Samstag, 25. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (8): Maastricht, Niederlande

Wir konnten wirklich nix dafür - auf der Reiseroute Richtung nach Hause lag es einfach direkt vor uns: Maastricht. Und wenn man da noch nicht war, muss man eben anhalten. 
Maastricht liegt im untersten Zipfel von den Niederlanden. Wir parken hinter dem Bahnhof und laufen gleich mal durch den Bahnhof hindurch, um in die Stadt zu kommen. Schon hier freuen wir uns an den Details des Bauwerks von 1850 etwa.
 

Wir schlendern gemütlich durch die Altstadt und das Wyck-Viertel von Maastricht. Was für schöne Häuser! 
 

Maastricht hat angeblich 1675 unter Denkmalschutz stehende Gebäude. 
 

Einige davon mit schönen Jugendstilelementen, 
 

viele aus dem 17. und 18. Jahrhundert. 
 

Auffallend die Hausschilder, die als Hausnummer fungierten. Aber für die brauche ich noch einen extra Post, das war wirklich sehr besonders und sehr beeindruckend.
 

Die Stadt ist voller flanierender Menschen. 
 

Und die Straßencafés genauso voll.
 

Die Geschäfte bieten kuriose Dinge an, ein Laden voller Quietscheenten, 
 

eine Drogerie, aus dem letzten Jahrhundert gefallen... 
 

Bonbons, Waffeln, schrille Klamotten... 
 

In einem Laden gibt es 3D-Bastelsets, an der Nähstube kann ich nur schwer vorbei! *lach*
 

Ein Sandküstler modelliert eine säugende Hündin, so echt, dass man zweimal hingucken muss. 
 

Wir schlendern über den Wochenmarkt. Die Blumen sind extrem günstig und werden Armvollweise verkauft. Schaut mal, was auf dem Schild bei den Iris steht.
 
 
Auch das Pflanzenangebot war sehr verlockend, zum Glück hatten wir keinen Korb und keine Klappkiste dabei!
 

Wir trinken in einem putzigen "Fahrrad-Internet-Cafe" einen sehr leckeren Latte 
 

und laufen dann weiter durch die Straßen Stadt. Soo tolle Gebäude! Mir gefallen besonders gut die alten Ladeneingänge. Die Häuser sind oft sehr schmal: eine Ladentür und ein Schaufenster breit. 
 

Die alten Holzrahmen waren bei vielen Häusern ein echter Hingucker.
 

Und auch ein Blick nach oben hat sich oft gelohnt.
 

Zum Glück hatte ich die Digitalkamera dabei. 
 

Mit meinem Handy kann ich nämlich solche Aufnahmen nicht machen.
 

Lange Rede - kurzer Sinn: wenn Ihr mal an Maastricht vorbei kommen solltet - haltet unbedingt an! Diese Stadt ist jeden Stopp wert... 
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Dinant, Belgien 
Gent Innenstadt, Belgien 
Maastricht, Niederlande 
 

Freitag, 24. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (7): Arboretum Bokrijk (Belgien)

Eigentlich wollten wir auf unserer Osterreise nach Brügge und ans Meer. Aber wir hatten uns so gemütlich durch die Ardennen geschunkelt und in Gent hatte es uns so gut gefallen, dass wir uns das anders überlegt haben. Herr B. war zudem schwer erkältet und hatte auf Meer so gar keine Lust. Dafür hatte es uns mit dem vorweggenommenen Frühling im Arboretum Lenoir und im botanischen Garten Gent so gut gefallen, dass wir lieber noch mal ein Arboretum besuchen wollten. Was lag näher als das direkt auf unserer Rückreisestrecke liegende Bokrijk? - Nix....
Der Parkplatz war brechend voll und wir bekamen schon einen Schreck, aber es zeigte sich, dass die vielen Menschen im direkt benachbarten Freilichtmuseum unterwegs waren. Im Arboretum waren wir mit den vielen Pflanzen quasi allein. Und das war so toll!
 

Über 1000 Magnolien soll es hier geben und sie blühten gerade ganz zauberhaft und in vielen Farben!
 

Die Größe der Blüten und Blätter war teilweise sehr beeindruckend. 
 

Schaut Euch mal dieses Blatt an!
 
 
So ein wildes und urwüchsiges Arboretum haben wir noch nicht gesehen. Die Erde wirkt feucht, sandig und die Bäche sind Eisenhaltig. 
 

Es gibt lustigen Bambus, der abwechselnd auf der einen und der anderen Seite einen grünen Streifen hat.
 

Auch die zahlreichen Kamelien geben gerade ihr Bestes. Zwischen hohen Bäumen bilden sie quasi das Unterholz. 
 

Wunderschöne Bodendecker und "alte Bekannte" aus dem Arboretum Lenoir begeistern uns ebenfalls. Noch einmal der Amerikanische Stinktierkohl:
 

Auch die vielen Rhododendren waren schon sehr weit mit ihrer Blüte.
 

Die feuerroten Eicheln fallen uns auf, die in Mengen auf der Erde unter den Bäumen liegen. Wir lernen, dass keimende Eicheln häufig diese Färbung annehmen. Das war uns bisher noch nicht aufgefallen. Die Rotfärbung entsteht durch Pigmente, die als "Sonnenschutz" dienen, da die Pflanze im Keimstadium noch kein Chlorophyll ausbilden kann. 
 

Ein ganz wunderbarer Tag war es! Frühling ist jedes Jahr wieder ein Geschenk....
 

Abends stellten wir uns auf einen großen Parkplatz am Rand von Laneken vor Maastricht. Dort haben wir eine ruhige Nacht verbracht.
 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
Dinant, Belgien 
Gent Innenstadt, Belgien 
Arboretum Bokrijk, Belgien 

 

Donnerstag, 23. April 2026

Welttag des Buchs

Ab heute gibt's bei Amberlight Label eine Verlosung anlässlich des heutigen Welttag des Buches.
Falls Euch das interessiert...
 
 
 
Verlost wird dieses Buch - hochaktuell, finde ich...
 
 

Schwarze Blätterreste werden zu einem Täschchen

Ich reise nicht nur - ich nähe auch... ;-)
Erinnert Ihr Euch an die schwarz-rote Pipps? Da hatte ich vor ein paar Wochen aus meinem Karton mit Stoffen vom Möbelschweden ein unförmiges Reststück von dem schwarzen Stoff mit weißem Blätterdruck gefischt und es war klares Ziel, diesen restlos zu verarbeiten. Nach der Pipps war aber noch was da. Ich lege dann immer verschiedene Schnittteile auf und probiere rum, was wie am besten passt.
Jetzt hatte ich mich für eine Kosmetiktasche von Lillesol & Pelle entschieden. 
Problem war nur, dass dem einen Teil unten ein Stück fehlte. Kein Problem mehr, wenn ich dieses Stück dem anderen Teil zugeben kann... ;-) 
Damit ich beim Nähen nicht durcheinander komme habe ich die beiden Teile als erstes mal zusammen genäht. Das Vlies - ein seltsamer Industriefilz, übrig geblieben von hier - habe ich gleich durchgängig zugeschnitten. 
Dann kam das für diesen Stoff schon erfolgreich erprobte Quilten der Blätter mit Quiltfuß und weißem Garn. 
Als Futter habe ich ein ziemlich gut passendes Reststück eines früheren Kinderkleidchens verwendet:
 

Wenn etwas so gut aufgeht bin ich immer sehr zufrieden... *lach*
Dieses Mal habe ich zur Aufhübschung auf die weißen Flecken des Musters rote Knötchenstiche gestickt:
 

Der rote Reißverschluss und ein roter Zipperanhänger passen da gut dazu.
 

Der Lillesol&Pelle-Schnitt macht einen schönen breiten Boden.
 

Das rote Futter ist schön knallig.
 

Dass der Stoff am Boden bei dem einen Teil nicht reichte, sieht man nur wenn man den Boden ganz genau anschaut:
 

Nun ist immer noch etwas übrig von dem schwarzen Blätterstoff, aber nicht mehr viel. Da fällt mir noch was ein... 
 
Schnitt: Kosmetiktasche von Lillesol & Pelle
Größe: 16 x 11 x 7 cm 
Gewicht: 43 Gramm
Außenstoff: Reste vom Möbelschweden
Vlies: Industrievlies, Rest, geerbt
Futter: Rest von einem Kinderkleid
 
Verlinkt wird bei

Mittwoch, 22. April 2026

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 17: förmlich NIX

Mittwoch ist's. Zeit, um über das Entrümpeln zu reden.    


Leider, leider habe ich zu diesem Thema aktuell so gar nichts zu sagen! *lach*
Ich bin anderweitig so sehr beschäftigt, dass sich die Gedanken nicht auf das Entrümpeln lenken lassen wollen...
Lediglich zwei Pflanzen wurden verabschiedet, die den Winter nicht oder nicht gut überlebt haben.
Ein Alpenveilchen, das nicht wieder ausgetrieben hat und ein trockenes Palmendingens, das ich geschenkt bekam, dem unsere trockene Heizungsluft nicht bekommt, das immer Spinnmilben hat und mich wahnsinnig macht! Das durfte einfach gehen, muss sich hier nicht mehr rumquälen.
 

Die Töpfe durften gleich mit gehen. 
 
Verabschiedet wurden
2 Pflanzen 
2 Blumentöpfe
4 Teile gesamt 

Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Dienstag, 21. April 2026

Unser Osterurlaub 2026 (6): Gent MSK und Botanischer Garten

Wir bleiben noch einen Tag in Gent und fahren vom Campingplatz mit Bus und Straßenbahn zum Museum der schönen Künste (MSK). Gleich um die Ecke liegt der botanische Garten der Universität, das trifft sich gut.
Das Museum der schönen Künste ist das älteste Museum Belgiens. Untergebracht ist es in einem modernen Gebäude mit tollen Lichtkuppeln. 
 

Die Werke stammen aus allen Epochen zwischen Mittelalter und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 
 

Werke von Hieronymus Bosch, Anthonis van Dieck, René Magritte, Pieter Brueghel, dem Jüngeren, van Eyck und vielen belgischen Künstlern, die ich nicht kenne.
 

Auch sehr beeindruckende Plastiken gab es zu sehen. Eine Mutter beweint ihr totes Kind von George Minne:
 

Da guckte sich so manches Bild leichter an!
 

Und an so manchem Gemälde gab es eine Übersetzung für diejenigen, die gar nicht gucken können:
 

Hier im Museum wurde/wird der berühmte Genter Altar restauriert und man konnte einen Blick in das Atelier werfen, in dem an diesem Tag aber nicht gearbeitet wurde, durfte aber trotzdem nicht fotografieren. 
Witzig war die Schülerkunst: Schuhe ausschließlich aus Papier und Klebestreifen: 
 

Vom Museum sind wir zum botanischen Garten gegangen. Das war wie ein Ausflug in die Sommerfrische. Im Tropenhaus konnte man es vor Hitze nicht aushalten und draußen auf den Wiesen lagerten überall Studenten. 
Die Strauchpäonien blühen in voller Schönheit, 
 

die Kamelien treten in Wettstreit miteinander, 
 
im subtropischen Haus blühen die Kakteen. 
 

Ich hatte noch nie eine Fledermausblume (Tacca chantrieri) gesehen. Ganz auffällig sind die fast schwarzen Blüten mit ihren langen "Bartfäden". Man kann sie aber nur im feucht-warmen Klima eines Warmhauses halten.
 

Draußen bewundern wir eine Trillium mit den großen dreilappigen Blättern. 
 

Eine riesige Wasserzypresse beeindruckt uns ebenfalls.
 

Wieso haben wir zu Hause im Garten eigentlich keine wilden Tulpen?
 

Dieser Tag war noch auf andere Weise ganz bezaubernd, denn wir haben ein bisschen vom Jugendstil in Gent getroffen.
 

Rein zufällig kamen wir auf dem Weg von der Straßenbahnhaltestelle zum Museum an wundervollen Häusern vorbei.
 
Das begeistert uns beide immer wieder, mit wieviel Sinn für Schönheit in diesen Jahren gebaut wurde.
 

Mehrkosten beim Bauen für "schön völlig ohne Zweck" waren irgendwie selbstverständlich. Da sind wir wohl inzwischen einfach zu geizig geworden.... 
 

 
Unsere Osterreise 2026:
Vianden, Luxemburg
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Gent, MSK und botanischer Garten, Belgien