Samstag, 6. Juni 2020

Sommerurlaub am Meer in Zeiten von Corona - Tag 5

Ich habe Ostseesteine gefunden! Das soll ja bei einem Urlaub am Meer vorkommen... ;-) Ich wollte unbedingt im Eingangsflur die Fenster putzen. Das ist zwar keine Unternehmung für meine Liste, aber es war einfach dran. Die Kakteen sind nun draußen im Sommerquartier und auf dem Fensterbrett ist Platz. Außen liegen auf der schmalen Fensterbank neben der Haustür verschiedene Steine:


Die wurden nun gewaschen und wieder schön auf's Fensterbrett drapiert. Alle Pflanzen stehen jetzt im Regen...


Das Tochterkind hat mir derweil ein neues Schild für den Briefkasten gemalt. Das alte war schon ganz ausgeblichen und die Klebestreifen ganz vergilbt. Das war ein bisschen sehr mühsam zu entfernen, aber das Ergebnis hat sich gelohnt! Das neue Schild muss noch passend geschnitten und dann laminiert werden, haben wir entschieden, diese Klebestreifenreste sind einfach Mist.


Der Wunschliste wurde noch ein Zitronenkuchen zugefügt - das war ein Leichtes!


Auf dem Küchenfensterbrett erfreut uns die letzte (?) Amaryllis mit ihren Blüten


Da haben dieses Jahr viele geblüht. Nun sind alle nach draußen umgezogen und werden erst im Herbst wieder ins Haus zurückkehren.
Bevor der Regen wieder eingesetzt hat, habe ich mich ein bisschen dem Gartenweg gewidmet. Wir sehen vorher-nachher auf der linken und rechten Seite:


Da bin ich echt froh, dass ich das endlich gemacht habe!
Ansonsten steige ich heute ein bei Martin's Aktion 52-Foto-Reise. Jede Woche kann man zu einem vorgegebenen Thema ein Foto veröffentlichen. Man kann die Wochen auch mischen, aber ich finde es schon spannend, sich mit einem bestimmten Thema auseinander zu setzen. Keine Ahnung, wie weit ich mit diesem Vorhaben komme, aber zum Thema dieser Woche fiel mir heute sofort etwas ein:

"Willkommen"


Wir haben wochenlang soo auf Regen gewartet! Und deshalb ist der Regen in diesen Tagen - trotz Urlaub - ein sehr gern gesehener Gast! Wir vertreiben uns die Zeit eben anderweitig. Das ist kein Problem. Willkommen, Ihr Regentropfen!
Verlinkt wird das Foto bei Martin in Woche 1.
Und wenn man nicht in sommerwarmer Nacht auf der Terrasse Longdrinks schlürfen kann, machen wir uns eben im Schwedenofen Feuer und spielen Doppelkopf. Zum Glück habe ich von Katrin vor Jahren diesen wunderbaren Linealhalter für meine Patchworklineale bekommen. Der leistet gerade unserem armen Einarmigen gute Dienste!


Okay... das Blatt könnte besser sein... ;-)
Zwischendurch bin ich an meinem Binding. Nicht mehr weit... aber die 7,50 m wollen erst mal geschafft sein und dann ist der Quilt gleich fertig!


Zum Abendbrot gab es ein Süppchen vom Wunschzettel: Waldschratsuppe. Soo un-glaub-lich lecker! Da bin ich zum Glück Flexitarierin! *lach*



Zum Glück gab es einen gaaaanz großen Topf voll, so dass niemand nicht genug bekam! ;-)

Freitag, 5. Juni 2020

Sommerurlaub am Meer in Zeiten von Corona - Tag 4

Auf unserer Wünscheliste für den Urlaub ist es ganz schön voll. Da ist klar, dass wir nicht nur faulenzen sollten, um tatsächlich das Eine oder Andere zu tun. Deshalb haben wir heute die Regenlücke nach dem Mittag genutzt und sind in den Wipperdurchbruch gefahren. Neulich hatten wir auf dem Weg zu den Orchideen von oben die Ruine eines Mühlenanwesens gesehen. Der Junior steht auf lost places und das sah schon von oben ziemlich verloren aus...


Von unten gleich noch viel mehr. Der Verfall der Gebäude ist nicht mehr aufzuhalten.


Zu DDR-Zeiten wurde die frühere Mühle - dem Hörensagen nach - als Ferienheim genutzt. Ob nach der Wende dort noch irgendwas passiert ist, müssten wir noch heraus bekommen. Inzwischen erobert sich jedenfalls die Natur das Anwesen zurück. Das Elend beginnt immer dann, wenn die Dächer hin sind.


Die noch vorhandenen Räume sind alle vollständig leer, die Treppen nicht mehr vorhanden


Man muss sich sehr vorsehen in solchen Gebäuden! Hier hat sich die Wand so gesenkt, dass das Fenster allmählich seine Form verliert


Und überhaupt wächst Gras (oder Moos) über alles....


Die Tischtennisplatten versinken im hüfthohen Gras


Es war ein trostloser Anblick! So gar nichts hatte irgendwie ein bisschen Charme... Deshalb brauchten wir noch einen schönen Abschluss des Ausfluges und sind zur Klosterruine Göllingen gefahren.


Diese wird von einem Verein gepflegt. Der alte Klostergarten könnte zwar mal einen Rückschnitt gebrauchen, aber er ist sehr schön angelegt, Kräuter und Gewürze wachsen in Buchsbaumgesäumten Beeten


So etwas mag ich!


Interessant fanden wir die zurück gesetzte obere Etage, damit unten hoch beladene Wagen durchfahren konnten.


Einen technischen Abschluss hatte unser Ausflug am Ende auch noch. Wir haben die Wehranlage von Göllingen gesucht und gefunden. Hier wird von der Wipper die kleine Wipper abgetrennt. Ein Bauwerk, das von Frankenhäuser Handwerkern gebaut wurde, um die Oberstadt mit Wasser zu versorgen.  Rechts oben fließt die hier geborene kleine Wipper weg


Eine Fischtreppe wurde auch eingebaut:


Das Wasser hat von hier aus allerdings noch einen weiten Weg! Und wir haben uns von hier aus auch auf den Heimweg gemacht.
Zum Abendessen wurde Junior's Listenwunsch erfüllt: es gab Spaghetti Bolognese und hinterher Eis. Wir haben zu dritt gekocht, damit es außerdem Spaghetti mit vegetarischer Gemüsesoße und Salat geben konnte. Salat ist bei uns immer ein Baukastensystem:


Der Eine mag keinen Rucola, der andere keine Zwiebeln, der dritte keine Blüten... ;-)
Für morgen wünsche ich mir ja mal wieder ein bisschen Sonne, aber wir können auch noch weitere Tage einfach "verspielen"... ;-)

Donnerstag, 4. Juni 2020

Sommerurlaub am Meer in Zeiten von Corona - Tag 3

Schon in den Wochen vor dem Urlaub lag auf dem Küchenschrank ein kleiner Zettel, auf dem ich immer notiert habe, wenn in den Telefonaten mit der Familie Wünsche geäußert wurden, was wir im Urlaub gerne tun würden. Die Liste ist ein bisschen esslastig, das liegt nicht zuletzt am Junior, der jedem Essenswunsch noch ein "und bitte viel" hinzufügen würde. Heute nach dem Frühstück haben wir das mal in eine schöne Form gefasst. Jeder durfte sich was wünschen. Etwas, was wir machen wollen, Ausflüge, die wir gern unternehmen würden, Spiele, die schon immer mal wieder gespielt werden wollen und etwas, was wir essen wollen. Das ist doch cool, oder? Wir sind zwar bei allen sportlichen Aktivitäten eingeschränkt, Radtour und Schwimmen geht nicht, aber es gibt ja genug andere Dinge zur Auswahl.
Und das ist unsere Urlaubswunschliste:


Die habe ich heute früh an den Kühlschrank gepinnt und die ersten Dinge hatten wir auch schon abgestrichen. Die Tage sind immer so schnell vorbei und so ein Urlaub am Meer ohne Meer braucht ein bisschen Struktur!
Wir haben bei dem ziemlich gruseligen Wetter auch gleich mit einem Spieletag begonnen. Es gibt drei ausgesprochene Fans von "Zug um Zug" - zwei davon sind Frühaufsteher!


Mittags gab es die Fischstäbchen mit selbst gemachtem Kartoffelbrei.
Den ganzen Nachmittag haben wir Doppelkopf gespielt. Das hat sich Herr B. gewünscht. Die Kinder hatten es vor ein paar Jahren im Urlaub gelernt und sind inzwischen passable Gegner. Herr B. war sich am Ende nicht  mehr sicher, ob das ein kluger Wunsch war! ;-)
Zum Ausgleich gab es in der Regenpause noch einen Spaziergang durch die Landschaft,


von dem ich einen kleinen Strauß Wiesenblumen mitgebracht habe


Ihr dürft raten: Wieviele verschiedene Arten sind im Strauß?


Die Vielfalt der Blumen am Wegesrand hat auch mich erstaunt: es sind 29 Arten! 
Ich kenne nicht alle, aber ein paar: Mohn und Kornblume sind leicht, Klee, Zypressen-Wolfsmilch, Wiesensalbei, Schöllkraut, Raps, wilde Möhre, Storchschnabel, echtes Labkraut, irgendein Hahnenfuß, Platterbse, Zaun-Wicke und Vogel-Wicke, verschiedene Gräser und Sachen, die ich nicht kenne. Leider kann ich für die Wissenschaftlichkeit keine Gewähr übernehmen. Ich bin ja im Urlaub...

Mittwoch, 3. Juni 2020

Sommerurlaub am Meer in Zeiten von Corona - Tag 2

Ich wurde gefragt, warum wir denn nicht ans richtige Meer fahren, das würde doch jetzt wieder erlaubt sein. Tja, das hat verschiedene Gründe! Zu dieser Zeit fahren wir immer ans Meer, um uns mit den Freunden aus Jugendtagen zu treffen. Das machen wir jedes Jahr. Auf dem Zeltplatz. Mit ganz vielen Kindern und inzwischen Kindeskindern. Mit Singen am Lagerfeuer. Mit gemeinsamem Kochen. Mit Volleyball am Strand. Mal ehrlich: kann sich irgendjemand vorstellen, wie man da das Abstandsgebot einhält? Und es ist nicht schlau, die Viren vom Kyffhäuser mit denen aus Chemnitz, dem Harz, dem Vogtland, aus Berlin und Leipzig, aus Köln und Ilmenau zu mischen. Nein, das ist nicht schlau....Außerdem muss Herr B. ständig zur Physiotherapie und ist zeltbehindert. Da machen wir besser Urlaub zu Hause.
Der Tag ging los mit Sightseeing. Herr B. musste zum Arzt und lernte eine ihm bis dato unbekannte Arztpraxis kennen. Wir anderen haben derweil den Marktplatz von Bad Frankenhausen besichtigt. Wenn man so als Tourist unterwegs ist, sieht man das ja mit anderen Augen als die Einheimischen. Bad Frankenhausen hat ein schlichtes Rathaus,


einen leeren Brunnen (wegen Corona, oder was?)


und der Markt ist insgesamt ziemlich kahl.


Am Himmel braute sich schon vormittags der angekündigte Wolkenberg zusammen:


Aber ganz unerschrocken haben wir trotzdem einen Ausflug in das Rosarium nach Sangerhausen gemacht. Und das Wetter war uns hold... In der Familie gibt es diverse Rosenliebhaber. In den letzten Jahren hatten wir es aber irgendwie nicht bis ins Rosarium geschafft. Die Zeit jetzt ist die Allerbeste dafür. In diesem Rosarium gibt es 8600 verschiedene Rosensorten. Ich kann die ja nicht unterscheiden in ihren Feinheiten, aber es ist ein Genuss! Noch nicht alle Rosen blühen, aber alle kann man sowieso nicht gleichzeitig bestaunen.
Es duftet und blüht rundum


Rosen in allen Farben, die man sich vorstellen kann! Und manche sind zweifarbig oder verändern über die Dauer ihrer Blüte die Farbe


Manche sind wunderbar gefüllt, andere eher schlicht


Diese ungefüllte rote heißt Geranium und die fand ich ganz toll. Aber auch herrliche zartgelbe gab es:




Manche sind mit vielen winzigen Röschen übersät:


Herr B. kennt ganz viele Rosen mit Namen. Er kennt sich da echt gut aus. Ich gar nicht. Und mir sind sie, ehrlich gesagt, auch ziemlich stachelig... ;-)


Jede Rose ist am Fuß mit ihrem Namen und der Herkunft (Züchter und Einführungsjahr) beschriftet:


Manche tragen romantische Namen


Mit einem Picknick im Gepäck hatten wir einen wunderbaren Tag im Rosarium!
Zu Hause angekommen haben wir es uns mit frischen Erdbeeren auf der Terrasse gemütlich gemacht und später - immer noch draußen - eine lecker Lasagne gegessen. Auf der einen Seite in der Auflaufform vegetarisch, auf der anderen mit Hackfleisch. So ist das bei uns... ;-)
Leider war die so lecker, dass sie es nicht auf's Foto geschafft hat!

Nun sind wir gespannt, was uns das Wetter in den nächsten Tagen bringt. Abends begann es ein bisschen zu regnen.


Anderenorts hat es schon richtig viel Niederschlag gegeben. Und es soll auch wieder kalt werden. Der Sommerurlaub wird doch nicht schon wieder vorbei sein?


Dienstag, 2. Juni 2020

Sommerurlaub am Meer in Zeiten von Corona - Tag 1

Ihr Lieben, es ist wieder soweit! Wir gehen in Urlaub...Eigentlich an die Ostsee.
Gehen? Nö.
Fahren? Nö.
Bleiben? Ja.
Widrige Umstände führen dazu, dass uns nun schon der zweite Urlaub in diesem Jahr statt ans Meer nach Terrassien führt. Und mal ehrlich - da ist es auch echt schön! Wozu in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah....
Vor Ostern bestand unsere Reisegruppe aus drei Personen, dieses Mal reist das große Tochterkind auch mit. Sie ist weiter im Corona-Null-Urlaub. Herr B. ist im Nach-OP-Null-Urlaub, der Junior hat Pfingstferien - nur ich habe richtigen Urlaub! ;-)
Dass die Tochter mit von der Partie ist, freut mich besonders. Wir haben uns seit Weihnachten nicht gesehen - und das ist doch ganz schön lange. Ich war schon ganz hibbelig. Heute mittag ist sie nun endlich gekommen!
Vorher ging der Tag für Herrn B. aber erst mal mit Physiotherapie los und ich habe derweil drei Maschinen Wäsche aufgearbeitet. Das ist ja aber nix gegen das sonst notwendige PACKEN. Ich hasse Packen! ;-)


Das Wetter war heute herrlich! Wir haben testweise schon mal die Füße ins Meer gehängt, aber das ist noch ganz schön kalt: brrrr.... 19°C


Für die nächsten Tage haben wir Ideen zusammen getragen, was wir alles Schönes machen wollen. Der Wetterbericht brachte uns zu zügigem Starten eines der Vorhaben - so schön wie heute wird es nicht bleiben! Darum haben wir gleich mal den Ausflug mit Picknick auf die Ochsenburg gestartet. Das ist ein kahler Hügelrücken am Südhang des Kyffhäuser.


Unspektakulär eigentlich, aber durch die Trockenheit ist die Vegetation dort ganz besonders. Es wachsen hier Pflanzen, die in Deutschland eher selten sind, sondern in den kaukasischen Steppen beheimatet sind. Ich kenne ja bei Weitem nicht alle, aber ab und an lerne ich etwas Neues dazu. Das ist eine Zypressen-Wolfsmilch (giftig)


Im Moment blüht wunderschön das Federgras. Das ist eine Besonderheit hier am Kyffhäuser, man findet es sonst in Deutschland wohl nicht an vielen Orten.


Es bildet lange, im Wind wehende geringelte Blütenstände


Auf die Ochsenburg muss man steil hochkraxeln. Dort war eine Siedlung der Jungsteinzeitmenschen. Von der sieht man nichts mehr, aber wenn man Glück hat, kann man Scherben finden.


Von dort oben hat man einen wunderen Blick ins Land.


Ich hatte mir ein Picknick gewünscht. Und das war sooo schön!


Wenn man den Junior dabei hat, muss man sich auch keine Sorgen machen, dass man irgendetwas wieder herunter tragen muss... ;-)
Im späten Abendlicht sind wir wieder runtergekraxelt und alle waren sich einig: das war ein schöner Ausflug!

Montag, 1. Juni 2020

Märchenhaftes von der Prinzessin auf der Erbse

Maika hat für den Mai die Prinzessin auf der Erbse ausgewürfelt. Ts, ts, ts....


Was für ein empfindliches Menschenkind, diese Prinzessin! Und so recht fiel mir zu Beginn auch nichts dazu ein - hier geht es eher robust zu. Aber dann erinnerte ich mich, bei Greenfietsen eine Buchhülle für ein Gartennotizbuch gesehen zu haben. Das Gartennotizbuch allein fand ich schon faszinierend, ich habe bisher immer nur Zettel in irgendwelche Gartenbücher gelegt, die im entscheidenden Moment natürlich nicht da sind. So gab es hier ein Doppelprojekt: in ein nicht mehr ganz vollständiges Ringbuch habe ich angefangen, Eintragungen zum was-wann-wie zu machen.


So sehr künstlerisch wird das nicht - ich kann nicht zeichnen und will das auch nicht lernen. Aber manche Dinge interessieren mich sehr, zum Beispiel das Wetter:


Ich bin gespannt, wie ich damit über's Gartenjahr zurecht komme.


Im Moment macht es viel Spaß!
Und dann kam die Aufgabe der Prinzessin auf der Erbse - eine schöne weiche (!) Hülle, damit die Erbse nicht so durchdrückt.


Im Fundus fanden sich leicht ein paar Gemüse incl. Erbsen und in der Schachtel mit den 5-cm-Quadraten ein paar grüne Teilchen.


Gemacht war die Hülle schnell. Das gepatchte Teil habe ich auf Thermolam gequiltet und dann mit Halbleinen außen drumrum gearbeitet. Der Buchrücken ist ein Stück eines alten Rocks mit Ziernähten.
Innen gibt es nur zwei einfache Einschublaschen - das reicht. Ich will ja jetzt keine Zettel mehr sammeln... ;-)


Wo nun allerdings die Prinzessin abgeblieben ist, weiß ich nicht! *lach*
Trotzdem verlinke ich bei Maika.

Gewicht: 53 Gramm
Vlies: Thermolam
Stickgarn: 3-fädig, aus dem Bestand