Mittwoch, 2. November 2016

So ein trüber Oktober!

Das war ein trüber Monat, nee, nee, neeeee... Aber ein gutes hatte er - es hat endlich geregnet, so sachte vor sich hin, viele Tage. Der Oktober hatte nur sechs Sonnentage!


Im Jahreslauf sieht man sehr schön, dass es auf den Winter zu geht. Das Jahr wird allmählich "rund"


Und als wir heute so davor standen im '"Familienrat", da wurde klar, dass keine Zwischenstreifen dazu kommen werden, sondern nur ein dunkler Außenrand. Außerdem haben wir sehr gestaunt, dass nur so wenige blaue Tage - Tage mit Mittagstemperaturen unter Null Grad - zu sehen sind. Wir sind gespannt auf den kommenden Winter!

Dienstag, 1. November 2016

Es ist ein lautes Rufen in der Luft

Es ist wieder soweit! Die Kraniche sind da! Es ist immer eine ganz besondere Zeit, finde ich, wenn die Kraniche sich am Stausee Kelbra sammeln und auf den umliegenden Feldern stärken für ihre weite Reise. Im Moment ist der Himmel voller lautes Rufen. Sie ziehen in langen keilförmigen Formationen dahin.


Manchmal auch in langen Ketten


Sie fliegen direkt über unseren Garten. Man kann sehr schön ihre langgestreckten Körper sehen, ganz anders als Gänse, Störche oder Reiher...


Und kaum verebbt das Rufen einer Formation ein bisschen, treten die nächsten auf den Plan. Könnt Ihr sie weit hinten erkennen? Es sind Tausende, die heute über unseren Garten geflogen sind während ich Pferdemist ins Erdbeerbeet gegraben habe - welch' schöne Untermalung!


Selbst wenn man jetzt - im Stockfinsteren - die Terrassentür öffnet hört man es - das laute Rufen im Himmel...


Sonntag, 30. Oktober 2016

Kreativkiste im Oktober - ein Topfuntersetzer

Ich beobachte das ja schon von Beginn an, diese Kreativkiste, habe es aber bisher noch nicht geschafft, ein Teil zu nähen. Dieses Mal habe ich es anders gemacht: gleich, als Alexandra das Thema "Topfuntersetzer" kund getan hat, habe ich losgelegt. Nun hat der Topfuntersetzer seine Feuertaufe schon hinter sich:


Als Vlies habe ich Insul Bright verwendet, das habe ich mal auf einer Messe gekauft und nun ist es zum ersten Mal im echten Hitzetest. Auf das Vlies habe ich mit Bleistift einen Kreis gezeichnet und dann wild meine bunten Schnipsel draufgenäht.



Von den Blättern hatte ich eins zurück behalten. Das habe ich erst mit der Hand auf den vorbereiteten Kreis appliziert, dann das Ganze mit der Rückseite verstürzt. Bei so einer runden Kante mit den vielen Nahtzugaben von den Schnipseln muss man davon ausgehen, dass sich eine Wendeöffnung schlecht schließen lässt. Deshalb habe ich die Rückseite geteilt und die Wendeöffnung dort untergebracht und später mit der Hand verschlossen.


Witzig finde ich, dass das Inusl bright knistert. Auch jetzt nach der Fertigstellung raschelt der Topfuntersetzer leise wenn man ihn in der Hand knautscht. Vom Gefühl her ist das Material aber Top. Fest und nicht so bauschig, das werde ich unbedingt für Topflappen probieren....


Nun melde ich mich mal mit meinem Topfuntersetzer bei Alexandra und werde gucken gehen, wie die anderen Mitnäherinnen das Thema umgesetzt haben, da ist die Bandbreite ja sicher sehr groß!


Gewicht: 25 Gramm
Durchmesser: 21 cm
Ober- und Unterstoff aus der Restekiste gezaubert
Vlies: Insul bright

Freitag, 28. Oktober 2016

Widerlegung einer Hypothese

"Dieses Jahr gibt es keine Pilze" - so tönte es hier am Kyffhäuser aus aller Munde. Das Jahr war so unmöglich trocken, wir hatten im Sommer eine schlimme Trockenphase, so dass man sich überhaupt nicht vorstellen konnte, wie da ein Pilz wachsen soll. Im Frühherbst wuchs auch tatsächlich --- nichts. Nun hatten wir aber in den letzten zwei Wochen doch recht feuchtes Wetter. Und deshalb sind wir in den Wald gezogen, um eben diese Hypothese zu überprüfen. Und was soll ich Euch sagen: sie ist falsch! Wir haben zwar bei Weitem nicht alle Sorten gefunden, die wir sonst gern sammeln, aber immerhin:


Es gibt Parasolpilze


und wundervolle Steinpilze, überhaupt nicht madig, weil die Fliegen offenbar von der Hypothese der pilzlosen Saison auch gehört hatten...


Grünspanträuschlinge - die könnte man rein theoretisch essen. Machen wir aber nicht, die Farbe ist dermaßen unappetitlich...


Es waren deutlich mehr als wir essen konnten und so liegen nun wieder alle Heizungen voll. Hier sind schon etwa 16 Stunden nach dem Aufschneiden vergangen und man sieht schon, wie sie zusammenschrumpeln.


Hach, da gibt es wieder leckere Pilzgerichte!! Und ich freue mich auf den Urlaub nächste Woche....


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Falt-Etui

Bei Lehmi hatte ich es gesehen - dieses kleine Falt-Täschchen. Und weil gerade Rautenmonat ist habe ich ein Stück des gewonnenen Rautenstoffs vernäht.


Wo er ist? - Na, innen! :-)


Was? Die beiden Stoffe passen nicht zusammen? - Doch! Guckt hier:


So habe ich nämlich ein Stück des gewonnenen Stoffs in meinem Nähzimmer bewahrt ("für immer") und außerdem ein Reststück eines Nähutensilienstoffs genutzt. Passt perfekt. Das Etui ist eigentlich flach, kann aber problemlos 100 Quiltnadeln aufnehmen, die man aus dieser Verpackung auch viel besser entnehmen und reinwerfen kann als aus der ollen Plastetüte, in der sie bisher gehaust haben.
Das Etui  macht sich bei dieser Füllung an der Seite einfach ein bisschen dick. Prima. Ein total simpler, aber dankbarer Schnitt.


Für den Mustermonat hatte ich dieses Mal leider überhaupt keine Zeit, es gab jede Menge nähferne Termine, na, und das lange Wochenende in Plön! Irgendwie bin ich zu nix gekommen und der Monat ist gleich rum.... Ich hoffe, die anderen haben mehr Rauten unter die Nadel genommen!

Gewicht: 12 Gramm
Vlies: S320 ohne NZG

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Time for Jane - Block A2

Gerade heute ist es fertig geworden - mein Blöckchen für den Quilt nach Jane A. Stickle. Heute ist Zeigetag. Aber ich war in den letzten Tagen ziemlich frustriert mit Quiltversuchen beschäftigt (berichte ich Euch noch davon) und da hatte ich den Termin ein bisschen ausgeblendet. Außerdem bin ich mit meinen Time-for-Jane-Blöckchen ja in letzter Zeit ziemlich allein unterwegs (nee, Maria ist oft doch dabei!) und da muss ich mir den Termin schon ziemlich deutlich hinter die Ohren schreiben.... Hier ist er also, der heutige Block
A2 - One - two buckle my shoe


Vernäht habe ich einen Stoff aus dem Tausch mit Maja. Der ist nicht perfekt, aber er passt recht gut. Genäht ist der Block auf Papier und ein bisschen anders als im Buch. Aber das kennt Ihr ja schon....
Inzwischen wieder "zu Hause" angekommen sind meine Blöcke, die ich vor dem Lauenbrück-Wochenende im März genäht hatte. Leider blieb im plötzlichen Aufbruch am Sonnabend Vormittag die aufgerollte "Designwand" dort liegen. Zum Glück hat Jeannette ihr in den vielen Wochen eine Unterkunft gewährt! In Plön ist die Rolle nun von einem Auto ins andere umgestiegen.
Erst habe ich überlegt, ob ich nun alle Blöcke mal auflege. Aber das war mir einfach zu viel Arbeit. Und aufhängen kann ich die "Designwand" auch nicht, sie ist viel zu groß!


Inzwischen sind viele der Lücken geschlossen. Ich weiß gar nicht, wie viele Blöcke ich inzwischen genäht habe... Aber es ist noch reichlich zu tun, so dass wir uns über die Fertigstellung noch keine Gedanken machen müssen! :-)

Montag, 24. Oktober 2016

Im Zeichen der Quitte

Ich hab' nix genäht... So ist es oft am Wochenende - die Tür vom Nähzimmer bleibt zu, weil sich andere Dinge vordrängeln. Dieses Mal waren es die Quitten, die mir Frauke geschenkt hatte als wir in Plön waren. Bei uns gibt es keinen Quittenbaum, aber ich freue mich immer, wenn ich mal ein paar bekommen kann - schon allein wegen dem Duft! :-)
Allerdings sind die Dinger ja ziemlich hartnäckig. Wer schon Quitten verarbeitet hat, weiß wovon ich spreche...


Zuerst habe ich sie geachtelt und das Kerngehäuse rausgeschnitten. Wenn man nur Saft gewinnen möchte, können die Kerngehäuse auch drin bleiben, aber ich mache später auch Mus und schneide sie deshalb raus.


Zum Glück besitze ich noch einen altmodischen Dampfentsafter. Den hat mir meine Oma geschenkt als ich eine ganz junge Hausfrau war. Tolles Teil, damals besonders: er war nämlich "aus dem Westen"! *lach*


Ich streue ein bisschen Zucker auf die Früchte, angeblich löst sich dann der Saft besser. Aber das ist nicht tatsächlich von mir erforscht. Der Dampfentsafter hat drei Etagen: unten ein mit Wasser gefülltes Gefäß, dort kocht es und der Dampf steigt durch ein Loch in der zweiten Etage (das ist das Saftauffanggefäß) in die dritte Etage auf. In der befinden sich die Früchte. Der Dampf löst den Saft, die Früchte sind am Ende "gargekocht".


Nach etwa einer halben Stunde sammelt sich im Ablassschlauch der erste Saft. Ich lasse das Ganze etwa eine Stunde kochen und dann über Nacht stehen, damit möglichst viel Saft abläuft.


Aus dem Saft habe ich mit 2:1 Gelierzucker und einem Schuss Marillenlikör ein leckeres Gelee gekocht. Die Früchte aus dem Entsafter kommen dann aber noch nicht auf den Kompost, sondern in die Flotte Lotte. Sie sind nicht ganz leicht durchzudrehen. Übrig bleiben die Schalenreste..


... und im Topf ist das Quittenmus. Das koche ich mit 3:1 Gelierzucker noch mal auf und fülle es in Gläser ab. Das gibt einen super Kuchenaufstrich (zeige ich Euch beim nächsten Quittenkuchen)


Die Quitten von Frauke ergaben vier Gläser (und ein angefangenes) Quittengelee und vier Gläser Quittenmus.


Und noch ein besondere Leckerei: einen Teil vom aufgekochten Mus mit Gelierzucker habe ich in eine mit Folie ausgelegte flache Schale gefüllt. Die steht jetzt auf der Heizung. Das Quittenbrot trocknet dort jetzt noch ein paar Tage vor sich hin, dann kann man es in Würfel schneiden. Eine sehr spezielle Süßigkeit, die man mögen muss. Die Quitten haben so kleine Körnchen wie Birnen. Die bleiben natürlich erhalten.


Ich jedenfalls mag es sehr und freue mich schon auf das bald fertige Quittenbrot. Man könnte es noch mit Kokosraspeln oder Schokoladenguss verfeinernändern, aber ich mag es am liebsten so.
Unsere Heizung ist natürlich für so etwas perfekt. Auf den breiten Rippen kann ich alles mögliche trocknen: Quittenmus, Apfelringe, Pilze, nasse Gartenhandschuhe....:-)