Sonntag, 26. März 2017

Ein Tischset für den Monat April

Es ist schon ganz viele Jahre her, dass ich bei Frau Machwerk die Monats-Tischsets bewundert habe. Eine Mischung aus Patchwork und Stickerei - jeder Monat anders. Wunderschön, jedes für sich. Und alle zusammen - ein Traum! Diese Idee war im Hinterstübchen fest verankert, ein Kopf-UFO sozusagen. Als die Frühlingsstoffe auf den Tisch kamen, um den French braid zu nähen, lag da wieder der Tulpenstoff. Den hatte ich damals für genau diesen Zweck vorgesehen, weil meine Monats-Tischsets irgendwie blumig werden sollten. Über die Jahre war von dem Stoff nicht mehr viel übrig. Also jetzt oder nie! Alle Reste vom French braid habe ich ausgelegt und als erstes die kleinen Dreieckabschnitte des Seitenrandes zusammen genäht zu einer langen Schlange:



Die Quadrate sind nur 1'' groß. Zu den verschiedenen Schnipseln gesellte sich aus dem Korb eine von der Freundin geschenkt bekommene Leinenbluse - "Du kannst da doch bestimmt noch was draus nähen". Ja, kann ich. :-)


Farblich perfekt und die Wirkung der unterschiedlichen Materialien gefällt mir ebenfalls sehr gut.


Die Stickerei ist auf meinem April-Set eher knapp gehalten. Der Monatsname und ein paar Reihen Vorstiche...


Auf das Karo-Feld habe ich im Nachgang noch mit der Maschine freihand ein paar Wörter gestickt, weil mir der Stoff dort zu beulig war.


Das Binding habe ich zur Feier des Tages hinten mit der Hand angenäht, das mache ich bei Tischsets sonst nicht, aber diese "Serie" wird mich ja eine Weile begleiten... Nun sind die kleinen Reste der Frühlingsstoffe verarbeitet. Sogar die kleinsten Schnipsel!


Und der Start für unsere neue Tischset-Serie ist jedenfalls gemacht. Ob ich es schaffe, jeden Monat ein Set zu nähen, so wie es damals Frau Machwerk getan hat, ist eher fraglich. Aber auf dem Zuschneidetisch liegen noch Stoffe herum, die eigentlich ganz laut nach "März" rufen!
Verlinken werde ich bei der Klar-Schiff-Resteverwertung


Gewicht: 86 Gramm
Stoffe: aus dem Fundus, speziell auch dem Korb
Vlies: Thermolam
Rückseite: gelber Leinenvorhang aus dem Fundus



Freitag, 24. März 2017

KSW 23 - der Rest vom Schützenfest

Ich sage nieeee wieder etwas Schlechtes über diesen Stoff! Nie wieder. Entschuldigung. Schade, dass er jetzt alle ist....... :-)
Es war auch nach dem Häuserbau noch ein Stück übrig vom KSW-Stoff. Schon als der Klammerbeutel sich "entpuppte", bekam der Stoff mit den seltsamen Grüntönen ein ganz freundliches Gesicht. Den Rest habe ich nun gemeinsam mit einem Stück blassgrünen Kunstleders und einer selbst gemachten Paspel zu einem winzigen Täschchen verarbeitet.


Innen gefüttert mit einem Reststück beschichteter Baumwolle.


Passte auch gerade so. Die Wendeöffnung habe ich nicht sehr schlau angebracht, nämlich in der "falschen" Seitennaht. Unter dem Reißverschluss wäre sie vielleicht besser aufgehoben. (Memo an mich!)


Das Täschchen ist wirklich klein, deshalb habe ich die größtmögliche Öffnungsvariante beim Reißverschluss gewählt und das Ende mit einem grünen Blatt verziert. Nicht sehr gut gelungen, diese Spielerei! Durch die innenliegende Reißverschlussraupe war das freie Sticken auf so kleinem Raum nicht einfach...


Das Täschchen darf nun zur KSW-Sammlung bei Janny, zur Sammlung aller KSW-Werke bei Appelkatha, am Monatsende zur Materialrevue im Wachstuch-Monat und zur Klar-Schiff-Resteverwertung.


Gewicht: 29 Gramm

Donnerstag, 23. März 2017

Haus No.102: die Wäscherei am Park

So ein KSW-Stoff ist ja immer nur knapp bemessen und trotzdem ist nach dem Nähen meistens etwas übrig. Klar, dass es ein "Erinnerungshäuschen" gibt! Dieses Mal ist es die Wäscherei am Park. Es brennt noch Licht. Ich musste sofort an unsere alte Krankenhauswäscherei denken. Vergitterte Fenster. Innen Dampfwrasen, Zischen, Höllenlärm. Dort wurden damals meine Schwesternhauben bretthart gestärkt! Hier geht es hoffentlich schon etwas moderner zu und seine Mittagspause kann man auf der Parkbank verbringen...


Die Rauten von der Tasche haben nun auch ein Plätzchen gefunden und der gelbe Karostoff liegt eben auf dem Zuschneidetisch für ein noch sehr verwaschenes Projekt - ein Kopf-UFO, das aber langsam Gestalt annimmt, zeige ich Euch später. Vom KSW-Stoff ist immer noch was da und ich muss mir mal dringend einfallen lassen, was daraus werden soll, denn eigentlich will ich keine Reste! :-)

Mittwoch, 22. März 2017

Time for Jane - Block D4

Heute ist schon wieder Zeigetag der Time-for-Jane-Gruppe. Ehrlich: ich habe nicht wirklich was gemacht. Bereits in Lauenbrück hatte ich das "Grundgerippe" für diesen Block genäht, mich erfolgreich mit den Y-Nähten herum geschlagen. Nun war nur noch die Applikation der kleinen Melonen nötig. Da ist er
D4 - Crystal Star



Mal sehen, ob ich mich in zwei Wochen wieder ein bisschen besser motivieren kann, im Moment hatte ich einfach mehr Freude an den Gelb-Orangen Blumenstoffen des Frühlings!

Dienstag, 21. März 2017

KSW 23 - ein Klammerbeutel

Ich konnte es wieder nicht lassen und hatte mich für die Kreative Stoffverwertung (KSW 23) angemeldet. Eigentlich kontraproduktiv, wenn man auf Stoffdiät ist. Und dann hat Janny mich auch noch gezogen! So'n Mist! *lach*
Durch das KSW-Logo blitzte ein grüner Stoff mit schwarzen Streifen - so habe ich es zumindest gesehen.
KSW #23
Und als der Stoff im Briefumschlag kam, war ich ganz erstaunt, wie er "in echt" aussieht:


Oh, weh! Ein hässliches Entlein! Zwei nicht so gut zusammen harmonierende Grün-Töne auf einem dünnen, popelineähnlichen festgewebten Stoff, vermutlich ein Mischgewebe. Das Stück war ca. 50 x 40 cm groß und wog 26 Gramm. Ts, ts, ts.... Im ersten Moment war ich ein bisschen ratlos. Was macht man mit einem Stoff, der einem nicht so gefällt?

Man kombiniert ihn sich schön!

Vom Nähen meiner "Heimat der Kreativen" sind noch ganz verschiedene Uni-Stoffe da, auch seltsame Grüne. So war in kurzer Zeit eine passende Stofffläche zusammen gesetzt für einen Klammerbeutel.


Die Idee stammt aus diesem Buch. Ich habe zwar die Maße des Stoffzuschnitts in etwa verwendet (60x40cm), den Beutel aber ganz anders genäht. Das Original ist einlagig. Das wollte ich bei dem dünnen Stoff schon mal nicht. Außerdem ist meine Fläche wegen der Größe des KSW-Stoffs zusammen gesetzt, das gibt innen unschöne Nähte. Also habe ich ein Futter vorgesehen und die beiden Teile mit dem tschitscheringrünen Streifen verbunden. Das hätte ich nieee gedacht, dass ich diesen Stoff jemals noch mal verarbeiten werde! Sehr sparsam ist er in der "Heimat der Kreativen" vernäht. Und hier passt er perfekt zum KSW-Stoff.
Den inneren Ring des Stickrahmens habe ich durch die Wendeöffnung des Futters eingeschoben, diese dann mit der Maschine verschlossen und dann erst den Ring "plaziert". Mit der Hand habe ich eine unsichtbare Naht am Rand des tschitscheringrünen Streifens gesetzt und der Ring verrutscht nicht.
Mit der freien Applikation habe ich die schlichte Uni-Fläche noch ein bisschen aufgehübscht. Cool, oder? Die Bäume sind plastisch und da können nun die winzigen Spinnen, die sich immer in den Klammern einnisten und von der Wäscheleine abseilen, ein bisschen im Grünen wohnen... :-)


Wenn der Klammerbeutel gefüllt ist, kann er prima stehen. Man könnte ihn also z.B. auch auf die Stäbe des Wäscheständers stellen.


Für das Anhängen an der Wäscheleine fehlt mir noch ein passender Sportkarabiner, den muss ich erst besorgen. Aber alles andere fand sich in meinem Nähzimmer, auch der ungenutzte Stickrahmen, und deshalb darf der Klammerbeutel komplett auf die Waage.


Nun bin ich sehr gespannt, wie sich das Teil bewährt. Ehrlich mal: ich brauchte ihn ganz dringend, denn nun habe ich den längst überfälligen Frühjahrsputz in meinem Wäscheequipment gemacht:
a) alle Klammern gewaschen und den Schrott aussortiert


b) das Klammerkörbchen weggeworfen.


Peinlich, peinlich.....
Der Klammerbeutel darf heute zum KSW-Treffen. Ich bin sehr gespannt, was die anderen Teilnehmerinnen aus diesem Stoff genäht haben! Das ist das Faszinierende am KSW - die Stoffe sind immer irgendwie schräg und die Ergebnisse beeindruckend vielfältig. Und zur Sammlung aller KSW's darf der Klammerbeutel auch noch.
Janny, an Dich ein dickes Dankeschön für die Ausrichtung der 23. KSW!
Ein kleines bisschen ist von dem Bäumchenstoff noch übrig, das werde ich hoffentlich zeitnah auch noch unter die Nadel nehmen.
Gewicht: 129 Gramm
Stickrahmen Durchmesser 20cm aus dem Fundus

Montag, 20. März 2017

Haus No. 101: Frühling

Diese Stoffe riefen förmlich nach Hausbau! Denn im Frühjahr fangen alle Häuserbauer an, mit den Füßen zu scharren... bei uns gegenüber steht auch schon seit ein paar Tagen ein Kran. Und auch hier gibt's aus den Stoffen des French braid ein neues Haus - ein Blumengeschäft für meine kleine Stadt:


Im Frühling muss ich Tulpen haben. Nie kaufe ich so viele Blumen wie in den Tagen vor dem Frühling im Garten... Inzwischen blühen ja die Krokusse auf der Wiese und die ersten Narzissen auch. Wundervoll... Die Sonne strahlt so richtig frühlingshell - im Himmel habe ich den Rückseitenstoff des Läufers verarbeitet, man kann bei genauem Hinsehen das Webmuster erkennen.

Sonntag, 19. März 2017

Gloria's flowers - Kapitel 9

Beinahe hätte ich es verpasst - heute ist der dritte Sonntag im Monat - wir zeigen Euch den Fortschritt bei den Gloria's flowers. Ich konnte wieder zwei große Blumen dazu gewinnen.


Inzwischen reift auch der Plan, wie groß der Quilt am Ende werden soll. Das muss ich noch mal genau rechnen, aber ich denke, bald sind alle großen Blumen genäht.
Uta hat auch noch nichts gezeigt, aber das wird schon noch... :-)

Freitag, 17. März 2017

Mit einem French braid in den Frühling

In unserer Diele wurde umdekoriert, der Winterhäuserquilt musste weichen, die Tulpenwiese ist aufgehängt und eine passende grüne Tischdecke aufgelegt. Bisschen nackig auf dem Tisch.... Vor Jahren schon hatte ich uns mal einen Läufer genäht, einen French braid, der war allerdings total schief geworden. Und während ich noch so über ihn rumjammerte, hatte meine Freundin ihn mir schon abgeschwatzt, weil "er mir ja sowieso nicht gefällt" (stimmt nicht) und "die Farben perfekt in ihr Wohnzimmer passen".(stimmt)
Nun stehen standen wir immer noch ohne Läufer da. Aber ich habe noch mal einen genäht! Wieder einen French braid, wieder mit ähnlichen Stoffen, alles was der Fundus eben so her gab. Dieses Mal ist er auch schnurgerade geworden. Ich weiß nicht, was damals schief gelaufen ist....


Gequiltet habe ich nur im Nahtschatten. Für die Rückseite gab es im Fundus einen uralten leinenen Vorhang mit Webmuster in zartem Gelb. Mal geerbt. Der bekam nun ein neues Leben...


Und ab jetzt ist FRÜHLING!!! :-)


Gewicht: 201 Gramm
Vlies: Thermolam
alle Stoffe aus dem Fundus

Mittwoch, 15. März 2017

Aus dem Korb: eine Tasche aus kleinen Nix und großem Nüscht...

Gestern hatte ich Euch schon meine Restenäherei aus der Türkis-Schachtel gezeigt - ein "Windrad" aus Nix lauter Dreieckchen. Das habe ich zuerst mal auf ein Stück Thermolam gequiltet. Dann musste die graublaue Cordbluse aus dem Korb endgültig ihr Leben lassen:


Sie war ja bereits deutlich angeschnitten und nun habe ich sie vollends zerlegt. Weggeworfen habe ich jetzt schon mal wenigstens die Nähte (die Knopfleiste hebe ich noch ein bisschen auf "für später" :-)


Und nun seht Ihr den Phönix aus der Asche!


Genäht habe ich sie nach dem Schnitt "Joker" von der Farbenmix Taschenspieler-CD 1. Diese Tasche mag ich sehr, meine Spezialgröße für "alle Tage". Da passt locker ein Ordner rein und dazu was frau sonst so braucht. Mit dem Quiltmuster habe ich die Dreiecke noch ein bisschen betont, so dass ich mit der Gesamtwirkung jetzt sehr zufrieden bin.


Auf der Rückseite habe ich noch mal feste in die Cord-Reste gefasst. Die allerallerallerletzten Stücke der Kinderhose mischen sich mit dem Petrol von der Tasche und einem weiteren breiten Cord in ähnlicher Farbe. Ebenfalls aus dem Korb stammt das seltsame Kunstleder, das ich für den Boden verwendet habe, ganz weich und mit textiler Rückseite. Da bin ich gespannt, wie stabil das in der Nutzung sein wird.


Zwischen Leder und Stoff ist eine selbst gemachte Paspel eingesetzt


Innen fröhlich petrol-gerautet, oben mit einem Cordrand. Als Stabilisierung des Bodens lege ich in diesen Taschentyp immer eine stoffummantelte Doppel-Pappe ein. Das hält eine Saison und dann kommt eine neue Pappe in die Stoffhülle.


Der Rautenstoff war eigentlich zu klein. Aber unter Nutzung der allerletzten - durchaus fröhlichen! - Ressourcen hat er dann doch gereicht! :-)


Ist ja nicht so, dass ich keine Tasche hätte, aber diese hier bleibt bei mir. Dafür darf die Jeansvariante jetzt in die Waschmaschine und dann in den Winterschlaf...
Verlinkt wird nun bei Katharina&Katharina im Monat "Patch it!" - denn besser geht nicht... ;-) und bei der Klar-Schiff-Resteverwertung!
Gewicht: 307 Gramm
Außenstoff: aus dem Korb und der Resteschachtel
Vlies: Thermolam
Futter: Rautenstoff aus dem Gewinn der Material-Revue im letzten Jahr

Dienstag, 14. März 2017

Immer noch türkise Reste...

Manchmal kann ich mich ja für eine Weile an einer Sache oder Farbe so richtig festbeißen.... Ich habe immer noch in einer Schachtel diese türkisen Reste.... So viele Dreiecke! Aber nun hatte ich in den Tiefen des PC die Lösung aufgespürt:


Das Muster habe ich schon mal vernäht in einen Tischläufer, es stammt von hier. Für meine jetzigen Zwecke habe ich es verkleinert auf 90 %, damit die Dreiecke aus meiner türkisen Restekiste groß genug sind. Die Kontraste sind nicht so dolle ausgeprägt, da muss ich beim Quilten noch ein bisschen "rausarbeiten". Denn jetzt mach' ich 'was Schönes draus!

Montag, 13. März 2017

Ausflug zur Numburg oder Die Geschichte vom Sammeln....

Am Wochenende haben  wir das herrliche Wetter genutzt und einen Ausflug zum ehemaligen Gut Numburg am Stausee Kelbra gemacht. Unterhalb einer früheren mittelalterlichen Burg (deren Reste man nur noch erahnen kann) lag ehemals ein Klostergut - das Gut Numburgk. Ende der 60er Jahre musste es dem Stausee Kelbra weichen, die damals etwa 80 Bewohner der verschiedenen Gebäude wurden umgesiedelt, die Mauern bis unter die spätere Wasseroberfläche abgetragen. Immer im Winter, wenn der Pegel des Stausees etwas niedriger gehalten wird, um das Schmelzwasser aus dem Harz aufzufangen, fallen Teile des Stausees trocken und die Grundmauern der Domäne Numburg tauchen auf. Ein Eldorado für Sachenfinder!


Ich finde Strukturen:


Sehen diese alten Hohlblocksteine nicht klasse aus, wie sie so zerfallen? Das alte Pflaster gefällt mir ebenso gut:


Der Junior findet jede Menge Schrott und ich weiß nicht, wie das immer kommt: am Ende so eines Spaziergangs haben wir immer alle die Hände irgendwie voll! So haben wir uns eine ganze Schale Fundstücke mit nach Hause gebracht. Unverbesserliche Sammler eben...


Ich bestaune immer wieder, mit wie viel Verzierung selbst die einfachsten Haushaltgegenstände früher hergestellt wurden, ein Ofenbein.



Herrliche Schneckenhäuser belagern das Altmetall...


Der Junior findet, das beste Fundstück sei die Flasche der Brauerei Kelbra. Sie ist mindestens 90 Jahre alt


Was man nicht so alles findet... Und die Frage, was wir damit machen, stellen wir jetzt lieber nicht! Erst mal freuen wir uns noch ein bisschen am Gefundenen...

Sonntag, 12. März 2017

Prinzessinnen-Utensilo

Im Korb war ja nicht nur die Tüte mit den pink-grünen Schnipseln, sondern ich stolperte plötzlich über ein Stück pinkfarbenen Dekostoff - eigentlich lapidar, aber welch' eine Freude! - dachte ich damals doch schon, dieser Dekostoff sein jetzt aus...


Nun kann ich noch mal richtig aus dem Vollen schöpfen. Und weil so ein netter Motivstoffstreifen da war, wollte ich mal das Utensilo mit Trennwand von Pattydoo nähen. Der Dekostoff ist ja an sich schon fest, aber ich wollte, dass das Teil richtig Stand hat und habe es noch mit festem Vlies verstärkt. Das war schon beim Wenden spannend. Und dann diese Enttäuschung! Die Trennwand ist ja auch so steif und die Nahtzugaben legen sich am Boden nicht nach einer irgendeiner Seite um, sondern bleiben gerade stehen. Dadurch "hebt" die Trennwand vom Boden ab. Und das ganze Futter schlägt Falten...:-(


*Seufz* - das hilft nix - da musste ich mir noch etwas ausdenken. Ich habe am Boden innen eine Naht gesetzt, mit der ich die NZG der Zwischenwand auf dem Boden festgesteppt habe. Nun sieht das deutlich besser aus! An einer Seite sind die im Tutorial vorgesehenen Taschen aus dem Motivstoff:


Hier sieht man die Bodennaht. In Höhe der Zwischenwand habe ich am oberen Rand noch je eine Naht gesetzt, die Innen- und Außenstoff verbindet. Bisschen fummelig das Ganze, ging aber. Nun liegt das Futter deutlich besser und das Teil darf so in die Welt hinaus. Meine Güte, ein Aufwand für so ein bisschen Utensilo!




Am Boden sieht man die zusätzliche Naht, die aber ziemlich gut parallel der Steppnähte liegt.




Gewicht: 120 Gramm
Schnitt: Pattydoo
Stoff: aus dem Korb!

Samstag, 11. März 2017

Ein Straßenfest zum 100. Haus!

Let's have a Party! Heute ist Richtfest für das 100. Haus! Und das soll natürlich ein ganz besonderes sein. In Lauenbrück hatte ich von Iris zwei breite Webkantenabschnitte geschenkt bekommen, die bei ihren Tischsets übrig geblieben sind. Herrlich bunt! Daraus kann man nicht irgendwas nähen. Nein! Daraus musste ich etwas Besonderes nähen! Guckt Euch mal dieses Muster an und den tollen Druckrand mit den Vögelchen - das kann man auch nicht zerschneiden! Und da kam mir diese Idee....


Da musste ich ein Häuschen draus nähen. Hier wohnt nun Familie Julimond. Die hatten gerade so richtig Stress, die ganze Telefonie ging nicht. Der Telefonhaussegen hing schief. Nur mit Mühe und viel Elan konnten alle Strippen wieder ordentlich gezogen werden. Wenn man durch's Fenster oder durch die Tür illert, kann man schon sehen, dass die Leitungen nun alle wieder ordentlich verlegt sind, Router und Boxen sind installiert, aber das war nicht so einfach, am Giebel sieht man noch, dass beinahe eine häusliche Bombenexplosion drohte! :-)


Und nun kann Iris bald wieder auf dem Balkon sitzen und die Vögel zwitschern hören....Dieses Häuschen ist anders genäht als ich es sonst mache. Der Stoff reichte nicht, dass ich die "Bombe" und die Vögel trennen konnte. Deshalb hat dieses Haus ausnahmsweise eine Y-Naht und der Giebel ist ein bisschen herunter gezogen.


Das ist nun Haus Nr. 100. Zur Feier des Tages gibt's ein Straßenfest! Ich habe alle Häuser an eine Tür gehängt, damit man sie mal gemeinsam sehen kann:


Ich muss noch ein bisschen weiter nähen. Die Häuser sollen mal als Stadt auf einem 1,40er Bett liegen. Viele dieser Häuser-Quilts haben ja in der Mitte ein großes Haus, da überlege ich noch dran rum. Auf dieser Seite kann man sich verschiedene fertige Quilts ansehen. Da brauche ich so ungefähr 140 bis 160 Häuser.... Also an Stoff mangelt's nicht! :-)