Wegen der hellen Aufregung, die ich
hier in die Weltgeschichte gestreut habe, gibt es heute ausnahmsweise die Wochenaufgabe beim Taschenspieler-SewAlong von nächster Woche schon zu sehen - zum Wogen glätten, sozusagen.
Erst dachte ich ja, dass dieses Täschchen niemals funktionieren wird.
Aber, da muss ich Abbitte tun: Nach der beschriebenen Korrektur war das weitere Zusammennähen ehrlich kein Problem mehr.
Zur Erinnerung:
Ich hatte die Faltentiefe der Längsfalten von 0,5 auf 1,0 cm erhöht. Damit passen Oberkante und Bodennaht von Außentasche und Futter in der Länge perfekt aufeinander.
Vorsicht beim Legen der kleinen Quer-Falten! Die dürfen 0,5 cm nicht überschreiten, sonst fehlt's dem Außenteil in der Höhe.
Die unterschiedliche Form der beiden Schnitteile muss man ignorieren. Das ist nicht so einfach, wenn man als Steinbock geboren ist. Aber es hilft vor allen Selbstzweifeln!
Der Rest ist dann kein Problem: Reißverschluss einnähen, Boden- und Seitennaht schließen, Bodenecken - passt alles zusammen.
Dann war ich ja ganz gespannt, was nun die gebogene Form der Außentasche mit dem geraden Futter macht. Da muss doch irgend etwas passieren? Irgend etwas Seltsames - Zauberei, Hexenwerk? Oder auch nicht? Der Blick in die Tasche offenbart Folgendes:
Das Futter passt sich irgendwie an. Obwohl ich es mit H630 hinterbügelt hatte, zeigt es sich nicht störrisch. Die Bodenecken von Innen- und Außentasche passen ineinander. Das Futter "knickt" einfach ein bisschen in der Seite "ein" und folgt damit der Form der Außentasche Das Innentäschchen steht auch nicht unmöglich in der Gegend rum - also alles im grünen Bereich, obwohl es innen insgesamt recht "faltig" wirkt.
Meine Abwandlung:
Ich habe nur eine RV-Seite verwendet und den Reißverschluss rund eingenäht. Das andere RV-Ende ist auf herkömmliche Art ins Täschchen eingenäht und nicht mit dem in der Anleitung beschriebenen Endstück. So geht die Tasche schön weit auf.
Das Innentäschchen ist aus zwei unterschiedlichen Stoffstücken und ich habe es links und rechts mit einer senkrechten Naht fixiert, dadurch entsteht noch ein schmales Täschchen für Stift/Nagelschere/Kajal/?? und das Hauptfach steht nicht "lose in der Gegend rum". Hier habe ich die Tasche mal umgedreht:
PS: von Farbenmix gab's auf meine Anfrage inwischen den Hinweis, dass der Schnitt vielfach getestet und für passig empfunden wurde, es könne an der Stoffart liegen... Vielleicht....
Nun fehlt noch ein Baumler-Dingens für den RV. Aber ich bin heute zu nix Gescheitem gekommen - wir hatten ein heftiges Gewitter mit Hagel und ich als besondere Draufgabe für den "Tag der Arbeit" so richtig schön Wasser im Keller... :-( In solchen Momenten bin ich in der Regel allein zu Haus - die große Familie weiträumig in der Weltgeschichte verstreut. Aber man muss es positiv sehen: ich war zu Hause, als es passierte und hatte Zeit...
Am Montag darf das Kosmetiktäschchen dann ganz erleichtert zu Emma, um sich beim Frühstück zu erholen von dem Schreck!
Schnitt:
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Außenstoff:
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japanischer Webstoff von der PW-Messe
Aschaffenburg
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Futterstoff:
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Möbelschwede
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Vlies:
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H630 auf das Futter gebügelt
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Nerven:
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aus dem Bestand der Quilterin (hoffentlich
werden die nicht eines Tages alle…)
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