Samstag, 21. Mai 2022

Die Spuckpalme - Euphorbia leuconeura

Kennt Ihr die Spuckpalme? Wissenschaftlich betrachtet heißt sie natürlich anders, nämlich Euphorbia leuconeura, auch "Madagaskar Juwel" genannt. Angeblich ist es eine leicht zu pflegende Zimmerpflanze, aber da muss ich offenbar noch üben....


Ein Exemplar dieser Gattung wohnt seit ein paar Jahren bei mir, gezogen aus einem Sämling bekam ich sie geschenkt. Erst wartete das Pflänzchen vor sich hin, wuchs nicht, wollte nicht so recht... Dann hatte ich sie vor zwei Jahren in einen größeren Topf gepflanzt und mich (endlich) mal mit ihrer Lebensweise beschäftigt. Und das war gut so, denn die Spuckpalme ist etwas ganz Besonderes.
Was man als erstes wissen sollte, ist, dass sie giftig ist in allen Teilen und man Kinder und Haustiere vor dem Aufessen der Samen beschützen muss. Wenn das geklärt ist, kann man sie bewundern! Die Spuckpalme entwickelt einen dünnen "Stiel" und oben einen dicken Knubbel, aus dem die Blätter wachsen. Sie mag es, eng mit anderen Pflanzen zu stehen. Und sie liebt im Sommer Temperaturen von 20 - 25°C. Das ist nicht so schwer. Die Überwinterung erfolgt im Haus bei 14 bis 16 Grad. Vermutlich stand meine im Hausgang zu kalt, denn sie hatte bis auf eins alle Blätter abgeworfen!
Aber irgendwie ist das auch  normal und ich hatte ja sehr gehofft, was jetzt eintritt: sie treibt neu aus. Der Schopf bekommt lauter neue Blättchen.
Am Rand des Töpfchens steht seit letztem Jahr ein Sämling. Die Spuckpalme macht nämlich ihrem Namen alle Ehre: sie spuckt ihre Samen teilweise mehrere Meter weit und natürlich auch in den eigenen Topf. Einer der kleinen, runden, dunklen Samen war aufgegangen. Jetzt war der Sämling ca. 5 cm hoch. Da ist der Punkt gekommen, wo man ihn vereinzeln sollte. 
 

Das habe ich nun gemacht. Ein kleiner Topf mit einer Mischung aus handelsüblicher Blumenerde und Seramis Granulat ist nun das neue Zuhause des Setzlings. 
 

Beide Pflanzen stehen nun wieder absonnig und ich bin gespannt wie sie sich entwickeln werden. Die Mutterpflanze hat jedenfalls schon mal wieder eine Blüte angesetzt, winzig und unscheinbar, direkt in der Blattachsel. Aber dann: Vorsicht mit den Samen! Die werden breit gespuckt und sind giftig...
 
 
Nun wird sie alle zwei Wochen mit handelsüblichem Blumendünger gedüngt. Da ist sie nicht so sehr anspruchsvoll.
Beim Umpflanzen sollte man Handschuhe tragen, denn besonders giftig ist der milchige Saft, der bei Verletzungen eines Blattes aus der Bruch- oder Schnittstelle dringt. Das ist mir zum Glück nicht passiert.
Damit ich mir das alles merken kann gibt es im Gartenbuch einen Steckbrief für die Spuckpalme.



8 Kommentare:

  1. Liebe Elke, von einer Spuckpalme habe ich noch nie gehört und somit wieder etwas dazu gelernt. Danke dafür :o) Hast Du vielleicht einen Tipp für mich, wie ich den ehemals grünen Daumen wieder aufpäppeln kann? Es will so gar nicht gelingen bei mir...
    Hab einen schönen Sonntag, liebe Grüße an Dich
    Katrin

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  2. Ich kenne die Spuckpalme nicht. Die sieht gut aus. Viel Spaß weiterhin mit ihr.
    L G Sieglinde

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  3. Ich habe auch noch nie von einer Spukpalme gehört. Ich weiß auch nicht, ob ich so viel Geduld bei der Pflege gehabt hätte. Wenn eine Pflanze partout nicht bei mir wachsen will, dann denke ich, wir passen nicht zusammen und sie muß leider gehen. Ich kann von mir auch nicht behaupten, dass ich einen grünen Daumen habe.
    LG Renate

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  4. Liebe Elke,
    was es doch für spannende Pflanzen gibt. Von einer Spuckpalme habe ich allerdings auch noch nie gehört. Wie schön Du Dich mit Deiner pflanzlichen Mitbewohnerin beschäftigt hast. Nun wird sie es ganz bestimmt für immer gut bei Dir haben und fleissig neue Samen produzieren und.....spucken...*lach*
    Liebe Grüße an Dich und habe einen sönen sonnigen Sonntag
    Anke

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  5. Ich hab seit etwa einem Jahr eine Spuckpalme. Sohnemann hat sie mitgebracht, ein Klassenkamerad hatte eine mit vielen Kindern, die haben sie die in der Schule einzeln in Töpfe eingepflanzt. Dass die Samen giftig sind, wusste ich nicht. Unsere hat auch noch keine produziert.
    LG von TAC

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  6. Auch ich habe davon noch nie etwas gehört. Du wirst lachen, aber solche Anfänge von Pflanzen mag ich lieber als die, die in einem Laden gekauft sind. So etwas selbst groß zu ziehen hat doch was. LG von Rela

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  7. Spannend , spannend!! Aber gerade nicht die Pflanze, die ich mit Katze und Kleinkind rumstehen haben möchte..
    Herzlichst
    yase

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  8. Hallo Elke,
    ich schließe mich Yase an: sehr interessant, aber giftige Pflanzen mag ich nicht im Haus haben.
    LG Doris :o)

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