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Dienstag, 25. Juni 2019

Warum ich mich mal dringend mit meiner Küchenspüle beschäftigen muss...

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Ich muss es ja gestehen: ich bin nicht glücklich. Nicht prinzipiell, aber mit der Ordnung in unserem Haus. Das ist eine einzige Katastrophe und ich habe den Eindruck, es wird von Monat zu Monat schlimmer seit wir in diesem großen Haus mit sehr großem Garten wohnen. Klar - es wäre einfach: nicht nähen, nur putzen. Aber das will doch niemand! Und außerdem muss es doch irgendwie gehen! "Putzfrau" sagt da manchmal jemand, wenn ich jammere. Aber das kann ich mir ganz schlecht vorstellen, dass in diesem CHAOS eine Putzfrau arbeiten kann! ;-) Also putze ich dann eben doch wieder selber und jongliere mich dabei möglichst gekonnt um unsere diversen Sammlungen herum.
Seit einer Weile denke ich immer wieder über dieses Problem nach. Woran liegt es? Bin ich so eine große - die Sachsen sagen: Schlampe? Seit geraumer Zeit versuche ich ja, unserem vielen Gerümpel durch Entrümpeln auf die Sprünge zu helfen. Aber ich komme vor lauter Dingen und Drumherumputzen auch nur sehr langsam vom Fleck. Am schlimmsten ist es im Nähzimmer. Und als ich kurz vor dem Urlaub nach 23 Uhr - zu müde zum Nähen oder Aufräumen - bei Youtube eingegeben hatte: "Nähzimmer aufräumen" begegnete mir nach einer Weile nicht wirklich weiter helfender Beiträge ein Buch, das mit dem Nähzimmer erst mal gar nix zu tun zu haben schien:

Die magische Küchenspüle als Buch

"Die magische Küchenspüle." Das klang interessant. Und so habe ich kurz vor dem Urlaub das Buch gekauft und bin damit verreist. Das war natürlich blöd. Dann sitzt man am Mittelmeer und möchte sofort losputzen - und muss stattdessen baden und alte Städtchen besichtigen und weintrinkend Sonnenuntergänge bewundern.... Echt blöd! *lach*
Aber nun bin ich zum Glück wieder zu Hause und kann loslegen. Ich werde Euch mitnehmen auf ein Stück dieser neuen Reise, mal sehen, ob diese recht seltsam anmutende Methode was bringt. Ich war leider so "scharf" auf die Küchenspüle, dass es kein Vorher-Foto gibt. Aber ich habe gemacht, was ich sollte:

Küchenspüle leer räumen (nicht Berge Geschirr abwaschen - einfach leer räumen)
Spüle richtig gut saubermachen (bei uns: Spüle, Abtropfrost, Sieb und kleines Ausgussbecken, Armatur und Umgebung entkalken
Alles trocken wischen (???)


Aber ich muss sagen, das Trockenwischen macht echt was her! Wir haben eine Keramikspüle. Edelstahl soll man hochglanzpolieren. Da ist das natürlich noch ein bisschen spektakulärer. Zum Glück habe ich genug von diesen wunderbaren Waffelputztüchern... *kicher*. Davon hängt jetzt eins griffbereit für diesen Zweck.
Nun muss ich nur noch jeden Morgen und Abend meine Küchenspüle wieder trocken wischen. Und dadurch soll auf wundersame Weise die Ordnung aus der Küchenspüle auf die Küche und dann auf das ganze Haus überschwappen. Das werde ich genau beobachten! *lach*

PS: gerade habe ich einen sehr interessanten Beitrag von Gabi gelesen zur Frage, ob man als private Bloggerin mit solch einem Post wie diesem nun Werbung macht oder nicht. Und noch traue ich der Sache nicht ganz, besonders, wenn ich tatsächlich abbilde oder verlinke. Aber lest das gerne mal nach! Ich werde sicher nicht mehr so viel "blind rumwerben".

Montag, 27. September 2021

21 Days to a clean home - Tag 1: Shine the sink

Es ist wieder einmal soweit: ich habe meine "Magische Küchenspüle" heraus gekramt und begonnen, die 21-Tage-Challenge von Secret Slob zu schauen. Es soll wieder mehr Struktur ins Haus! Ihr erinnert Euch vielleicht: vor zwei Jahren war ich über das Buch von Marla Cilley gestolpert und hatte mich Hals über Kopf in das Abenteuer mit meiner Küchenspüle gestürzt. Ich war (und bin!) begeistert von ihrem System, auch wenn ich nach wie vor an ihrer spirituellen Sicht mancher Dinge anecke. Aber das macht nichts. Ich muss ja nicht alles nehmen, was mir angeboten wird. Viel mehr anfangen kann ich mit der Interpretation von Secret Slob, die seit Jahren in YouTube über ihren Weg berichtet, einer Mutter von drei kleinen Kindern, die mit genug Toleranz und Gleichmut die Dinge ihres Lebens regelt - sehr schön anzuschauen!

Als ich Euch damals von meiner Küchenspüle berichtet habe, hatte ich den Eindruck, dass einige von Euch mit großem Interesse mitgelesen haben. Und deshalb zeige ich Euch auch dieses Mal wieder meine Küchenspüle und alles was danach folgt. Denn der Sommer, der späte Urlaub und die folgende Woche mit "Großfamilie" haben auch dieses Jahr wieder eine große Lücke in meine mühsam errungenen Routinen gerissen. Und nach wie vor kämpfe ich mit zu viel Kram und zu vollen Tagen... Da kommt mir die vor kurzem begonnene 21-Tage-Challenge von Secret Slob gerade recht. Und deshalb geht's jetzt wieder von vorn los.

Secret Slob hat für ihre Challenge einen Trakker zum Abhaken veröffentlicht, den ich nutzen werde. Mal sehen, wie gut oder schlecht ich damit zurecht kommen werde - alles in Englisch! Aber mir gefällt daran sehr gut, dass es ein "wachsendes" System ist und am allerbesten gefällt mir die erforderliche Verbindlichkeit:

"Ich verspreche, mit der Zeit und Energie, die ich habe, mein Bestes zu geben,
meine Fortschritte zu feiern, wie klein sie auch sein mögen, 
und vor allem freundlich zu mir zu sein."
 
Ja! Das kann ich gut unterschreiben!
 
 
Und nun geht's los mit Tag 1:
Lass Deine Küchenspüle glänzen
 
 
Ich habe eine Keramikspüle, die niemals glänzen wird. Aber der Blick heute morgen zeigt, dass sie nicht nur "normal matt", sondern auch schmuddelig ist. Krümel, Schwarzteeverfärbung, herumliegende Messer.... Ich habe sie gestern Abend nicht zum Glänzen gebracht! 
 

Zudem hat sie schon wieder so hässliche Kratzer von einem Backblech. Nein, meine Keramikspüle ist nicht wirklich pflegeleicht!
 

Die Herangehensweise ist nun Folgende:
1. Küchenspüle vollständig leer räumen - egal, was oder wieviel sich darin befindet 
2. richtig, aber auch wirklich richtig sauber machen
Mein Werkzeugkasten dazu sieht so aus:
 

Wir haben sehr kalkhaltiges Wasser, dafür brauche ich Essig oder Entkalker, evtl. Fettlöser (falls es seeeehr schmuddelig ist), Scheuermilch für die Abfärbungen der Backbleche, die immer Kratzer hinterlassen, kleine Rundbürste für die Abflüsse, Schwamm und letztendlich ein Waffeltuch zum Trocken machen. Denn als nächstes folgt:
3. Spüle trocken machen
 

Vor zwei Jahren noch stolperte ich über diese Anweisung. Spüle trockenreiben? Wozu soll das denn gut sein? Sie wird doch sowieso gleich wieder nass.... Aber inzwischen habe ich längst den tatsächlichen Wert dieses Handgriffs erkannt: wenn ich das - bei unserem sehr kalkhaltigen Wasser - wirklich jeden Tag mache, spare ich mir das ständige Entkalken. Ein "frischer" Kalktropfen lässt sich nämlich problemlos wegwischen. Bei den Waschbecken in den Bädern komme ich völlig ohne Chemie aus, wenn morgens und abends das Becken nach Nutzung abgetrocknet wird. Und das ist viel, viel schneller getan als jede Putzhandlung!


Das Sieb nicht vergessen:


Es hat ziemlich genau 20 Minuten gedauert. Natürlich nur heute, wo die Spüle es wirklich nötig hatte. Wenn ich sie nun jeden Abend ordentlich verlasse, geht das ratz-fatz. Außerdem habe ich in dieser Zeit die Messer abgewaschen, den Spritzschutz, den Abwaschlappen und das Händehandtuch gewechselt und alles wieder weg geräumt.
Tag 1 erfolgreich absolviert!


Ich werde die 21-Tage-Challenge nicht ununterbrochen voran treiben können. Die Wochenenden klammere ich von vorn herein aus und mache nur die bereits erworbenen Routinen stoisch weiter. Neues kommt immer an den Tagen dazu, an denen ich allein zu Hause bin. No stress, bittesehr... Und insgesamt sollte es nicht zu schwer werden, denn ich habe ja bereits viele Routinen!
Und nun hoffe ich auf das kleine Wunder, das tatsächlich geschieht, wenn die Spüle blitzblank ist: das schwappt von der Spüle auf die Arbeitsflächen über und greift von der aus um sich. Ehrlich, ich habe das ja schon ausprobiert und über die Jahre immer wieder erfahren. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man morgens noch so ein bisschen verpennt in seine Küche kommt und die Spüle lacht einen an!
Na, was sag' ich, Ihr wisst das ja alle selbst.... ;-)
 
 
 

Mittwoch, 31. Juli 2019

HotSpots ts, ts, ts....

Bis zur Lektüre des Buches "Die magische Küchenspüle" wusste ich nicht, dass es in unserem Haus HotSpots gibt. Beim Lesen traf mich allerdings die Erkenntnis wie ein Blitz:

Sobald nur ein einziges Papier auf dem Küchentisch liegt, 
vermehrt es sich rasant!

Ich saß ja beim Lesen des Buchs auf der schönen Insel Elba, aber vor meinem geistigen Auge stiegen sofort die HotSpots in unserem Haus auf:
- mein Schreibtisch (allen voran!)
- der Küchentisch
- der Dielentisch
- die Blumenbank
- der Platz zwischen Schneidematte und Veritas
Und beim Entrümpeln der Teevorräte war mir noch ein HotSpot begegnet
- die vordere Ecke des Teeregals


Sicherlich verstecken sich in der Werkstatt im Keller auch noch ein oder zwei, aber die sind zum Glück nicht mein Problem...
Als wir aus dem Urlaub nach Hause kamen, habe ich sofort nachgesehen: jawohl, die HotSpots waren alle noch da! ;-)
So ein HotSpot führt ein interessantes Eigenleben und damit das nicht so augenfällig wird, empfiehlt Marla Cilley eine engmaschige Überwachung: 2x am Tag soll man seine HotSpots klären. Und das fällt mir extrem schwer! Das muss ich echt noch üben.

Die Blumenbank ist ziemlich leicht. Wenn ich konsequent die Sonntagsabend-Abreise- oder Anreiseroutine umsetze, die das sofortige Verräumen von Gepäckresten beinhaltet, ist die Blumenbank nett anzuschauen.


Dielentisch - das ist schon schwerer. Da mischen sich gern die noch nicht verräumten Halstücher von heute mit den Muss-morgen-zur-Post-Sendungen und der Erinnerungskarte vom Zahnarzt. Und wenn ich dort ein einziges Teil liegen lassen habe, legen Herr B. und der Junior mit absoluter Sicherheit etwas dazu!


Küchentisch - das ist ein ganz heißer HotSpot!


Er unterliegt einer ständigen Veränderung, beinhaltet die eingehende Post, die Zeitungen, die Herr B. noch lesen will oder gerade liest, die Vokabellisten vom Junior und meine Einkaufsliste, das Kabel von meinem Fotoapparat verknotet sich mit dem Klettband von meiner Lunchbag…. Hier wäre 2x am Tag HotSpot-Klärung eine echt hilfreiche Maßnahme!

Schreibtisch - da muss man momentan nicht von einem HotSpot reden. Das ist eher ein Dokumentengrab!


Unglaublich, was sich dort in ein paar Wochen wieder angesammelt hat! Drei fette Stapel Papier. Von "Schreiben" keine Spur auf diesem Schreibtisch... Denn auch hier gilt: sobald nur ein einziges Papier dort liegt, vermehrt es sich rasant! Hier sind also erst mal archäologische Ausgrabungen nötig, eine "5-Minuten-Schreibtischrettung" würde mich vielleicht auch voran bringen, aber selbst das wird dieses Mal nicht reichen.

Die Lücke zwischen Schneidmatte und Veritas - das ist auch so ein seltsam Ding. Ein perfekter Platz zum Ablegen von Bügelwäsche, Reparaturarbeiten, neuen oder geschenkten Stoffen, die noch verräumt werden wollen, Zuschnittresten und bereits genähten Schnitten.


Zum Glück war ich dort ja dieser Tage mit meiner 5-Minuten-Raumrettung an dieser Ansammlung vorbeigekommen. Diesen HotSpot muss ich jetzt - nachdem ich ihn so wunderbar beräumt habe - unbedingt mit Argusaugen überwachen! Denn das nervt total....
Nun lass' ich Euch mal mit Euren ganz persönlichen HotSpots alleine und beschäftige mich mit meinen Süße-Brei-Papieren auf dem Schreibtisch!

Die Überlegungen zu den HotSpots sind durch das Buch "Die magische Küchenspüle" von Marla Cilley angestupst. Wer noch mehr zum Thema lesen will, kann es unter dem Label "Küchenspüle" gerne tun.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Ich habe keine Schnürschuhe

Es scheint der Autorin der "Magischen Küchenspüle" total wichtig zu sein. Und ich wollte es wenigstens mal ausprobieren - aber ich besitze keine Schnürschuhe. Außer den Lowa-Wanderschuhen und die schließe ich für dieses Experiment aus. Marla Cilley sagt, man soll sich gleich früh vollständig anziehen - inclusive Schnürschuhen - damit man besser in den Tag starten kann. Und auch die persönliche Haltung würde sich verbessern, wenn man vollständig bekleidet ist, sagt sie. Gut, es mag Hausfrauen geben, die den ganzen Tag im Schlabberlook und mit Lockenwicklern durch's Haus laufen, aber da ist die werktätige Bevölkerung von vorn herein anders drauf. Die spannende Frage für mich ist aber, ob es wirklich vom Gefühl her anders ist, ob ich mit meinen schrecklich ausgelatschten Hausschuhen (bzw. bei dieser Hitze barfuß) meine Hausarbeit mache oder mit festen Schuhen.
In Ermanglung von Schnürschuhen und in Anbetracht der Temperatur (!) nehme ich jetzt mal diese leichten, aber fest am Fuß sitzenden Clogs. Damit starte ich jetzt ein Experiment, vom Ergebnis kann ich Euch aber erst später berichten.


Heute morgen allerdings hatte ich noch vor der Arbeit:
1. die Küchenspüle auf Hochglanz gebracht
2. "richtige" Schuhe an


Dann habe ich 15 Minuten zack-zack im Wohnzimmer aufgeräumt. Ich muss gestehen - der Erfolg ist nur begrenzt sichtbar. Für unser Wohnzimmer braucht es wohl mehrere 15 Minuten... Und für meinen Schreibtisch mehrere Extra-Lebensjahre oder so....
Nach der Arbeit habe ich zu Hause sofort die Küchenspüle kritisch angesehen - sie war immer noch blitzblank... ;-) Aber das Drumherum ist unverändert, mir ist schon klar, dass Frau Cilley nicht an Heinzelmännchen glaubt, wenn sie meint, die "Ordnung werde sich von der Küchenspüle auf die Umgebung ausbreiten" - ich werde das wohl selbst in die Hand nehmen müssen! *lach*
Und nachdem ich jetzt noch meine HotSpots bearbeitet habe - Küchentisch, Dielentisch, Blumenbank - darf ich zur Belohnung jetzt ein bisschen nähen gehen - ganz wichtig!, sagt Frau Cilley.

Meine Aktivitäten beruhen auf dem Buch "Die magische Küchenspüle" von Marla Cilley.

Montag, 10. Juli 2023

Wohin mit dem Chaos? - die 5-Minuten-Raumrettung

In meinem Dasein herrscht gerade ziemliches Chaos. Hier hatte ich Euch davon erzählt. Genäht wird gerade gar nicht und im Nähzimmer ist es gerade so schrecklich, dass dort auch NIE MEHR jemand nähen kann! Oder doch? Ich hatte jedenfalls den Eindruck, ich müsste mich der Sache stellen, auch wenn eigentlich keine Zeit und keine Kraft dafür übrig ist....
Da fiel mir die 5-Minuten-Raumrettung wieder ein. Erinnert Ihr Euch? Diese Methode aus dem Buch "Die magische Küchenspüle" habe ich vor Jahren schon mal genutzt, um das Nähzimmer wieder nutzbar zu machen. Entweder gleich früh oder gleich abends wenn ich heimkomme, sollte es möglich sein, diese 5 Minuten aufzubringen. Und wenn es Tage gibt, wo ich es nicht schaffe oder mich nicht aufraffen kann, dann ist es auch nicht schlimm!
Ich zeige euch mal den aktuellen Stand - als Startpunkt sozusagen. Peinlich, peinlich und ganz bestimmt ungeschönt! *lach*
Es tut mir wirklich Leid: aber das Video, das ich extra für Euch gemacht hatte, lässt sich wegen  "Die maximale Dateigröße ist überschritten" nicht hochladen. Das ist ja schade. Nun müsst Ihr mit Fotos vorlieb nehmen!
Auf dem Bügelbrett gibt es Bügelwäsche und in der Wäschewanne auch noch was zum Legen. Der Papierkorb quillt über. 
 

Neben dem Nähtisch auf der Erde ein Karton mit irgendwas und obenauf Dinge zum Reparieren. 
 

Hinter der Nähmaschine liegt hingeknüllt der Häuser-Quilt, an dem es nicht weiter geht. Der Zuschneidetisch ein einziges Durcheinander, auch der Tischabfall quillt über. 
 
 
Weil ich Fenster geputzt habe ist das Fensterbrett ja schön leer, dafür liegt ganz viel auf dem Tisch, ganz viel davon sind Reparaturen. 
 

Und die Overlock kann man vor lauter anderen Dingen kaum erkennen. 
 
 
Unter dem Tisch der Korb. 
 
 
Das wird aber das Letzte sein, das ich anfassen werde! Denn das aktuelle Ziel ist nicht, das Nähzimmer zu reorganisieren. Nein, ich will einfach nur wieder Platz auf den Tischen, damit ich irgendwann wieder nähen kann!
 
Angefangen habe ich heute mit der Bügelwäsche. - 14:36 Minuten. Ich will da mal nicht kleinlich sein... ;-)

Die Methode der 5-Minuten-Raumrettung beruht auf dem Buch "Die magische Küchenspüle" von Marla Cilley.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Küchenspüle und Kurzzeitwecker

Die Küchenspüle ist sauber und trocken - ein herrlicher Anblick!
Ich habe die schwarzen Schuhchen an. Das ist im kühlen Haus echt okay.

Heute habe ich früh vor der Arbeit zwei Dinge gleichzeitig getan:
1. Kurzzeitwecker auf 15 Minuten stellen und im Bad alles schaffen, was in dieser Zeit geschafft werden kann.
2. Waschbecken entkalken und auf Hochglanz bringen


Mit dem Waschbecken hat hier die Entwicklung einer irgendwie gearteten "Morgenroutine" angefangen. Da wird die Aufgabe nun sein, so zu verfahren wie mit der Küchenspüle. Früh und Abends säubern (falls nötig) und trocken wischen. - Waffeltuch an die Heizung gehängt.
Wir haben so unglaublich kalkhaltiges Wasser (23° Härte). Da sehen alle Armaturen immer scheußlich aus und ich verbringe sehr viel Zeit mit dem Entkalken von Duschen, Wannen, Waschbecken, Wasserkochern, etc. Die Logik von Frau Cilley's Ansatz war mir sofort verständlich mit meiner schon jahrealten Erfahrung, dass ich die Dusche viel weniger putzen muss, wenn sie nach dem Duschen gerakelt wird - dann gibt es viel weniger Wasserflecken. Das übertragen wir mal schön auf das ganze Haus. Finde ich gut.

Und was hat es mit den 15 Minuten auf sich?
Frau Cilley sagt, jeder Putzfaule, schnell Entmutigte, Lustlose, Zeitlose, anderweitig Überlastete kann es schaffen, hintereinander weg 15 Minuten an einer Sache zu arbeiten. Eine wesentliche Erkenntnis schoss mir beim Lesen: offenbar gehöre ich zu den Perfektionisten, die immer glauben: "Das brauche ich jetzt gar nicht anzufangen, das schaffe ich jetzt sowieso nicht so schnell."  Und dann fange ich lieber gar nicht erst an. ;-) Marla Cilley sagt - 15 Minuten gehen immer. Stimmt. Wenn ich mich morgens beim Weckerklingeln nur einmal umdrehe und nicht zweimal, bekomme ich diese 15 Minuten geschenkt!
Wenn der Kurzzeitwecker klingelt soll man wirklich aufhören. Und ich werde sicher schnell wissen, was ich in wieviel Zeit schaffe.

Was habe ich nun in den 15 Minuten heute Morgen getan?
- Waschbecken auf Hochglanz gebracht
- Regal im Bad ausgeräumt, ausgewischt, eingeräumt

Für mehr hat die Zeit nicht gereicht, aber das macht nix. Morgen ist auch noch ein Tag. "Mini-Schritte", sagt Frau Cilley. Und sie sagt, man soll zuerst gar nicht so viel putzen, sondern erst mal entrümpeln, dudeldideldei….. Und außerdem sollte ich mich vielleicht mal versuchsweise an diese seltsamen Zonen halten. Ich weiche schon wieder viel zu sehr von Marla's Aufgabenplan ab. Aber davon erzähle ich Euch später.
Jetzt gehe ich erst mal nähen und nicht entrümpeln..
Und bevor ich ins Bett gehe - nach dem Zähneputzen - mache ich dann das Waschbecken noch mal trocken... ;-)

Meine Aktivitäten beruhen auf dem Buch "Die magische Küchenspüle" von Marla Cilley.


Samstag, 29. Juni 2019

Aufräumen und Nähen in Zone 5

*hihi*.... jetzt bringt'se aber auch alles durcheinander! Mit dieser Überschrift können nur die "Eingeweihten" was anfangen und für alle anderen versuche ich das jetzt mal zu erklären:
Voller Elan habe ich mich nach dem Urlaub mit den neu gewonnenen Erkenntnissen aus Marla Cilley's Buch "Die Magische Küchenspüle" mit diversen Aufgaben befasst. Die Küchenspüle sauber zu halten scheint mir nicht so problematisch - zumindest wenn ich in der Woche hier allein bin. Dauerhaften Effekt kann man erst in ein paar Wochen bewerten. Das mit den festen Schuhen habe ich locker genommen bei diesen Temperaturen über 30 Grad - ich bin ja nicht bekloppt.
Und nun kommt das mit den ZONEN. Bisher habe ich immer versucht, mit einer einmaligen (gehassten!) Hausputzaktion pro Woche möglichst weit zu kommen. "Möglichst weit zu kommen" heißt bei mir: mindestens die untere Etage eines 250 m² Hauses zu saugen und zu wischen, oft auch Räume der oberen Etage, 2 Bäder und 1 Gäste-WC zu putzen. Wenn ich es dann noch nicht komplett satt habe, wische ich schnell noch ein bisschen Staub um unseren ganzen Krempel herum und spätestens dann steht mir das ungeliebte Putzen bestimmt bis zur Hutschnur! Gründlicheres Putzen wie Lampen, Heizkörper, Stuhlquerleiste, Bilderrahmen.... fange ich gar nicht erst an, weil "ich sowieso zu wenig Zeit habe, um das ordentlich zu machen". Wer mich nähen sieht, weiß wie ich putze... ;-) Und so staubt und müllt das Haus nach und nach völlig ein - und hat dabei allerdings leidlich saubere Fußböden und Bäder. Schon beim Lesen des eben Geschriebenen erkenne ich deutlich den "Systemfehler", der mir bisher nicht bewusst war.
Frau Cilley sagt, ich soll das Haus in Zonen einteilen und macht auch mit Nachdruck eine Empfehlung dazu. 5 Wochen pro Monat - 5 Zonen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die erste und letzte Woche ja meistens angebrochen sind, aber das macht nix. Es wird nur so viel getan, wie eben Zeit ist. Und dann soll man sich entscheiden, an wie vielen Tagen man etwas tun möchte und wann nicht. Bei mir ergibt das 4 oder 5x Zonen-Putzen  und das Wochenende frei. Frau Cilley's Philosophie ist, dass 15 Minuten immer gehen - egal wie sehr man diese Tätigkeiten hasst - 15 Minuten kann man sich motiviert auch ungeliebten Tätigkeiten widmen. Und vor dem Putzen soll man aufräumen und entrümpeln - das Haus war wochen- oder monatelang staubig, da kommt es nun nicht mehr drauf an, sagt sie. Die Logik ist sehr einleuchtend: ich habe keine Putzfrau, weil man niemandem dieses CHAOS zumuten kann! Zone 5 - diese Woche - ist das Wohnzimmer und die angrenzende Bibliothek dran. Also habe ich diese Woche dort an 4 Tagen je 15 Minuten aufgeräumt, einen beim Aufräumen überflüssig gewordenen, hässlichen Beistelltisch auf den Boden gebracht, diversen Papierkram entsorgt und bin dabei meiner echt coolen Tageslichtlampe begegnet. Die steht neben meinem Handarbeitssessel. Da könnt Ihr mal gucken:


Bei näherer Betrachtung hängt sie voller Dinge, die da nicht hingehören. Drei Kabel/Ladegeräte von Geräten, die .... von welchen Geräten eigentlich???? Mein Telefonkabel ist es nicht, das Fotokabel auch nicht. Also welche????


In dem Utensiloschälchen staune ich über die Anwesenheit von 4 Maschenmarkierern, die ich schon lange vermisst habe. Die Schablonen gehören zu mindestens 3 verschiedenen Projekten und mussten verräumt werden


Nachher:


Ich muss mal drüber nachdenken, ob ich diese Schale überhaupt brauche.

Und das I-Tüpfelchen ist ja wohl diese weiße Schlafmütze, unter der sich die Lupe versteckt, oder? Das wurde so geliefert, ich schwör's!


Frau Cilley ist sich sicher, dass man mit kleinen Schritten anfangen soll, keine riesigen Hausputzaktionen starten, aber dafür für sein eigenes Seelenheil sorgen soll. Echt, hat sie gesagt. Also habe ich mich nach den vierten 15-Minuten Aufräumen in mein Nähzimmer vertrullert und habe der Lupe eine angemessene Mütze verpasst. *kicher*


Das ist tausendfach besser als dieses hässliche Ding!


Gewicht: 21 Gramm
Vlies: zusammengestückelt aus der Restekiste
Stoffe: Reste-Dose der Reprostoffe


Und das zweitbeste ist das:


Sehr Ihr, was ich sehe? Nicht? Na - nix! Ich habe hinterher alles wieder weg geräumt und sogar den Teller, den ich für die Rundungen verwendet habe, wieder in die Küche getragen. Die Küchenspüle wird doch nicht etwa ins Nähzimmer schwappen?
Das Putzen im Wohnzimmer fällt diese Woche noch mal ein bisschen knapp aus - es wird über den üblichen Fußboden wohl nicht hinaus gehen. Aber an manchen Stellen kann man inzwischen deutlich schneller und effektiver Staubwischen! Und das alleine ist ein voller Wochenerfolg! ;-)

Montag, 5. August 2019

Ein Monat Entrümpeln, Aufräumen und Putzen mit der "Magischen Küchenspüle" - ein Erfahrungsbericht

Heute gibt es einen Zwischenbericht. Denn es ist ein magischer Punkt gekommen: der erste Monat Aufräumen, Entrümpeln und Putzen nach der Lektüre des Buches von Marla Cilley "Die magische Küchenspüle" ist vorbei. Es war der Monat, in dem ich unser Haus in ZONEN eingeteilt habe, ziemlich streng nach der Empfehlung aus dem Buch. Der Monat, in dem jeder Raum seit Langem mal wieder "obenrum" betrachtet wurde und nicht nur Fußböden und Bäder. Interessante Dinge gab es zu sehen und an manchem davon habe ich Euch teilhaben lassen. An manchen Stellen hat sich noch nicht viel verändert, an anderen sieht es völlig anders aus:


Was ist nun in diesem Monat Besonderes passiert - was war anders als beim früheren Hausputz?
Zur Beantwortung dieser Frage muss man zuerst auf meine bisherige Gewohnheit gucken: einmal in der Woche, meist Donnerstag oder Freitag, versuchte ich, nicht bis 18 Uhr zu arbeiten, sondern ein bisschen eher zu Hause aufzulaufen, um Hausputz zu machen. Dann habe ich stöhnend und innerlich fluchend einen Eimer mit Wasser gefüllt, habe in allen (oder zumindest vielen) Zimmern die Böden gesaugt und gewischt und unsere 3 Bäder geputzt. Dann war ich mit den Nerven fertig und hatte null Bock mehr auf weitere Taten... So war das.

Was war im letzten Monat anders?
- die Küchenspüle war immer allermeistens leer und sauber
- ich habe ganz viele Fenster geputzt, die meisten davon dieses Jahr zum ersten Mal
- in der Gästetoilette ist es dadurch ganz plötzlich hell *lach* (da war ich JAHRELANG nicht)
- ich habe ganz viele Lampen geputzt, die meisten dieses Jahr zum ersten Mal
- manche Heizung (Rippenheizkörper) sah einen Putzlappen und wunderte sich
- zum ersten Mal überhaupt wurde unsere Hausnummer sauber gemacht
- die Weihnachtsdeko ist nun vollständig weggeräumt *Haarerauf*
- die Dunstabzugshaube glänzt
- alle schwarzen Fensterbretter sind IMMER staubgewischt
- im Nähzimmer sieht man deutliche Erfolge der 5-Minuten-Raumrettung
- die Fußböden und Bäder sind trotzdem sauber genug
- es gibt mehrere freigeräumte Ecken auf den Fußböden, die man nun endlich wieder wischen kann


Das alles stimmt mich im tiefsten Inneren sehr, sehr froh. Es ist noch lange nicht überall sauber und ordentlich. "Dein Haus ist nicht an einem Tag schmuddelig geworden und es wird auch nicht an einem Tag wieder sauber werden.", tröstet da Marla. An sehr vielen Stellen im Haus wische ich im Moment immer noch um abgestellten Krempel einfach herum. Stück für Stück - sagt Marla Cilley. Aber man sieht sehr deutlich Veränderungen, die nicht nur mir auffallen.

Der Aufwand?
Anfangs machten sich bei meinen Postings ja einige von Euch in ihren Kommentaren Sorgen, dass ich nun nicht mehr zum Nähen käme weil ich immerzu putzen müsse. Da kann ich uns alle beruhigen. Der wöchentliche Hausputz (Böden, Staubwischen, etc.) dauert jetzt kürzer. Dafür wende ich an 4 oder 5 Tagen pro Woche jeweils 15 Minuten für die jeweilige Zone auf. Mit dem Kurzzeitwecker - und dann höre ich auf. Das klingt nicht viel, ist nicht viel und tut überhaupt nicht weh! Und 15 Minuten gehen immer, auch nach den Tagen, wo man kaputt und müde und spät von der Arbeit kommt. Noch vor dem "Abschalt-Tee" erledige ich diese 15 Minuten und überlege mir schon - mit Vorfreude! - auf dem Heimweg, was ich heute aufräumen/putzen möchte. Für manche Dinge, die mal eine aufwändige Grundreinigung brauchten, weil sie jahrelang vernachlässigt waren, habe ich gerne ein bisschen mehr Zeit aufgewendet - schon in Gedanken daran, dass es beim nächsten Zonenreinigen viel leichter und schneller sein wird!


Das Geheimnis sind wohl die winzigen täglichen Routinen, die ich noch ein bisschen mühsam trainiere: hinter mir immer gleich wegräumen, die Waschbecken morgens und abends nach der Nutzung trocken wischen (das macht bei unserem kalkhaltigen Wasser sooo einen großen Eindruck, dass diese Routine sehr leicht zu lernen war!), Geschirr immer gleich in den Spüler, keinen "Stau" fabrizieren beim Wäschewaschen oder Geschirrspülen. Es sind die kleinen Dinge, die es leichter machen, Ordnung zu halten.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr?
Oh, doch!!!

Erstes Fazit: endlich mal ein Ratgeber, der es schaffen könnte, meine Gewohnheiten zum Guten zu verändern! Wir werden es weiter beobachten.... ;-)

Dienstag, 2. Juli 2019

Die Küchenspüle und die 5-Minuten-Raumrettung, Tag 1

Ulrike meinte neulich, dass sie sich bei meiner Aufräum- und Entrümpelungseuphorie kaum vorstellen kann, dass ich schlampig bin. Nun gut. Das ist ein hartes Wort. Aber ich bin einfach so vielbeschäftigt und Haus und Garten sind soo groß und ich hasse Putzen sooo sehr, dass es unweigerlich zu einem - nun... nennen wir es freundlich AUFGABENSTAU gekommen ist.
Frau Cilley ist der festen Überzeugung, dass man "Gerümpel nicht aufräumen kann, sondern nur entrümpeln". Das ist für Sammlerinnen und Sammler allerdings schier unmöglich, scheint es. Aber ich fand ihre Methode der 5-Minuten-Raumrettung eine fantastische Idee. Das geht so:

Die Küchenspüle ist blank und sauber.
Die Schuhe sind an.

Nun kann ich einen vorsichtigen Blick in meinen "schlimmsten Raum" tun, den, von dem ich glaube, ich werde ihn nieeeeee in Griff bekommen. Na, welcher ist das? *grins*.... - das NÄHZIMMER!
Frau Cilley glaubt, diesen Raum könne ich retten, wenn ich jeden Tag dort konzentriert nur 5 Minuten investiere zum Entrümpeln und Aufräumen. Vom Putzen braucht man anfangs nicht zu reden - steht und liegt eh' alles voll. Bei meinem wöchentlichen Hausputz (welch' gräßliches Wort!) bekommt das Nähzimmer regelmäßig nur "Fußboden-saugen-um-die-Kartons-herum" zugeteilt und ab und an ein Fußbodenwischen der freien Fläche. Zum Staubwischen reicht die Zeit nie.
Dieses Experiment der 5-Minuten-Raumrettung werde ich nun wagen. Jeden Tag 5 Minuten mit dem Wecker und erst dann darf ich nähen! Die Kunst wird sein, nicht mehr "aufzuwühlen" als ich in 5 Minuten beseitigen kann. Ich würde gern eine Aussortierkiste hinstellen, aber dafür ist im Moment kein Platz.  Im Moment sieht es grob betrachtet so aus:
Rechte Seite:


Der Zuschneidetisch ist nach der letzten Aufräumaktion und einem langen Urlaub noch ziemlich okay


Links steht jede Menge Kram:


Hier ganz vorn links in der Ecke fange ich an. Da steht verschiedenes Zeugs schon ewig auf der Erde - das ist überhaupt der Tod für die Idee eines schnell geputzten Fußbodens... Das VORHER. Wecker auf 5 Minuten und los!


3 ins Nähzimmer gewanderte Jeans habe ich zu den Jeansvorräten sortiert, eine schlechte fliegt raus. Ein zugewandertes Bettwäscheteil wird von den Nähten befreit und kommt in die Kiste Bettwäsche.
Alles noch nicht gewogen:
Bettwäsche: 118 Gramm
3 Jeans: 2.081 Gramm


Um nicht mittendrin beim Schneiden aufhören zu müssen, gönne ich mir eine sechste Minute. Dann ist aber Schluss und es sieht so aus:




Die aussortierte Jeans liegt dort noch und dieses spezielle Taschentuch, bei dem ich mich auch jetzt nicht entscheiden kann, was damit wird... ;-(
Erste positive Erkenntnis: Es tat NICHT weh!

PS: Natürlich braucht das Schreiben dieses Posts länger als 5 Minuten, aber ihr wisst ja, dass mir das Schreiben leicht von der Hand geht und auch noch Spaß macht - im Gegensatz zum Aufräumen!
Und jetzt gehe ich Wetter-Nähen! Jippieh! - Frau  Cilley meint, man soll unbedingt für sich selbst und sein Seelenheil sorgen. Unbedingt. Mach' ich doch glatt! *lach*

Die Methode der 5-Minuten-Raumrettung beruht auf dem Buch "Die magische Küchenspüle" von Marla Cilley.

Donnerstag, 7. Oktober 2021

21 days to a clean home - Tag 9: Die Hotspots

Bevor ich mich vor zwei Jahren mit dem Buch "Die Magische Küchenspüle" von Marla Cilley auseinander gesetzt habe, war mir das nicht so bewusst: aber man hat so seine HotSpots im Haus, die immer zur Vermüllung neigen. Hier hatte ich Euch davon berichtet. Als ich jetzt noch mal in dem alten Blogpost nachgelesen habe, war ich regelrecht erleichtert: Manch' einen dieser Orte habe ich mittlerweile richtig gut in Griff, zum Beispiel diese Regalecke des Teeregals:
Dort sieht es zwar ein bisschen anders aus als vor zwei Jahren, aber es liegt keine Zettelwirtschaft auf der Ecke.
 

Schwieriger ist es schon bei der Blumenbank in der Diele. Diese große Fläche lädt natürlich wunderbar ein, dort alles Mögliche abzustellen! Das ist der Anblick von heute:
 

Als erstes fällt der Nähmaschinenkoffer ins Auge. Den hatte ich aus dem Keller geholt, um meine alte Veritas wegzupacken (die ich ja erfolgreich von ihren Stapeln befreit habe). Aber der muffelt, den habe ich nun erst mal mit Essigwasser ausgewaschen und nun lüftet er noch ein bisschen aus. Die Gartenschere wurde an ihren Platz zurück beordert und von ganz hinten habe ich den Karton in die Werkstatt getragen. Der steht dort seit vielen Wochen und beinhaltet ein Kreativprojekt des Herrn B. Es kann aber noch weitere Wochen oder Monate dauern, bis er damit anfängt. Gut, dass ich mal die Hotspots betrachte! Und die aus dem Urlaub vor vier Wochen mitgebrachten Lochsteine (in der Tüte) habe ich erst mal in eine Schale getan, damit will ich etwas basteln, vielleicht. 
 

Nun liegen sie jedenfalls nicht mehr dort herum und die Blumenbank erfreut mein Herz!
 

Ob ich es schaffen kann, jeden Tag einen kritischen Blick hinzuwerfen?
In der Küche haben wir auch einen HotSpot. Das ist ein kleines Tablett, eigentlich. Aber im Moment liegt es voller Kram! 
 

Nachdem die eben gerade überzähligen Tischsets weg- und die Zeitungen in den Papierkorb geräumt waren blieb allerhand Zeugs zum Entrümpeln übrig. 12 Teile zum Verabschieden in die Papiertonne! 
 

Ich bekomme ja manchmal seltsame Dinge geschenkt, oder besser gesagt: auf's Auge gedrückt. Zum Beispiel diese Ausflugsempfehlungen für Bürger der Bundesrepublik Deutschland bei ihrem Besuch in der DDR. Nee... das brauchen wir nicht!
 

Bleiben dürfen die beiden hochaktuellen Spiele. Meine Freundin behauptet, man spielt Halma zu zweit nicht gegenüber, sondern schräg in eine leere Spitze. Wie kennt Ihr das?
 

Hier gibt es also viel zu tun. Und das packen wir nun an - Secret slob empfiehlt jeden Abend 2 Minuten mit dem Timer vom Handy. Das Video ist sehenswert, um mal zu realisieren, wie viele Dinge wir in so kurzer Zeit bewältigen können. Es ist erstaunlich, was ich in 2 Minuten schaffe, wenn ich mich flink bewege! *lach*
Der Trakker wird mich erinnern, dass ich es tun wollte. Es wäre doch gelacht, wenn ich diese Ecken nicht in Griff bekommen würde, oder?
 
Die 21-Tage-Challenge:
Die Küchenspüle ist sauber und trocken. (Tag 1
Ich bin angezogen, gekämmt, habe Schuhe an und die Sachen von gestern weggeräumt. (Tag 2)
Geschirr und Arbeitsflächen sind aufgeräumt. (Tag 3)
Das Bett ist gemacht. (Tag 4)
10 Minuten Aufräumen-mit-Karacho im Nähzimmer: jetzt sind die Stoffe vom Nähen der Mütze für unsere Jüngste endlich weg geräumt. Vorher habe ich Stoffmusterkarten dafür angelegt, weil ich den Eindruck habe, dass ich mir die Zusammensetzung der Stoffe zum Kleidung nähen niemals merken werden kann und diese "technischen Daten" aber später u.U. noch einmal brauchen werde... Vorher habe ich noch eine Winzigkeit draus genäht, muss ich noch fotografieren, zeige ich Euch aber noch (Tag 5)


Im Keller ist rund um die Waschmaschine Ordnung. (Tag 6)
Floor-check: es ist sauber genug! (Tag 7)
Der Wochenplan von Secret Slob wurde abgewählt, aber meine Putzroutine habe ich auf meinem eigenen Blatt vermerkt - diese Woche ist die Küche dran. (Tag 8)  
Zwei unserer HotSpots sind geklärt (Tag 9)