Mittwoch, 28. Oktober 2026

Der Einkaufsbeutel Heinrich - genäht in Plön

Ich wollte schon immer mal Heinrich kennenlernen. Als Nana neulich wieder so ein schönes Exemplar gezeigt hat stand es für mich fest: wenn ich in Plön bin nähe ich einen Heinrich. Mindestens einen. Das war ein fester Plan! Wahrscheinlich habt Ihr alle schon mal einen Heinrich genäht - nur ich nicht.....
Der Schnitt ist ein Freebee von WasEigenes und dort gibt's auch eine Anleitung zum Nähen.
Angefangen habe ich mit einem Halbpanama, der schon sehr gut abgelagert ist. Die Dackel sind einfach wie gemacht für so ein flächiges Projekt.
 

Das Nähen geht flott. Theoretisch ist Heinrich eine Wendetasche, aber ich habe mich klar für eine Innen- und eine Außentasche entschieden. Die Innenseite ist eher simpel.
 

Und weil es so schön war habe ich gleich noch einen zweiten Heinrich genäht. Dieses Mal hat das Futter eine Reißverschlusstasche bekommen.
 
 
Die Innentasche habe ich ein bisschen knapp angesetzt und dachte einen Moment: oh Schreck, das wird am oberen Rand aber knapp.... aber dann fiel mir eine ganz einfache Lösung dafür ein - ich habe das Taschenfutter dann einfach mit der oberen Naht beim Reißverschluss einnähen mit gefasst. Hat super funktioniert.
 

Da bin ich mir noch nicht sicher, was nun schlauer ist - mit oder ohne Innentasche. Bine von WasEigenes sagt: dünne Stoffe, kein Vlies, keine Innentasche damit der Beutel leicht ist und gut gefaltet werden kann. Der Stoff ist ein seltsamer Fund im Nähzimmer gewesen. Ein schmaler Streifen einer Bettwäsche, die aus irgendeinem Grund von irgendwem schmaler gemacht wurde. Ich kann mich nicht erinnern. In unserem Haushalt gibt's die jedenfalls nicht....
 

Mein zweites Exemplar ist wieder aus einem Dekostoff, der an sich ein bisschen Stabilität mit sich bringt, da wird vielleicht eine Reißverschlusstasche gerne genommen?
 

Der Stoff ist gut abgelagert und stammt vom Möbelschweden. Witzige Motive...
 

Eigentlich sind ja alle Taschen, die ich in Plön genäht habe, für unseren Adventsmarkt im Pflegeheim bestimmt. Aber dieser Heinrich will vielleicht doch bei mir bleiben... 
Für beide Beutel habe ich 4 cm breites Gurtband verwendet. So ist es in der Anleitung von WasEigenes auch vorgesehen und optisch passt das gut. Aber die NZG, die im Schnitt enthalten ist, ist dafür ein bisschen knapp. Das werde ich beim nächsten Zuschnitt bedenken.
Der Heinrich war jedenfalls ansteckend... die Tischnachbarin in Plön hat auch gleich einen genäht! ;-) 
 
Größe: 55x43 cm
Gewicht der beiden Beutel: 378 Gramm
Außenstoff: StoffStil (Dackel), Möbelschwede (Pflanzen auf Blau)
Vlies: ohne
Innenfutter: Buttinette (Dackel), Reststück einer Bettwäsche vom Möbelschweden (Pflanzen auf Blau) 
Gurtband: Nähkaufhaus 

Dienstag, 27. Oktober 2026

UFO No.8/2026: die Stella pleated Bag

Gefunden hatte ich dieses UFO zu Jahresbeginn in einer Schachtel mit Stickmaschinenzubehör. Ich konnte mich überhaupt nicht an diese Tasche erinnern. Der Start muss mindestens 10 Jahre her sein, eher 12. Und ich wusste auch nicht mehr, warum dieses Projekt nicht fertig gestellt hatte. 
Das war die Ausgangslage: 
 

Zugeschnitten war. Der Stoff ist ein bedruckter Jeansstoff, sehr hübsch eigentlich. (aus dem gibt's ja auch noch ein Rock-UFO...) Manche Teile waren mit Vlies hinterbügelt. In einem Teil waren mit ganz vielen Stecknadeln Falten gesteckt. Die Anleitung war zum Glück dabei, die Schnitteile auch. Nun hätte es eigentlich losgehen können, aber das Faltenteil passte nicht an das darüberliegende Bogenteil. Noch mal gemessen, noch mal überprüft, noch mal nachgelesen, noch mal neu gesteckt.... ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte - das Faltenteil passte nicht. Fast hätte ich das ganz Projekt im Müll versenkt, aber dann habe ich die Teile doch zusammen genäht und alles, was zu viel war, einfach abgeschnitten. Wegwerfen kann man immer noch, dachte ich.... Und so ein Nähtreffen hilft ja manchmal einem zähen Projekt auf die Beine!
Die Klappe sah schlüssig aus und ich habe ihr genau am vorgesehen Punkt den Magnetknopf verpasst. Auf dem Innenstoff war schon H250 aufgebügelt, den Außenstoff der Klappe habe ich dann zusätzlich mit H630 verstärkt. Das war eine gute Entscheidung.
 

Auf der Innentasche war schon eine Einstecktasche, bisschen klein, aber das war halt so:
 

Das Tascheninnere guckt einen jedenfalls ganz freundlich an:
 

In die Rückseite habe ich eine Reißverschlusstasche eingearbeitet. 
 

Da habe ich leider auch das helle Taschenfutter verwendet, das guckt am Schlitz ein bisschen heraus. Ein dunkles Taschenfutter wäre da schlauer gewesen:
 

Den Taschenkörper habe ich im Nachhinein mit Gewebeschaumstoff verstärkt. Das erschien mir die beste Lösung.
 

Das Faltenteil vorn ist am Ende doch ganz gut gelungen. Die Größe passt nicht ganz. Das sieht man daran, dass die Klappe den Bogeneinsatz im Vorderteil nicht ganz überdeckt. 
 

Aber das ist nun wie es ist und ich bin heilfroh, dass das Nähtreffen in Plön diesem UFO zu einem guten Ende verholfen hat! Meine Güte! Was für ein Gemesse, Gezirkel, Gezerre.... Ich musste wirklich raus aus meiner Komfortzone....
 

Die Tasche ist eigentlich nur ein "Täschchen", denn sie hat keinen Boden und ist dadurch recht schmal:
 

Die Anleitung hat zum Nähtreffen gleich eine neue Besitzerin gefunden, denn ich glaube nicht, dass ich diese Tasche jemals wieder nähen werde. Gutes Gelingen, liebe Kirsten! 
 

Größe: 32x23x5 cm
Gewicht: 193 Gramm
Schnitt: Stella Pleated Bag (wo ich die Anleitung her hatte weiß ich nicht mehr)
Außenstoff: Jeans mit Elasthan (örtlicher Stoffhandel)
Vlies: Klappe H630 und S250, Taschenkörper Gewebeschaumstoff
Futterstoff: Buttinette aus dem Bestand 
 
Verlinkt wird bei
Bingo bei Anni im Feld Raus aus der Komfortzone 
 
 
 
 
 

Sonntag, 25. Oktober 2026

Zurück aus Plön

Ich bin zurück. Die 415 km Straße liegen wieder hinter mir. Und Plön ist für dieses Jahr wieder Geschichte.. 
Es war wieder sooo schön in Plön! Und wie immer habe ich keine Fotos gemacht.... Zum Einen natürlich weil immer Personen auf dem Bild wären, das will man ja nicht. Und außerdem hat man immerzu zu tun!
Dieses Jahr war so richtig schön-schlechtes Nähwetter. Es war Sturm und man hatte keine Lust, am See zu spazieren 
 

Dieses Jahr war die Jugendherberge ausgebucht, ganz viele Jugendliche waren unterwegs und man war sehr an seine eigene Schulzeit in der Jugendherberge erinnert.  Über Nacht hatten sich allerhand Schuhe bewegt...
 

Wir hatten eine wunderbare Nähzeit mit ausreichend Platz für jede und es ist jedes Mal schön zu sehen, welch' unterschiedliche Projekte auf den Tischen liegen. Das Nähtreffen ist völlig offen - jede kann machen, was sie möchte. Es werden Taschen genäht, Tischläufer und Quilts, Kleidung und Kuscheltiere, es wird genäht, gestrickt, gehäkelt... 
Ich hatte verschiedene Taschen und Täschchen zugeschnitten, davon erzähle ich Euch in den nächsten Tagen. Ich muss erst mal auspacken.... 
Aber ich zeige Euch schon mal, was ich geschenkt bekam, denn es hat Tradition, dass eine Kleinigkeit an eine der Nähschwestern gewichtelt wird. An wen, entscheidet das Los. Ich bekam eine selbstgenähte "Torte", schaut mal:
 

Mit "echten" Sahnehäubchen. Zuckersüß!
Die hat Melanie gemacht. Innen ist eine Dose, die gefüllt war mit 3 Longquartern, einem Reißverschluss und einem Markierstift:
 

Und weitere "Mitbringsel" aus Plön gibt es auch noch: es gab Schnipsel zu verschenken. Da konnte ich nicht widerstehen! Wir haben auch gleich in Plön angefangen, sie zu vernähen. Zeig ich Euch noch. Aber da kann ich noch viel draus machen!
 

Nun werde ich ins Bett fallen. Die Nächte im Vierbett-Zimmer unter dem Dach einer Jugendherberge im Doppelstockbett bei richtig Sturm sind nicht ganz so ungestört.... ;-) 

Donnerstag, 22. Oktober 2026

Packen für Plön

Juhuuuu! Es ist wieder mal soweit! Ich habe für das Nähtreffen in Plön gepackt. 
 

Zwar ein bisschen auf den letzten Pfiff, aber ich hoffe, in meinem reichlichen Gepäck ist alles, was ich brauchen und nähen möchte, vorhanden.
Lauter eher kleine Projekte habe ich eingepackt. Taschen und Täschchen für den Adventsmarkt im Pflegeheim möchte ich nähen. Wir werden sehen, wie weit ich komme vor lauter Gucken und Schwatzen...
Hach, ich freue mich! Zwischen den drei fröhlichen Tagen mit lauter netten Nähschwestern in der Jungendherberge Plön und mir liegen allerdings noch 415 km Straße. Gleich morgen früh geht's los und wenn ich wieder zurück bin werde ich berichten.

Stifte-Stiftemäppchen

Bei Doris hatte ich das Stiftemäppchen ist Stiftform gesehen und war gleich verzaubert. 
Eine Anleitung hatte ich nicht, aber manchmal hilft einem ja der Zufall. Denn ich hatte auf meinem Restehaufen ein Stück Stoff für ein Täschchenfutter, das war gerade 20cm breit:
 

Also habe ich mit diesem Maß gearbeitet, das geht für Stifte gut. Zuerst habe ich Streifen auf ein Stück Vlies in 18 cm Breite gesteppt. So Pi mal Daumen, dass es noch eine schöne Stift-Spitze ergibt. 
 

Aus hellem Stoff wurde das "Holz" und natürlich eine grüne Spitze. Die könnte ein bisschen größer sein. Beim nächsten Mal...
 

Ich dachte, ich mache es besonders schlau und nähe den Reißverschluss nur an der geraden Kante ein, nicht wie Doris bis an die Spitze. Das ist mir beim Übergang zur Schräge aber nicht so gut gelungen. Da müsste ich noch ein bisschen üben.... 
 

Inzwischen habe ich auch eine Anleitung bei Bernina gefunden, vielleicht probiere ich den nächsten Stift mal nach der? 
 

 
Größe: 21,5 x 9 cm
Gewicht: 26 Gramm
Außenstoffe aus der Restekiste, 9 Streifen a 18x3,5cm
Vlies: Bodentuch, Zuschnitt 22x18 cm
Futter: aus der Restekiste
 
Verlinkt wird bei Auf die Reste - fertig - los! 

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 43: immer noch mehr statt weniger

Mittwoch ist's. Zeit, um über das Entrümpeln zu reden.     

 
Ich muss mich mal zum Thema melden - letzte Woche habe ich schon wieder geschwänzt - aber es gibt keinerlei Erfolge zu berichten! Denn es wandern von der Wohnungsräumung, mit der wir gerade unsere Zeit zubringen, immer noch Dinge in den Haushalt rein statt raus.
Noch kann ich keine genaue Zahl sagen, aber ich führe fleißig Buch!
Und ich gebe mir bei jedem Teil Mühe mit der Abwägung: Soll es bei mir wohnen? Können wir es wirklich nutzen? Kann es im günstigen Fall etwas ablösen, das älter/schlechter/nicht mehr intakt ist?
Zum Beispiel gibt es eine neue Kaffeedose. Unsere (links) hatte einen defekten Verschluss und wurde verabschiedet 
 

Und es gibt ein neues Campingbesteck. Darüber freue ich mich. Wir hatten eins mit wirklich unschön groben Laffen und Gabeln. Nun gibt's ein qualitativ besseres, vor allem nachdem ich die Holzgriffe geölt hatte. 
 
 
Meine Tortenbox hat jetzt wieder einen Henkel, das ist auch fein. Dafür konnte ich nichts anderes hergeben!
 

Das Allerbeste war allerdings die Dose mit Gummiringen! *lach*
Ich ärgere mich nämlich schon lange über die porösen Dinger, die hier rumlungern, die flogen jetzt weg!
 

4 Waschlappen rein - einer raus.... ;-)
 
 
Dafür wurden noch ein 1 Hemd und 1 Slip verabschiedet
 

 
Verabschiedet wurden:
1 Kaffeedose
19 Besteckteile
1 Knäuel Gummiringe 
1 Unterhemd
1 Slip 
1 Waschlappen
24 Teile gesamt

Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

 

 

 

Dienstag, 20. Oktober 2026

Mein Bücherregalquilt ist fertig!

Endlich. Der Regalquilt ist fertig. 
 

Lange genug hat es auch gedauert. Es brauchte erst mal wieder ein virtuelles Nähkränzchen mit Ingrid vom Nähkäschtle damit es damit weiter ging. So sehr viel war ja nicht mehr zu tun. Ich brauchte ganz viele Blättchen für meine Grünpflanze. 
 

Dafür hatte ich mir zwei verschieden große Papierschablonen gemacht und die auf zwei rechts-auf-rechts liegende Stoffstücke gesteckt. Einmal drumrum und dann auf einer Seite eine kleine Wendeöffnung reingeschnipselt.
 

Später habe ich mich entschieden, dass mir die Blätter so noch nicht gefallen und habe sie am Rand knappkantig abgesteppt. Das Blättchen-Nähen war ätzend, deshalb hat es auch so lange gedauert....
 

 
Für die Stiele habe ich Pfeifenputzer an den Rand eines schmalen Stoffstreifens gezackelt und damit den Pfeifenputzer umkleidet und mit Garn fest abgewickelt. 
 

Was besseres ist mir nicht eingefallen. Hat aber gut funktioniert. 
Diese Einzelteile habe ich dann an meinen Blumentopf drapiert. Ich wollte es plastisch haben und das ist auch gut gelungen. Schaut:
 

 
Die Blättchen habe ich als erstes an die Stiele genäht und die fertigen Ranken dann punktuell am Quilt befestigt. Hatte ich Euch eigentlich erzählt, dass ich absichtlich das Binding schon angebracht und auch oben einen Tunnel mitgefasst hatte? Die Ranken liegen da ja plastisch obenauf - anderesherum wäre es nicht gegangen. Den Tunnel hatte ich unten noch nicht angenäht damit ich die Ranken gut anbringen kann.
Das Tunnel-fertig-annähen war dann der letzte Schritt bei meiner "Bepflanzung"
 

Fast fertig..... ein bisschen Klimperkram fehlte noch. Ein Buch bekam einen eingehängtes Lesezeichen. Dafür hatte ich extra beim Nähen dort einen mit S320 verstärkten Schlitz gelassen.
 

Ein Lesebändchen bekam noch einen kleinen Engel verpasst.
 

Auch für das Fisch-Kochbuch fand sich ein passender Anhänger für das Lesezeichen:
 

Im Regal der Nähbücher hängt eine Schere:
 

An den Notenordner habe ich noch einen Notenschlüssel angenäht:
 

Und irgendeiner der Männer hat beim letzten Nachschlagen in der wissenschaftlichen Literatur  dort ein Zahnrad liegengelassen.
 

Länger überlegt hatte ich ob in einer Ecke noch eine Spinne ihr Netz baut. Das ist in unserem Bücherregal leider gar nicht so weit hergeholt! *lach*
Die Spinne hockt zum Glück irgendwo hinter den Büchern, aber es könnte mal wieder irgendwer putzen.... ;-)
 

Das Netz habe ich mit dunkelgrauem Garn auf dem schwarzen Hintergrund gequiltet. Das gefällt mir gut. So fällt es nicht zu sehr ins Auge, ist aber deutlich zu sehen... wie die Spinnennetze eben wenn das Licht ungünstig fällt... ;-)
 
Nun ist der Quilt aber wirklich fertig. Und ich bin froh, dass ich mich von Regina und Renate zu diesem Projekt habe verleiten lassen, auch wenn ich mit dem Zeitplan nicht mithalten konnte. Danke, Ihr beiden!
 
Jetzt hängt der Quilt in unserer Diele über dem Esstischund ich bin 100% zufrieden. Er verleiht dem Raum gleich ein bisschen belesene Würde... *lach*
Und ich sehe gerade, dass ich natürlich noch die Drucke in den Bilderrahmen gegen echte Familienfotos austauschen muss. Aber das mache ich, wenn Ihr nicht dabei seid... 
 

 
Und weil ich an dem wirklich lange gestichelt habe darf der Quilt jetzt zu Doris: Stich-für-Stich-zum-Ziel 
 
Größe: 138 x 105 cm
Gewicht: oh, noch nicht gewogen, das hole ich noch nach
Anleitung: ohne, unter Nutzung von freien Mustern der Fandom in stitches Bookcase-Ideen 
Stoffe überwiegend aus dem Bestand unter Nutzung vieler Reste, Hintergrund: Kona cotton
Vlies: Baumwollvlies 277
Rückseite: altes Leinenlaken aus dem Bestand