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Freitag, 20. Januar 2023

Niwibo sucht Antworten auf 8 Fragen

In letzter Zeit lese ich auf den Blogs immer wieder von Niwibo's Frageaktion. Gute Fragen....
Hier sind meine Antworten!
 
 
1. Warum heißt Dein Blog gerade so?

Das ist eine längere Geschichte! So ein Blog braucht möglichst einen unverwechselbaren Namen - das war mir sofort klar. Und die Entscheidung war auch schnell getroffen: Mein Vater war Gerbermeister und hatte drei Geschwister: eine Zwillingsschwester und ein weiteres Zwillingspärchen. Sowas ist ja eher selten. Und er wollte unbedingt gern selbst Zwillinge bekommen und diese nach zwei Gerbstoffen benennen: Valomea und Trillo. Mit den Zwillingen hat es leider nicht geklappt und auch in der nächsten Generation gab es keine. Aber die Erzählung davon hat mich so nachhaltig beeindruckt, dass die Valomea eben bei mir hängen geblieben ist....

2. Seit wann gibt es Deinen Blog?

Mein erster Post ging am 16.04.2012 online. An diesem Tag habe ich gleich vier Postings veröffentlicht - ein Test sozusagen. Seitdem blogge ich ziemlich regelmäßig, aber aus Zeitgründen in ziemlich "engen Kreisen". Jedes Jahr wurden seither weit mehr als 200 Postings veröffentlicht.

3. Warum hast Du mit dem Bloggen angefangen?
 
Kurze Zeit vor der Eröffnung meines Blogs hatte ich begonnen zu nähen. Damals war hier unser schiefer Kirchturm in Bad Frankenhausen mächtig am Wackeln. Und nur einer Initiative eines Vereins und vieler kreativer Bürger ist es zu verdanken, dass dieser Turm noch steht. Ich habe damals lauter Kleinigkeiten zugunsten der Turmsanierung genäht und Ideen dazu aus den Weiten des www. gezogen. Dabei stößt man unweigerlich auf Kreativ-Blogs und ich wollte eben gern auf diesen Kommentieren, Fragen stellen, vielleicht Antworten erhalten. Da war der Weg zum eigenen Blog nur noch kurz!

4. Welches Hauptthema findet man auf deinem Blog?
 
Es gibt wohl mehrere Hauptthemen. Begonnen hat es eindeutig mit Nähen von Kleinigkeiten. Bald kam Patchwork dazu. Seit das Nähzimmer aus allen Nähten platzt und auch sonst zu viel von allem vorhanden ist, beschäftige ich mich mit Entrümpeln, Aufräumen, Sortieren, Ordnung, Nachhaltigkeit und lasse Euch daran teilhaben (ich habe lange nichts von der Magischen Küchenspüle geschrieben! *lach*)
Seit Neuestem nähe ich Kindersachen und Kinderspielzeug - stolze Oma's machen das so!


5. Warum bloggst Du?
 
Für mich ist das Bloggen ein Blick in die kreative Welt. Da gibt es jede Menge Anleitungen und Ideen! Im Gegenzug erzähle ich selbst gern davon, was ich wie gemacht habe. Mehr als nur ein Foto vom fertigen Produkt. Schreiben fällt mir leicht, es ist wie ein kreatives Tagebuch, in dem ich öfter mal zurück blättere, um zu einem bestimmten Projekt noch einmal nachzulesen... Die andere, besonders wichtige Seite ist natürlich die Inspiration, der Austausch mit anderen Kreativen, das Sammeln von Ideen und das Lernen von Anderen. Und da liegen mir die Möglichkeiten eines Blogs deutlich näher als andere Medien. Facebook kommt mir nicht in die Tüte und Instagram nutze ich nur für ganz spezielle Projekte.
Ganz wichtig sind für mich Eure Kommentare. Ich schaffe es zwar nicht, jeden zu beantworten. Aber das Kommentieren macht das Bloggen erst zu einer lebendigen Welt. Es ist eine ganz inspirierende Sache, wenn andere etwas zu meinem Gewerksel sagen. Jeder möchte natürlich gern mal gelobt werden. Gerade bei so unspektakulären Dingen, wie Reparieren zum Beispiel, gibt es ja die Anerkennung nur sehr selten von unserer realen Umgebung. Da sind Kommentare Gold wert. Auch bei Fragen zu notwendigen Entscheidungen (welcher dieser drei infrage kommenden Binding-Stoffe, bitteschön????) sind für mich Eure Kommentare immer sehr hilfreich. Hier darf man aber auch kritisieren, vorausgesetzt es ist nett und ehrlich gemeint und es steht ein Name drunter. Leider ist es zunehmend schwierig damit geworden, dass viele Blogger als anonyme Kommentatoren erscheinen. Dann ist das Antworten entweder sehr mühselig (Recherche über Bloggerprofil oder Blog) oder gar nicht möglich. Lange Rede - kurzer Sinn: ich blogge, weil es mein Leben bereichert und bunter macht!

6. Linkparties
 
Oh, ein zweischneidiges Schwert!!! Ich lieeebe Linkparties! Mit anderen gemeinsam etwas werkeln, fotografieren oder anderes macht ja richtig Spaß. Auf der anderen Seite steht mein wirklich knappes Zeitbudget - ich arbeite aktuell wieder Vollzeit, habe eine verstreute Familie, ein großes Haus und das Haus des Lebenspartners mit seinen vielen zu putzenden Fenstern noch dazu, einen großen Garten und auch noch andere Hobbies und Ehrenämter. Nähen will ich am besten auch noch. Da bleibt nicht so viel Zeit für Linkparties. Das gemeinsame Werkeln habe ich noch ohne Linkparty begonnen (da wusste ich noch gar nicht was das ist): mit einem gemeinsamen Nähkränzchen mit Daisy. Was hatten wir für Spaß!
 

Später war ich Gast bei diversen Linkparties und das bin ich immer wieder gern.
Seit ein paar Jahren richte ich selbst welche aus. Wunderbare Ergebnisse hat zum Beispiel die mit Doris gemeinsam ausgerichtete Linkparty "Sets around the year" gebracht. Erinnert Ihr Euch?
 

 
Na, und aktuell laufen "Reparieren von 12 bis 12", die schweißtreibende "Weniger ist mehr - 1000 Teile raus" - Entrümpelungsaktion und die "UFO-Linkparty". An diesen Themen könnt Ihr auch schön sehen, was mir wichtig ist! *lach* Aber es könnte auch gern mal wieder eine "schöne" Linkparty geben.... Dazu gehe ich aktuell auf andere Blogs...

7. Kennst Du Blogger persönlich?
 
Ja, und das ist wunderbar! Manchmal trifft man sich auf Ausstellungen, Messen oder Nähtreffen. Einige Bloggerinnen habe ich so schon mehrfach getroffen und das ist natürlich wunderbar. Man knüpft sofort wieder im Gespräch an und hat ja immer was zu bequatschen. Und am Allerbesten sind natürlich die Zusammentreffen in kleinstem Kreis. Ich erinnere mich noch genau an den Moment als Katrin eines Tages vor einem Basarstand hier im Ort stand und sich zu erkennen gab. Sie wohnt ganz woanders und war hier im Ort zu Gast. Oder das Zusammentreffen mit Yase im November letzten Jahres! Wir hatten uns noch nie gesehen und sind uns sofort um den Hals gefallen. Das viele Lesen und Kommentieren schafft im Vorfeld so viel Vertrautheit, dass ein Zusammentreffen vom ersten Moment an der Besuch einer Freundin ist.

8. Woher nimmst Du die Ideen zum Bloggen?

Na, von Euch natürlich! Ich bin ein sehr pragmatischer Typ und nur "abwandelnd kreativ" - ich nutze schamlos die Ideen anderer aus! Dazu ist ja Bloggen auch da! *lach*
Und ich trage das Leben 1.0 ein Stück weit in den Blog hinein. Mir macht es Freude, über das Nähen, die kleinen Katastrophen und das große Chaos im Nähzimmer zu erzählen, über Reisen, Garten umbuddeln und Marmelade kochen. Und aus Euren Kommentaren kann ich immer wieder lesen, dass es offenbar vielen im Gegenzug Freude macht, mein Geschreibsel zu lesen.
Und so soll es auch weiter bleiben!

Verlinkt wird nun bei Niwibo - life is so beautiful

Dienstag, 9. Juni 2015

Was von all dem Patchwork wird eigentlich wirklich benutzt?

Damit hat Nana neulich eine interessante Frage aufgeworfen! Und ich fand es total schön, mit ihr durch ihre Wohnung zu gehen und das mal genauer zu betrachten. Um es vorweg zu nehmen: ich versuche allen Dingen, die ich nähe, einen "Sinn" zu verpassen. Vieles nähe ich ja, um es zugunsten einer Spendenaktion wegzugeben. Ob das später benutzt wird, ist mir egal - seinen Zweck hat es erfüllt... Und das, was ich für mich/uns nähe soll aber natürlich auch einen Sinn haben. Und so bin ich gestern durch das Haus gelaufen und habe ein paar Fotos gemacht. Schau'n wir doch mal....
In der Küche hängen diese Topflappen aus Apfel-Stoffen von Debbi Mumm. Eigentlich blöd - bei mir ist das ganze Jahr Herbst, da könnte man direkt mal was machen.... (Ist nicht gerade "Gelbe Woche"?)


Dazu passend gibt es seit vielen Jahren diese Brotkorbserviette und im Herbst auch Tischsets


In der Küche können wir bequem zu viert essen, wenn mehr Menschen da sind, weichen wir in die Diele aus. Hier liegen von den Tischsets im Moment zwei. Da benutzen wir immer welche, personengebunden, jahreszeitlich verschieden und immer wieder gewaschen. Jeder Stuhl hat sein eigenes Sitzkissen aus Jeans. Das war überhaupt beim Fotografieren für mich interessant zu sehen, dass ich für uns hier im Haus so viel Jeans vernähe...


Denn im Wohnzimmer auf dem kleinen "Zusatzsessel" liegt ja seit einer Weile auch ein Jeanskissen


und der Hocker vor meinem Schreibtisch sitzt sich damit schön weich:


Das ist unsere olle Couch mit dem Cathedral-windows-Kissen, das ich vor langer Zeit mit Daisy genäht habe. Erinnert Ihr Euch? Das war lustig! Und es wird echt benutzt. Ständig. Vorn rechts sieht man eine Vliesdecke, die auch immer in Benutzung ist, da hatte ich vor dem Nähen einer ganzen Decke ausprobiert, wie sich Stoff auf Vlies quiltet. War nur ein Test, aber solche Provisorien halten ja bekanntlich ewig....


Neben dem Couchtisch steht mein Sessel. Unverkennbar meiner. Ich bin da von einer ganzen Armada an Handarbeitszubehör umgeben! Gerade draufgeschmissen, da aus dem Wochenendgepäck ausgepackt, ist das Sockenstrickzeug in einer dazu passenden Tasche nach dem Machwerk-Schnitt. An der Armlehne hängt der Sessel-Caddy, den ich mal in einem SAL bei Liz genäht habe. Den benutze ich für die Nadeln, habe aber auch einen Stift oder das Maßband und ein Taschentuch dort griffbereit. Auf der Ablage-Box der Lampe (die ich offensichtlich nicht benutze! - die Box) liegt ein zusätzliches Nadelbüchlein. Auf dem orangenen Tischchen dahinter steht die Strickzeugtasche, in der sich derzeit ein UFO aus Bändchengarn befindet, und darunter liegt die Projektetasche für den Dear-Jane, wenn Buch und Blöcke mit mir unterwegs sind. Die ist klasse.


Der Blick auf den Tisch: die Sew-together-Bag, derzeit mit den Näh- und Stick-Utensilien für den Hexagon-Quilt, ein Jeanstäschchen mit zusätzlichen Garnen und Krimskrams, mein Brillenetui (die Brille habe ich beim Fotografieren auf, sonst seh' ich nix) und das MugRug, das bei mir bleiben wollte, für Weinglas oder Teetasse. Weggenommen habe ich von diesem Sammelsurium die Rundablage von Doris, die hat ja jemand anderes für mich genäht. In der befinden sich derzeit die vorbereiteten Shapes für den Hexagon-Quilt


Interessant finde ich bei der Betrachtung der verwendeten Stoffe, wie wild durcheinander meine Vorlieben gehen! Ein bisschen crazy.... :-)
Beinahe hätte ich den Chateau Hexagon vergessen zu fotografieren! Der hängt an der Wand neben meinem Schreibtisch und ich freue mich immer wieder daran:


Von da geht es raus auf die Terrasse. Oh, Du meine Güte! Wenn man so mit fremdem Auge guckt, sieht man das Elend besser! Das Jeanskissen auf meinem Lieblingsstuhl ist derweil so verschossen! Das habe ich im Sommer vor drei Jahren genäht, seitdem scheint die Sonne drauf und die Jeansfarbe ist eben doch nicht so lichtecht wie man denkt.


In unserer Diele hängt noch der Frühlingswandbehang, den könnte ich nun mal austauschen gegen die Leuchttürme...


Auf dem vorderen Stuhl sieht man schon die eben benutzte Jeanstasche - eine meiner Favoriten!


Da drin sind immer ein Einkaufsbeutel, im Moment dieser aus verschiedenen Apfel- und rot-grün-Stoffen und ein Taschenorganizer nach einem Schnitt von der Farbenmix CD 2. Der ist einfach genial und sieht trotz ständiger Benutzung noch prima aus. Aus der Tasche hängt das Schlüsselband, das inzwischen 1 Jahr in Benutzung ist und schon wieder erneuert werden könnte....


Im Flur an der Haustür hängt meine kleine Jeanstasche - eine Anna von Frau Machwerk, verkleinert auf, ich weiß nicht mehr genau, 75% vielleicht. Die nehme ich gern abends mit für unspektakuläre Wege. Dafür habe ich noch eine Schneeglöckchen- und eine Pilzklappe und eigentlich wollte ich immer mal noch ein paar andere dazu nähen.


Ein weiterer Favorit ist ja nach wie vor die grüne Joker von der Farbenmix CD (1?)


Und gern nehme ich auch diese kleine Clutch. Davon wollte ich mir auch immer noch mal was in anderen Farben nähen.


Im Schrank dagegen befinden sich drei weitere genähte Taschen (Rot - eigentlich sehr schön, Türkis - schon sehr verschossen, braun-bunt - irgendwie nicht mein Liebling) und die neue Türkisfarbene Urlaubstasche, die ich sicher je nach Kleidungsfarbe aktuell benutzen werde.

Im Nähzimmer hängt an der einzigen freien Wand der Sulky-Quilt. Der wird von jedem Besucher im Nähzimmer bewundert und ich freue mich immer wieder daran.



Auch hier auf dem Hocker ein Jeanskissen:


An der Lampe hängt der Scherenbutler


Den Faden- und Schnipselsammler mit Nadelkissen benutze ich ständig. Im Hintergrund sieht man dieses winzige rosa-grüne Utensilo, das die tatsächlich regelmäßig genutzten Füßchen der alten Nähma enthält und dazu ein paar leere Spulen...



Im Regal über dem Zuschneidetisch steht für Bänder und Schrägbandformer und Ersatzklingen ein uraltes Utensilo, das war wohl eins der ersten Dinge, die ich genäht habe nach der Reaktivierung der Nähmaschine nach jahrelangem Nicht-Nähen.


Passend zum Fadensammler gibt es im Nähzimmer noch ein Utensilo. Da sind lauter Stoffschnipsel von Projekten drin, die auf weitere Bestimmung warten. Zuletzt die grünen, die ich beim Stoffabbau bei Emma wirklich verringern konnte.


Ein weiteres steht im oberen Bad und wird benutzt. Utensilos nähe ich für uns in der Regel zweckbestimmt.


Große Quilts sind nur zwei im Haus. Hier seht Ihr das "Echtbild" vom Bett des Juniors, der Traktorenquilt mit Kissen:


Und das ist mein Erstlingswerk, auch in Benutzung.


Alle anderen Quilts, die ich genäht habe, sind nicht hier. Aber neulich war der Computer-Quilt des Großen zum Waschen da und sah wahrhaft benutzt aus! Wie schön! Da bin ich mir beim türkisen Quilt der Kleinen nicht so sicher....
Tja, so ist das mit dem Benutzen der gepatchten Dinge bei uns. In einem großen Schrankschubkasten befinden sich die Wechsel-Wandquilts für die Diele mit den passenden Tischläufern: der Winterquilt, die Würfel, die Leuchttürme, die Pilze. Der Läufer für den Frühlingsquilt ist leider nicht mehr zu sehen, er war mir ja "aus dem Haus gelaufen"... Und Tischsets gibt es auch viele. Alle Kinder benutzen ihre Kosmetiktaschen (z.B. diese) und Handytaschen (z.B. diese), das Haargedöns wird allerdings nicht zweckdienlich verwendet. Das war eher ein Flop. Dafür sieht die Fototasche von Herrn B. und sein Schlüsselband beides nicht mehr wirklich gut aus und könnte ersetzt werden. (Kann ich Euch im Moment nicht fotografieren - ist aus dem Haus). Die Große liebt ihre Strickzeugtasche mit passendem Scherenetui und hatte sie am WE zum gemeinsamen Kurzurlaub wieder dabei. Es ist nie garantiert, dass man den Geschmack des Benähten trifft, aber so ganz schlecht ist mein Händchen da vielleicht nicht.... Und wie ist es bei Euch?



Montag, 16. Juni 2014

Das "Chateau Hexagon" ist fertig!!

Tadaa!! Wenngleich auch in letzter Zeit hier nicht viel genäht wurde - nun ist der Lynette-Anderson-Hexagon-Button-Quilt fertig!


Ich freue mich! Das Zusammennähen des Streifen-Rands aus diesen wundervollen Stoffen hat noch mal so richtig Spaß gemacht und war ja recht schnell erledigt. Beim Quilten wollte ich sehr sparsam vorgehen, damit die Stickerei nicht "zerquiltet" wird. Aber Falten und Wellen sollen die Teile natürlich auch nicht haben, da ist das eine Gratwanderung. Erst habe ich mit der Maschine den Rand in der Naht gequiltet, da labberte das Innenteil etwas in der Gegend rum. Dann habe ich die Hexagonketten außen im "Schatten" gequiltet". Auch mit der Maschine. Das gefällt mir gut. Der Teich ist "umrundet". Und trotzdem wellt sich der Stoff um das Schloss herum ein bisschen. Da fehlt in der großen Fläche eben doch das flächige Quilting, das muss ich mir noch überlegen, ob ich da in der Fläche quilten soll. Was meint Ihr?


Die Fenster vom Schloss waren beim Applizieren und Sticken schon schier unendlich. Das war beim Umrunden nun auch nicht schneller. Und beim Dach hatte ich ja beim Zuschneiden extra gut aufgepasst, dass der Stoff nicht auf dem Kopf steht. Hat prima geklappt! :-)


Und nun haben auch die wunderschönen Holzknöpfe ihren endgültigen Platz gefunden:


Besonders schön finde ich ja immer noch den Block mit den Vogelhäuschen:



Übrig ist nun der Pudelknopf. An dessen Stelle läuft eine kleine Katze in der Wiese herum.



Das Binding ist aus einem lang gehüteten Lynette-Anderson-Schatz. Davon ist jetzt noch ein kleines bisschen übrig. Eigentlich ist es wie gemacht für einen Block aus dem Quilt nach Dear Jane, oder?



Der Wandquilt ist 92 x 66 cm groß. Er bringt  413 Gramm auf die Waage und entlastet meine Jahresbilanz nun wieder ein kleines bisschen.


Im Fazit gibt's dazu Folgendes zu sagen: ich habe ja zum ersten Mal so ein großes Stick-Applikationswerk unter der Nadel gehabt. Das würde ich vermutlich auch nicht gleich wieder machen wollen. Den ersten Block habe ich im Juni 2013 gestickt. Die Stickerei hält schon ganz schön auf braucht ziemlich viel Zeit. Die gedeckten Stoffe, die in der Materialpackung enthalten waren, sind ein Traum, aber das Ganze ist sehr kostenintensiv, so dass weitere Werke von Lynette Anderson vielleicht auch ein Traum bleiben werden. Da kommt man sicher mit den inzwischen erhältlichen Büchern besser weg. Mir hat das Ganze unheimlich viel Erfahrung im Sticken und Applizieren gebracht und das ist toll. Die 50 Vokabeln Englisch habe ich allerdings nicht gelernt. Aber den "lazy-daisy-stich" habe ich mir gemerkt, das finde ich soo süß! Und so das eine oder andere Wort hat sich vermutlich doch in meinen passiven Wortschatz geschlichen...

Mittwoch, 20. November 2013

Aufräumen im Nähzimmer (4)

Ha! Daisy sortiert Stoffe in Kisten! Bei mir liegt das einfach so rum :-(
Das ist nun 'ne richtig olle Kamelle!
Seit dem Sommer liegt hier am Rand des Nähtischabgrundes zugeschnitten und gestapelt das Baumaterial des Optikerhäuschens, der wohl heimlicher Fuchsien-Liebhaber ist.
Genäht hatte ich im Juli nämlich ein Brillenetui. Gefüttert war es mit rosa Streifen, vorne schwarz und hinten creme, schick, schick... Auch hier führt der großgemusterte Stoff zu einer interessanten Optik.
Und hier wohnt der Optiker:

 Haus No. 40

Mittwoch, 6. November 2013

Angezogene Socken

Ihr möchtet sehen, wie die Mojos angezogen aussehen? Na, ganz einfach - wie Socken eben! :-)


Der Witz an diesen Socken ist die Socke ohne Fuß drin. Die Rippen merkt man beim Tragen in keiner Weise unangenehm, sie ziehen sich einfach breit.
Gestrickt sind sie frei nach dieser englischen Anleitung. Aber wir wissen ja seit heute früh, dass Daisy dazu vor Jahren einen deutschsprachigen Bilderkurs veröffentlicht hat. Damit geht das vielleicht leichter.... :-)

Dienstag, 5. November 2013

Mojos

Das dazwischen gemogelte Sockenprojekt ist beendet. Daisy hatte es nach den ersten paar Reihen sofort erkannt - da sprach die Fachfrau! Mojo-Socken sind es geworden. Die englische Strickschrift habe ich mir erspart, ich habe "nach dem Bild" gestrickt und das hat wieder gut funktioniert :-)


Die Wolle ist "Fischer" von Opal.
Ich geh' dann mal Wolle suchen.... :-)

Montag, 30. September 2013

Hasenbach-Challenge - ich bin wieder dabei!

Dieser Monat ist ein "ordentlicher" Monat, zumindest im Hasenbach-Challenge, denn ich habe meine Monatsaufgabe gerade noch so pünktlich erledigt.
Der Leuchtturm sieht aus, als stünde er in karger Gegend. Tut er auch, das Original steht in Neufoundland. Aus wuchtigen Steinen gemauert trutzt er Wind und Wetter.

Man kann jetzt trefflich darüber sinnieren, ob man einen Knick in der Optik hat oder das Dach nicht stimmt. Ich könnte es Euch sagen... :-)
Und heute zeige ich Euch auch die nachgeholte Aufgabe vom August, die ich ja nicht rechtzeitig fertig bekommen hatte:

 

Das Leuchtturmwärterhaus für den neuen Leuchtturm ist noch zu vermieten, in das mit dem Grasdach war ja sofort Daisy eingezogen :-)




Allen Lesern, die nur selten auf diesen Blog zu Besuch kommen, nämlich heute, weil Hasenbach-Challenge-Tag ist, diesen Lesern empfehle ich noch einen kleinen Blick auf mein Projekt der letzten Tage - den Pilzgarten. Auch ein Paper Piecing, z. T. mit Vorlagen von Claudia Hasenbach, überwiegend mit Vorlagen von Regina Grewe, teilweise mit Eigenkreationen, aber insgesamt toll. Und ich: stolz! :-)

Ein herzliches Willkommen an dieser Stelle den neuen Leserinnen! Ich freue mich immer wieder neu, wenn Ihr Euch für das interessiert, was mir so die Zeit vertreibt...

Donnerstag, 26. September 2013

Der "Pilzgarten" ist fertig!

Marianne hatte es ja schon energisch moniert: keine Fotos, wo man den Pilzgarten im Ganzen sieht. Das lag wohl daran, dass ich tagelang immer nur partiell auf eine Stelle gestarrt habe, immer an die, wo ich gerade gequiltet habe... Aber nun sind die Meter Binding umgenäht, der Tunnel ist auch dran und der Quilt kann an seinem Bestimmungsort aufgehängt werden: unsere große Diele.
Ist er nicht wunderbar geworden?




Insgesamt ist er nun 119 x 93 cm groß.
Ich freue mich! Aus verschiedenen Gründen.
Erstens, weil er so tolle Farben in den Raum zaubert. Auf dem oberen Bild sind die Farben "echt". Bis eben hing hier der Würfelquilt, der ja mit seinem Blau-Grün-Grau eher kühl wirkt. Und nun dieses Feuerwerk!
Zweitens hat das Nähen so viel Spaß gemacht. Was habe ich hier vor dem PC gelacht beim Erfinden der verrücktesten Namen. Und viele Gläser Rotwein mit Daisy geleert. Es war köstlich und wird mir in dauerhafter Erinnerung sein!
Drittens: Mit diesen Pilzen habe ich mir das Nähen auf Papier erobert. Die Muster von Regina Grewe eigneten sich dazu prima. Die von Claudia Hasenbach sind deutlich schwieriger, da kleinteiliger und dann habe ich ja sogar Abwandlungen und Selbsterfindungen getätigt - hier bin ich echt dran "gewachsen"
Viertens. Das Quilten! Bei Nana und Marianne und auch bei Marita waren in der letzten Zeit so wunderbare Quiltarbeiten zu sehen, dass ich Lust bekam, das auch auszuprobieren. Die Unsicherheit: wird meine alte Dame von Maschine das leisten? Werde ich das überhaupt können? Und auch hier die ganz persönliche Entwicklung von Mut und Ergebnis. - Ich bin rundum zufrieden, auch wenn noch nicht jede Naht sitzt, die Fadenspannung nicht optimal ist und das Ergebnis eben ist wie es ist. Aber wie sagte Sigrid so schön: "Anything goes" - "Erlaubt ist, was gefällt" :-)

Apropos "gefallen": eine Sache gibt es da noch zu bedenken. Ich habe die ganze Fläche mehr oder weniger eng gequiltet. Mit Ausnahme der dunkelbraunen Schriftfelder. Diese stehen nun wie kleine Kissen im Raum. Gefällt mir das? Weiß ich noch nicht genau. Gefällt Euch das? Was könnte ich mit den Schriftfeldern tun? Ich trau' mich nicht, da einfach reinzuquilten...

 

Den Pfifferlingen habe ich noch ein bisschen Tiefe eingehaucht...




Die ganze langwierige Entstehungsgeschichte mit diversen kurzweiligen Namensgebungen kann man hier noch mal nachlesen. Und ich kann dieses Kapitel in meiner WIP-oder-UFO-Liste abhaken und mich nun den ganzen lieben Herbst lang an den "Distinguierten Schleierhüten" freuen :-)

Donnerstag, 19. September 2013

Distinguierte Schleierhüte und andere Waldbewohner

Ich sitze hier und kichere vor mich hin - genau wie vor einem Jahr, als die Namensfindung für meinen dicht mit Pilzen geschmückten Wald in vollem Gange war. Der Pilzgarten von Regina Grewe ist eine helle Freude!
Heute habe ich den Hintergrund der etwas "distinguierten Schleierhüte" gequiltet. Nun guckt doch mal - ist das nicht zauberhaft?


Von hinten sieht man dann auch die Ungenauigkeiten, aber das ist ja eben das Übungsstück!


Etwas weniger spektakulär, dafür etwas borstig sind die Hexenbesen geworden. Es zeigt sich, dass bildhafte Quiltmuster von der Verteilung in der Fläche her gar nicht so einfach sind. Aufgemalt mit Kreidestift hatte ich immer die Lage der Besenstile, dazwischen ist aufgefüllt mit wirrem "Etwas". Das muss ich noch üben. Man möchte ja flüssig quilten, nicht ständig absetzen zwischendurch und manchmal schaffe ich es nicht rechtzeitig, mich zu entscheiden: jetzt nach links ausweichen oder nach rechts? Da sind dann die runden Schnörkel plötzlich eckig...


Und was gar nicht aus dem Handgelenk zu schütteln ist, ist diese eigenartige Feder, die man ja ganz oft als Quiltmuster sieht. Guckt Euch mal das Unglücksteilchen an! Aber getrennt wird hier nicht, das ist mein Übungsstück und das kann ich gut sehen, auch wenn sie ein bisschen gerupft wirkt.







Deutlich besser gelungen sind die Astlöcher. Sie wirken zwar auch in der Mitte wacklig, aber insgesamt gefällt mir die Wirkung sehr gut!


Nicht glücklich bin ich mit meiner Fadenspannung. Sie ist tempoabhängig. Das leidige Problem, das ich schon kenne: wenn ich zu schnell in die Kurve rase, entsteht manchmal eine unschöne Stelle, seltsam...


Und wißt Ihr, warum ich noch so vor mich hingrinse? Daisy ist wieder da! Gerade rechtzeitig, um das Pilzgericht umzurühren, in dem sich auch die Pilze finden, die sie vor einem Jahr selbst getauft hat auf diverse seltene Namen. Sie wußte auch genau, warum an Samthüten im Wald dieses lumineszierende Leuchten zu beobachten ist (ich lieg' beim nochmal Nachlesen der Kommentare schon wieder unterm Tisch vor Lachen!)
@ Daisy: ich freu' mich!