Samstag, 10. Dezember 2022

Mein Gartenprojekt im November

Der November hat sich einfach so davon geschlichen während ich faul auf der Couch herum lag. Das war für mein Gartenprojekt nicht gut.... Und nun war mir der Bericht irgendwie aus den Augen geraten. Aber die Zitronenfalterin sammelt ja immer noch unsere Berichte zu den Jahresprojekten. Also auf!

Im November wollte ich

Gemüsegarten:
  • letzte Zucchini ernten und dann die Pflanzen über die Biotonne entsorgen - ich kann mich nicht erinnern, dass unsere Zucchini mal so lange gestanden und auch recht gut ausgesehen haben wie dieses Jahr. Erst Mitte November habe ich die letzten Zucchini geerntet - kurz vor dem angesagten Frost - und dann die abgefrorenen Pflanzenreste über die Biotonne entsorgt
  • Süßkartoffeln ernten - die Pflanzstelle kam erst zum Vorschein als die Zucchinipflanzen weg waren und ich muss gestehen: die Süßkartoffeln sind nicht geerntet...
  • letzte Tomaten ernten und grüne in der dunklen Speisekammer einlagern - das war auch unglaublich dieses Jahr. Der bevorstehende Frost hat den letzten Erntetermin bestimmt. 
 

  • Nun reifen viele Tomaten allmählich nach und wandern nach und nach in Topf und Pfanne. Sie sind geschmacklich nicht mehr so gut wie die sonnengereiften Sommertomaten, aber sie schmecken allemal besser als die gekauften.
 
  • Mangold ernten - der ist dem Frost zum Opfer gefallen, bleibt aber stehen, er treibt im Frühling vielleicht noch mal durch

  • aber dafür wird der Grünkohl, der sooo einen schweren Start hatte, wohl doch noch zur Erntereife kommen!
  • Basilikum vor dem ersten Frost ins Haus holen - ja
  • Kräuter zurückschneiden - nein

Obstgarten:
  • junge Bäumchen bei Trockenheit gießen - ja, aber ab Monatsmitte war es feucht genug
  • Johannisbeeren und Jochelbeeren bei Trockenheit gießen - ja
  • Brombeeren zurückschneiden - das ist offen geblieben, die wuchern nun weiter vor sich hin, das muss ich irgendwann noch machen. Nicht gut...
Ziergarten: 
  • Stauden nach und nach zurück schneiden. Ich lasse Vieles bis zum Frühling stehen, angeblich überwintern dort ja Insekten, die Vögel knabbern an den Samen und ich finde es nicht schlimm, wenn auf den Beeten ein paar trockene Stengel stehen. Dieses Jahr ist besonders wenig passiert.
  • Dahlien nach dem ersten Frost ausgraben - erledigt und eingelagert im trockenen Keller. Das war schade - die sind mitten in der schönsten Blüte erfroren...

  • Rosentöpfe eingraben - noch nicht
  • Rosen mit Laubdecke schützen - noch nicht
  • Gartenhibiskus ab und an gießen und mit einer Laubdecke schützen - ja
  • Winterlinge pflanzen, falls ich welche bekomme und das noch geht - nein, das ist schade, aber da gibt es nun wenigstens noch Vorhaben für das nächste Jahr!
  • die Veilchen blühen! 


Wiese:
  • mindestens noch einmal mähen, dabei gleich das Laub mit "einsammeln" - uuuuhhhh.... dieser Plan ist dem November-End-Chaos zum Opfer gefallen! Durch den Regen und die warmen Temperaturen Anfang des Monats ist das Gras noch mal richtig gewachsen. Da müssen wir nun auf trockenes Wetter hoffen oder die Wiese muss als Hippie überwintern...
  • nach Bedarf das Laub von den Wiesen harken - jaja
 Aussaat 
  • Spinat 
  • Feldsalat
  • Wintersalat? Asia-Salat? 
  • in leere Blumenkästen Rauke, Buchweizen, Brunnenkresse? 
Nichts wurde gesät, aber Salat ist von selbst ausgesamt und aufgegangen. Da habe ich jetzt das Frühbeet drüber gestülpt und werde das mal beobachten....
 
 
Terrasse und Kübelgarten: 
  • solange es frostfrei ist je nach Temperatur gießen - ja
  • Nicht frostfeste Töpfe nach und nach ins Haus holen und für jeden ein passendes Winterquartier suchen finden - es ist schon wieder viel zu voll im Haus, ich habe zu viele Pflanzen! 
  • die Oleandertöpfe habe ich in Luftpolsterfolie und Kokosmatten eingepackt und auf der Terrasse gelassen. Damit habe ich in den letzten zwei oder drei Wintern schon gute Erfahrungen gemacht. Alternatives Winterquartier wäre der Keller, da gab es aber immer heftigen Läusebefall mit gelben Läusen. Nur bei allerärgstem Frost werde ich sie reinholen
  • die schwarzäugige Susanne zurückschneiden und einkellern - auweia... die habe ich vergessen als ich die Pflanzen vor dem angekündigten Frost ins Haus/die Garage geholt habe. Sie ist komplett abgefroren, nun komplett zurück geschnitten und hofft im Keller auf Wiederbelebung
  • Dipladenie zurückschneiden und in ein (???) Winterquartier verbringen - ich konnte mir nicht vorstellen, wie die Dipladenie überwintert werden kann, aber Herr B. hat angesichts des drohenden Nachtfrosts kurzen Prozess gemacht und sie mitsamt dem hohen Rankgerüst ins Haus geschleppt. 
  • Ich habe sie unter der Decke geköpft und in der Breite ein bisschen gestutzt. Nun steht sie im kalten Vorhaus und soll dort vorerst bleiben
  • Perlargonien und Fuchsien aus den Pflanzschalen nehmen, in Kästen umpflanzen und in den Keller tragen - noch nicht komplett, da steht noch "Arbeit" in der Garage

Pflanzen im Haus 
  • regelmäßig gießen und auf Schädlinge untersuchen - ja, bisher auch keine Schädlinge
  • die Weihnachtskakteen sind schon sehr auf Advent eingestellt!
  • ein paar der Zimmerpflanzen habe ich Anfang November noch umgetopft weil Schimmel auf der Erde war


 
Und sonst noch so: 
  • Pflanzplätze für die Bäumchen der "Baumschule" suchen und ggf. pflanzen - die stehen noch alle draußen und wir sind mit unseren Überlegungen kein Stück voran gekommen
  • abgeräumte Beete mit der Grabgabel bearbeiten, grob glatt machen und mulchen mit der Mischung aus Gras und Laub- ja
  • Vogelfütterung beginnen - ja
  • leere Töpfe und Kübel reinigen und trocken einlagern/wegräumen - oh, oh... die ganzen Tomatentöpfe stehen noch draußen! Ich hatte nur die Pflanzen oberirdisch abgeschnitten
  • nicht winterfeste Gartendeko wegräumen - ja
  • restliche Sitzkissen auf den Boden tragen - erledigt
  • bei wirklicher, andauernder Frostgefahr Wasserfässer leeren - die sind noch voll
  • das zugelaufene Hochbeet aufbauen und unten mit Baum- und Strauchschnitt befüllen- wir haben zwar angefangen, aber sind bei weitem noch nicht fertig

  • Gartenbuch führen - uuuh... das habe ich genauso sträflich vernachlässigt wie den Garten selbst...
  • dafür haben Herr B. und der Junior die beiden abgestorbenen Birken umgesägt und einen großen Berg Roller aufgehäuft, der muss nun "nur noch" gehackt und aufgestapelt und vorher muss der Holzschuppen repariert werden

Nun ist das Gartenjahr bald um. Und wieder ist nicht alles geschafft was ich gern gemacht hätte. Aber das soll mich nicht hindern, im Dezember noch das Eine oder Andere zu tun draußen


Im Dezember möchte ich

Gemüsegarten:
  • endlich die Süßkartoffeln ernten (falls überhaupt irgendetwas da unter der Erde wächst...)
  • letzte Tomaten aus der Nachreife essen
  • Grünkohl ernten
  • Salatexperiment im Frühbeet starten 
  • wild aufgelaufene Rapunzel ernten (mit Vlies abdecken?)
  • den kleinen Rosmarin ausgraben und im Topf ins Haus holen, der übersteht sonst vermutlich den Winter nicht.

Obstgarten:
  • Brombeeren zurückschneiden
Ziergarten: 
  • Stauden nach und nach zurück schneiden.
  • Rosentöpfe eingraben
  • Rosen mit Laubdecke schützen
Wiese:
  • wenn es trocken genug ist noch einmal mähen, dabei gleich das Laub mit "einsammeln"
  • nach Bedarf das Laub von den Wiesen harken
 Aussaat 
  • nichts
Terrasse und Kübelgarten: 
  • Oleander ab und an ein bisschen gießen 
Pflanzen im Haus 
  • regelmäßig gießen und auf Schädlinge untersuchen
  • Geiltriebe nach Bedarf zurück schneiden
 
Und sonst noch so: 
  • Pflanzplätze für die Bäumchen der "Baumschule" suchen und ggf. pflanzen
  • Vogelfütterung
  • Töpfe und Kübel leeren, reinigen und trocken einlagern/wegräumen
  • bei wirklicher, andauernder Frostgefahr Wasserfässer leeren
  • das zugelaufene Hochbeet fertig aufbauen und unten mit Baum- und Strauchschnitt befüllen 
  • im Dezember oder Januar die Weide köpfen
  • Gartenbuch führen 
 Verlinkt wird in der Sammlung der Jahresprojekte bei der Zitronenfalterin
 




Mittwoch, 7. Dezember 2022

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus: der Schubkasten mit der Musik

Heute ist Mittwoch - Zeit zum Entrümpeln
 

Ich habe den Schubkasten mit den Noten und Flöten geöffnet. Nicht, um zu Flöten, wohlgemerkt. Sondern ich suchte ein paar ganz bestimmte Noten. Oh, welch' ein Durcheinander!
 

Also habe ich alles raus und sortiert. 
 

Manche Noten sind mehrfach vorhanden, damit man sie im Trio oder Quartett spielen kann. Nur wenig habe ich am Ende tatsächlich aussortiert, lose Blätter, unvollständige Sätze, Dinge, die ganz bestimmt nie mehr einer spielen möchte...
 

Das war wirklich leicht. Schwieriger wurde es bei der Betrachtung der sonstigen Dinge, der Flöten und anderen seltsamen Instrumente. Die gute Tenor-Flöte hält sich gerade anderswo auf, kommt hier aber theoretisch noch dazu
 

Theoretisch kann ich auch den größten Teil davon spielen, die Tochter ebenso. Okarina wollte ich immer schon mal lernen (könnte ja noch werden). Aber die Mundharmonika spielt niemand und es hat auch niemand dazu Talent. Vielleicht freut sich jemand anders darüber?
Ob irgendjemand irgendwann diese vielen Gitarrensaiten aufzieht ist zwar ungewiss, aber die bleiben auf alle Fälle hier
 

Bei den Instrumenten habe ich gleich mal über den Schubkastenrand hinaus geblickt: 2 Gitarren (werden aktuell nicht gespielt, bleiben aber selbstverständlich da), 1 elektrisches Klavier (ach, war das schön, als mein Vater vor ein paar Jahren darauf Weihnachtslieder spielte....bleibt, obwohl niemand Klavier spielen kann), 1 Klarinette (gehört der Tochter und spielt hier nicht mit), 1 uraltes Akkordeon, kellermuffig und defekt (verlässt uns)


Aussortiert wurden
23 Noten
1 schlechte Flöte, defekt
1 Flötenreiniger, defekt
2 Mundharmonika
1 Akkordeon
1 Schachtel
1 Tüte
30 Teile gesamt

Noch nicht mitgezählt habe ich eine Penny-Whistle, von der ich nicht mal mehr weiß, wie sie zu uns gekommen ist. Die scheint neu und ich muss mal sehen, ob sie irgendwie verkäuflich ist. Spielen kann ich sie jedenfalls nicht....

Und auch wenn ich nicht wirklich konsequent war, finde ich, es waren mutige Schritte zu mehr Übersicht dabei!

Wie steht's bei Euch? Konntet Ihr irgendwas loslassen?
Ich muss gestehen, ich weiß nicht, ob ich in den nächsten Wochen zum Entrümpeln komme. Da drängen sich viel mehr die vorweihnachtlichen Aktivitäten in den Vordergrund. Ihr könnt das natürlich halten wie Ihr wollt - die Linkparty ist ja offen.
Und ich lade Euch auf alle Fälle ein, in der Woche nach Weihnachten Rückschau auf das Jahr zu halten. Vielleicht Pläne für das neue zu schmieden.... Denn eins steht fest: wir machen weiter! Auch im nächsten Jahr werde ich eine Linkparty für Eure (und vor allem meine!) Entrümpelungsaktivitäten laufen lassen.

You are invited to the Inlinkz link party!

Click here to enter

Montag, 5. Dezember 2022

Eine Cordhose für die Jüngste

Ich war gerade so schön dabei. Diese Hose stand zwar nicht auf der Wunschliste der Tochter, aber das Vorjahresmodell war sehr tauglich, wurde viel getragen, ist inzwischen "Hochwasser" und warme Hosen kann man zu dieser Jahreszeit ja nun wirklich gut gebrauchen. Cord war noch genug da, also los!
Beim Zuschneiden von Cord muss man ja höllisch aufpassen, dass man die richtige Richtung trifft. Das weiß ich spätestens seit diesem Rock ganz genau. Deshalb lege ich mir jetzt sicherheitshalber eine Markierung auf den Stoff... ;-)
 

Ein bisschen handmade ist das Größenschild schon, aber praktisch.
 

Im Bündchen habe ich innen wieder eine Sicherheitsöffnung für einen Gummi frei gelassen und dieses Mal auch gleich einen eingezogen.


Schnitt: Ottobre 4/2011, Gr. 92
Breitcord und Bündchen: Stoff&Stil - schon länger im Bestand
Gewicht: 140 Gramm

Verlinkt wird im Kinder-Allerlei im Nähkäschtle und im Kreativ-Bingo von Anni und Sabine im Feld "Warm in die kalte Jahreszeit" und im Adventsbingo im Feld "für einen ganz besonderen Menschen"

Sonntag, 4. Dezember 2022

Adventsbingo: so ist es Brauch

Heute erzähle ich Euch von einer unserer festen vorweihnachtlichen Traditionen - dem Backen. Wer hier schon lange liest kennt unseren Brauch: die Tochter und ich veranstalten eine Backorgie, eine Plätzchenmanufaktur. Wir haben bereits Ende November immer eine Woche Urlaub zusammen und dann backen wir, was das die Bleche hergeben! Wir backen 13 oder 14 oder 15 Sorten, verschenken Plätzchendosen in großen Mengen an unsere Kollegen, Freunde und die Familie...
Dieses Jahr ist alles anders. Es gab keine Woche gemeinsamen Urlaub im November. Und wenn es sie gegeben hätte, wäre absolut unklar, wie eine zweijährige Enkelin in einer Backmanufaktur zurecht kommt! *lach*... Das werden wir in den Tagen zwischen dem dritten und vierten Advent noch ausprobieren können. 
Am Freitag wurde meine Mama an einem Hirntumor opereriert. Und währenddessen musste ich irgendwie die unruhigen Hände beschäftigen! Da habe ich dann einfach mal angefangen:
 

Und auch Haselnussmakronen habe ich gebacken. 
 

In keiner Weise können meine paar Plätzchen an die alten Traditionen und Bräuche anknüpfen, aber mir hat das Backen schon mal sehr geholfen, meine Unruhe während der Wartezeit zu bekämpfen. Am späten Nachmittag stand fest: alles ist gut gegangen...
Heute mache ich mich auf den Weg in eine weit entfernte Klinik und besuche meine Mutter.
Euch allen da draußen einen schönen 2. Advent!

Aktuell laufen ja zwei Bingo-Aktionen, eher ohne mich. Aber heute gibt's für kreatives Backen je ein Kreuz im
Kreativbingo von Anni und Sabine - Etwas für die Advents- und Weihnachtszeit
Weihnachstbingo - So ist es Brauch

Samstag, 3. Dezember 2022

Adventsbingo: Alle Jahre wieder

Bei Ingrid, Maika und Starky gibt es dieses Jahre in Weihnachtsbingo. Die Idee gefällt mir sehr gut, aber ich werde da nur sporadisch dabei sein können, mir fehlt im Advent einfach die Zeit.


Der Advent ist hier überhaupt sehr holperig gestartet - am 1. Advent lag ich flach auf der Couch und es brannte nicht mal eine Kerze. Aber seit dem 1.12. steht auf der Fensterbank der Adventsbaum aus Holz. Der funktioniert wie ein Adventskalender. Jeden Tag kommt eine Kleinigkeit der über die Jahre gesammelten "Schätze" dazu. Zu Beginnn stehen da nur die dicken roten Kerzen und die Äpfel:


Euch allen wünsche ich eine wunderbare Adventszeit. Lasst Euch nicht treiben von den Vorstellungen anderer. Ist auch im Advent vielleicht weniger mehr?

Verlinkt wird im Adventsbingo

Freitag, 2. Dezember 2022

Entrümpeln als Jahresprojekt - der November

Die Zitronenfalterin sammelt wieder unsere Jahresprojekte
 

Da muss ich mich erst mal "sammeln". Der November endete im Chaos, da war das Fortführen der Jahresprojekte eher dem Zufall überlassen. Aber schauen wir mal:
Der Monat startete mit ein paar wenigen seltsamen Gegenständen. Bemerkenswert war da besonders die Verabschiedung von zwei verstaubten Katzenkisten aus dem Keller. 
 

Aus einem Schubkasten mit Bastelmaterial wurden 20 Teile verabschiedet.
 

Den größten Erfolg habe ich allerdings im Medienbereich erzielt. In zwei Etappen habe ich 3.146 E-Mail entrümpelt. Das ist leider nur die Spitze des Eisbergs, aber ich bin trotzdem stolz. Vor allem, weil es mir gelungen ist, eines meiner Email-Konten komplett zu leeren und seitdem auch "sauber" zu halten.
Und weil ich gerade so bei persönlichen Emails war, habe ich auch gleich noch zwei alte Tagebücher den Flammen überlassen. Keine Träne floß ihnen nach...
Auf meinen Bingo-Blättern hat sich nicht viel bewegt. Denn die Emails kann ich da nicht so einfach dazu zählen. Aber denen habe ich eben einen extra "Bobbel" verpasst! Muss ja gewürdigt werden!
Entrümpelt habe ich dieses Jahr nun schon
 
1.821 Teile und
3.146 E-Mails
 
 

Verlinkt wird bei der Zitronenfalterin in der Sammlung der Jahresprojekte

Mittwoch, 30. November 2022

Und das war mein November 2022

Jauchzet frohlocket!
Aufpreiset die Tage....
 

Im November...
... hatte ich gleich zu Beginn ein ganz zauberhaftes Erlebnis: Yase und ihr Mann machten auf der Durchreise mit dem Wohnmobil hier Halt. Das ist immer ein ganz besonderes Erlebnis - wenn man einen Menschen persönlich kennenlernt, dessen Blog man seit Jahren verfolgt. Ganz aus der Ferne und oft nur zwischen den Zeilen liest man ja eine Menge über den anderen. Und dann ist das erste Treffen so, als würde man sich schon seit Jahren kennen und es verbinde einen eine uralte Freundschaft. Kennt Ihr das? Ich staune immer wieder, wenn mir das passiert (was nicht so oft vorkommt) - und es ist ein Geschenk! Ein handfestes Geschenk gab es tatsächlich auch - ich durfte die Hochzeitskonfitüre verkosten!
 

Danke, liebe Yase, für diese schönen Stunden und die Gespräche, die an ganz anderen Stellen ansetzten als man es bei "fremden" Menschen vermuten würde! (und wir haben fast nicht über's Nähen geredet! *lach*)
... kochten wir aus den eigenen und geschenkten Quitten gleich noch eine zweite Charge goldiges Gelee - ein wahrer Genuß!


...probte unser Chor weiter ganz fleißig Teil 1 bis 3 des Weihnachtsoratoriums, regelmäßig nicht nur einmal, sondern zweimal pro Woche. Nicht leicht zu singen und anfangs auch noch so gar nicht weihnachtlich bei strahlendem Herbstwetter!
 
...dienet dem Höchsten mit herrlichen Chören,
lasst uns den Namen des Herrschers verehren....
 
... machten wir mit Freunden die alljährliche Herbstwanderung in den Hassbergen
 

 - eigentlich zum traditionellen Gänsebratenessen. Dieses Jahr blieb das Federvieh allerdings hinter'm Zaun 
 

und ich aß dafür vegetarischen Burger. Muss man ja alles mal probiert haben... ;-)
 

... erntete ich bis zur Monatsmitte noch wunderbare Zucchini, sehr erstaunlich 


... tauchte Mitte des Monats plötzlich und unerwartet der erste Schnee auf. Völlig unerwartet für diese Jahreszeit selbstverständlich... 
 

Die empfindlichen Pflanzen haben es gerade noch rechtzeitig in die Garage geschafft, bis auf die schwarzäugige Susanna. Die hatte ich vergessen. Und - was für unsere Gegend sehr untypisch ist: der Schnee blieb ein paar Tage liegen
 

... gab es Flammkuchen mit gekauften Pilzen,
 

denn im Wald haben wir dieses Jahr keine gefunden!
 

... war es so richtig, richtig gut, dass ich jetzt in den letzten Tagen des Monats beim Schreiben dieses Postings wachem Auge zurückgeblickt habe auf die Schönheiten dieses November! Denn das letzte Drittel des Monats war ungewöhnlich ereignisreich und schwierig!
 
... lasset das Zagen,
verbannet die Klage....
 
...verabschiedeten wir im Familien- und Freundeskreis meine Schwägerin, die endlich gehen durfte. "...und im Himmel wird jetzt mehr Poesie sein und mehr Dichtung. Und auch mehr Musik...", sagte der Pfarrer in seiner Ansprache. Ja, so ist es wohl!
... brachte ich mir von der Fahrt zur Beerdigung neben einem familiären Pflegefall auch noch eine schwere Virusgrippe mit nach Hause, mehrere Operationen stehen ins Haus, gesund werden muss ich selbst auch noch irgendwie und ich weiß noch nicht, wie das alles gehen soll. Von Advent war keine Spur, aber nun, da der Fiebernebel sich lichtet, konnte ich mich zum Glück wieder daran erinnern, was J.S.Bach da komponiert hat:
 
...lasset das Zagen,
verbannet die Klage,
stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!
 
... habe ich seit ewigen Zeiten mal wieder Zeit gehabt für ein Buch und habe mir so eine richtig schöne Weihnachtsschnulze aus dem Regal geholt
 
 
Sofort war die Lust da, auch mal so einen richtig schön klassischen Weihnachtsquilt zu nähen, in traditionellen Farben und Mustern. Aber da ich weder geeignete Stoffe habe (und ja weiter auf Stoffdiät bin) und die Zeit für die aktuellen Projekte schon nicht reicht, wanderte das Buch nach dem Lesen eben wieder ins Regal zurück.
... hatte ich dann plötzlich doch Lust auf ein bisschen Adventsdeko und nun hängt in der Diele der Herrnhuter Adventsstern
 
Jauchzet, frohlocket!
Aufpreiset die Tage!
Rühmet, was heute der Höchste getan!
 
Wem sich die Musik dazu nicht sofort ins Gedächtnis findet, der kann das hier gern mal anhören! 
Und so wünsche ich uns allen eine gesegnete Adventszeit! Wenn es hier noch ein bisschen still zugeht wundert Ihr Euch bitte nicht. Denn Ihr wisst es ja im Grunde alle - es kommt nicht auf das äußere Blimblim an, sondern darauf, dass wir Zeit und Muße für das Wesentliche der Weihnacht finden:

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
und den Menschen ein Wohlgefallen

Und auch das ist ein ganz wunderbarer Choral! Habt eine gute Zeit!