Samstag, 28. Februar 2026

Mein 12tel Blick im Februar

Eieiei.... das hatte ich mir so schön vorgestellt! Jeden Monat ein Pflänzchen von unserer Wiese... Heute ist der Monat um und Eva Fuchs sammelt unsere 12tel Blicke.
Auf der Wiese sah es heute Morgen so aus:
 
 
Die Sonne scheint von Osten auf die Wiese - genau rein in meinen Blick.
Der Schnee ist gerade eben erst weg getaut. Das war der Blick vor drei Tagen:
 

Wir hatten hier sechs Wochen lang quasi ununterbrochen Schnee! 
 

Wie soll man da Pflänzchen sehen????
An der Mauer ist es schon besser, da hat die Sonne den Schnee weggeleckt. 
 

Hier kann man tatsächlich schon etwas erkennen:
 

Trockenes Gras, ein bisschen Moos, ein Ahornsamen und diese kleinen grünen Blättchen mit rotem Hauch. Auch an vielen anderen Stellen ist das ein typischer Anblick:
 

Die Bestimmungs-App flora incognita hilft weiter. Hier sehen wir nämlich tatsächlich die Blätter einer Pflanze, die ich blühend vor mir stehen sehe. Mein Problem ist ja, dass ich die Pflanzen zwar schon oft gesehen habe, aber nix über sie weiß, meist nicht mal den Namen.
Das ist jedenfalls die
 
Gemeine Braunelle
 
Sie ist immergrün. Deshalb kann man sie in dieser Jahreszeit überhaupt auf der Wiese sehen. Davon haben wir hier ganz viel. 

 
Gemeine Braunelle, auch: Kleine Braunelle, Prunella vulgaris
Familie: Lippenblütengewächse
Blütezeit: Mai bis Oktober
Höhe: 10 bis 25 cm
Vorkommen: Wälder, Wege, Trockenrasen, Brachland, liebt stickstoffsalz- und basenhaltige Lehmböden. Die Braunelle überlebt - so wie das Gänseblümchen - locker auch im gemähten Rasen. 
Häufigkeit: überall sehr häufig (müsste man doch kennen! *lach*)
Beschreibung: 
immergrün, flachwüchsig, bildet oberirdisch Ausläufer und ganze Teppiche, Selbstaussaat. Der Name stammt vermutlich von der Braunfärbung der verblühten Kelchblätter, die die Blüten oben wie einen winzigen Tannenzapfen aussehen lassen.
Blätter: gegenständig, länglich eiförmig, leicht gewellt, leicht behaart. Blätter am Stengel meist ganzrandig, das oberste Blattpaar sitzt direkt unter der Blüte, Blattstiele leicht rötlich überlaufen, kantig, leicht gerillt  
Blüten: bilden eine kleine Ähre am Stengelende, 0,8 bis 1,5 cm, blau-violett mit Rotstich. 
Wissenswertes: enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Antioxydantien und ätherische Öle, wurde früher zum Gurgeln gegen Diphterie verwendet, Insektenpflanze für Bienen, Hummeln und verschiedene Schmetterlingsarten. Nutzung als "Fugenfüller" auf Gartenwegen. Die kleine Braunelle war 2023 Blume des Jahres.  
Nutzung: 
Heilkundlich in der chinesischen und Volksmedizin gegen Bluthochdruck und zur Wundbehandlung (antibakteriell), auch gegen Zahnfleischentzündungen. Nutzung von Blüten und Blättern als Teeaufguss möglich. Junge Pflanzenteile schmecken leicht bitter und könnten für Salat oder zum Würzen verwendet werden, in Kräuterquark, Kräuterbutter, Pesto. Harmonisiert sehr gut mit Gundermann und Sauerampfer. Die Blüten eignen sich als Hingucker in Obstsalat. 
 
Auf unserer Wiese wird sie natürlich selten 25 cm hoch. Aber die Blütenstände fallen auf. Dieses Projekt zur Bestimmung unserer Wiesenkräuter wollte ich vor 2 Jahren schon mal starten und hatte Herrn B. überredet, dass wir einen Wiesenstreifen aus dem Mähen rausnehmen. Da ist im Juli dieses Foto entstanden:
 

Da sieht man sehr schön diesen Tannenzapfenähnlichen Blütenstand, wo die kleinen Lippenblüten allmählich nacheinander auf- und wieder verblühen. In einem geordneten Haushalt geht nix verloren - Juli 2024:
 

Bis es so weit sein wird, werden noch Monate ins Land gehen. Aber schaut mal, heute habe ich tatsächlich ein paar alte, trockene Blütenstände entdeckt.
 

Und hier sieht man sehr schön, dass die Braunelle kriechende Ausläufer bildet.
 

In der Monatsübersicht zeigt der Februar ein ganz anderes Gesicht:
 

An der Mauer:
 

 
Verlinkt wird bei:
Eva Fuchs in der Sammlung der Jahresblicke 
den Jahresprojekten der Zitronenfalterin 
 
Quellen: 
Aichele, Golte-Bechtle: Kosmos Naturführer. Was blüht denn da. 1997. 
Mein schöner Garten, abgerufen am 26.02.2026 
NABU, abgerufen am 26.02.2026
Kräuterbuch, abgerufen am 26.02.2026  

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