Montag, 14. Oktober 2019

Nähtreffen Plön 2019

Zurück aus Plön... Nach so einem Nähtreffen ist bei mir immer erst mal "die Luft ein bisschen raus", aber ich werde Euch trotzdem berichten! Plön ist für mich jedes Mal eine richtige Reise. Fast noch in der Nacht breche ich auf, damit ich Freitag Mittag in Plön (zwischen Hamburg und Kiel) ankomme.
Mit mir reist jedes Jahr wieder die Vorfreude. Organisiert wird das Treffen von Nana. Es ist jedes Jahr wieder ein fröhliches Zusammensein mit Gleichgesinnten bei einem offenen Nähen. Über 40 schwatzende Frauen schleppen ihre Nähmaschinen in die Jugendherberge und fusseln diese zu. Dann stecken sie alle gleichzeitig ihre Nähmaschinen, Bügeleisen und Tischlampen in die mitgebrachten Kabeltrommeln und verursachen damit eine ganz spezielle kleine Energiekrise. Erstaunlich, dass die Jugendherberge das aushält! *lach*


Plön ist anders als die anderen 362 Tage im Jahr: ich werde bekocht und das ganz lecker - und Schlafen im Doppelstockbett hat man ja auch nicht alle Tage!
Ich habe auch dieses Jahr das Wiedersehen mit bereits bekannten Teilnehmerinnen sehr genossen, aber auch neue Gesichter waren dabei. Nichts bleibt immer gleich...

Jeder kann nur ein kleines Stück Tisch für sich beanspruchen, aber wie sagt man so schön: Platz ist in der kleinsten Hütte! Ganz in meiner Nähe nähte die Selbermacherin in Windeseile ein zauberhaftes Top zusammen, das sie uns sicher noch selbst zeigt. Leider fotografiere ich immer zu wenig vor lauter Nähen und Erzählen. Aber das Muster, das Nicole genäht hat, hat es doch noch auf ein Foto geschafft. Ein beeindruckendes Teil!


Bei Nana könnt Ihr das in voller Schönheit sehen...
Jedes Jahr schwappt irgendein neuer Schnitt in so ein Nähtreffen. Dieses Jahr war es die Magic pouch, von der Hella ein tolles Exemplar genäht hat.

Die habe ich nicht genäht, aber an dem kleinen "Drachentäschchen" kam ich natürlich nicht vorbei. Das mit dem grünen Reißverschluss hat mir Claudia geschenkt. Das hatte binnen Kurzem Junge bekommen! *lach*
Nun weiß ich wie's geht...


Was ich sonst noch genäht habe und was ich mitgebracht habe, zeige ich Euch später.
Für ganz kurze Zeit saß der eben von Anja fertig gestellte Teddy auf meinem Nähtisch, dann ist er leider schon wieder weiter gezogen....


Mädels, das war wieder toll mit Euch! Und Dir, Nana, ein dickes Dankeschön für's Organisieren.
Nun werde ich das letzte Gepäck verstauen und mich wieder in meinem eigenen Nähzimmer vergnügen - bis nächstes Jahr in Plön! 

Samstag, 12. Oktober 2019

Reparieren von 12 bis 12 - im Oktober und November

Schwupp! Schon wieder ein Monat rum! Es ist wieder Zeit für's Reparieren!


Wusstet Ihr, dass ich eine ziemlich schlimme Krankheit habe? Man nennt sie Aufschieberitis. Das habe ich dieser Tage wieder mal ziemlich schmerzhaft festgestellt als im Kleiderschrank die langärmeligen Shirts knapp wurden. Da fiel es mir auch gleich wieder ein - da war doch was.....
zwei Shirts, die nach der letzten Wintersaison auf dem Reparaturstapel im Nähzimmer gelandet waren. Beide mit den allseits bekannten winzigen Löchern auf dem Bauch.


 *örgs* - wie ich die hasse! Aber das nützt mir nichts, es gibt immer wieder neue. Von hinten sieht man es deutlicher:


Weil die Reparatur von diesem Shirt so gut gelungen war - und immer noch prima hält - habe ich die gleiche Technik dieses Mal wieder verwendet und auf die Rückseite kleine Stücke von dem aufbügelbaren Gewebevlies G700 gebügelt.


Das verhindert, dass die Maschen weiter laufen und von vorn ist es so gut wie unsichtbar.  Dem blauen Shirt geht's genauso:


Ich muss das Zeug mal in Schwarz besorgen. Das könnte einen festen Platz in meinem Vorrat bekommen! *lach*
Jetzt merke ich gerade, dass ich das Ergebnis gar nicht fotografiert habe, seht's mir nach! Ich schreibe auch nicht "vom Kleiderschrank aus" und kann das jetzt im Moment nicht nachholen. Aber nun habe ich jedenfalls wieder was zum Anziehen:


Nun seid Ihr dran! Ich freue mich, dass es immer mal wieder neue Ideen für Reparaturen gibt und so manch' eine von Euch lieber noch mal repariert als wegwirft. Seid dabei!

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Donnerstag, 10. Oktober 2019

Buchstäblich bunt im Oktober - das M

Maika hat für den Oktober gewürfelt und heraus gekommen ist der Buchstabe "M".
Das passt mir doch gut in den Kram!


Der Blick auf Valomea's Jane zeigt, dass in der M-Reihe noch allerhand Blöckchen fehlen.


Im letzten Monat konnte ich mit dem "W" ja nix anfangen! Aber nun geht's weiter. Am Wochenende werde ich auf dem Nähtreffen in Plön sein und deshalb gibt es nun schon ein paar vorgeschnittene Blöckchen. In Plön ist der Platz pro Teilnehmerin immer sehr beschränkt und deshalb ist so ein winziges Projekt gerade richtig!

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Entrümpeln im Wohnzimmer - der große Schrank.

Es ist ja schon ein Weilchen her, dass wir unser Wohnzimmer gestrichen haben. Dazu musste der große Schrank ausgeräumt und entrümpelt werden. Ich war dabei echt erfolgreich - nur zum Posten hatte es noch nicht gereicht! Aber heute zeige ich Euch das mal ein bisschen. Der Schrank hatte wirklich dreckige staubige Glastüren.


Zum Glück waren sie seeeehr staubig, da sah man das Elend dahinter nicht ganz so deutlich. Denn innen drin war er brechend voll gestapelt mit verschiedenem Handarbeits- und Bastelmaterialien, Fotoalben und Schachteln, CDs und LPs, Geschenken, Katalogen und kleinen Spielen....


Ich habe es mit Marie Kondo gehalten und jedes Teil in die Hand genommen:

Macht der Gegenstand mich glücklich?
Soll er Teil meines künftigen Lebens sein?

Die Antwort auf diese Fragen hat den Weg der Gegenstände bestimmt. Ausnahme sind die Fotos und Langspielplatten. Das wird eine größere Aufgabe für später. Aber auch so war die Aktion durchaus erfolgreich, denn diese Dinge haben uns verlassen:


Besonders interessant fand ich, dass sich in dem Schrank 4 abgelegte Mobiltelefone befanden. Da muss die Frage ja ein bisschen deutlicher lauten:

Würde irgendjemand von uns - Du oder Du - 
eines dieser Telefone benutzen, wenn seins kaputt ginge?

Nachdem jeder von der Familie diese Frage beantwortet hatte, war der Weg der Handys klar bestimmt: Vielen Dank, Ihr habt uns ein Stück unseres Lebens begleitet. Nun sagen wir "tschüss".....
Noch interessanter fand ich aber, dass mittlerweile alle vier bei 3-2-1-meins neue Besitzer gefunden haben, selbst mein wirklich altes und schrapeliges "Ei", ts, ts, ts….


Verabschiedet wurden insgesamt:
37 Kataloge und Zeitschriften, 6 Bedienungsanleitungen, 2 CD, 3 Bücher, 4 Strickanleitungen, 42 Dias, 4 Steuer-CDs, 4 Videos, 3 leere Schachteln, 28 Zettel aller Art, 2 Tüten, 5 Deko-Artikel, 2 Leuchter, eine Rose von Jericho, alte häßliche Holzperlen, ein Spielzeugauto, 5 Spiele, 1 Stift, 6 Kleinteile, 4 Handys
macht zusammen: 161 Teile!

Man sieht das im Schrank jetzt nicht unbedingt dolle, aber der Unterschied zwischen Vorher und Nachher ist doch sichtbar:


Im Schrank ist nun deutlich mehr Ordnung eingekehrt und ich hoffe, dass ich diese Übersichtlichkeit auch halten kann. Das ist die Lernaufgabe bei all meinen Entrümpelungs- und Putzaktionen überhaupt: Wird mir eine Dauerhaftigkeit gelingen? - Ich werde berichten!

Dienstag, 8. Oktober 2019

NYB am Dienstagabend - Woche 11

Eine Woche ist rum und ich bin so schlau wie vorher.... Heute ist


Eigentlich sollte heute ein Rand an meinen Blöcken sein, eigentlich.... Wir wissen auch alle schon, wie der Rand aussehen wird! ;-)
Aber plötzlich war ich mir sehr unsicher. Ich habe begonnen, ernsthaft über das Quilten nachzudenken. Das hätte ich mal eher machen sollen. Ich hatte es vorher erfolgreich verdrängt. Quilten eines großen Quilts ist ja immer nicht so einfach wenn man nicht nur Linien "drüberhaut" (so wie bei meinem Wasser-Wind-und-Wellen-UFO)
Der NYB könnte gut ein freies Quiltmuster vertragen und dafür ist das Teil ziemlich sperrig. In der Vergangenheit habe ich solche großen Teile dann immer in der Quilt-as-you-go-Methode gequiltet. zum Beispiel den Tula Pink City Sampler
Das würde heißen: Trennen. Zum Beispiel so:


Dann wären die Teile schön handlich. Allerdings ist da das "Problem" der Rückseite. Es gab Zuwachs im Nähzimmer, ich habe ein feines Minky Fleece gekauft - die Männer waren sich einig: es soll eine Kuschelrückseite werden. Wenn ich das Minky nehme, wird das mit dem quilt-as-you-go nix, weil die Nähte sicher unnötig auftragen würden.
Jetzt muss ich mich also für eins von zwei Übeln entscheiden: mit Minky und sperrigem Teil unter der Maschine oder ohne Kuschelrückseite in 3 Teilen gemütlich quilten... Öhm......
Das ist übrigens der Zuwachs. Ganz unten auf der Waage liegt das Minky Fleece. So ganz ohne weiteren Stoff (für die Jane und den LaPassacaglia) ist es aber nicht abgegangen ;-)


Der stürmische Start in die NYB-Fertigstellung hat sich also zumindest bei mir jetzt ordentlich ausgebremst. ESTe will ja mit der Hand quilten, das dauert sowieso. Also kann Trillian in aller Ruhe ihre Blöckchen nähen und wird uns am Ende überrunden! *lach*

Montag, 7. Oktober 2019

Bei Kuchen und Getränk handarbeiten...

... lautet eine Aufgabe des diesjährigen Herbst-Handarbeits-Bingo. Nichts leichter als das! Nachdem die Familie am Sonntag abgereist war blieb mir noch ein Stück "Montagskuchen" - Apfel mit Streuseln....


Dazu gab's schwarzen Tee mit Milch und die angefangene Socke im  "maurischen Stil", das kennt Ihr ja schon. Ich komme mit dem Stricken gut voran, irgendwann gibt das ein weiteres Kreuz im Bingo ;-)
Im Moment sieht es jedenfalls erst mal so aus:


Es geht nur langsam voran, aber das liegt daran, dass ich viel Zeit mit der Erringung eines fetten Kreuzchens auf dem Feld "ein UFO fertigstellen" zubringe. Und das ist auch gut.

Samstag, 5. Oktober 2019

Wasser-Wind-und-Wellen - die ersten Quiltlinien (5)

Nachdem mir klar - und das auch mit knallharten Zahlen hinterlegt - war, dass der Quilt mit einer Jeansrückseite zu schwer werden würde, habe ich sehr flott aus einer Kiste auf dem Boden einen alten leinenen Bettbezug gefischt und den in der Waschmaschine blau eingefärbt. Der Färbevorgang hatte zwar ein bisschen rote Alarmglocken und orangeblitzende Stimmung in unserer Waschküche veranstaltet (davon wollen wir lieber NICHT reden und es gibt auch keine Beweisfotos!), aber nachdem alles wieder geputzt, die Waschmaschine beiseite gerückt, die Schweinerei beseitigt und der Bettbezug getrocknet war, hatte ich eine feine Rückseite.
Dünnbrettbohrerisch wie ich bin habe ich nur mit Stecknadeln die Nahtlinien fixiert.


Ich wollte keine Stabilisierungsnähte entlang des Blockrasters, weil das ja dem Wellenmuster entgegen laufen würde. Aber das hat prima funktioniert. Die ersten Quiltlinien sind gesetzt. Das Storm-at-sea-Muster gibt das ja fast von selbst vor: (kleinen) Obertransport anbauen und dann lustig die "Wellen" entlang. Meine Janome macht das auch ohne zu motzen sehr schön.


Damit ich nicht gar so viele Fäden vernähen muss habe ich mich "immer im Kreis" gequiltet.


usw. usw.... Auch das hat sehr gut funktioniert, so ist meistens nicht so sehr viel Stoffmasse unter dem Durchlass der Maschine.


Nun ist es also "nur" eine Fleißaufgabe und dann die Entscheidung, was mit den Quadraten und dem Rand wird....
PS: es war sehr leichtfertig, mit diesem UFO parallel zum NYB zu beginnen! Da bin ich irgendwie total "raus" und kann mich zudem nicht entscheiden, wie es weiter gehen soll....

Die Geschichte dieses Quilts hat nun schon mehrere Teile:
aus der Finsternis der UFO-Kiste ins Tageslicht
die Stoffe für den Rand
das fertige Top
Jeansrückseite oder nicht