Wir hatten Urlaub, so richtig schönen Urlaub. Zwei Wochen und eine halbe dazu - so viel Zeit zum Reisen haben wir selten. Und das haben wir natürlich genutzt. Genäht habe ich in dieser Zeit eher weniger, daher gibt es nix zu zeigen und deshalb müsst Ihr nun schon wieder mit einem längeren Reisebericht vorlieb nehmen... ;-)
Wir starten mit dem Sprinter-Camper und fahren als erstes auf die Waage beim Raiffeisen. Das war längst überfällig, denn so ein umgebauter Kastenwagen läuft naturgemäß Gefahr, die 3,5 Tonnen zu überschreiten. Jeder durfte vorher einen Tipp abgeben:
Herr B.: 3560 Kilo
ich: 3640 Kilo oder eher mehr
Waage: 3640 Kilo
Na, wer sagt denn, dass Frauen kein Gefühl für Zahlen hätten?!
Wir haben noch nicht getankt.
In Tschechien kostet eine Überladung von mehr als 5% 2000 Euro.
Ergo: wir fahren zurück und laden die Fahrräder wieder ab, Herr B. repariert noch schnell einen zickenden Blinker, aber dann geht's wirklich los!
Es sind die heißen Tage, wo man es in der Sonne eigentlich nicht aushalten kann und ständig Sehnsucht nach Wasser hat. Wir sind mit einer Freundin verabredet und fahren zum Brückelsee bei Schwarzenfeld in der Oberpfalz.
Der See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau und später Grundwassergeflutet. Das Wasser ist blau und sehr klar.
Ein Biber hat vor langer Zeit hier Bäume umgelegt. Und da liegen sie wie sie liegen, denn hier ist Landschaftsschutzgebiet.
Noch zwei Freunde stoßen zu uns und weil wir nun zwei Vereinsmitglieder
eines Kanuvereins unter uns haben campen wir zu fünft mit 2 WoMo, einem
Zelt und Strom für 42 Euro beim Kanuverein Saltendorf an der Naab.
Da kann man nix sagen!
Eine abendliche kurze Strecke Naabaufwärts zu paddeln fand ich persönlich ziemlich anstrengend, aber am Folgetag ging es flussabwärts. Einer der Mitreisenden transferierte eine Auto samt Fahrrad nach Kallmünz. 13,7
Kilometer sind wir an diesem Tag auf der Naab unterwegs.
Wir lernen das Knotenlaichkraut kennen
und treffen einen Eisvogel und die verschiedensten Wasservögel.
Unterwegs machen wir immer wieder Halt zum Abkühlen in der Naab.
Überall sind Treppen, Badeplateaus und einmal treffen wir sogar eine Rutsche
In der Naab sind immer wieder Wehre zu überwinden. Das ist aber kein Problem. Im Kanuverein gibt es dafür gute Karten
Vor Kallmünz begleiten uns die Kalkfelsen, 110m hoch.
In Kallmünz steigen wir aus und hoffen auf Pizza.
Leider vergeblich, aber das Cafe Grande hat sehr lecker Eis, der Bäcker prima günstig Brot, der Metzger Grillware.
Also packen wir zusammen und fahren zurück auf den Kanuplatz Saltendorf.
Es sind immer noch 30 Grad.... Am nächsten Tag steigen wir zu viert in nur zwei Boote nachdem wir ein paar Kilometer flussaufwärts transferiert wurden. Nackig flussabwärts schwimmen in der Naab - das ist Freiheit! *lach*
Wir fahren weiter zum Steinbergsee. Was für ein toller See!
Er ist riesig (größter See in der Oberpfalz),
hat entlang der Straße am Südufer Parkplätze, auf die wir auch mit WoMo
passen.
Auch dieser See stammt aus dem Braunkohletagebau, hat einen sauren
ph-Wert und wenig Bewuchs.
Wir verbringen hier einen letzten Tag gemeinsam mit den Freunden und
reisen dann allein weiter.
Die letzte Nacht in Deutschland wollen wir am Perlsee sein.
Der Perlsee bei Waldmünchen liegt schon dicht an der tschechischen Grenze.
Das Wasser ist torfig, aber fast so warm wie in den letzten Seen obwohl die Lage höher ist.
Es ist der 01. September - wir verfolgen mit leichtem Entsetzen den Ausgang der Landtagswahl in Thüringen...
Und am nächsten Morgen passieren wir die Grenze nach Tschechien. Was wir dort gesehen und erlebt haben, erzähle ich Euch nach und nach.




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