Donnerstag, 18. Juni 2026

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 25: die Geräteecke

Mittwoch Donnerstag ist's. Hihi.... Rentner verlieren den Kalender! Allerhöchste Zeit, um über das Entrümpeln zu reden.     


Es war eher eine Verzweiflungstat weil überall Pflanztöpfe herum lagen, die "übrig" waren von der Frühjahrsanzucht. Ich musste in unserer Gartenecke aufräumen. 
 

Entrümpelt hatte ich ja in den vergangenen Jahren dort schon öfter. Das meiste wird also gebraucht. Aber allerhand defekte Teile habe ich aussortiert, abgebrochene Haltestäbe, Blumentöpfe und ein Untersetzer mit Riss, diese seltsamen Pappbecher bekam ich vor vielen Jahren geschenkt, irgendwie schafft es da kein Pflänzchen rein.
 

Verabschiedet wurden:
13 Haltestäbe
5 Pflanzschalen
2 Blumentöpfe
4 Papp-Aussaattöpfchen 
1 Untersetzer 
25 Teile gesamt 
 
Und das eigentliche Ziel ist auch erreicht:
 

Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter
 

Plausch am Gartenzaun: Wollt Ihr mal unsere Tomaten sehen?

Na, Ihr da am Gartenzaun? Heute lade ich Euch ein, mal meine Tomaten mit mir anzuschauen. Kommt ruhig mal rein. Ich habe auch dieses Jahr wieder selbst ausgesät, lauter verschiedene Sorten, "die gerade noch da waren". Das war im April in der letzten Märzwoche. Sie mussten ziemlich lange in ihren Töpfen ausharren weil wir so lange nachts Temperaturen knapp an Null Grad hatten. Erst nach dem 15. Mai durften sie in ihre Töpfe.
Ich pflanze alle Tomaten in Kübel und stelle sie unter einen Dachvorsprung. Leider ist keiner der Standplätze so richtig perfekt, alle haben nur ein paar Stunden am Tag Sonne. 
Die im Holzschuppen an der Terrasse bekommen morgens Sonne:
 

Die sind schon ziemlich groß, es wird nicht lange dauern, dann erreichen sie das Dach und müssen gekappt werden.
Die daneben stehen Richtung Süden, werden aber ziemlich schnell vom Wacholder beschattet. Über die Monate werden sie auch ihre Stangen überragen. Die habe ich oben mit einem Querholz verbunden und am Dachkasten befestigt damit genug Stabilität da ist.
 

Vor dem Nähzimmerfenster gucken die Tomaten nach Westen:
 

Da ist noch viel Luft nach oben.... 
Und dann stehen noch welche an der Hauswand an der Wäschewiese. Das ist theoretisch Süden, aber es stehen Bäume davor. Hier gibt es mein neues "Tomatenhaus". Das hat zwar noch kein Dach, ist aber schön stabil. Wir haben ein altes Pavilliongerippe genutzt, das ist uns zugelaufen. Sehr schick, oder?
 

Die ersten Tomaten blühen inzwischen.
 

Ich bin sehr gespannt und natürlich ungeduldig. Wie werden sie dieses Jahr werden? Wie werden die neuen Sorten schmecken? Bis wir uns darüber unterhalten können wird allerdings noch allerhand Zeit vergehen. Bis dahin muss ich aufpassen wie ein Schießhund: die Seitentriebe schleichen sich manchmal so still und heimlich daher, dass man es gar nicht merkt.
 

Und was machen Eure Tomaten so? Wachsen sie schön? Holzstöcke oder Tomatenstäbe? Haus oder Freiland? Erzählt mal!
 
Verlinkt wird bei Frau Frieda beim Plausch am Gartenzaun.  
 
 

Dienstag, 16. Juni 2026

Manche Dinge brauchen einen neuen Sinn im Leben!

Beim Aufräumen im Kleiderschrank begegnete mir dieses Täschchen. Ich hatte es vor vielen Jahren genäht, um vor einem Zahnarztbesuch mein Zahnputzzeug mit in den Betrieb zu nehmen. Vollzeitjobler haben immer Probleme mit ihren Terminen! ;-)
Jetzt hatte ich das Täschchen in der Hand und plötzlich war mir klar, dass ich das nie wieder brauchen werde. Jetzt kann ich immer von zu Hause aus zum Zahnarzt gehen.... Also braucht das Täschchen einen neuen Sinn im Leben.
Das war die Ausgangslage:
Ein Täschchen mit Aufhängeschlaufe (für die Türklinke im Personal-WC)
 

Innen mit Wachstuch gefüttert, unten mit abgenähten Ecken. Da im Wachstuch Wendeöffnungen immer schwierig sind, hatte ich das Täschchen oben von innen einfach abgezackelt. Oben war es flach.
 

Mit einem beherzten Schnitt war die obere Kante abgetrennt. Dabei fiel logischerweise auch die Handschlaufe ab.  Dann habe ich oben eine neue Naht gesetzt und mit der Overlock versäubert und die Ecken abgenäht wie auf der anderen Seite.
 

Das ist nicht so besonders schön, aber das Thema Wendeöffnung im Wachstuch hat sich ja nicht geändert.
Nun ist aus dem eher flachen Etui eine Boxy-pouch geworden. 
 

Da kann jemand anderes jetzt Stifte darin aufbewahren, dafür würde sie sich gut eignen. Und irgendwie sieht sie ja auch nett aus mit ihrem asymmetrischen Design.
 

Um ihre schöne Unterseite ist es ja fast ein bisschen schade!
 

Übrig geblieben sind nur wenige seltsame Restteile:
 

Das war eine schöne Aufgabe! Auf so nette Art und Weise habe ich mich noch nie von einem ungenutzten Täschchen getrennt!
 
Verlinkt wird bei 
Taschen und Täschchen bei maritabw 

Eine orange Idee...

Nur durch einen kleinen Wasserunfall im Keller bin ich auf den alleruntersten Boden des Wäschesammlers durchgedrungen und habe dort ein Brillenputztuch gefunden. Frisch gewaschen ist es dann im Nähzimmer gelandet.
 

Den Optiker gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr. Und Brillenputztücher verwende ich auch nicht. Ich muss im Nähzimmer aufräumen... Was also machen damit? Ich wollte es schon fast wegwerfen da erinnerte ich mich an einen kleinen Tetraeder, den ich mal irgendwo gesehen hatte, zum Putzen des Handy-Displays. Ich weiß nicht... meins ist immer erstaunlich schmuddelig... Also habe ich losgelegt. Das Brillenputztuch ließ einen Zuschnitt von 14 x 7 cm zu. Beim Losnähen war die Freude an der Idee sofort wieder verflogen - dieses üble Mikrofaserzeugs ließ sich mit der 80er Universalnadel und Universalnähgarn nicht nähen. Und für die paar Nähte probier' ich doch nicht rum mit Microtec-Nadeln oder ähnlichem Gesums! Da wollte ich in einem Anflug von Wut das Brillenputztuch schon fast zum zweiten Mal wegwerfen. Aber dann erinnerte ich mich, dass ich doch eigentlich Rentnerin bin und Zeit habe zum Nähen mit der Hand. Da kann ich doch entspannt bleiben!
Das Nähen mit der Hand war dann ziemlich schnell getan obwohl man jeden Stich mit Karacho durch den Stoff knallen musste. Aber auch das Schließen der Wendeöffnung mit Matrazenstich ist gelungen. 
 

Und nun ist es fertig und liegt hängt hoffentlich immer parat wenn wieder mal Fettfinger auf dem Display sind.
 

Für ein zweites Exemplar habe ich aktuell keine Lust und kein Brillenputztuch, aber wenn - würde ich es noch ein bisschen kleiner machen. Das würde ausreichen. 
 
Gewicht: 5 Gramm
Größe: 6,5 x 5,5 x 5,5 cm
Vlies: Füllwatte 
 
Im Bingo bei Anni gibt's seit Langem mal wieder ein Kreuzchen im Feld: Ich bleib entspannt... 

Sonntag, 14. Juni 2026

Reparieren: Fuchshose No.1

Hilfe! Ich muss unbedingt ein paar Sachen aus dem Nähzimmer rausreparieren - hier herrscht das Chaos!
Es war schon im November 2021, die Enkeltochter wurde gerade 1 Jahr alt, da habe ich Fuchshose No.1 genäht. Wer hier  regelmäßig liest weiß, dass es dieses Modell inzwischen in vier Größen gibt. No.1 war Größe 80. Erst hat sie die Enkeltochter geschleppt, jetzt der Enkelsohn. Und so kam es wie es kommen musste: das Knie ist durch.
 

Diese Fuchshosen werden unglaublich geliebt. Mama liebt sie, Papa liebt sie, Enkeltochter liebt sie, dem Enkelsohn ist es vermutlich egal - aber trotzdem musste diese Hose ins Nähzimmer! Erst muss man die Hosenbeinseiten(overlock)nähte auftrennen. Schöne Schweinerei! *lach*
Dann setze ich noch auf die kaputte Hose ein neues Teil und schneide erst danach ab. 
Die Naht versäubere ich schon mal mit der Ovi.
 

 
Dann messe ich direkt an der Hose, wo ich schneiden muss, und schneide das alte Knie raus. 
 

Nachdem die untere Naht auch genäht und versäubert ist nähe ich schmalkantig den Knie-Einsatz ab und zwar so, dass es aussieht wie "aufgesetzt".
 

Erst jetzt schneide ich das eingesetzte Stück auf die benötigte, nach unten schmaler werdende Beinweite zurecht.
 

Bei einer Größe 80 ist das alles ein bisschen fummelig, aber was muss, das muss! 
Seitennähte schließen und wieder versäubern ist dann ein Klacks.
Man sieht sehr deutlich den Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Cord. 
 

So ein Farbverlust über die vielen Wäschen! Aber zum Glück habe ich immer noch Reststücke aufgehoben, die ich hier gut verwenden konnte, und auch für Hose No.5 wäre noch Cord da... ;-) 
 

Die reparierte Hose durfte auch sofort mit uns in den Urlaub und wurde gleich wieder angezogen. Und da steht er nun und kräht vor Freude, dass er jetzt stehen kann! Aber gleich geht er wieder auf die Knie, denn das Laufen will gelernt sein... Es ist ein so wunderbares Geschenk, wenn man Oma sein darf!
 
Verlinkt wird bei:

Samstag, 13. Juni 2026

gedrehter Leseknochen

Als wir Klar-Schiff-im-Nähzimmer gemacht haben waren mir unter dem Zuschneidetisch drei Tüten mit Vliesresten/Füllflocken begegnet und damit war die Idee geboren, ein Kissen damit zu füllen. Leider war es mehr oder weniger bei der Idee geblieben - als die Aktion zu Ende war hatte ich lediglich einen Leseknochen zugeschnitten, aber nicht genäht. Und der liegt hier nun seit Wochen rum...
Ausgesucht hatte ich mir eine Anleitung von Fadenspannung für einen gedrehten Leseknochen. Das wollte ich schon immer mal probieren.
 

Das Zuschneiden war schnell gegangen. Es lagen so hübsch gemischt-bunte Jeansreste auf dem Tisch, da war die Wahl schnell getroffen. Das Nähen war erstaunlich leicht, das hätte ich bei der seltsamen Drehung nicht erwartet.
Die abgetrennte Hosentasche gibt einen hübschen Effekt.
 

Sehr gut gefällt mir auch die Stelle wo alle Teile zusammentreffen. Das ist beim geraden Leseknochen aus drei Schnittteilen immer ein bisschen tricky wegen der Y-Naht, auch weil sie so ein bisschen nach innen einzieht. Hier liegen die Teile ganz flach und treffen sauber aufeinander:
 

Nun habe ich allerhand Reste vom Vlies verbraucht - eine Tüte ist komplett leer -  und ein bisschen Jeans und bin um eine Erfahrung reicher... perfekt! 
 
Schnitt und Anleitung: Ladis midi von Fadenspannung
Größe: 35 x 13 x 13 cm
Gewicht: 322 Gramm
 
Verlinkt wird bei
Home sweat home bei Carolyn

Freitag, 12. Juni 2026

Reparieren: meine Gartenhose

Manchmal frage ich mich schon, ob sich so etwas noch lohnt oder nicht. Aber es ist eben meine Lieblings-Jeans gewesen und sie sitzt an mir wie eine zweite Haut. Nix drückt, nix klemmt und trotzdem sieht sie gut aus (was im Garten Null Rolle spielt... ;-)
Diese Hose war auch schon öfter bei mir im Nähzimmer zu Gast. Vielleicht kann sich die eine oder andere an die bunte Saumkante erinnern.... Das war immerhin schon vor drei Jahren! Und danach wurde sie weiter geschleppt und geschleppt und bekam vor einem Jahr noch eine größere Flickstelle im Schritt. Ab da war sie meine Gartenhose. Jetzt ist der Oberschenkel ganz dünn.
Reparieren oder nicht? 
 

Ja, noch mal reparieren! 
Ich habe die Seitennaht aufgetrennt und einen Flicken aufgesetzt. Die Jeansreste-Kisten sind ja jetzt bestens sortiert. 
 

Ich muss es gestehen: die Reparatur hatte ich schon während der Klar-Schiff-Aktion gemacht, das ist Wooooochen her, der Post war fast fertig, aber ich hatte die Hose nicht fotografiert nach der Reparatur, sondern gleich wieder angezogen. Deshalb sieht der Flicken schon wieder ein bisschen "ausgebeult" aus.
Dieser Post gehört also fast in die Kategorie: Besser spät als nie bei Frau Amberlight!
Das Fotografieren habe ich heute endlich nachgeholt, gleich am Bein sozusagen und in voller Aktion: 
 

Nun kann ich sie wieder noch ein bisschen durch den Garten schleppen und freue mich jedes Mal, wenn ich sie anziehe, darüber, dass ich sie noch einmal repariert habe...
 

Aber guckt Euch mal den linken Oberschenkel an. Seht Ihr, was ich sehe? ... *seufz* 
 
Verlinkt wird bei
Besser spät als nie bei Amberlight label