Donnerstag, 12. November 2020

Reparieren von 12 bis 12 im November und Dezember

 

Unglaublich - das Jahr ist um! Zumindest das Reparatur-Jahr ist gleich um, denn wir werden es halten wie im letzten Jahr: am 12. Dezember gibt es keine Link-Party - wer will schon an Weihnachten Rumreparieren! - sondern an diesem Tag veranstalten wir eine Verlosung als Dankeschön für alle Reparaturen, die Ihr hier über das Jahr gezeigt habt. Vorletztes Jahr gab es ein Reparatur-Set und letztes Jahr ein feines Buch. Was dieses Jahr verlost wird, bleibt bis dahin ein Geheimnis.
Verlost wird wieder unter allen Beiträgen, die Ihr dieses Jahr hier verlinkt habt. Also seid dabei, ran an die Nadel, den Kleber, Hammer und Zange! Ich freue mich auf Eure Reparaturen!
 
Bei mir hat sich im Nähzimmer schon wieder ein Pflegeoverall ganz oben auf den Reparaturstapel gedrängelt. Das ist dieses Jahr nun schon mehrfach dran gewesen, aber ich gebe nicht auf! ;-)
 

Der Reißverschluss komplett rausgerissen, teilweise leider mit Stoff. Da musste ich hinten wieder ein dünnes Vlies aufbügeln und ein bisschen tricksen, aber nun ist er "fast wie neu" 


Nun liegen leider noch andere Dinge auf dem Stapelchen, ich muss mal ran. Und das kann ich Euch dann ja bis zum 12.12. zeigen...
Ihr seid jedefalls eingeladen, weiter mit mir zu reparieren. Jeder bis zum 12. 12. verlinkte Beitrag springt in den Lostopf!

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Dienstag, 10. November 2020

Stich-um-Stich-zum-Ziel im November

Heute ist es wieder soweit: Doris lädt ein zum Zeigen der langwierigen Projekte
 

Ich zeige Euch heute etwas, das nicht wirklich so langwierig ist, denn das Binding um die Babydecke sind nur genau 4 Meter. 
 

Das Tochterkind hat für die Rückseite einen dunkel-grau-blauen Stoff ausgesucht, der sich am Ende prima ins Gesamtbild einfügt und auch für das Binding genutzt wird.
Bald kann ich Euch den kleinen Quilt in voller Pracht zeigen! Und nun dauert es auch nicht mehr lange, bis er gebraucht wird....
Verlinkt wird bei Doris.

Montag, 9. November 2020

Foto-Reise 24/52 - weit weg

Letzte Woche haben wir in der Foto-Reise ja die Fotos von "ganz nah" gesehen und da habe ich schon überlegt, was denn bei den derzeitigen Einschränkungen "weit weg" sein könnte. Und dann kam es mir beim Laub zusammenharken förmlich über den Weg geflogen:
 

Die Kraniche sind schon eine Weile unterwegs. Zuerst hört man ihr Rufen - ganz weit weg. Dann fliegen sie hoch am Himmel meist von Ost nach West mit langen Flügelschlägen über unseren Garten. Und dann landen sie am Stausee Kelbra und machen dort Rast. 22.500 Kraniche wurden bereits Mitte Oktober gezählt und es werden dieser Tage geschätzt 40.000 sein, die auf der weiten Reise in den Süden hier Rast machen. Tagsüber werden sie auf den umliegenden Feldern zusätzlich befüttert, abends kehren sie ins flache Wasser des Stausees zurück. Dort sind sie sicher vor Fressfeinden. Sie kommen aus Schweden, Finnland und dem Baltikum und fliegen weiter nach Spanien und Nordafrika. Unglaublich weit weg.....  Wer noch mehr über die Kraniche lesen möchte, die am Stausee Kelbra rasten, kann das hier tun.
Für uns gehören die ziehenden Kraniche im Frühjahr und Herbst zu den "normalen" Ereignissen, und doch ist es immer wieder neu faszinierend und ein besonderes Geschenk!
Verlinkt wird in Martins Blogzimmer.

Sonntag, 8. November 2020

Nähtreffen im Kloster - wir nähen einen Rock

Ich war ja nicht mit so riesigen Erwartungen in Bezug auf die Produktivität zum dreitägigen Nähtreffen ins Kloster Donndorf gefahren. Auf dem Programm "Nähen lernen - verschiedene Rockformen" stand etwas von:
- Was kann meine Nähmaschine, Einführung in die Overlock ist vorgesehen
- Materialkunde
- Rockformen
- Schnittgestaltung (nach eigenen Maßen einen Rock-Grundschnitt konstruieren)
- Zuschnitt, Nähen, Anprobe
- freie Gestaltung, diverse Formen.... Schnitte können mitgebracht werden

Da habe ich mir als erstes ein dickes Notizbuch gesucht, und glaubte, den halben Kurs wird eh' nicht genäht... ;-) 
Aber die Teilnehmerinnen kamen mit sehr verschiedenen Vorstellungen und Grundkenntnissen und sehr schnell ratterten die Maschinen - an ganz anderen Kleidungsstücken!
Nur wenige wollten a) einen Rock und b) eine Schnittkonstruktion. Ich hatte zwar am Ende eine Schnittkonstruktion auf dem mitgebrachten Packpapier, aber nähen wollte ich diese Form nicht wirklich. Kam mir sehr klassisch vor, irgendwie...
Aber ich hatte mir von zu Hause eine alte Ottobre Zeitschrift mitgebracht, darin glaubte ich das mir gefallende Modell zu finden.
 

Als erstes kommt das Messen. Ich habe 5x nachgemessen, aber es war nicht zu leugnen: Ottobre ist der Meinung, ich brauche in der Taille die 42/44 und am Gesäß die 46! Wer mich zufällig kennt schüttet sich jetzt aus vor Lachen. Denn ich trage ziemlich zuverlässig immer die 38. Noch mal gemessen. Ehrlich, neee... Was nimmt man denn nun für eine Größe? Gemeinsam mit der Kursleiterin und Ottobere-erfahrenen Näherinnen konnte ich mich dann auf eine Größe 42 einigen.
Da muss man sich zuerst ja mit dem Irrgarten des Schnittmusterbogens auseinander setzen und ich glaube, das habe ich jetzt verstanden.
Eine liebe Nähbloggerin hatte mir den Tipp gegeben mit dem Schnittmuster auf Baumarktfolie abzeichnen. Mit meinem dicken Packen Folie war ich der Chef und es war wohl das Einzige, wo sich die anderen Teilnehmerinnen mal von mir eine "Scheibe" abschneiden konnten! *lach*
Zuschneiden war leicht ein bisschen Gefriemel, denn es war zumindest mir sofort klar, dass ich einen blöden Stoff für ein Erstlingswerk ausgesucht hatte. Natürlich sollten die Muster an der Seite zusammen passen (was übrigens nur ich alleine fand), also musste ich schon beim Ausschneiden gut aufpassen.
 

Die ersten Nähte waren dann schnell genäht, das Muster passend zusammen zu nähen, hat mittelmäßig gut funktioniert, nur mit den Proportionen hatte ich mich wohl total verschätzt, denn nach den ersten Anproben habe ich unten erst mal 12 cm wieder abgeschnitten.
 

Recht schnell kam auch die Overlock zum Einsatz, eine Einführung gab es nicht, die Bedienungsanleitung hat das Einfädeln erklärt und irgendwie hat sie mir dann die Stoffteile versäubert. schwarzes Garn hatte ich allerdings nicht:
 

Beim Einnähen des Reißverschlusses fühlte ich mich dann auch nicht wirklich auf sicherem Terrain, denn das ist schon ein bisschen anderes als beim Nähen eines Täschchens. 
 

 
Spannend fand ich das Einnähen des Belegs innen am Schößchen. Da war der Rock nach dem Kurs auch noch nicht ganz fertig, denn nach den ersten Anproben war ich mir sicher, dass ich den Rock füttern sollte. Das klebt mir sonst zu sehr an der Strumpfhose und ich hatte leider keinen Futterstoff dabei. Den konnte ich dann aber im örtlichen Kurzwarenladen kaufen und den Rock endgültig fertig stellen.
 

Ich weiß nicht, wie oft ich den Rock anprobiert und wieder ausgezogen habe, aber am Ende hatte ich den allerersten Rock meines Lebens, der nicht hinten kürzer ist als vorne! Man sieht das leider auf diesem Foto nicht wirklich, aber es ist so!
 

Der Rock ist hinten ganze 5 cm länger als vorn. Das liegt an meinem Hohlkreuz mit dem "Stiebelarsch". Und nun weiß ich mindestens theoretisch, wo ich an so einem Rockschnitt etwas zugebe oder wegnehme, damit er mir vielleicht passt. Yeah!
 

Und am zweiten Kurs-Tag mittags war der Rock fertig und damit das erste große Ziel erreicht. 
 

Und was ich dann noch genäht habe, das zeige ich Euch auch noch. Zum heutigen Fototermin hing das Teil leider auf der Leine, das ist schade, nun müsst Ihr noch eine Woche warten....
Mit dem Ergebnis der Rocknäherei bin ich leidlich zufrieden. Das Material ist nicht mein absoluter Liebling, irgendein synthetischer Mogelcord, klebt schön. Der war eben im Fundus. Ich hatte mir ja extra bei S&S einen Feincord bestellt, mitsamt Futter und Reißverschluss. Allerdings hat das Paket sage und schreibe 23 Tage gebraucht, um hier anzukommen, da war der Kurs längst vorbei....

Rock:
Schnitt: Ottobre 5/2007
Größe: 42, in Taille schmaler gemacht (40?)
Stoff: Stoff&Stil, jahrelang gepflegt im Fundus
Gewicht: 169 Gramm

Donnerstag, 5. November 2020

Wetterquilt 2020 - der Oktober

Dieses Mal wollte ich nicht so lange warten! Den Streifen vom Oktober habe ich gleich mal genäht:
 

Irgendwie ein verwaschener Monat - nicht kalt und nicht warm. In den letzten Jahren hatten wir im Oktober immer noch mal eine richtige Hitzewelle. Das war vor zwei Jahren so - da war ich zum Nähtreffen in Plön. Meine Güte, was haben wir dort geschwitzt! *lach*
Und auch letztes Jahr gab es ein paar richtig warme Tage. Und normal wäre auch gewesen, dass der erste Frost kommt. Eigentlich sind Ende Oktober die Datura im Keller und alle Pflanzen verräumt, der Garten ist winterfest. Dieses Jahr steht noch ganz viel draußen und ich werde mal versuchen, die Oleander draußen zu überwintern...
Zum Vergleich gibt es hier mal den September und Oktober von 2019, da hatten wir Mitte Oktober knapp 20 Grad und zum Ende des Monats den ersten Frost:


Und das sind September und Oktober 2020, ein durchgängig warmer September und ein "flacher" Oktober:


Seltsam. Das Wetter ist nicht verlässlich... ;-)

Dienstag, 3. November 2020

Foto-Reise 23/52: Ganz nah

Martin hat als Thema 23 in der Foto-Reise 
 
ganz nah
 
vorgeschlagen. Da fällt mir spontan doch gleich die neue Errungenschaft an Wissen ein, die ich am Wochenende erworben habe: ich kann nämlich jetzt endlich Weihnachts- und Osterkakteen unterscheiden! Ein wahrhaft weltwichtiges Wissen! *lach* Aber solche Dinge kann man sich ruhig mal ansehen. Besonders jetzt, wo es weder Weihnachten, noch Ostern ist, aber Corona und die Zeitumstellung uns die Welt verfinstern.  Es ist nämlich so:
Der Weihnachtskaktus und der Osterkaktus sind verwandt und doch sehr verschieden. Beide haben eine Reise hinter sich, wenn sie uns erreichen: sie stammen aus dem Regenwald in Südamerika und wachsen dort als Epiphyten auf den Bäumen. Wir haben mal ganz viele im botanischen Garten in Jena gesehen. Dort wuchsen sie in einer Feuchtraumvitrine und blühten ganz wundervoll. Das machen meine aber zu Hause in ganz normalem Wohnraumklima auch.
Um sie zu unterscheiden, muss man sie sich mal ganz nah ansehen.
Die Weihnachtskakteen Schlumbergera haben stark gezähnte "Blätter", teilweise mit zwei "Hörnchen", so richtige Blätter sind es ja nicht sondern eher "Glieder". 
 

Die Blüten sind Tag und Nacht geöffnet, sie sehen aus, als säßen zwei Blüten huckepack übereinander, ein Doppeldecker sozusagen
 

 
Der Osterkaktus, Hatiora  oder Rhipsalidopsis genannt, ist auch ein Gliederkaktus, aber seine Glieder sind nur schwach gezähnt und wirken fast oval. Er hat einfache strahlige Blüten, diese schließt er nachts und öffnet sie am nächsten Morgen wieder
 

Im Moment blühen hier im Haus mehrere dieser Gliederkakteen gleichzeitig und erfreuen uns mit ihrer Farbenpracht. Und dieses Mal habe ich sie zum ersten Mal ganz nah betrachtet - wie schön!
Verlinkt wird bei Martins Blogzimmer.

Sonntag, 1. November 2020

Und das war mein Oktober

Ist der Oktober warm und fein,
kommt ein scharfer Winter rein.

Na, ob das wohl stimmen mag? Ich hoffe es mal nicht, obwohl so ein bisschen Frost würde mir auch gut gefallen! Noch habe ich aber die Oleander nicht reingeholt und auch die Pelargonien stehen noch draußen....
 

Im Oktober....
... haben wir zum ersten Mal "Kastanien aus eigener Ernte" im Garten gehabt, der wohl von einem Eichhörnchen angeschleppte Kastanienbaum hat zum allerersten Mal Früchte getragen...
Gleich zu Beginn des Monats haben wir einen Ausflug zur Orangerie Bendeleben gemacht. Trotz Corona-Hygienebedingungen war es ein gelungener Tag mit ganz vielen Apfelsorten, frisch gepresstem Apfelpunsch und frischem Obst und Gemüse-Angebot
 

... war das Tochterkind ein paar Tage hier - zum letzten Mal nur als "Tochter" - beim nächsten Wiedersehen werden wir zu dritt sein... ;-) 
Wir haben am Babyquilt gearbeitet. Die Blättchen sind aufgesteckt und dann muss man sie antackern.


Während ich an der Maschine saß hat die Tochter ein Mobile für's Kinderzimmer gebastelt...


... kamen verschiedene Kürbisse ins Haus und wir haben leckere Kürbissuppe gekocht und uns bevorratet


... hatten wir gemeinsam einen wunderbaren Ausflug zu den Weihnachtsbaumkugeln nach Lauscha. Das hatte sich die Tochter sehr gewünscht, denn dieses Jahr gibt es den ersten eigenen Weihnachtsbaum.


... hat der Garten noch mal alles gegeben! Die Tomaten haben noch mal ordentlich nachgeschoben


... konnten wir uns an einer Blütenpracht quer durch den Garten erfreuen!


... die Blattkakteen wollten auch noch nicht in den Keller und seht Ihr die einzelnen Forsythienblüten?
 

... stießen die Datura an die Dachrinne und weil noch kein Frost war, durften sie da auch noch bleiben


... haben sie im Radio erzählt, dass über Deutschland eine "Warmwetterblase" liege - was auch immer das sein mag! Aber es hat dazu geführt, dass die Weihnachtskakteen Blüten angesetzt haben. 
 

... und die Meisen fanden auch noch, dass es warm genug für eine Badezeit sei 


... hat der wilde Wein am Zaun uns einen ganz eigenen Indian Summer beschert. Da muss man nicht extra verreisen!


... waren wir mehrfach im Wald nach den Pilzen gucken, aber es war das ganze Jahr über viel zu trocken, auch dieses Jahr wieder.... und so haben wir meistens nur ein bisschen Müll im Körbchen gehabt
 

... habe ich mich krampfhaft an die Dinge erinnert, die ich vor einer Million Jahren mal in der Fahrschule gelernt haben muss - der Junior übt für die Führerscheinprüfung. Meine Güte, was die alles wissen wollen!
 

... war ich am letzten Wochenende zum Nähtreffen. Ich hatte noch keine Zeit, Euch darüber zu berichten. Da muss ich ein bisschen weiter ausholen. Aber hier gibt es schon mal einen winzigen Ausblick. Ich fand es total witzig, wie sich die Stoffreste aus der Overlock in den Restesammler geringelt haben!
 

... kam auch gleich noch das irrtümlich von einer anderen Kursteilnehmerin eingepackte Patchworklineal wieder bei mir an. Wie schön!


Der Oktober verging wie im Flug! Nicht mal einen ordentlichen Zusatzfeiertag hat er gehabt! ;-)
Nun freue ich mich schon sehr auf den November - der hat zwar auch keinen Zusatzfeiertag, aber ein großes Ereignis steht ins Haus - ich werde OMA werden! Hach, wie aufregend....