Montag, 11. Februar 2013

Ein erster Versuch

Das hat mich ja gleich angelacht, als ich das erste mal vom Sulky BOM 2013 gelesen habe. Der ist so richtig schön kitschig - den möchte ich auch gern in meinem Nähzimmer an der Wand haben!
Das Problem fängt aber mit den Vokabeln an: "Needle-turn-Applikation" - "Applikation" kenne ich ja, mache ich auch und zwar mit Vliesofix und Nähmaschine. Und das hier ist aber echte Handarbeit. Im Januar habe ich mich erfolgreich um den ersten Block gedrückt. Aber nun wollte ich es wenigstens mal versuchen.
Youtube hilft einem ja bei allem auf die Sprünge und da habe ich mir diverse Techniken angesehen.
Und das ist nun der erste Versuch, noch ohne Stickerei und ohne den eigentlichen Block vom Januar, aber die Applikation des Nadelkissens ist jetzt schon mal auf dem Stoff.
Eine Frage an die Expertinnen hätte ich da:
Ich habe erst den Block zugeschnitten und dann ohne Rahmen und ohne alles appliziert. Nun müsste ich sticken.

Folgende Möglichkeiten sehe ich:
a) wieder ohne alles einfach aus der Hand (keine Erfahrung)
b) einen falschen Rand anheften, damit sich das Ganze in einen Stickrahmen spannen lässt (keine Erfahrung)
c) erst das Top zusammennähen, dann im Rahmen sticken (keine Erfahrung)
d) erst das Top nähen und sandwichen, dann sticken (keine Erfahrung)

Hättet Ihr da Tipps?

Kommentare:

  1. Eine Antwort einer nicht-Fachmännin:
    Ich mache das als "raw-edge-Applikation", d.h. ich schneide es ohne NZ aus und nähe es einfach auf den Stoff. Das Applikationsteil stecke ich auch nur mit wenigen Nadeln fest und so habe ich bislang beide BOM-Teile gemacht.
    Ja, es kann ausfransen, aber als Wandbehang muß man das Ding vielleicht nicht wirklich waschen, insofern ist es MIR wurscht.

    Nana

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    1. Ja, Du hast diesen tollen Kammstich an der Nähmaschine, das kann mein Großmütterchen natürlich nicht. Ich werde also üben, üben, üben...

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  2. Oh nein, ist der niedlich... wo gräbst du nur immer diese Links aus? Den will ich auch - habs mir abgespeichert, mal sehen, wann ich dazu komme... (uuuuuufooooooo, ich hör's genau - Kopf-UFO!). Was das Sticken angeht, kann ich dazu leider gar nichts sagen, aber wir wachsen ja alle mit unseren Aufgaben - öh...... ich hoffe solidarisch auf Expert(inn)enmeinungen. :)

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    1. Hey, Daisy! Du kannst noch mitmachen, ich habe ja auch gerade erst angefangen und ein so'n Block im Monat, das werden wir doch schaffen? Ich würd' mich freuen!

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    2. Ein Fensterchen pro Woche, ein Block pro Monat... aber na klar, das schaffen wir doch locker! :D - Aber du hast mich damit an der Angel - ich mache mit, denn gedanklich wühlte ich schon in meinen Stoffen! Auf dass das dezentrale Nähkränzchen nicht einrostet. Und dass unsere Kitsch-Quilts hinterher völlig unterschiedlich aussehen, steht jetzt schon fest - ich freue mich darauf! :)

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    3. Jjja! Überredet! Brauchst Du vielleicht irgend einen kitschigen Röschenstoff? *kicher*

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    4. Lach nicht - du wirst es nicht glauben, aber ich habe tatsächlich auch in verschwindend geringen Mengen Röschenstoff im Haus. Ok, eher Rosenstoff. Und Streublümchenstoff. Eigentlich habe ich fast nur groß gemusterte Stoffe - aber hahaaaa.... das wird sowieso daisy-style. Großartig! - Sollten wir noch unsere Rotwein-Vorräte überprüfen?

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    5. Super, dann kann es ja losgehen! Die Überprüfung der Rotweinvorräte ergab allerdings bei mir einen momentanen Stand von Null Flaschen, ich werde bis Ostern Rotwein-Fasten, das versuche ich jedes Jahr zu machen und werde nur bei besondersten Anlässen schwach. Betrinken musst Du Dich also vorerst allein, aber ansonsten kann ich dir jetzt schon gute Ratschläge geben, hab' ich alle hier gelesen. :-)

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    6. Ok, dann lass uns ein anderes Getränk finden, bei mir gibts nämlich auch keinen Rotwein bis Ostern. Und - ich lehne mich mal gaaaaanz weit aus dem Fenster - vielleicht auch keinen Kaffee. Die Schoki muss bleiben, ohne bin ich definitiv für meine Umwelt nicht zu ertragen - ansonsten hätte ich danach auch unfreiwillig Freunde-Fasten gemacht, das möchte ich nicht. Und danke für das Angebot, ich freue mich über die vielen guten Ratschläge, die du mir geben wirst. :)

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    7. Da hab ich's ja gut: ich trinke keinen Kaffee! Aber im Moment denke ich noch darüber nach, ob ich nicht dem Aufruf folgen soll, auch ein bisschen Auto zu fasten. Das wäre gesund! Für mich und für das Auto und die Kasse und die Umwelt... Aber da bräuchte ich dringend eine Ersatzbefriedigung, wie wäre es mit Nähen?

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    8. Tee, schwarzen, grünen, weißen, roten.. Lichtenauer Stille Quelle.

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    9. Autofasten klingt auch verlockend. Ich wohne auf dem Dorf - bis zur Arbeit würde es sogar noch gehen, aber die restlichen Termine... mühsam bis unmöglich. Teils sehr unbequem, teils nicht machbar. Vielleicht sollte ich zumindest arbeitswegmäßig mal "anfasten"... Ersatzbefriedigung brauche ich aber auch schon für den Rotwein. Nähen? Solange niemand auf die Idee kommt, dass wir einfach mal ein paar Wochen nicht nähen sollen... derjenige müsste sehr schnell rennen können...

      Tee? Immer. Aktuell Melisse (ich bilde mir ein, dass es meinen Magen gerade beruhigt, der spinnt noch ein bisschen - hat wahrscheinlich auch Grippe gehabt).

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    10. Naja, die Idee ist ja einfach die des Verzichts. Und da sind schon einzelne Verzichtsmomente ein Erfolg. Ich könnte JEDEN Tag mit dem Rad zur Arbeit, aber ich bin zu bequem... Letztes Jahr habe ich immerhin die vorgenommenen 40x Rad geschafft. (im Sommer)
      Nicht nähen wäre schwierig, ich werd' ja schon kribbelig, wenn ich ein paar Tage nicht nähen kann!
      Und jetzt geh' ich wieder nähen, da liegt der nächste Frauenrechtsblock auf dem Zuschneidetisch...

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    11. Das stimmt natürlich. Mein Auto ist eine Sache, die ich immer wieder gern in Frage stelle - und ebenso häufig nicht missen möchte (besonders bei Regen, Dunkelheit, Kälte und später Uhrzeit). Aber zur Arbeit - da muss der Schweinehund halt neben dem Rad mitlaufen, das faule Tier. :)

      Ich geh mal meinen Tisch freiräumen... Grundlagen schaffen.

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  3. Zum Sticken bügle ich H700 oder 710 dahinter, das ist eine leichte Gewebeeinlage aus der Klamottenschneiderei. Das macht das Stück Stoff fester und es verzieht sich nicht beim Sticken. Ich sticke ohne Rahmen, das geht bei Redwork ganz gut.

    lg
    Iris

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  4. Wenn dieser - ich nenn´s mal Wandteppich (da ich nicht weiß, ob das ein Quilt ist) - fertig wird, ist der doch supersüß fürs Nähzimmer. Ein bisschen Kitsch muss sein!
    Ansonsten wie immer von mir keine Tipps, nur Daumendrücken :-)

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    1. Daumendrücken nehmen wir auch, das ist super, dann kann nichts schiefgehen!

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  5. Wow, der Wandbehangquilt sieht echt toll aus! Und dein erstes Stückchen ist schon vielversprechend ...

    Was das Sticken anbelangt: ich habe bisher nur ohne Stickrahmen gestickt (außer in der Schule) und auch nur ohne Verstärkung des Stoffes (gab es früher vielleicht nicht?), aber es ist schon ziemlich lange her ...

    Sind die Beschreibungen der Techniken bei Sulky, also z. B. für die Needleturn-Applikation, nicht so gut, dass man damit arbeiten könnte? Ich frage nur, falls ich in hundert Jahrn auch mal sowas wunderbar Kitschiges machen möchte?

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    1. Ja, bei Sulky ist das gut beschrieben und mit der Videoanleitung, auf der die Amerikanerinnen amerikanisch sprechen, zusammen, kam ich mit der Needle-Turn-Applikation gut zurecht. Es ist schon hilfreich, einen Arbeitsschritt mal zu SEHEN, nicht nur zu LESEN. Aber die Grundlagen des Stickens werden irgendwie voraussgesetzt (was ja nachvollziehbar ist - so was lernt man theoretisch in der Schule, nur ich nicht!)

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    2. Hattet ihr gar keinen Handarbeitsunterricht? Oder war nur Sticken nicht dabei?
      Aber die beiden verwendeten Stickstiche sind bei Sulky mit der Zeichnung dabei ganz gut erklärt. Und der Stepp- oder Rückstich wird ja auch beim Nähen per Hand verwendet.

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    3. Wir hatten irgendwas, ich kann mich erinnern, dass wir eine Schürze genäht haben, aber an Sticken kann ich mich nicht erinnern...
      Handarbeitsunterricht kam in der DDR, glaub' ich, insgesamt ziemlich kurz. Ich habe in der sozialistischen Produktion gelernt wie man Kondensatoren bördelt. Da war ich richtig gut und so schnell wie die Facharbeiter, was war ich da als Schulmädel stolz!! Nützt mir jetzt aber irgendwie nix...

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  6. Liebe Valomea,
    ich finde bei Handarbeiten gibt es so viele Möglichkeiten wie es Menschen gibt...Ich sticke einfach ohne Rahmen, ich vergrößere nichts künstlich und ich warte auch nicht aufs fertige TOP oder auf das fertige Sandwich. Nicht schlecht ist es ein sehr dünnes Vlies hinterzubügeln, damit die Arbeit nicht so leicht verzieht, ist aber kein Muss, es geht auch ohne. Einfach loslegen, dein erster Needleturn sieht doch gut aus. Ich habs mir auch selber beigebracht!
    Eine weitere Möglichkeit ist "Buttonhole-Technik", die habe ich bei der Schere benutzt, da musst du nichts umlegen, keine Nahtzugabe mitausschneiden, sondern einen besonderen Stich verwenden - hält gut, Wandbehänge werden ja eher wenig gewaschen.
    L.G.
    sigisart

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  7. Hi hi, learning by doing - wie wir Deutschen sagen. Ich sticke und quilte auch immer ohne jeden Rahmen, zeichne aber alles mit auswaschbarem Bleistift ganz genau vor. Jetzt sehe ich aber gleich mal nach, was "Buttonhole-Technik" ist- sagt mir leider auch nichts.
    LG Marianne

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  8. Hallo Valomea,
    hier gibt's ja schon rege Auskunft!
    Ich sticke auch immer "freihändig"(ohne Rahmen).
    Ein dünnes Aufbügelvlies ist hilfreich,
    a) damit sich der Stoff nicht verzieht (wenn du zu stramm am Faden ziehst(es stabilisiert)) und
    b)sieht man dann bei feinen/dünnen/hellen Stoffen nicht das Fadenwirwar von der Rückseite durchschimmern.
    Kleine Stücke lassen sich auch besser besticken, als große (also unhandliche Tops oder gar fertiger Quilt!).
    Vorzeichnen mit einem wasserlöslichen Stift geht gut, aber ich nehme immer einfach Bleistift - der fertige (Mini-) Quilt wird bei mir so wie so immer erst gewaschen, damits schon "quiltig" aussieht.
    Ansonsten: nicht lange überlegen und planen, sondern einfach drauflos...
    Viel Spaß dabei und trau dich einfach...
    LG Doris

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  9. Danke! Danke! Ich werd' mich 'rantrauen, mutig und ohne Stickrahmen.
    Wenn Ihr von "dünnem" Aufbügelvlies sprecht, was nehmt Ihr da? Irgendeine Nummer verfügbar? Ich kenne nur dickes wie H640 oder H630, es gibt Stickvlies für die Stickmaschine, aber das sicher nicht.
    Herzliche Grüße und vielen Dank für Eure lieben Kommentare!
    Valomea

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  10. Ich nehme da immer Soluvlies von Freudenberg. Das kann ich bei Buttinette bestellen. Aber von Sulky gibt es etwas ähnliches.
    Lg Marianne

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  11. Hallo Valomea,
    leider bin ich kein Experte für´s sticken und versuche das auch immer zu vermeiden. Im Handarbeitsunterricht zu DDR-Zeiten kann ich mich auch nur an Häkeln von Topflappen und sticken auf AIDA-Stoff erinnern. Später war ich in der soz. Produktion gut in einem Betonwerk zu Gange und da haben wir so was tolles wie Rasenborden und Gehwegplatten hergestellt. So kann ich jetzt gut mauern! - lach !! -
    Wenn Du Dich an alle guten Tipps der Nähköniginnen hälst und ausprobierst, kann es nur gut werden.
    Viel Erfolg und liebe Grüße
    Leonore

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