Dienstag, 7. Mai 2013

Unklares Gestricksel in Türkis-petrol

Bei Daisy gab es gestern ein neues Strickwerk zu sehen, eine petrolblaugrüne Strickjacke in den Endzügen. Das ruft sofort mein Gestricksel auf den Plan: eine petrol-türkis-lilafarbende Strickjacke in den Anfangszügen! Soll bloß einer sagen, wir hätten nicht einen ähnlichen Geschmack, sogar ähnliche Knuddelhaufen kriegen wir aus unseren Strickwerken hin, wir sollten über ein dezentrales Strickkränzchen nachdenken.... Allerdings lässt Daisy ihre Maschen auf englisch fallen und ich in deutsch.
Ich bekam von einer Freundin eine ausgedruckte Anleitung von Drops geschenkt und die hangele ich mich nun lang. Was man hier sieht, ist der obere Rücken, ein oberes Vorderteil links und ein angefangenes oberes Vorderteil rechts. Alles klar? - Mir auch nicht... :-)


Montag, 6. Mai 2013

Kreuz Schnappverschlusstasche No. 2

Ne, ne, ne... Statt konsequent an meiner Bube-Tasche von der Farbenmix-CD zu nähen, die diese Woche die Aufgabe beim SewAlong bei Emma ist, spiele ich hier mit Schnappverschlüssen 'rum! Das hat mir keine Ruhe gelassen. Wieso passt der Schnappverschluss nicht richtig? Man muss die obere Lasche irgendwie vergrößern.
Hier habe ich den Laschenstreifen um 1 cm verlängert, dadurch muss man ihn an den Enden ein kleines bisschen einziehen, aber das ist ja kein Problem


Außerdem hatte ich neue Schnappverschlüsse bestellt und das Staunen war groß!


Offensichtlich ist der Schnitt auf der Farbenmix-CD für einen 8,5cm Schnappverschluss gemacht. Meiner war 9,0cm lang und ist damit eben etwas zu lang.
Interessant ist die völlig andere technische Lösung an den Enden der Verschlüsse. Bei einem musste der Stift eingeschlagen werden (und der ging dann ganz schön schwer wieder raus, als ich den kleineren Verschluss einbauen wollte), bei dem anderen werden winzige Blechteilchen umgeschlagen. Hab ich mit einem kleinen Hammer gemacht, war nicht schwer.

Der Verschluss im ersten Brillenetui wurde also ausgetauscht:

 

Und dazu gibt es nun ein zweites Etui mit dem breiteren Verschluss



Innen drinnen ist ein wahrhaft geschichtsträchtiger Stoff: die Große hatte eine Sommerhose aus diesen blassroten Pünktchen - so vor 20 Jahren etwa... :-)



Sonntag, 5. Mai 2013

Dorfstraße 34: das Kaffeehaus


Bei diesem schönen Wetter ist keine Zeit für die Nähmaschine. Der Garten ruft ganz laut nach mir. Es ist immer wieder eine wohltuende Müdigkeit, wenn man mit schmutzigen Händen nach anstrengender Arbeit aus den Beeten kommt und dem Wachsen zusehen kann. Herrlich!
Und manchmal muss man das Unkraut Wildkraut auf spezielle Art und Weise vernichten - heute gab es einen grünen Smoothie aus Vogelmiere und Apfel


Guckt mal! Die Löcher in der Erde waren ja schon ein paar Tage zu sehen, aber heute habe ich den ersten Maikäfer entdeckt:


Keine Zeit zum Nähen. Aber ein kleines Blöckchen geht immer :-) Passend zum Block 34 des Frauenrechtsquilts wurde ein Kaffeehaus gebaut. Hier geht der Kaffee nie aus und ER und SIE kochen abwechselnd.


Das ist wie bei uns: ich muss es zwar gestehen - ich trinke gar keinen Kaffee, sondern ER trinkt Kaffee, SIE trinkt Tee. Aber kochen können beide beides und tun es auch :-)

Samstag, 4. Mai 2013

Frauenrechtsquilt Block 34: the Secretary Coffee Protest


Das fand ich ja im ersten Moment lustig, kann man sich darüber echt ereifern? Aber je mehr ich drüber nachgedacht habe, umso mehr muss ich sagen: "Ja, man kann!" Mein ganz persönliches Problem ist das ja nicht, ich bin die Chefin, Kaffee und Tee kochen andere Menschen. Aber wieso kocht SIE (die Seniorenbetreuerin, die Sozialarbeiterin, die Verwaltungsangestellte) und nicht ER (der Hausmeister, der Bundesfreiwillige im technischen Dienst)? Diese Frage sollte ich direkt mal stellen.
Die Geschichte zum Block ist schon spannend:
Ganz selbstverständlich sind es die Frauen, die in den Betrieben den Kaffee kochen (müssen). Im Jahr 1977 gab es in Chicago eine Protestaktion. Die Sekretärin Iris Riviera weigerte sich, in ihrem Betrieb den Kaffee zu kochen, sie war keine Kaffeetrinkerin und von Kaffeezubereiten stand nichts in ihrem Arbeitsvertrag. Deshalb wurde sie gekündigt. Die Begründung für die Kündigung ist echt abenteuerlich: da die Männer mehr Gehalt bekommen als die Frauen, ist deren Arbeitszeit zu schade, um sie mit Kaffeekochen zu vergeuden. Iris Riviera strengte einen Prozess an und wurde wieder eingestellt. 


Ich habe den Block in seiner Zusammensetzung etwas verändert, so erschien es mir besser zu nähen. In den Kaffeepott passt ordentlich was rein!
Die Übersetzung von Regina zur Geschichte des Blocks und die anderen Kaffeepötte könnt Ihr hier ansehen

Freitag, 3. Mai 2013

Dorfstraße 8 - das Rosenhaus

Das kleine Schlamperle mit den Rosen-Pünktchen-Stoffen hat sich ja nun zu der Gewinnerin auf den Weg gemacht, also noch schnell eine Erinnerung daran genäht :-)


Donnerstag, 2. Mai 2013

Chinesische Pagode?

Passend zum Brillenetui von gestern wurde nun das Haus gebaut.
Ja, so sind se, die Chinesen - pink und bunt. Drinnen hängen bestimmt diese süßen Papierlampions an der Decke und der Duft von Frühlingsrollen dringt auf die Straße!

 

Der Stoff vom Dach ist ein Rest der Zwischenstreifen meines allerersten Quilts. Da war ich damals so erschrocken, als die Lieferung kam und das bestellte Dunkelrot war soo pink. Der Quilt ist eigentlich grün-rot. Und erstaunlicherweise ordnet sich das Pink da super ein.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Kreuz-Brillenetui

Der Taschenspieler SewAlong bei Emma ruft auch diese Woche wieder die stolzen Besitzerinnen der Farbenmix-CD auf den Plan, das Schnappverschlussetui Kreuz ist an der Reihe. Also ich muss schon sagen, mit diesem selbstauferlegten Druck der wöchentlichen Taschennäherei kommt man natürlich zu deutlich mehr Taschen und Täschchen als sonst. Und das Betrachten der Variationen der Mitnäherinnen macht immer richtig Spaß. Man muss mal ein dickes Dankeschön an Emma richten, die das alles so zusammensammelt. Danke, Emma!
Heute also das Schnappverschlussetui:


Schnappverschluss - kein Problem, liegt 'rum. Weil ich ja schon lange für die Brillen Etuis nähen will :-)
Gefüttert habe ich es mit dickem Volumenvlies, das habe ich auf der einen Seite in Streifen abgesteppt und auf der anderen Freihand gequiltet. Marianne verbringt gerade unheimlich viel Zeit mit dem Üben von Maschinenquilten. Ich muss mich leider mit ohne Zeit begnügen und habe hier wilde Schmetterlinge gequiltet, ich zeig' es Euch erst mal von hinten, von vorn ist es nicht so gut zu sehen. Sagen wir mal - naja!


Die Lasche habe ich mit H630 hinterbügelt, und zwar nur in der Mitte, das war eine gute Entscheidung.



Die Laschenherstellung wie sie auf der CD beschrieben ist, ist toll. Leider ist sie für meinen Geschmack etwas zu schmal, der Bügel guckt an der Seite ziemlich weit raus (obwohl ich einen Schnappverschluß in der richtigen Breite habe, Vorsicht beim Bestellen - Fehlerteufel auf der CD).


Der Rest der Näherei war kein Problem. Oder doch? Jedenfalls sind die Schmetterlinge zu Geier Sturzflug mutiert ;-)


Klipp-klapp. Das Ding geht ziemlich straff.


Noch mehr Schnappverschluss-Brillenetuis gibt es hier zu sehen.


Stoff

außen:
Shangri La aus der Flickenkiste
Streifen:
Loralie-Serie (?)
innen:
wilde Pünktchen von Buttinette
Futter:
Polyestervolumenvlies
Schnappverschluss:
9cm von Country Heart