Freitag, 29. Januar 2021

Entrümpeln trifft Bingo - Oberteile

Ich will entrümpeln. Letztes Jahr habe ich es nicht mehr geschafft, damit zu beginnen, aber jetzt ist der Überfluss im Haus fällig! Und weil Spielen so schön ist, habe ich ein bisschen über Aufräum- und Entrümpelungs-Challenges nachgelesen. Da gibt es ja die verrücktesten Sachen. Allerdings kommen sie mir entweder zeitlich/mengenmäßig nicht machbar für mich vor (zum Beispiel die 30-Tage-Challenge) oder sie enthalten zu viele Aufgaben, die ich längst hinter mir gelassen habe. Schließlich fange ich beim Entrümpeln ja nicht bei Null an. Also ein eigenes Spiel! 
Und was bietet sich mehr an als ein Bingo? *lach*
 

Folgendes habe ich mir ausgedacht: 25 Felder mit den Zahlen von 1 bis 25. Das sind die Mengen von Gegenständen, die ich in der nächsten Zeit gern aussortieren würde. Wenn alle Felder gefüllt würden wären das 325 Teile. Das ist nicht wirklich viel, sollte nicht ewig dauern und ist damit im Rahmen des für mich Möglichen. Was ich nicht tun werde: eine Zeitvorgabe. So wie ich es schaffe und Lust habe, werde ich mir einzelne Bereiche vorknöpfen. Und weil ich den Eindruck hatte, vor drei Jahren hat Euch das auch Spaß gemacht beim Zusehen, dürft Ihr wieder dabei sein.
Gestartet wird mit den Oberteilen im Kleiderschrank. Damit habe ich mich schon ausführlich 2017 und 2019 beschäftigt. 2017 war ja Marie Kondo meine Lehrmeisterin und seither herrscht problemlos und ständig eine wundervolle Ordnung in meinem Kleiderschrank. Und deshalb gibt es hier auch eine "Zusatzchallenge", die ich gerade vom kleinen Tochterkind gelernt habe. Die geht so: zuerst sitzt man am Küchentisch und schreibt alle seine Pullover auf. Jeden einzelnen. Dann alle Shirts, Blusen, Jacken usw.  Wenn man damit fertig ist, geht man zum Kleiderschrank, schmeißt alles raus und guckt, was wirklich da ist. Meine Güte, Ihr Lieben! Das kann zu bösen Überraschungen führen! Denn von den Dingen, die man "nicht auf dem Schirm" hatte, muss die Hälfte sich verabschieden - oder darf getauscht werden gegen andere Teile. Also wird es am Ende weniger sein als vorher. Bei mir zumindest... *lach*
Und dann habe ich gestartet: 
Das sind die Tops 
 

Bei den Sommersachen war mir schon im Vorfeld klar, dass man vermutlich nicht weiß, was so alles im Schrank ist. Bei den ärmellosen Tops war's genauso: Aufgeschrieben hatte ich acht, eins davon ist offenbar schon vor zwei Jahren ausgezogen, zwei waren nicht im Kopf präsent. Eins muss gehen, aber ich habe eingetauscht gegen das rote mit dem Polokragen - nee, auf das kann ich gut verzichten
 

 
8 bleiben (2019: 8)
1 geht
 
kurzärmlige Shirts
 

Da hatte ich doch tatsächlich mein Lieblingsgartenshirt vergessen! Das geht gar nicht. Das habe ich "eingetauscht" gegen das rosa Sportshirt, das ich nie trage.
18 bleiben (2019: 19)
2 gehen
 
Die langärmeligen Shirts und Pullover brauchen ein bisschen mehr Platz: drei Schachteln, oben quer liegen die aus dem Wäschekorb:


Das ist schon erstaunlich: auch hier habe ich zwei Lieblinge nicht auf dem Schirm gehabt: das dunkelblaue mit den Sternchen und den lila Rollkragenpullover. Also wird auch hier locker getauscht gegen einen schwarzen Rollkragenpullover mit schrecklich ausgeleierten Ärmelbündchen und einen grünen Longpullover, den ich nie anziehe.


30 bleiben (2019: 26)
2 gehen
30 langärmelige Shirts und Pullover! Ist das nicht Wahnsinn? Das sind also mehr geworden. Mmhh... 
 
Die Strick- und Fleecejacken und -pullover:
 

Meine Güte, so viele Jäckchen... zwei sah ich nicht vor dem geistigen Auge, die schwarze Rippstrickjacke (die brauche ich nur zu Beerdigungen) und die olive. Auch diese beiden ließen sich sehr einfach eintauschen gegen zwei nicht getragene. Alle anderen bleiben da. Nicht, weil ich sie ständig tragen muss, aber das nachhaltigste Kleidungsstück ist ja immer das, welches man schon besitzt...
 

 
18 bleiben (2019: 20)
2 gehen
(nix dazu gekauft - perfekt)
 
Blusen gibt es nur 5 im Schrank, aber nur vier hatte ich im Kopf.
Auch hier habe ich "getauscht", die langärmelige Karobluse fliegt raus, die helle kurzärmelige bekommt noch eine Chance obwohl ich sie im letzten Jahr nicht angehabt habe. Die blaue muss repariert werden, die habe ich aus dem Nähzimmer holen müssen.


4 bleiben (2019: 6)
1 geht

Westen und Tuniken
 

Die musste ich erst mal im ganzen Haus zusammen suchen, die sind in ständiger Benutzung. Deshalb dachte ich auch, ich kenne natürlich alle genau. Aber dann fanden sich plötzlich im Büro-Kleiderschrank noch zwei Kleidungsstücke, die mir völlig aus dem Kopf waren, weil ich sie auch dort nie benutze, also weg damit!
 

7 bleiben (2019: 8)
2 gehen

Und für den Junior bleibt noch eine Reparaturaufgabe: die schwarze Wärmeweste funktioniert nicht, da muss er mal ran:
 

Nach der Entrümpelung 2019 besaß ich 87 Oberteile. Nun sind immer noch 85. Es sind in den zwei Jahren kaum welche dazu gekommen, aber auch keine weggegangen. Ts, ts, ts....
Aussortiert habe ich jetzt insgesamt 10 Oberteile und die dürfen nun als erstes in mein Bingo einziehen. Yeah!


Eine wichtige Sache habe ich bei meinen letzten Entrümpelungsaktionen gelernt: gezählt wird erst wenn die Dinge wirklich aus dem Haus sind! Gerade, wenn Dinge verkauft werden sollen, oder wenn man nicht gleich einen neuen Nutzer findet und sie auf ein Später warten, mogeln sich diese Dinge manchmal irgendwie wieder in die Schränke. 
Bei Kleidung ist das leicht: ab in die Kleidersammlung! Und dort sind die jetzt auch schon.
Ausnahme ist die karierte Bluse aus reiner Baumwolle, die ist mit +174 Gramm ins Nähzimmer eingezogen...



Memo an mich: Nichts kaufen - ich besitze genug Kleidungsstücke!
Zu meiner Ehrenrettung muss ich  sagen, dass ich sie auch ziemlich gut kenne. Und darum durften auch die meisten bleiben. Ich muss ja auf meine alten Tage nicht zur Minimalistin werden... ;-)


Kommentare:

  1. Das ist richtig, Minimalist muß man nicht werden, sich jedoch immer mal wieder zu sagen, wieviel man doch hat, das ist eine gute Sache. Bist Vorbild!

    Nana

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  2. Hui, du hast 10 aussortiert. Das ist super.
    Bei mir ist es inzwischen tatsächlich so, dass die meisten Sachen wegen Verschleiß ausziehen müssen, da bleibt oft wirklich nur noch die Mülltonne. Allerdings sind in unseren neuen Kleiderschrank auch 2 Körbe voll Kleidung nicht wieder eingezogen (mehr vom Herrn TAC als von mir). Die beiden Körbe stehen noch im Waschraum. Da will ich durch gucken, was noch gespendet werden kann. Soviel zu: Erst zählen, wenn die Dinge das Haus verlassen haben...
    Viel Erfolg bei deinem Bingo, ich werde dir gerne zuschauen.
    LG von TAC

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  3. Liebe Elke,
    immer wieder bin ich von Deiner Entschlossenheit beim Aussortieren erstaunt. Mich packt so etwas mal phasenweise, aber leider nicht so konsequent wie Du es machst. Ich MUSSTE kürzlich meinen Kleiderschrank sortieren, denn ich meinte, eine Strickjacke gekauft zu haben, die aber nicht mehr da war. Ich habe sogar auf Arbeit meine Kolleginnen gefragt, ob sie sich an die Jacke erinnern können, konnten sie nicht. Nachdem ich dann aber die Rechnung dazu in der Hand hatte, habe ich meinen Kleiderschrank aufgeräumt und entrümpelt und siehe da: Die Jacke war da...
    Liebe Grüße Viola

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  4. Liebe Elke, so ein Kleiderschrank ist immer eine dankbare Aufgabe beim Aussortieren ;o) Und dass Du daraus gleich ein neues BINGO machst, finde ich ja witzig. Vllt schließe ich mich da an, nötig wäre so eine Aufräumaktion ja mal wieder...
    Liebe Grüße an Dich und ein feines Wochenende
    Katrin

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  5. Auch ich finde deine Aktion toll und anspornend. Ich habe in den letzten Wochen meinen Kleiderschrank entrümpelt da ich im November und Dezember im Homeschooling nur Jogginghose und ähnliches trug, bin ich nach Weihnachten sehr streng durch meinen Kleiderschrank gegangen und habe wirklich alles aussortiert, was ich ungern oder kaum trage. Es sind einige Bügel frei geworden... das freut mich richtig. Freu mich, wenn ich wieder von deinen Entrümpelungen lese, das spornt mich dann auch wieder an.

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  6. Tolle Sache, wie du das Entrümpeln angehst.Es geht schließlich nicht darum so viel wie möglich zu entrümpeln, sondern nur die Dinge, die man nicht benutzt, nicht braucht oder nicht mag - auch wenn nach einer Aufräumaktion nur wenige Teile gehen müssen.
    Ich wünsche dir weiter viel Erfolg dabei.
    Herzliche Grüße
    Heike

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  7. Liebe Elke,
    deine Konsequenz bei Aufräum-Dngen ist wirklich bewundernswert! Ich nehme mir seit einem halben Jahr vor, meinen Kleiderschrank zu entrümpeln - bisher mit mäßigem Erfolg. Dein kleiner Schubser tut also gut!
    LG
    Christiane

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  8. Liebe Elke,
    eine ganz interessante Vorgehensweise. Die Idee mit dem Bingo finde ich auch super. Mich hat damals schon deine Aufräumaktion begeistert. Im Kleiderschrank wird bei mir allerdings nicht viel passieren. Da habe ich im letzten Jahr mit Hilfe meiner Tochter "Kahlschlag" gemacht. Und so viele Teile besitze ich auch nicht. Dafür muss bei anderen Dingen mal aussortiert werden. Liebe Grüße Renate

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  9. DU erinnerst mich an diesen Batterie-Hasen! Nur würde es bei dir heissen: entrümpelt, entrümpelt, entrümpelt....
    Die Challenge ist witzig! Ich guck mal zu, und wie so manches, was ich bei dir sehe, werde ich dann das eine oder andere übernehme...
    Herzlichst
    yase

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  10. Ich glaube, ich habe das Prinzip des Klamotten-Ausmistens noch nicht ganz verstanden. Aber daß du wieder ein Bingo daraus machst, finde ich witzig.

    Herzlichst, Petruschka

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  11. Juhu! Valomea entrümpelt wieder! Das ist Ansporn für uns. Und immer ein großes Vergnügen beim Lesen!
    Hase und Emme

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  12. Liebe Elke,
    ach wie spannend! Ja, ich hatte es geliebt, dich bei deiner letzten Entrümpelung zu begleiten und werde auch diesmal gerne dabei sein.
    Ich habe absolut keine Ahnung, wie viele Oberteile sich in meinem Kleiderschrank befinden und könnte sie nicht vor meinem geistigen Auge abrufen... zumal sie ja fast alle schwarz sind ;o)
    Viel Erfolg dir. Ich bin gespannt, wann du "Bingo" rufst.
    Herzliche
    Claudiagrüße

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