Freitag, 10. April 2026

Reparatur-Café im April

Es ist soweit - das Reparatur-Café öffnet seine Türen

 
Socken, Socken, Socken.... in meiner Reparatur-Kiste sammeln sich gerade die kaputten Socken. Und zu gerne drücke ich mich!
Zum Glück kam dann Christiane, sie kam per Kommentar im Reparatur-Café vorbeigeschlendert - sie hat keinen eigenen Blog - und dann hatten wir netten Mailverkehr. Und was soll ich sagen? Sie hat mich ermuntert, den Stopfpilz hervor zu holen und Socken zu stopfen! 
Hier könnt Ihr lesen, was Christiane zu erzählen hatte:
 
"Ich habe schon als Kind/Jugendliche gelernt zu flicken. Ich saß oft brav mit meiner Mutter zusammen vor ihrem (unseren) Flickenkorb. Meine Mutter stopfte Socken, ich nähte so lange es ging alles andere. Ich habe fast nie Socken gestopft, weil immer genug anderes da war. Meine Mutter war schneller und geschickter darin. Ich habe winzige Nähte geschlossen, Knöpfe angenäht etc. Wir hatten nie viel Geld und machten uns damals noch keine Gedanken um Ressourcen. Es ging um weiter nutzen so lange wie möglich. [...]
Die  Näh-Einteilung blieb auch, als ich junge Mutter war und meine Mutter zu mir kam und wir zusammen den Flickenkorb in Angriff nahmen. Sie stopfte die Socken, ich machte alles andere.
Und jetzt ...? Meine Mutter konnte seit Jahren keine Socken mehr stopfen, inzwischen ist sie gestorben.
Wenn man fünf Kinder hat, ist Geld immer ein Thema - oder eher nicht, weil man es nicht zum Thema macht. Von daher ist es für mich selbstverständlich die Philosophie meiner Mutter weiter zu tragen, ohne groß darüber nachzudenken.
Meine Kinder sind längst aus dem Haus, es gibt Enkelkinder. Und wie früher kommen meine Kinder und fragen: "Mama, kannst du das vielleicht noch reperieren?" - incl dem unschuldigen Dackelblick, den - glaube ich - alle Kinder drauf haben. *lach*
Für sie ist es selbstverständlich erst einmal zu schauen, ob man etwas noch reperieren kann - was nicht nur Kleidung betrifft. Wenn das nicht klappt, dann kommt als nächstes die Frage, was man sonst noch draus machen könnte. [...]
Natürlich habe ich jetzt wieder einmal viel mehr erzählt, als ich ursprünglich wollte. Daher komme ich mal schnell wieder auf die Socken zurück. Die sind jetzt nämlich mein Angst-Gegner.
Theoretisch weiß ich wie man Socken stopft. Ich habe es ja oft genug beobachtet. Eigentlich auch mal gelernt. Aber ich habe keine Praxis.
Und ich habe Socken von mir mit winzigen Löchlein, die ich sofort zur Seite legte, damit die Löcher gar nicht erst riesig werden. Trotzdem erhöht sich mein Puls, sobald ich nur an die Socken denke...
Auf der Suche nach deinem Maschenstich beim Sockenflicken habe ich die Tage bei dir gelesen, dass Manu mal gesagt haben muss, wir schöben vielleicht Reperaturen so lange vor uns her, weil wir den Misserfolg fürchten. Das trifft definitiv auch auf mich zu.
Ich kann mich z.B. erinnern, dass meine Mutter manchmal Socken von links stopfte. Aber ich weiß nicht warum.
Da schaue ich mir meine Löchlein in den Socken an und denke: "Wenn ich das falsch anfange, ob links oder rechts, ist ein Misserfolg vorprogrammiert."
Und dann schiebe ich munter weiter - so wie Manu es sagte.
Auf der anderen Seite habe ich über Quilts in den letzten Jahren so oft den Satz gelesen: "Better done than perfekt."
Das gilt ja eigentlich für das meiste, was wir machen. Lieber machen, als darauf hoffen, dass wir es irgendwann einmal perfekt machen könnten.
Ganz liebe Grüße
Christiane"
 
Liebe Christiane,
vielen Dank, dass Du mit Deinen Gedanken und Socken und Ideen das Reparatur-Café besuchst!
Du sagst es: lieber machen als darauf warten, dass wir es irgenwann perfekt können? Wo soll das auch herkommen wenn wir nicht üben?
 
Ich habe deshalb gleich mal die kaputten Socken aus meiner Kiste gefischt und sie - so gar nicht perfekt - gestopft. Jawohl! *lach*
Die Stricksocken von Herrn B.: 
 
 
Die passende Wolle gab es nicht mehr, aber das ist ihm wurscht.
Bei meinen blassgrünen Socken, die viel grüner sind als hier auf dem Foto, habe ich lieber ein wirklich passendes Nähgarn verwendet weil die Schadstelle seitlich an der Fußkante ist. 
 

Die schwarzen Socken hätte ich fast schon weggeworfen. Aber weil die Schadstelle kein Loch sondern ein Riss an der Ferse ist, habe ich das doch noch mal zusammengetüdelt.
 

Und dann war da noch die Lieblings-Feuerwehrsocke der Enkeltochter. Ein fettes Loch an der Ferse:
 

Dafür musste ich erst mal rotes Stopfgarn kaufen.
 
 
Die andere Ferse ist auch schon ganz dünn. Da habe ich prophylaktisch auch gleich mal gestopft. Hier sieht man schön den Unterschied zwischen der schon gestopften Seite (rechts) und der dünnen (links).
 

Nun könnten die Socken noch eine Weile halten!
 

Liebe Christiane, wenn das keine gute Motivation war! Vielen Dank!
Und? Was machen Eure Socken? Traut Euch! Better done than perfect...
 
Das Reparatur-Café öffnet heute seine Pforten und bleibt geöffnet bis zum 20. April.
Kommt gerne mit Euren Reparaturen vorbei! 
 
 

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