Donnerstag, 15. September 2016

Die Hitzewelle im August

Im letzten Monat war ich ja allerhand Tage nicht da. Die Hitzewelle hier habe ich zum Glück verpasst - da saß ich am Meer und habe es mir gut gehen lassen. In meinem Büro wären gefühlte tausend Grad gewesen... Die Wetterdaten habe ich also dem Wetterrückblick online entnommen und durch "Umfragen in der Bevölkerung" ratifiziert. *lach*
Die gähnend leere Regentonne und der vertrocknete Rasen haben die Aussagen eindeutig bestätigt. Das hat also alles seine absolute Richtigkeit!


Jetzt kommt noch der inzwischen obligatorische Spruch: Für einen Hintergrund habe ich mich (immer) noch nicht entschieden, bla, bla.... :-)
So sieht's jetzt jedenfalls zusammen aus:


Langsam sollten die roten Tage verschwinden. Heute war es ja noch mal richtig heiß, aber wir warten auf Regen... 

Mittwoch, 14. September 2016

Time for Jane - Block L13

Ich bin irgendwie immer noch ein bisschen im Streifen-Modus. Ich hatte viel mehr Streifenstoffe zurecht gelegt, als ich vor meinem Urlaub vernähen konnte... Deshalb habe ich für den heutigen Zeigetag der Time-for-Jane-Gruppe diesen Block genäht:
L13 - Harvest Moon


Der Block ist teilweise mit der Maschine genäht (die Vierer-Patches mit den geraden Nähten) und teilweise mit der Hand (die beiden runden Nähte). Er ist ein bisschen wellig geworden am Rand. Mit der Reverse-Applikation bin ich  nicht wirklich gut befreundet. Aber vielleicht wird es mit jedem Block besser oder ich ändere noch mal meine Technik....:-)

Und bei Marion werden wir sehen, wer aus der Time-for-Jane-Gruppe seinen Sommerschlaf beendet hat...

Montag, 12. September 2016

Ein Lunchbag oder: meine Essentüte


Früher hätte ich nie gedacht, dass ich so etwas gebrauchen könnte. Aber nun bin ich seit einer Weile "ein bisschen Vegetarier". Was das ist? Ganz einfach: ich reduziere gerade radikal den Fleischkonsum und erhoffe mir davon eine Verbesserung für meine schmerzenden Finger-, Fuß- und Handgelenke. Da ist seit Jahren der Wurm drin, manchmal werden sie dick und sie tun einfach weh... Da könnte eine fettarme, vitaminreiche Ernährung helfen - vielleicht. Das werden wir in der Zukunft sehen. Um das zu testen, musste ich mich vom Kantinenessen verabschieden. Und als ich letzte Woche mit meinen gestapelten Büchsen im Treppenhaus eine große Gewinnausschüttung veranstaltet habe, stand der Entschluss fest - ein Lunch-Bag muss her!


Der ist so groß, dass meine drei Büchsen hineinpassen: eine für Salat, eine für Brot und eine für Obst oder Gemüse:


Es ist Punkte-Monat im der Jahresparade der Muster, darauf kann man hier schon einen sehr schönen Ausblick gewinnen:


Und innen gleich noch viel mehr Pünktchen:



Genäht habe ich nach der Anleitung von Pattydoo. Das Ergebnis gefällt mir wirklich gut. Durch die abgenähten Seiten und das stabile Material hat die Tüte guten Stand. Der Klett zum Einrollen ist witzig, so kann man mit mehr oder weniger Essen gut unterwegs sein. Die Bewährungsprobe steht nun allerdings noch aus.
Zum Monatsende wandert der Lunch-Bag dann zur Jahresparade der Muster bei Maika und Janet.


Schnitt und Anleitung:  Lunchbag von Pattydoo (größere Version)
Stoff: fester Dekostoff vom Möbelschweden
Futter: festes Wachstuch von Buttinette
Gewicht: 146 Gramm

Sonntag, 11. September 2016

Gloria's Flowers - die ersten Blumen

Die erste Woche nach einem Urlaub trägt bei mir immer sehr deutlich den Charme eines besonders großen Chaos - die Arbeit ist liegen geblieben und ich weiß nicht, wo ich zuerst hinfassen soll. Das Nähzimmer hat mich nicht gesehen.... Aber ich habe nun wenigstens mal die Blumen fotografiert, die ich im Urlaub gelieselt habe:


Ihr erinnert Euch? Hier hatte ich von dem neuen Projekt berichtet. Jede der Blumen besteht aus 17 Teilen und da dauert es schon ein Weilchen, bis alle Teile und Schablonen zugeschnitten, der Stoff auf die Schablonen geheftet und das Ganze dann zusammen genäht ist. Eine meditative Tätigkeit! :-)

Jede Blume wird anders. Manche wirken trotz der wirren Muster sehr harmonisch.

Andere leben von dem Muster der Bordüre, aus der die Teile geschnitten wurden, so wie diese:


Oder besonders wie diese:


Im Moment habe ich nur große Blumen genäht, die kleinen dazwischen kommen natürlich auch noch. Ich weiß noch nicht, wie groß das Ganze am Ende werden wird. Aber diese Entscheidung kann ich in ein paar Jahren treffen - denn nun räume ich die Arbeit erst mal wieder weg. Das ist echt was für unterwegs. Zu Hause setze ich mich lieber an die Nähmaschine, zum Beispiel möchte sehr gern das August-Wetter genäht werden...

Samstag, 10. September 2016

Uff! Glück gehabt!

Das war ja voll knapp! Ich hatte das noch gar nicht so gesehen, aber aus Euren Kommentaren konnte man die Sorge um den Nachkauf der Wolle deutlich heraus lesen. Und tatsächlich - der Gang in den Wolleladen, um die Bestellung abzuholen, war vergeblich. Zum Glück konnte ich mir die benötigten 2 Knäuel noch im Internet bestellen und nun sind sie da:


Voll knapp... :-)

Mittwoch, 7. September 2016

Schön war's!

So ein Urlaub ist ja immer viel zu schnell vorbei - selbst so ein Müßiggang wie dieser! Viele Fotos haben wir wie immer nicht gemacht, aber ich nehme Euch noch ein bisschen mit auf die Reise auf die Halbinsel Peljesac in Kroatien. Ganz, ganz, ganz weit im Süden liegt diese Halbinsel etwas oberhalb der Stadt Dubrovnik. Die kroatische Küste ist ja eine sehr steile Küste. Nur wenig Platz ist zwischen Bergen und Meer für die Ortschaften. Und so war auch der Campingplatz, auf dem wir so ein kleines Mobile Home gemietet hatten, eine Terrassenanlage. Das ist ja schön - jeder hat Ausblick aufs Meer... Unter uns war nur noch eine Wohnwagenstraße und dann kam das Wasser...


Vor dem Absturz hat uns dieser nette Maschendrahtzaun bewahrt, aber da guckt man ziemlich schnell hindurch.


Das nächst gelegene Örtchen war Orebic, eine alte Hafenstadt mit typischen Villen


Oben auf dem Berg ein Kloster, das eine Ausstellung beherbergt


Der Innenhof wirkt phantastisch grün im Vergleich zu der staubigen, steinigen Landschaft draußen


Wir haben ja ein seltsames Hobby: wir besuchen auf unseren Reisen immer die Friedhöfe. So viele verschiedene Totenkulte gibt es! Hier könnte ich auch bestattet sein - hoch droben über dem Meer...


Viele namhafte Seefahrerfamilien haben hier ihre Grabstätten, teilweise recht pompös


Ich war ja nicht gut zu Fuß, aber am Meer gibt es auch andere Fortbewegungsmöglichkeiten. Das Foto ist zwar alles andere als scharf, aber die Paddler kann man schon noch erkennen.


Und hier beachte man den Hai!... :-)


Mit diesem Transportmittel haben wir den Kanal überquert. Auf der anderen Seite liegt die Insel Korkula mit der gleichnamigen Hafenstadt.


Diese Städte liebe ich! Steile, enge Gassen, alle fallen zum Meer ab.


Marko Polo war kurz vor uns hier


Die Denkmalschutzbehörde ist allerdings noch nicht bis in dieses Hafenstädtchen vorgedrungen. Niemals könnte man hierzulande seine Wäscheleine an einer historischen Steinmetzarbeit festbinden!


Die Zeit wurde uns auf unserer Terrasse nicht lang. Der Junior hat nämlich die Seezeichen studiert, während wir dem Müßiggang frönten. Muss man schließlich alles wissen, wenn man Seefahrer werden möchte!


Auch in der Binnenschifffahrt kennt er sich nun aus. Und selbst ich weiß inzwischen, wo back- und wo steuerbord liegt und wo die grüne und die rote Positionslampe hingehören... :-)


Das habe ich so ganz nebenbei gelernt, während sich mein Fuß mit der Zeltplatzkatze einen Stuhl geteilt hat, auf dem Schoß die Stichelei.


Was ich da so gemacht habe, zeige ich Euch ein andermal. Ich hatte noch keine Zeit für ein Foto, das wahre Leben ist am Montag sofort über mich hinweg geschwappt, da hat mir die rote Backbordlampe nix genützt...

Sonntag, 4. September 2016

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Eigentlich - ja eigentlich wollte ich ja auf der langen, langen Autofahrt in den Süden Kroatiens min-de-stens die Drachenschwinge fertig stricken und min-de-stens siebenundsiebzig Blümchen lieseln. Dann aber - hatte sich Herr B. spontan entschlossen, die Nacht durch zu fahren. Fahr'n- fahr'n-fahr'n-auf-der-Autobahn-fahr'n-fahr'n-fahr'n-auf-der-Autobahn... Da war nix mit lieseln oder stricken!
Die Halbinsel Peljesac ist herrlich! Oben steinig, unten meerblau. Wir hatten ein Mobile Home, so einen alle Bauvorschriften umschiffenden Bungalow am Steilhang am Rand eines Campingplatzes. Den Maschendrahtzaun brauchte es wirklich, sonst läuft man Gefahr, dass man sich rotweintrunken nachts verläuft oder so.... Ich sage Euch - ich wollte nicht wieder heim! Obwohl (oder gerade weil?) es dann noch mal anders kam, als gedacht: ich habe mir den vierten Zeh links gebrochen, bin mit dem Terrassenstuhl kollidiert. Na gut - Zeh ist nicht so schlimm. Bis zum Meer konnte ich gut humpeln und auf der Terrasse konnte ich gut sitzen. So ging das mit der Drachenschwinge ordentlich voran bis - ja, bis wieder alles anders kam: die Wolle war alle. Wusste ich ja bereits im Vorfeld und hatte zweieinhalb Wochen vorher im hiesigen Handarbeitsladen Nachschub geordert. Leider vergeblich... So weit bin ich gekommen:


Die rechte Schwinge ist noch ganz schön gestutzt. Aber das Sticken wird schnell gehen, die Reihen sind ja jetzt wieder deutlich kürzer... :-)
Mehr vom Urlaub gibt's später.