Donnerstag, 7. Juli 2022

Mein Gartenprojekt im Juni

Die Zitronenfalterin motiviert mich auch dieses Jahr wieder zur Verfolgung eines Jahresprojekts.
Mit meinem Garten bin ich voll dabei - auch wenn es für den Monatsbericht schon ziemlich spät ist...
 

Der Juni war für den Garten ein harter Monat! Erst die Schneckenplage, dann Pfingsten mit Besuch und wenig Zeit für den Garten, dann Urlaub und die viele Trockenheit. Erst ein Landregen am 20. Juni hat die ersehnte Feuchtigkeit gebracht. Ab da war dann zum Glück auch die eineinhalbjährige Enkeltochter hier und die Pflanzen konnten aufatmen.... ;-)

 
Im Juni wollte ich....
Gemüsegarten:
  • Salat nachsäen/pflanzen - hatte ich gemacht, leider hat der sich während unseres Urlaubs bei Trockenheit und Schneckenalarm in Wohlgefallen aufgelöst! Und bei diesen Temperaturen jetzt wird es mit Salat auch schwierig... Die letzten Salate der ersten Generation sind im Urlaub geschossen und dürfen nun Samen machen
  • Frühbeetkasten wegräumen - check!
  • Gurken, Zucchini, Kürbis und Süßkartoffel gießen und mit Pflanzenjauche düngen - erledigt, die Pflanzen sahen nach unserer Rückkehr einigermaßen gut aus 
  • die ersten Gurken und Zucchini ernten - das ist jedes Jahr eine echte Freude, wenn die ersten Früchte und Gemüse geerntet werden können!
  • Tomaten regelmäßig ausgeizen, gießen und gucken, ob welche wachsen... - noch ist kein Rot in Sicht, aber die Pflanzen stehen prächtig!
  • Tomatenstecklinge aus Geiztrieben machen (hatte ich gelesen, musste ich unbedingt probieren!) - kurz vor dem Urlaub hatte ich einen Geiztrieb in Weidenwasser gestellt, der hatte aber nach einer Woche noch nicht, wie erhofft, gewurzelt, sondern war unten weggegammelt, das einzelne Blatt habe ich in dem Moment gleich verworfen.
  • Da bin ich noch voll im Experimentieren! Nach zwei Wochen - ich hatte das gammelige Teil unten abgeschnitte - sah er untenrum schon deutlich erfolgreicher aus und nun ist er eingepflanzt. Angeblich hat das Nachziehen von Tomaten den Vorteil, dass noch Ertrag da ist, wenn die ersten Pflanzen überaltert, der Braunfäule zum Opfer gefallen sind. Keine Ahnung, wir werden es beobachten.
  • Mangold gegen die Schnecken verteidigen, ggf. aus der Reserve noch mal nachpflanzen - ein Aufatmen, wenn die Blätter so groß und fest sind, dass die Schnecken sie nicht mehr gleich wegknabbern! Nun ist die Gefahr wohl gebannt. Die sechs Pflanzen stehen gut. Leider gehen zwei schon in die Blüte. Das finde ich ein bisschen seltsam. Die Reserve hat über unser Verschenkebrett ganz schnell einen neuen Garten gefunden.
  • Bohnen hacken und gegen die Schnecken verteidigen - die Stangenbohnen sind inzwischen 40cm hoch und suchen längst nach den Stangen. Ich bin gespannt!
  • Kartoffeln vielleicht noch mal häufeln - zweimal habe ich gehäufelt, das muss reichen. Alles sieht gut und unverdächtig aus. Da heißt es, erst mal warten. Die schlimme Schneckenplage scheint vorbei, bei feuchtem Wetter hingen sie ja zu vielen in den Kartoffelblättern!
  • Rhabarber gießen und den letzten ernten - das war eine feine Sache und auch meine Urlaubsgießhilfe hat sich über den Rhabarber gefreut. Das Rhabarbergelee mache ich nächstes Jahr unbedingt wieder, das ist oberlecker!
  • Erdbeeren hoffentlich selbst essen und nicht alle den Schnecken überlassen - ich weiß nicht, was mit den Erdbeeren dieses Jahr los war - eine komplette Pleite! Ich hatte sie extra noch mit Stroh gemulcht, mühselig gegen die Schnecken verteidigt, aber die Pflanzen haben einfach schlapp gemacht. Ich bin gespannt, was ich in der Erde finde, wenn ich sie ausgrabe!
  • gießen - gießen - gießen....
  • zusätzlich habe ich Thymian geerntet und getrocknet. Und zwar blühend. Ich habe gelesen, dass es keine Rolle spielt und man die Blüten gut und gern mit verwenden kann. Nun bin ich gespannt, wie das Grillgemüse mit dem eigenen getrockneten Thymian schmeckt - das habe ich noch nie probiert.

Obstgarten:
  • junge Bäumchen bei Trockenheit gießen und Baumscheiben mulchen - gießen: ja / mulchen: nein.
  • Beerensträucher mit Kompost versorgen und mulchen - die Sträucher im Beet sind mit Kompost versorgt und gemulcht, die auf der Wiese stehenden nicht, das sollte aber noch passieren.
  • Brombeeren mit Kompost versorgen (kann ja eigentlich nie zu spät sein, oder?). Die Brombeeren sehen phantastisch aus, sie hängen voller dicker Trauben. Allerdings war das in den letzten Jahren auch oft so, aber die Vögel haben jede Beere weggenascht ehe überhaupt eine richtig reif war! Ich denke gerade über einen Vogelschutz nach, aber das ist schwierig...
Ziergarten: 
  • Rosen mit Kompost und Hornmehl düngen - nicht passiert
  • Unkraut jäten - oh, da waren wir nach dem Urlaub fleißig! Die Tochter hat mich tatkräftig unterstützt, derweil hat die Enkeltochter unendlich gegossen, das liiiiieeebt sie! *lach*
  • Kompost zwischen die Stauden - nein
  • Dahlien anbinden, falls sie sich gegen die Schnecken durchsetzen konnten - die sind noch so klein, weil sie immer weggefressen wurden, dass das bisher nicht nötig war!
  • Pfingstrosen und Schwertlilien verblühte Knospen abschneiden - check!
  • letzte Blumenpflänzchen aus der Anzuchtschale ins Beet pflanzen - das haben wir getan, und zwar auf unterschiedliche Art und Weise. Ich pflanze Einzelpflanzen, Herr B. setzt ganze Büschel. Ich bin sehr gespannt! Zwischenzeitlich haben die Schnecken so manches der Pflänzchen komplett abgeknabbert, andere haben sich durchgesetzt, die ersten Kosmea blühen, das habe ich leider aktuell nicht fotografiert.
  • außerdem haben wir in gemeinsamer Aktion die Forsythien-Holunder-Rosenhecke vor dem Haus geschnitten und geschreddert - jippieh!
  • Die Schwarzäugige Susanne, die ich überwintert hatte, hat sich gut gerappelt. Sie brauchte dringend eine Rankhilfe. Erstmalig habe ich probiert, mit Weiden zu flechten und war ganz erstaunt, dass sich die ganz dünnen Weidenruten prima verarbeiten lassen. Als "Grundgerüst" hatte ich allerdings nur drei gräbelige Äste, so dass mein Gerüst einen abenteuerlichen Schwung aufweist! Vielleicht schneide ich es oben auch noch ein bisschen zurück, ich konnte mich nur noch nicht entscheiden....
 
Wiese:
  • mähen und mit dem Grasschnitt die Beete mulchen - es gibt fast nichts zu mähen! Unsere Wiese ist so groß, dass man sie unmöglich bewässern kann. Auf ihr wächst kaum Gras, sondern mehr trockenheitsgewohnte Kräutlein. Im Moment mähen wir quasi nur die Blütenstände des Wegerichs ab... 
 Aussaat 
  • vielleicht sind noch Bohnen nötig weil die ersten die Schnecken aufgefressen haben? - die Stangenbohnen haben sich erfolgreich durchgesetzt, es war kein Nachsäen nötig
  • Buschbohnen säen - noch nicht
  • Dill, Petersilie - auch nicht
  • aber ich habe Samen der blühenden Rapunzel abgenommen. Mal sehen, ob die nächsten Winter wachsen

Terrasse und Kübelgarten: 
  • alles regelmäßig gießen und 1x wöchentlich düngen - erledigt
  • Blattkakteen ausputzen und vielleicht Senker machen (man hat ja zu wenig Pflanzen! ;-) - zum Glück konnte ich mich beherrschen! Ich habe die Kakteen ausgeputzt und KEINE Senker gemacht! *lach* - wir hatten schon wunderbare Blüten!
  • Verblühtes regelmäßig entfernen - das hing wegen des Urlaubs erst ein bisschen, aber nun sind wir ganz gut dabei
  • Senker aus ihrem Foliengewächshaus befreien und staunen, ob was geworden ist oder nicht - das habe ich nicht geschafft, aber unter den Folien sieht es gut aus. Nur zwei kleine Fuchsienstecklinge musste ich zwischenzeitlich aussortieren
  • die Stiefmütterchen aus der Schale am Gartenzaun nehmen und die nachgezogenen Fuchsien reinpflanzen - da hat mir zum Glück die Enkeltochter geholfen. An einem warmen Tag haben wir gemeinsam die alten Stiefmütterchen aus der Schale in eine Ecke ins Beet gepflanzt und die nachgezogenen Fuchsien in die Schale gesetzt. 

Pflanzen im Haus 
  • letzte verblühte Amaryllen nach draußen räumen - das war zu früh geplant! Entgegen der Erfahrungen der letzten Jahre blüht im Moment immer noch eine Amaryllis. Weiß mit einem winzigen roten Rändchen. Alle anderen stehen draußen auf einem Fensterbrett nach Westen. Interessant ist, dass die Schnecken die Wand hoch kriechen, um die Blätter anzuknabbern. 
  • Zimmerpflanzen duschen oder beregnen - da war mir tatsächlich das Wetter an einem Tag hold. Wir hatten "Landregen"! Ich konnte in Ruhe Töpfe raus- und wieder reintragen und so bekamen die Weihnachtskakteen mal ein bisschen Regen und dann wieder Sonne und die Clivien auch.
  • Zimmerpflanzen umtopfen, wo es nötig ist - damit bin ich im Juni nicht wirklich voran gekommen
 
Und sonst noch so: 
  • regelmäßig Unkraut jäten - so lala....
  • Brennnesseljauche ansetzen und nach dem Vergären damit düngen - das läuft gut, es steht schon Charge 4, Charge 3 vergieße ich gerade
  • Vogeltränke regelmäßig befüllen und 1x wöchentlich reinigen - Check!
  • aufpassen, dass der neue Kompost immer ordentlich aufgesetzt ist (darum muss ich mich leider selbst kümmern, da kümmert sich sonst keiner und es gibt nur wilde Haufen) - läuft.
  • Schnecken und Schneckeneier vernichten - Mai und Juni waren diesbezüglich schreckliche Monate! Aber nun wird es besser, scheint's ....
  • aufpassen, dass auf den Gartenwegen das Unkraut nicht wieder die Oberhand gewinnt - mit Hilfe der Tochter habe ich das gut in Griff.
  • Weg am Osthang freischneiden, der wächst gerade komplett zu - da habe ich mal einen ganzen Nachmittag investieren müssen, das Grün drängte von allen Seiten auf den Weg. Aber nun ist es dort wieder deutlich heller, besser zu gehen und ich war stolz! 

  • abgestorbenes Nadelbäumchen neben der Garage ausgraben - check!
  • zusätzlich haben wir mit einer langen, ausziehbaren geborgten Astsäge und der langen Auszugsleiter Misteln aus einem unserer Ahornbäume gesägt. Eine Aktion! Zum Glück hat Herr B. keine Höhenangst. Die Misteln sind kompostiert, die Ahornäste müssen noch geschreddert werden und erst im Winter, wenn das Laub runter ist, werden wir sehen wie erfolgreich die Aktion war
  • Gartenbuch führen - unglaublich, das erste Buch ist voll! 2020 hatte ich damit begonnen und mit mehr oder weniger Regelmäßigkeit notiert, was wann im Garten passiert ist. Das hat sich bewährt. Und nun ist das erste Ringbuch voll. Ein neues ist vorhanden und ich muss es dringend anfangen, aber die kleine Enkeltochter hat mich abgelenkt. Sie malt immerzu mit meinen Buntstiften, da muss das Gartenbuch aus der Reichweite sein!
Nun kommt der Juli, ein vielleicht heißer Monat ohne Urlaub, dafür mit fetter Urlaubsvertretung für die beiden wichtigsten Kolleginnen. Tralitrala....


Im Juli möchte ich....
Gemüsegarten:
  • Salat nachsäen/pflanzen
  • Gurken, Zucchini, Kürbis und Süßkartoffel gießen und mit Pflanzenjauche düngen 
  • Gurken und Zucchini ernten
  • Tomaten regelmäßig ausgeizen, gießen und vielleicht die ersten ernten
  • Tomatenstecklinge aus Geiztrieben machen 
  • Mangold ernten
  • Bohnen hacken und gegen die Schnecken verteidigen
  • Erdbeerbeet frei räumen :-(
  • Kräuter zurückschneiden
  • Basilikum pflanzen (das hatte ich irgendwie verpasst)
  • Knoblauch ernten
  • Schnittlauch ernten und einfrieren
  • gießen - gießen - gießen....

Obstgarten:
  • junge Bäumchen bei Trockenheit gießen und Baumscheiben mulchen
  • Johannisbeeren und Jochelbeeren ernten
  • Brombeeren mit Kompost versorgen (kann ja eigentlich nie zu spät sein, oder?)
  • vielleicht die ersten Pflaumen ernten?
Ziergarten: 
  • Rosen und Pfingstrosen mit Kompost und Hornmehl düngen
  • Unkraut jäten
  • Kompost zwischen die Stauden
  • möglichst viele verblühte Knospen abschneiden
  • Rittersporn zurück schneiden und düngen
  • hohe Stauden anbinden (insb. Dahlien)
  • Dahlien düngen
  • weitere Hecken schneiden
  • bei geeignetem Wetter Jasminsträucher aus der "Baumschule" einsetzen an geeigneten Orten - die werden zu groß für ihre Töpfe
Wiese:
  • mähen und mit dem Grasschnitt die Beete mulchen
 Aussaat 
  • Buschbohnen säen
  • Dill, Petersilie 
  • Salat, Rucola
  • Mangold evtl. (wenn der erste komplett schießt)
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Stockrosen
Terrasse und Kübelgarten: 
  • alles regelmäßig gießen und 1x wöchentlich düngen
  • Verblühtes regelmäßig entfernen

Pflanzen im Haus 
  • letzte verblühte Amaryllen nach draußen räumen
  • Zimmerpflanzen duschen oder beregnen
  • Zimmerpflanzen umtopfen, wo es nötig ist
 
Und sonst noch so: 
  • regelmäßig Unkraut jäten
  • Brennnesseljauche ansetzen und nach dem Vergären damit düngen
  • Vogeltränke regelmäßig befüllen und 1x wöchentlich reinigen
  • Schnecken und Schneckeneier vernichten
  • aufpassen, dass auf den Gartenwegen das Unkraut nicht wieder die Oberhand gewinnt
  • Gartenbuch führen
Wieder sind es viele Vorhaben! Mal sehen, was sich davon im Juli tatsächlich schaffen lässt. Ich werde mehr zu Hause sein als im Juni und auch mehr Zeit für den Garten haben, hoffentlich ist es nicht zu heiß!
 
 Verlinkt wird bei den Jahresprojekten der Zitronenfalterin
 

Mittwoch, 6. Juli 2022

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus: die Speisekammer

Mittwoch ist's - Zeit vom Aussortieren und Trennen zu berichten
 

Ich hatte es letzte Woche ja angedeutet - hier hat das wahre Leben den Ort der Entrümpelung bestimmt: in der Speisekammer wurden an mehreren Tagen in Folge einzelne Lebensmittelmotten gesichtet! Manch' eine von Euch kennt diese kleinen Biester sicherlich. Man schleppt sie mit irgendwelchen Lebensmitteln aus dem Supermarkt ein, dann fressen die Raupen Mehl, Müsli oder Gewürze. Meistens bemerkt man den Befall erst, wenn die Motten fliegen... Tja, da hilft nicht lange Fackeln! Die Tochter war noch da und eine tatkräftige Entscheidungshilfe: "Komm, wir räumen die Speisekammer aus!"
Puh! Ich habe eine tolle Speisekammer hinter der Küche. Vollgestopft mit viel zu viel Vorräten. Pandemie und Energiekrise hatten besonders das Eichhörnchen in mir geweckt. Links im Regal viele Konserven, mittlerweile komplett unsortiert, 
 
 
und das Prozent-Lager. 
 
 
In der Mitte diverse Vorräte und Backmischungen (man weiß ja nie, ob es zu Engpässen durch eine unserer Krisen kommt... ;-) 
Rechts die Marmeladen, Tee, Kaffeevorräte.
 
 
Jede Schachtel wurde geöffnet, kontrolliert, wieder zugeklebt. Wir wissen, dass die Motten auch in Pappschachteln leben wenn keine Lebensmittel drin sind. Und siehe da: im Karton mit den Ersatzgläsern für viele Besucher unten eine Motte:
 
 
Um es kurz zu machen: wir haben keine direkte Quelle orten können. Keins der Lebensmittel zeigte einen deutlichen Befall. Eine Teeschachtel war betroffen, aber auch das kann Zufall gewesen sein.
Aussortiert wurde deshalb nicht in Mengen, sondern moderat, was sowieso mal dran gewesen wäre. Leider haben wir erst, als schon fast alles vom vorher extra leer geräumten Tisch wegsortiert war, gemerkt, dass wir kein Foto gemacht hatten! Da standen nur noch die allerletzten Teile....
 
 
Die Tochter hat manches mitgenommen, z.B. vier Gläser der Lieblingstomatensoße.
Ein Beutel wurde für das Verschenkebrett gepackt:
 
 
Eine Tüte geht zu einer mütterlichen Freundin, die mir immer winzige Blumengestecke schenkt und die Steckgefäße nun mal wieder zurück bekommt.
 
 
Der Vorrat in unserer Kammer ist immens. Und es war jahrelang schon sehr unübersichtlich, weil immer schnell dorthin gestellt wurde, wo gerade eine kleine Lücke im Regal war. Ich hatte keine Übersicht über das, was vorhanden ist. Das führt natürlich leider auch zu Konserven, deren MHD überschritten ist. Nun ist alles gut sortiert, die alten Dinge stehen vornan, der Plan zum Verbrauchen ist frisch gefasst. 
Selbst bei den Süßigkeiten gibt es ein Zuviel, in letzter Zeit waren viele verschiedene Personen im Haus mit sehr unterschiedlichen Vorlieben. Ein ganzer kleiner Tisch ist voll!
 
 
Nun wurde auch hier in Alt und Neu sortiert und es wird verbraucht werden, was das Zeug hält. Außerdem habe ich endlich Nudeln zu Nudeln geräumt und festgestellt, dass zu viel Mehl im Haus ist...
Am "besten" sind immer die unbeschrifteten Gläser! Rumtopf? Holundersirup? Apfelsaft? Keine Ahnung!!! Entdeckt habe ich schon einen prima Haselnusslikör und es gab Vanilleeis mit ??? - sehr lecker! *lach*
 
 
Außerdem hatten wir schon überlagerte Kekse, wunderbare Lakritzschnecken mit MHD 2021, prima Kürbissuppe unklaren Alters mit Creme fraiche aus 04/2022, Würzfleisch aus der Dose von 2019 mit wunderbarer Worchestersoße, die überlagerten Pinienkerne von 2020 mussten wir leider wegwerfen....
Manches war doppelt vorhanden und teilweise schon deutlich überlagert, so dass ich mich vom älteren Produkt leicht trennen konnte.
 
 
Jetzt ist die Kammer endlich mal wieder übersichtlich. Links die Konserven, immer die gleichen Dinge hintereinander, wie sich das gehört
 
 
Rechts die Marmeladen
 
 
geradeaus Nudeln und Backmischungen. Da muss dringend der Bäcker ran... *lach*
Nudeln müssen wir nie mehr kaufen. ;-)
 
 
Und natürlich ist nun auch bewusstes Verbrauchen angesagt! Irgendwie muss ich diese Sache in Griff bekommen...

Verabschiedet wurden:
5 Alkoholika
2 dunkle Schokoladen
1 Kandis
3 leere Flaschen 
1 Grünpflanzen-Dünger 
1 Kochbuchhalter
11 Blumensteckschalen und -töpfchen
2 Blumentöpfchen
1 Tüte Deko
5 Essig/Öl (da gibt's zu viele Spezialitäten-Geschenke, die bei mir überaltern. Memo an mich!)
1 Zitronat (doppelt, MHD 2015)
1 Packung Semmelknödel, geerbt, verfallen, offen 
1 Vanillesalz
1 Glühweingewürz
6 leere Verpackungen/Geschenktüten
3 Schraubdeckel
2 Reagenzgläser mit Korkstopfen (gehen einen geeigneten Weg zur Neunutzung)
3 Aluschalen
1 Stößel des längst defekten Standmixers
51 Teile gesamt
 
 
Nun können vermutlich die meisten von Euch aufatmen: SOOOO schlimm ist es bei Euch mit der Vorratshaltung sicher nicht, oder? Aber es hat ja jeder so seine Baustellen und ich bin gespannt, was Ihr entrümpelt habt.

Weil am Fußboden der Speisekammer noch ein Karton mit ganz anderen Vorräten steht reden wir nächste Woche mal über 

Haushaltchemie

Dazu muss man bei uns aber zusätzlich in die Waschküche....
 

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Montag, 4. Juli 2022

Entrümpeln als Jahresprojekt - der Juni

Der Juni ist vorbei! Die Zitronenfalterin sammelt nun wieder die Berichte unserer Jahresprojekte.
 
 
Ich bin dieses Mal spät dran, war das ganze Wochenende unterwegs, aber es ist nie zu spät!.... Bei mir soll ja kräftig entrümpelt werden. Der Juni war allerdings nicht der ganz große Erfolgsmonat, ich hatte zwei Wochen Urlaub und da klemmt es naturgemäß. Trotzdem ist ein bisschen was entrümpelt worden.
Begonnen hatte ich mit dem alten Weidenkorb und diversem Gartenkram. 


Neben richtig viel gewonnener Ordnung wurden 27 Teile aussortiert.
Gemeinsam mit der Tochter haben wir die Faschingskostüme und -hüte aussortiert. Das war lustig und trotzdem haben wir ohne mit der Wimper zu zucken allerhand verabschiedet.
Da sind 23 Teile aus dem Haus gegangen.


Den Schwung der Tochter haben wir genutzt und noch die Kinderbücher durchgesehen. Da gab es echte "Leichen"! Und obwohl wir uns bei Büchern ganz schlecht trennen können haben 53 Bücher und sonstige Teile uns verlassen. 


Insgesamt machte das im Juni ein Minus von 103 Dingen! Nicht gut, nicht schlecht. Aber ich bin zufrieden. Auf meinen Zahlenbögen sind es jetzt insgesamt in diesem Jahr 1.346 Teile. Das Jahr ist (erst) halb rum. Da ist noch Luft nach oben!


Bei den Kategorien sieht man, dass noch viel zu tun ist!


Allerdings hat die Entrümpelungs-Challenge letzten Monat auch wieder einen Zuwachs gebracht: von Uschi habe ich die Perlensammlung übernommen. Da denke ich, dass es dafür noch Verwendung gibt! Danke, Uschi!


Verlinkt wird nun bei der Zitronenfalterin in der Sammlung der Jahresprojekte. Da gibt es sicher auch dieses Mal wieder spannende Dinge zu sehen und zu lesen.

Sonntag, 3. Juli 2022

Und das war mein Juni (2022)

 
Wie das Wetter sich an Siebenschläfer verhält,
so ist es sieben Wochen lang bestellt.
 
Siebenschläfer war am 27. Juni - ein Tag mit Hitze, Donner und Gewitter! Das können ja heitere sieben Wochen werden.... Andererseits sagt man, dass man auf dieses Datum wegen der Gregorianischen Kalenderreform noch 10 Tage draufrechnen müsse - also wissen wir noch gar nichts! *lach*
 
 
Der Juni war insgesamt ein unglaublich ereignisreicher Monat! Ich musste mich wirklich anstrengen, um all die Erlebnisse und Eindrücke zu sortieren.

Im Juni....
.... hatten wir ein schönes Pfingsten mit Besuch und verschiedenen bunten Aktivitäten. Traditionell gehen wir - wenn der Wasserstand ausreichend hoch ist - im Freundeskreis mit Schlauchbooten auf die Wipper. Mehr Spaß als Sport und immer wieder schön!
 
 
... haben wir auf der Fahrt in den Urlaub an den Beelitzer Heilstätten angehalten. Hier hatte ich Euch davon berichtet.
... sind wir in Neuruppin auf den Spuren von Theodor Fontane gewandelt. Angeblich die "preußischste aller preußischen Städte". Und wenn man dort ist, kann man diesen Spruch gut verstehen. Straßen wie mit dem Lineal gezogen und ein Exerzierplatz neben dem anderen. Aber der Tempelgarten war schon wirklich sehenswert und das Eis aus Polly's Eisdiele sensationell!
 
 
... konnten wir im weiteren Reiseverlauf endlich mal das Herrenhaus Gentzrode besuchen. Das wollten wir schon seit Jahren. 
 
 
Ein trauriger Lost place, der im Moment wenigstens eine Notsicherung erhält. Aber es ist schon immer ein Jammer, mit anzusehen, wie die Eigentümer immer wieder wechseln, große Pläne geschmiedet werden, dann aber nichts getan wird!
 
 
... waren wir im großen Freundeskreis nach zwei Jahren Pause endlich wieder gemeinsam ein paar Tage auf dem Zeltplatz Born. 
 

Erstmals dabei die kleine Enkeltochter, der es sehr gut an der "O-tee" gefallen hat. Mit dem Fahrrad geht es durch den Darßwald an den Weststrand, der dieses Jahr ungewöhnlich schmal war und trotzdem seinen ganz besonderen Reiz hat. 
 
 
Das Meer war warm genug zum Baden und ich habe die Tage sehr genossen. 
 

Unsere Jüngste fand die "O-tee" allerdings nicht warm genug zum Baden! ;-)
 

Zurückgekehrt konnte ich noch ein bisschen Urlaub mit Tochter und Enkeltochter in unserem Garten verbringen. Es waren ja warme Tage, so dass mir die fleißige Gießhilfe gerade recht kam! Aber Wetter ist ihr schnurzpiep! Hauptsache, es ist ordentlich gegossen!
 

Und abends saßen wir auf der Terrasse und ich habe mit den winzigen, von einem Antikmarkt im Urlaub mitgebrachten 1-cl-Schnapsgläschen auf das schöne Leben angestoßen. So süß! ;-)


... habe ich eine neue Sprache gelernt. Ich kann ja nur einigermaßen Deutsch, miserabel Englisch und überhaupt kein Russisch mehr. Nun lerne ich eine Sprache mit ganz vielen Wörtern, die auf "-a" enden. Nein, nicht finnisch.... Es ist die Sprache der 19 Monate alten Enkeltochter: 
"Ma" - Kurzform von "Mama", "Oma", aber auch "Matthias" und "Komm, lass uns malen" oder "Malen, jetzt! Aber Dallidalli!"
"Ba" - Bagger, Baden, Badewanne, Bad, Ball
"Wa-wa" - Wagen, Fahrrad, Fahrradanhänger, Kinderwagen, Kinderrückentrage, aber auch: Waschlappen, Wischlappen, saubermachen, Besen, Schrubber, Waschmaschine, Lass-mich-auch-mal-wischen.....
"Ha", auch "Haaa" (in weinerlichem Ton) - Schaukeln, Schaukel, Hängematte, "schieb doch endlich mal wieder an!"... - das ist eine echte Sprach-Lernaufgabe, kann ich Euch sagen! *lach*
... war unser Pflegeheim mit einem engagierten Team nach zwei Jahren Corona-Pause wieder beim Thüringer Unternehmenslauf in Erfurt vertreten. Und obwohl ich ja sonst nie und insgesamt wie eine Schnecke laufe, konnte ich die 5 Kilometer auch dieses Jahr noch einmal erfolgreich hinter mich bringen. Ich weiß nicht, wann ich dafür zu alt bin - die Hüften melden sich jedenfalls jedes Jahr hinterher zu Wort. Trotzdem bin ich froh, dass das Fahrwerk noch funktioniert! ;-)
 

... konnten wir einem noch nie beobachteten Naturschauspiel beiwohnen - dem Hochzeitsflug der Junikäfer. Wir vermuten, dass sie bei uns in der großen Wiese "geboren" wurden. Eines schönen, warmen Abends waren plötzlich Tausende unterwegs, torkelten über die Wiesen, umschwirrten uns, flogen in die umstehenden Bäume und fingen - kaum, dass sie sich gefunden hatten - an, sich zu paaren.
In der Halbdämmerung ließ sich das nicht wirklich fotografieren. Und sofort waren auch die Fledermäuse da - die haben sicher Festmahl gefeiert!
 
 
... haben wir mit dem frisch gewarteten alten Fahrrad unseres Hausvorbesitzers, das einzige Rad, auf den sich der alte Kindersitz montieren ließ, wunderbare Radausflüge gemacht. Zum Beispiel zum Spielplatz an der Barbarossahöhle. Ein echt cooler Abenteuerspielplatz. Und wenn man rechtzeitig aufsteht und losfährt - was mit so einer kleinen Enkeltochter kein Problem ist, die ist sowieso wach! *lach* - dann ist man dort ganz allein mit den Raben....


... gab es eine Radpartie zum Flugplatz in Udersleben, vorbei an herrlichen Kirschbäumen (die waren in den nächsten Tagen noch öfter unser Radreiseziel!) - 
 
 
Sommer ist sooo schön!
 

Wir hatten Glück - es wurde noch nicht geflogen, sondern erst gerüstet. Da durften wir in den Hangar und dort die Flugzeuge angucken und anfassen. 
 
 
Und dann wurde der Motorflieger rausbugsiert. Den haben wir dann aber erst von zu Hause aus fliegen gesehen, ganz weit oben im Himmel....
 

... waren wir im Museum und haben die Sonderausstellung zu Historischen Bademoden angesehen. Unglaublich, wieviel Freiheit Frauen errungen haben in den letzten 120 Jahren!!! 
 

... habe ich vor lauter anderen Dingen überhaupt nicht genäht. Die Nähmaschine schmollt schon. Aber der Juli ging genauso ereignisreich los wie der Juni aufgehört hat! Ob das wohl irgendwann mal wieder was wird mit dem Nähen??? Jedenfalls bin ich deswegen mit allen Berichten zum Monatswechsel spät dran....

Auf den Juli freue ich mich jedenfalls schon! So schön es war, die Tochter und die kleine Enkeltochter viele, viele Tage um mich zu haben, so wichtig wird es jetzt sein, mal wieder im Garten ein bisschen zu wirtschaften und weiter zu entrümpeln.... - es gibt viel zu tun! Juli, ich komme!