nun lassen wir es im Oktober ganz bestimmt ein bisschen ruhiger angehen.... oder - wenn ich so in meinen Kalender gucke - vielleicht doch nicht? Oktober, ich freue mich jedenfalls auf Dich, denn im Kalender stehen schöne Sachen! 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Auf die Reste - fertig - los! im Oktober

Heute startet die neue Reste-Party.
 
 
Im September habe ich sehr wenig genäht. Also war es mit den Resten auch nicht so prall.
Doris dagegen war richtig fleißig und hat zum Beispiel diese tollen Stiftemäppchen genäht.
Das könnte doch glatt mal mein Projekt für den Oktober werden! 
 
Außerdem möchte ich gern noch eine Tasche nähen. Mal sehen, ob das was wird...

Die neue Reste-Party startet jetzt. Hier könnt Ihr Eure Resteprojekte den ganzen September über verlinken. Ich freue mich auf Eure Ideen!

 

 

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Mittwoch, 30. September 2026

Mein 12tel Blick im September

Wir haben gemäht! Es ließ sich nicht mehr umgehen weil nun die Ahornblätter in die Wiese fallen. So hoch wie sie stand konnte man nicht harken. Also musste gemäht werden:
 

Nun muss man ziemlich genau hinsehen, damit man überhaupt was sieht! *lach*
Aber an der Mauer steht das hohe Kraut noch. Allerdings gibt's dort nichts wirklich Schönes zu sehen. Alles was da steht, ist trocken. 
 

Gleich vorn im Bild steht eine Rispe, über die ich sowieso mit Euch mal reden wollte. Wisst Ihr, was das ist?


Ich dachte ja immer, ich hätte es als Kind gelernt: es gibt Breitwegerich und Spitzwegerich. Tja.... diesen Sommer musste ich mich eines Besseren belehren lassen! Denn das, was auf unserer Wiese zu Hauf wächst ist der

Mittlere Wegerich
 
Mittlerer Wegerich, auch: Weidewegerich (nach seinem häufigen Standort), Plantago media
Familie: Wegerichgewächse
Blütezeit: Mai bis September
Höhe: 15 bis 50 cm, 
Wurzel: Flachwurzler
Vorkommen: in ganz Europa verbreitet, in Norddeutschland seltener, nur lokal häufig. Hier bei uns ist offenbar "lokal"
Magerwiesen, Halbtrockenrasen, Wegränder, bevorzugt trockenen, kalkreichen Boden
Häufigkeit: häufig
 

Die Pflanze ist ab Juni etwa eine deutlich sichtbare Pflanze auf unseren Wiesen. Da schiebt sie ihre langen Blütenstängel.
Blätter: die Pflanze ist mehrjährig. 
Die Blätter stehen in einer fast auf der Erde aufliegenden Rosette und sind 9 bis 17 cm lang. Sie sind breit und elliptisch, weißlich behaart und gehen in einen breiten Stiel über. Die Blattbreite ist das Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Wegericharten. Sie liegt zwischen Breit- und Spitzwegerich.

 
Die jungen Blätter scheinen schmaler, die älteren breiter.
 
 
Inzwischen haben manche Blätter eine schöne Herbstfärbung
 
 
Blüten: 
Die Blüten bilden einen 2 bis 6 cm langen, ährenförmigen Blütenstand auf einem blattlosen Stengel. Sie sind winzig, weißlich mit deutlich sichtbaren oft rosa oder lila Staubfäden. 
 

Bei der Reife bildet sich eine feste "Walze", die wir jetzt auf unserer Wiese reichlich zu stehen haben.



Verwendung: junge Blätter essbar in Wildgemüse, Salat, Suppen, Kräuterquark
Wissenswertes: 
Die Pflanze ist eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten bis in den Herbst hinein.

 
Und natürlich machen wir auch dieses Mal Wiederholung:
Die Gemeine Braunelle blüht immer noch auf winzigen Stengeln mit kleinen Blütchen:
 

Ehrenpreis konnte ich keinen finden.
Das Balkan-Windröschen ist ebenfalls verschwunden. 
Das Wiesenlabkraut hab ich nicht fotografiert, es trocknet gerade vor sich hin
Weißklee und Rotklee sind verblüht, aber an manchen Stellen gibt es Neuwuchs.
 

Die wilde Möhre beeindruckt immer noch mit den trockenen Blütenständen

Und das Gewöhnliche Bitterkraut schickt seine Samen in die Welt.
 
 
Diese Kräutlein kennen wir nun schon:

Mittlerer Wegerich 
 
Nun schauen wir noch auf die Jahresübersicht.
Die Wiese: 
 

Und die Mauer:
 

Verlinkt wird bei:
Eva Fuchs in der Sammlung der Jahresblicke 
den Jahresprojekten der Zitronenfalterin
 
Quellen:
Natura, abgerufen am 30.09.2026
wikipedia, abgerufen am 30.09.2026 
Aichele/Golte-Bechtle: Was blüht denn da, 56. Auflage 

 

Dienstag, 29. September 2026

Crossovertasche Keely Gr. M und eine Reihenfolgenüberlegung

Es ist ja schon eine Weile her, dass ich die Crossovertaschce Keely in Gr. S genäht hatte. Hier könnt Ihr das noch mal nachlesen. Die ist ja wirklich nett, aber ein bisschen klein.
Zweiter Versuch in Größe M. Hierfür habe ich den Breitcord rausgekramt und mit einem festen, aufbügelbaren Vlies verstärkt, an dem nix dran steht. Ich kann mich nicht mehr erinnern, aber eventuell ist es Decovil light? Es verleiht dem Stoff jedenfalls eine schöne Festigkeit und ließ sich trotzdem gut nähen.
 

Entgegen der Anleitung habe ich dieses Mal die Reihenfolge der Nähschritte geändert. 
 
Eigentlich ist die Empfehlung diese:
  1. RV an das Vorderteil nähen
  2. RV schmalkantig absteppen
  3. Seitenteile annähen 
  4. die Falten in das Vorderteil einlegen
  5. vorbereitete Rückseite an die Unterkante des Vorderteils nähen, dabei die Gurtschlaufen mitfassen
  6. Rückseite an die obere RV Kante nähen
 
Das hat einen Nachteil: man kann die obere RV Kante nicht mehr schmalkantig absteppen weil die Tasche dann schon komplett geschlossen ist. Schaut Euch das hier gern noch mal bei dem kleinen Modell aus Jeans an - unterhalb des RV ist eine Steppnaht, oberhalb nicht:
 

 
Meine Reihenfolge bei diesem Cord-Exemplar war so:
  1. RV an das Vorderteil nähen
  2. RV schmalkantig absteppen  
  3. Seitenteile annähen
  4. die Falten in das Vorderteil einlegen
  5. vorbereitete Rückseite an die obere RV Kante nähen
  6. schmalkantig absteppen
  7. Unterkante schließen, dabei die Gurtschlaufen mitfassen.
 
Das hat prima geklappt und ich bin sehr froh, dass ich das ausprobiert habe, denn so liegt das Futter im "überhängenden Dach" der Tasche viel besser und es sieht von außen auch schöner aus, gerade wenn man mit so einer Jeanssteppnaht arbeitet wie ich bei dem kleinen Exemplar.
 

Gewendet wird in jedem Fall durch die Unterkante der rückwärtigen Tasche, was man sich ja eigentlich überhaupt nicht vorstellen kann. Aber das funktioniert auch bestens. 
Auch von innen gefällt mir das mit Steppnaht in der Klappe besser... 
 

... als ohne: 
 
 
Mit dieser Größe M bin ich sehr zufrieden. Sie hat ihre Feuertaufe auch schon bestanden. Es passt locker eine 0,5 Liter Wasserflasche rein samt Telefon, Schlüssel, kleiner Geldbörse, Taschentüchern. Eben alles, was man so braucht unterwegs.
 

Allerdings offenbarte sich ein Problem - die Gurtschlaufen sind zu lang, so dass der D-Ring verrutschen kann:
 

Das ließ sich mit einer Zusatznaht, die eng am D-Ring läuft aber gut korrigieren:
 

Die Einstecktasche innen bewährt sich bei der Nutzung auch für Eintrittskarten, Führerschein, Papiere bis A6, Notizzettel.... 
 

Sie reicht so weit hoch, dass sie fest anliegend an der Rückseite und damit geschlossen bleibt. Allerdings habe ich sie auch mit Vlies verstärkt.
 
Schnitt: Keely von Pattydoo, Gr. M
Größe: 
Gewicht: 205 Gramm
Oberstoff: Breitcord von Stoff&Stil
Vlies: Decovil light???
Futter: aus dem Bestand
Gurtband: 3 cm 
 
Verlinkt wird bei Taschen und Täschchen bei maritabw 

Montag, 28. September 2026

Ein neues Gurtpolster

Der Schuster hat immerdie schlechtesten Schuhe, sagt man. Mir geht es auch manchmal so. Nicht die Schuhe, aber das Gurtpolster vom Auto ist schon länger wirklich unansehnlich. Alle Kanten sind "durch".
 

Nun gibt es endlich ein neues:
 

Um den Gurt herum wird es mit KamSnaps verschlossen.
 

Genäht habe ich nach den gleichen Maßen und deshalb passt es auch wieder prima. 
Das Futter hat es nicht auf's Foto geschafft, das stammte von meinem Restestapel. Wieder was weg....
 

Freitag, 25. September 2026

Freitagsblümchen in KW 39

Unsere Freitagsblümchen sind mir im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg gelaufen. Wir waren "in den Pilzen" - aber es wurde nicht ein einziger gesichtet. Dafür kamen wir an einem Feld mit Lein vorbei.
 

So etwas hatte ich seit Jahren nicht gesehen. 
 

Der Lein hatte viele Kapseln und nur wenige Blüten, aber dieser Hauch von Blau-violett - einfach zauberhaft!
 

Dazwischen standen einzelne Inkarnat-Klee-Pflanzen. 
 

Da musste ein Strauß mit! Gepflückt hat ihn Herr B. während ich nur so in der Gegend herum fotografierte. Und nun schmückt er unseren Küchentisch.
 

Die Freitagsblümchen dürfen zu Astrid in die Sammlung.