Mittwoch, 22. Mai 2013

Ich kann nicht anders: noch ein Pattydoo-Kellerfaltentäschchen!

Bisher wußte ich gar nicht, dass manche Näherei soo süchtig machen kann. Diese kleinen Faltentäschchen! Immer wieder muss ich eins nähen, das dann immer wieder nicht bei mir bleiben will (vermutlich, weil ich dann wieder ein neues nähen kann :-)
Auf dem Nähtisch lag noch eben der Stoff vom Buben herum. Und dieser Bube braucht sicher unbedingt ein passendes Täschchen!


Der Stoff ist recht großgemustert, was beim Zuschneiden aus den kleineren Reststücken des Stoffs eine Herausforderung war. Ich bin ja geizig, für so etwas schneide ich nach Möglichkeit nicht in die Fläche.


Gefüttert habe ich es dieses Mal nur mit H630 auf dem Innenstoff, weil der Dekostoff außen insgesamt ja recht fest ist.

Innen hat es auf beiden Seiten eine Tasche. Auf der einen Seite einen Schmetterling und auf der anderen ein mittig unterteiltes Gummizugtäschchen für den Krimskrams.







Schnitt: Pattydoo + Innentaschen beidseits
Stoff:
Außenstoff: Alfatex
Kellerfalten: Buttinette
Innenstoff:  Buttinette
Vlies: H630

Dienstag, 21. Mai 2013

Montag, 20. Mai 2013

Schnipselkram

Der Pfingstmontag war "kleinteilig" und nun sitze ich hier vor dem Haufen und brauche erst mal 'ne Pause!
Herzlich begrüße ich die Patch-Kröte als neue Leserin, die sich zufällig heute hier eingetragen hat, sie hat ein Fable für Leuchttürme, ts, ts, ts...
Und mehr wird nicht verraten!


Freitag, 17. Mai 2013

Frauenrechtsquilt Block 37

Nameless star - namenloser Stern. Das ist einer der vielen Namen, den dieser Stern trägt.
Das "Muster ohne Namen" nimmt das Thema der Namensänderung bei der Eheschließung auf. Das ist ja auch ein ganz spannendes und auch in meiner Lebensgeschichte kommt es vor. Ja! Ich habe nämlich auch mal "Ja" gesagt. Allerdings hatte ich zu dem Zeitpunkt schon zwei Kinder und - es ist kein Geheimnis - von zwei Vätern. Das zweite streute bereits Blumen, hätte aber bei der Eheschließung locker den Namen seines Vaters annehmen können. Fand ich damals auch komisch: da wäre einfach die Geburtsurkunde ausgetauscht und auf einen anderen Namen ausgestellt worden. Das erste nicht, das hätte adoptiert werden müssen. Das wollten wir nicht. Doppelname? Wäre auch nicht für das erste möglich gewesen und die vierköpfige Familie hätte drei Namen geführt, wollten wir nicht. Ehemann den Namen der Frau annehmen? Wollte er nicht. Die Kinder verschiedene Namen? Wollte ich nicht. Also ist alles beim Alten geblieben: jeder hat seinen Namen behalten.
Erst später habe ich darüber nachgedacht, was so eine Namensänderung auch an Identitäsverlust bedeuten kann. In meinem Job habe ich einen NAMEN, einen den nicht jeder schreiben kann, den aber jeder kennt. Man kann mich googlen und findet mich. (Ob das ein Vorteil ist, da kann man drüber streiten, aber das geht beim Studium los, man müsste unter Pseudonym leben, schreiben, arbeiten) Und mein NAME macht mich meiner Familie zugehörig. Zum Familientreffen hießen alle gleich (ich habe zwei Brüder) - find' ich schön.
Dieser Namenlose Stern erinnert an Lucy Stone, die sich 1855 weigerte, bei der Heirat ihren Namen zu ändern. Sie meinte, dass ihr Name ein Teil ihrer Identität sei und nicht verloren gehen sollte. Das war damals nicht möglich, erneute Diskussionen von verschiedenen Journalistinnen in den 1920ern wurden wieder vehement abgelehnt, das soziale und rechtliche System wäre ins Wanken gekommen. Schließlich konnte man als Frau nicht wählen, kein Buch ausleihen oder im Hotel ein Zimmer nehmen, wenn man nicht die Identität des Ehemannes benutzte.
Und man kann es sich fast nicht vorstellen, dass es noch bis in die 1970er dauerte, bis gesetzlich geregelt wurde, dass jeder bei der Eheschließung über seinen Namen frei entscheiden kann. Mehr zur Geschichte des Themas hat Regina für uns übersetzt.


Im Gespräch mit meiner vielköpfigen Familie und Patchworkfamilie (wir sechs tragen gemeinsam drei Namen!) zum Thema fanden wir noch eine weitere Eigenart zum Umgang mit Frauenrechten in der deutschen Sprache. Da gibt es so ein seltsames Wort: MÄDCHENNAME... Der Junior hat sich immer fürchterlich aufgeregt, wenn wir ihn geneckt haben: "Na, Dein Mädchenname ist doch ..."

Und nun habe ich einen Stern genäht! Das wollte ich ja schon immer mal. Wenigstens einen. Nicht so, wie die Mitstreiterinnen von Grit, die damit ganze Quilts füllen :-)

Ein Haus zu diesem Block gibt es nicht, nicht, weil ich keine Lust hätte oder so, aber zwei der Stoffe habe ich schon bei anderen Häusern vernäht und nun habe ich zwar Schnipsel gemacht aus dem Punktestoff, aber für irgendein anderes Häuschen. So ist es halt, beim Frauenrechtsquilt nehme ich die Stoffe immer wieder in die Hand.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Frauenrechtsquilt Block 35

Als ich das Muster gesehen habe, wußte ich sofort, wie die Widmung für diesen Block werden soll, das Thema brennt mir schon lange auf der Seele, es gab nur lange keinen Block mit einem Kreuzmuster. Das Kreuz ist verschoben, aus den Fugen geraten, so wie die einstige caritative Idee.
Seht Ihr den seltsam ketten-gemusterten Stoff? Der steht bildhaft für Chromosomenketten - dieser Block sei - stellvertretend für alle Betroffenen - der jungen Frau gewidmet, der nach einer Vergewaltigung in einer Kölner Klinik der Zugang zur "Pille danach" verwehrt wurde. Das rote Kreuz steht für die medizinischen Einrichtungen, in denen die betroffenen Frauen versorgt und betreut werden - falls sie betreut werden! Was ist das für eine katholische Kirche, deren Köpfe - alles Männer - solche Entscheidungen treffen! Das schreckliche Erlebnis ist ja schlimm genug für eine Frau, aber wenn dann noch die Sorge um eine ungewollte Schwangerschaft dazu kommt! Und dieses Ereignis war kein Einzelfall sondern hat katholisches System. Mit Schwangerschaftsabbrüchen will die katholische Kirche nichts zu tun haben. Mitarbeiter bekommen klare Anweisungen, dass Vergewaltigungsopfer an andere Kliniken weitergeschickt werden sollen, falls sich andeutet, dass sie mit der "Pille danach" behandelt werden wollen. Da reden wir noch gar nicht von allumfassender Beratung und Fürsorge. Und genau die würde man jeder Frau in so einer Lage wünschen, egal, ob sie einen Minirock trug oder nicht.
In der Mitte des Blocks treffen sich der Tod und die Hoffnung.


Für das Recht einer medizinischen Versorgung ohne Vorurteile und Dogmen:


Das Haus ist auch gebaut, ein Krankenhaus. Ein Haus zwischen Tod und Hoffnung.
Das Kreuz muss ich noch ordentlich festtackern.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Das Haus des Philatelisten

Ihr habt es sicher geahnt: zur Bube-Tasche gibt's schon wieder ein Haus. Und es wohnt kein Spitzbube drin, sondern ein Briefmarkensammler. Das sieht man vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick, aber auf den zweiten.
Man darf nicht glauben, dass die Spezies der Philatelisten ausgestorben sei, nein, so ist das nicht. Und der Bewohner hier sammelt nicht Bundesrepublik, postfrisch, sondern er befasst sich mit einem Spezialgebiet - den ehemaligen Kolonien. Und er sammelt nicht nur die Marken, sondern auch die Poststempel. Und die Fälschungen der Marken und der Poststempel. Das kam (und kommt) gar nicht so selten vor, weil beides inzwischen sehr selten ist. Logisch, wegen der ausgestorbenen abgeschafften Kolonien. Und wo Engpässe entstehen, tummeln sich auch die Ganoven. Und vielleicht wohnt hier nämlich doch ein Spitzbube, ein Fälscher oder Ganove.
Ja! Damit kann man eine ganze Sammlung füllen, ein ganzes Haus und ein ganzes Leben. Ehrlich! :-)

Haus No.14

Ich habe erst überlegt, ob ich den festen Dekostoff überhaupt verwenden will, aber sonst wird's ja kein Haus! Und so habe ich ihn immer an den Stellen genommen, wo er Teil 1 des Paperpiecings ist, da war es kein Problem.

Dienstag, 14. Mai 2013

Taschenspieler CD - ein Bube auf den letzten Pfiff

Na, das war jetzt aber knapp! Bis heute Abend sammelt Emma auf ihrer Frühstücksseite die Buben aus dem Kartenspiel. Meiner ist eben gerade noch fertig geworden.
Es scheiterte eine Weile an geeigneten Metallteilen und dann auch am großen Fragezeichen der Taschenhöhe. Je mehr Buben bei Emma zu sehen waren, umso größer wurden meine Zweifel: ist sie zu groß?
Aber die Innentaschen waren fertig, die Außentasche schon zugeschnitten und mit dem rückwärtigen RV versehen, der Spielraum war klein. Und trotzdem habe ich heute beherzt oben 4 cm abgeschnitten.


Auch die Verschlussfrage hat mich eine Weile gedanklich beschäftigt, die Entscheidung ist letztendlich gegen Schulranzenverschluss und für Klettband gefallen, was soll so ein Schnappverschluss im Dschungel?
Auf der Rückseite habe ich eine RV-Tasche eingebaut, das ist mir wichtig, aber RV-Baumler fehlt noch.


Innentaschen hat der Bube von Haus aus reichlich, auf der einen Seite ein großes Einsteckfach und auf der anderen zwei schmale Taschen mit Stifteinsteckfächern. Die muss man allerdings kürzen, damit einem kein Bleistift in den Untiefen verschwindet.




Die Innentasche ist in vielen schmalen Streifen abgesteppt mit Bodentuch vom Discounter, das macht die Tasche schön stabil. In der Klappe ist ein Volumenvlies, das ich auf das Innenfutter gesteppt habe.

Die Träger: immer wieder spannend, ich mag keine Träger aus reinem Gurtband. Und diese große Tasche verlangt förmlich nach 4-cm-Breite. Da war ich erst mal bisschen ratlos. Aber dank einem Tipp von Annette, die ihren Buben schon ganz fix fertig hatte, war ich das erste Mal im Leben bei Dawanda einkaufen. Warum habe ich das eigentlich bisher nicht gemacht? Ist ganz einfach und tut nicht weh! Dort gab es die begehrten Gurtversteller, D-Ringe und Karabiner für 4-cm-Gurte. Klasse.


An der Seite ein Karabiner für den Einkaufschip oder ein bisschen Gebaumel.


  


Schnitt
Bube von der Farbenmix-CD
Stoff

außen:
Alfatex
Streifen:
IKEA
Innentasche:
Retroblümchen von Buttinette
Futter:
Polyestervolumenvlies und Bodentuch