Mittwoch, 11. Februar 2026

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 7: in der Speisekammer

Mittwoch ist's. Zeit, um über das Entrümpeln zu reden. 


Bei mir ging es wieder ein Stück voran mit meinem Plan, über die Zeit alle Kisten, Kästen, Fächer, Räume durchzuschauen und mich bei der Auswahl an meinen Putzwochen der Magischen Küchenspüle zu richten. Letzte Woche war Zone 2: die Küche und Speisekammer. Die Speisekammer ist ja immer irgendwie ein Stiefkind, bei mir zumindest. Aber dieses Mal habe ich mir Mühe gegeben und habe mal die Regale durchgeschaut. Und tatsächlich konnten ein paar Kleinigkeiten aussortiert werden:


Außerdem gingen zwei funktionslose Holzteile und ein defekter Ausstecher

 

Der Edelstahlreiniger hat noch einen D-Mark-Aufkleber und ist beim Versuch, nach dem Malern die Dunstabzugshaubenesse zu putzen, durchgefallen.


Außerdem kann ich ganz zufrieden berichten, dass sich tatsächlich eine Interessentin für meine Gloria-flowers-Schablonen gefunden hat und die Schablonen auf dem Weg sind nach Italien! Das übrige Einzelteil habe ich gleich mit in den Brief gepackt. Perfekt.


Verabschiedet wurden:
1 seltsame Kugelkerze, die ich mal geschenkt bekam und nie anzünden werde
3 Verpackungen
3 Teile Komono
2 Holzbestecke
1 Ausstecher
1 Putzmittel
3 Päckchen Schablonen
1 Karte
15 Teile gesamt

Und wie war es bei Euch? Seid Ihr voran gekommen mit Euren Vorhaben? Ich freue mich, wenn Ihr Eure Entrümpelungserfolge und Sortieraktionen hier verlinkt. Die Linkparty ist dauerhaft für Euch geöffnet.


You are invited to the Inlinkz link party!

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Dienstag, 10. Februar 2026

Stich-um-Stich-zum-Ziel im Februar

Doris sammelt heute wieder unsere kleinen Fortschritte. An meinen großen Projekten habe ich aktuell nicht genäht, aber ich habe neulich unter dem Stapel Handarbeitskram doch tatsächlich die vermisste Anleitung für mein Socken-UFO gefunden! *lach*
Ich musste mich völlig neu reinfitzen in das Muster, aber der Anschluss ist gelungen und ich habe ein bisschen weiter gestrickt. Und sogar die Ferse ist schon fertig. 
 

Na, bitte.

Verlinkt wird bei Doris.

Reparatur-Cafè im Februar 2026

Es ist soweit - das Reparatur-Café öffnet seine Türen


Ich bin schon da. Und ich hatte auch eine eilige Reparatur. Die Tochter hatte mir ja Fuchshose, die III., mitgegeben. Ein Loch im Knie und auch die andere Seite ist schon ganz dünn.


Da hilft nix - die Hose muss repariert werden, denn alle lieben die Fuchshose. Das neue Modell, das ich dieser Tage genäht habe, ist wirklich noch reichlich.
Zuerst habe ich mühselig die Overlock-Nähte aufgetrennt. Dann habe ich die Kniepartie ersetzt. Cord war noch da.
Das ging erstaunlich gut. Alles wieder mit der Ovi versäubern, Seitennähte schließen, versäubern, fertig.


Im dicken Brief hat sich die Hose wieder auf den Weg gemacht. Sie wird gebraucht!
Erstaunlich ist, wie der Cord in einem Jahr schon Farbe verloren hat. Klar, die Hose wurde schon sehr oft gewaschen. 


Und wie war es bei Euch? Gab es etwas zu reparieren? Vielleicht auch irgendwelche Eilaufträge?
Bis zum 20. Februar hat das Reparatur-Café für alle geöffnet.


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Montag, 9. Februar 2026

Back to the roots - Woche 4 - die Highlights: eine Joker-Tasche mit blauen Häusern

Als ich diese Tasche bei  Marita gesehen habe war es um mich geschehen! Ich war hin und weg! Natürlich war die Jeanshosentaschen-Aktion bei der Patchworkgilde im November an mir vorüber gegangen. Aber das ist ja auch völlig wurscht - JETZT ist bei Ingrid im Nähkäschtle der 11. Blog-Geburtstag zum Thema "Back to the roots" und deshalb wollte ich JETZT eine Joker-Tasche nähen!


Und das ist mein ganz persönliches Highlight in der ganzen Back-to-the-roots-Aktion von Ingrid!
Dieser Schnitt von der Taschenspieler-CD 1 ist mein absoluter Favorit für eine große Tasche. Geräumig-praktisch-gut. Ich habe sie schon in sehr verschiedenen Versionen genäht. Eine erste grün-orange im Jahr 2013, eine aus Jeans im Jahr 2014, die petrolfarbene aus dem Jahr 2017 benutze ich immer noch gern und eine grüne mit bunten Resten im Jahr 2019.
2015 - das Jahr in das ich jetzt zu Ingrid's 11. Bloggeburtstag zurück schaue - habe ich gleich zwei Joker genäht: eine aus pinkfarbenen Schnipseln und eine aus beige-bunten Resten:

  
   
Witzig finde ich, dass bis auf die erste alle irgendwie aus Resten entstanden sind. Ist das eine Berufung? ;-)
Nun also blaue Häuser. Das Projekt fängt an mit dem Abtrennen der Hosentaschen von gut abgelagerten Jeans im Nähzimmer. Eine fusselige und fitzelige Angelegenheit, deren Anstrengung für Finger und Handgelenke nicht zu unterschätzen ist. Ich habe die Taschen auch wirklich abgetrennt und nicht rausgeschnitten wie die Patchworkgilde es vorschlägt.
Dann kommt der schöne Teil: ich habe aus zwei Jeansstücken einen Hintergrund zusammen genäht und darauf "Häuser" gepuzzlet. Wenn klar ist, was wo hinkommt, kann man mit Vliesofix Fenster und Türen aufbügeln. Aufgenäht habe ich sie mit engem Zickzackstich und einer uralten gelben Knopflochseide, die sehr überrascht war, hier so zu Ehren zu kommen! Wenn ich solche alten Röllchen im Oberfaden vernähen will spule ich sie oft um auf ein Unterfadenspulchen. Das setze ich dann oben auf den zweiten Garnrollenhalter. Die alten zerknautschten Röllchen laufen sonst oft nicht ab.


Die fertigen Häuser habe ich mit orangem Jeansgarn von oben nach unten in den alten Nähten wieder aufgesteppt und dabei gleich ein untergelegtes dünnes Vlies mit festgesteppt. Dabei habe ich alles, was nicht gebraucht wurde, weggeschnitten und am Taschenrand auch die Hosentaschen aufgetrennt. Hier kommen nämlich schnell viele dicke Jeanslagen zusammen!


Die Laterne ist ebenfalls mit der Maschine appliziert. Sie ist wunderbar schief und krumm weil ich schwarz auf dunkelblau einfach nicht sehen kann... Der Laternenpfahl ist ein Stück Band aus meiner wundervoll frisch sortierten Bänderkiste. Zum ersten Mal hatte ich dieses Glücksgefühl, in dem Karton sofort dieses eine Band zu finden. *breitesGrinsenimGesicht*


Die Rückseite ist auch lustig zusammengesetzt. Im unteren Teil habe ich alle kurzen Streifen zusammengenäht, die mir in meinem Vorrat der Jeans-Teile in die Finger fielen. Oben liegt quer ein anderes Reststück, mit Bedacht eins ohne Elasthan. Da muss man aufpassen! Dort fand eine kleine Jeanshosentasche ihren Platz und vermittelt so zwischen Vorder- und Rückseite. Die sitzt ein bisschen weit oben als Häuschen, aber das ist nun wie es ist.


Hier hinten ist eine große Reißverschlusstasche eingenäht, in der man auch ein großes Portemonnaie bequem unterbringen könnte. Das Taschenfutter ist ein ausgedientes Oberhemd. Mischgewebe. Das kann man sonst ja zu nix gebrauchen.


Die Tasche reicht bis zum Boden runter, so dass man gut auch schwere Dinge in die Außentasche tun kann.
Für das Futter habe ich ein seltsam geformtes Reststück eines blauen Blümchenstoffes verwendet, wo ich schon ganz schön puzzlen und beim Futter der Innentasche auch schon stückeln musste. 


Die Innenseite hat nämlich eine zweite große Reißverschlusstasche.


Vom Futterstoff sind nun nur noch kleine Teile übrig, die in meine Restesammlung gewandert sind.
Ich gebe der Joker gern einen schmutzabweisenden Boden. Blaues Kunstleder war da.
Die Henkel sind ein gewendeter Schlauch aus Jeans, in den ich ein breites Ripsband eingezogen habe. Das Wenden war ein bisschen Fluch, aber das Ergebnis ist nett. 


Als allerletztes bekommen solche Taschen bei mir noch einen festen Einlegeboden. 


Dazu nähe ich einen passenden Schlauch - hier aus dünnem Jeans - und darein schiebe ich zwei Lagen Wellpappe, mit den Rippen in unterschiedliche Richtungen. Das hat sich in vielen Jahren sehr bewährt. Nach zwei-drei Jahren tausche ich die Pappen mal aus. Aber diese Methode führt dazu, dass der Taschenboden bei gefüllter Tasche nicht durchhängt, das mag ich nämlich nicht.


Eine echte Wiederholungstäter-Tasche! *lach* Und das innere Kind durfte mal richtig schön mit kleinen Häuschen spielen. Und nun lacht nicht - diese Tasche wird nicht bei mir bleiben. Sie wandert jetzt in die Basarkisten. Ihre Zeit wird kommen und dann wird sie hoffentlich einen guten Erlös für den Förderverein unseres Pflegeheims einbringen.
Aber ich werde schon mal neue Hosentaschen von alten Jeans abtrennen, wer weiß...

Schnitt: Joker von der Farbenmix Taschenspieler CD 1
Gewicht: 550 Gramm
Größe: 41x10x35 cm
Oberstoff: Jeans aus meiner reichhaltigen Sammlung
Vlies: dünnes Putztuch vom Discounter
Futter: aus dem Bestand

Verlinkt wird bei
Back to the roots im Nähkäschtle
Bingo 2026! bei Anni im Feld Bei anderen gesehen



Sonntag, 8. Februar 2026

Ich nehm' Euch mit: Die Upcycling-Ausstellung in der Kulturscheune Mühlberg

Bei Regina hatte ich davon gelesen und hatte es mir fest vorgenommen, die Upcycling-Ausstellung in Mühlberg zu besuchen. Mit den Vorsätzen ist das ja immer so eine Sache: Mühlberg liegt nicht direkt vor der Haustür und das Zeitfenster war begrenzt. Aber dann ergab es sich doch noch auf den allerletzten Pfiff, dass wir in der Nähe vorbei fuhren.


Die Kulturscheune in Mühlberg kannte ich schon von der Ausstellung von 99x Schwarz-weiß. Das Gebäude ist wie gemacht für solche Aktivitäten und hat mit seinen freiliegenden Mauern und dem Balkenwerk ein ganz eigenes Flair.
Zu sehen waren lauter Dinge, die aus altem Material oder Abfall hergestellt wurden. Solche schönen Ideen! Schaut mal die Bilder aus Zeitungen, Katalogen, Kalendern.... 


Manche mit witzigen Sprüchen, aber die Rahmen waren das Besondere, fand ich.


Winzige Miniaturen!


Und plastisch geht Papier erstaunlicherweise auch:


Aus Metallteilen gab es auch die verschiedensten Dinge zu sehen. Zum Beispiel diese witzige Vogelschar:


Sehr gut gefallen haben mir auch die Mobile aus Teelichtern.


Besonders interessiert haben mich natürlich die textilen Objekte. Hier gab es Ausstellungsstücke von Regina selbst, aber auch von anderen Textilkünstlerinnen, zum Beispiel von Ute von 123-Nadelei. Sie hatte uns ja neulich schon ihre Jeansdecke mit Spitzendeckcheneinsätzen vorgestellt und den Weg dahin mit vielen Fotos beschrieben.


Mit den Spitzendeckchen ist das so eine Sache...


Und es gab jede Menge Jeanstaschen zu sehen. Tolle Ideen!


Einen Jeanshosenbund habe ich noch nie verarbeitet, glaube ich.


Und schaut mal diese Jacke!


Auf so was hätte ich auch mal Lust. Leider kann ich das nicht...
Und zauberhafte Upcycling-Kleider hat Ute gemacht! Oft färbt sie Jersey gemeinsam mit Spitze. 


Sehr interessant fand ich auch diesen Lagen-Look.


Hach! Das war schön, dass ich noch auf den letzten Drücker all die schönen Objekte sehen konnte! Und vielleicht gelingt es mir eines Tages, meine Komfortzone zu verlassen und mal irgendsoein experimentelles Ding zu probieren.
Wenn Ihr noch mehr/andere Bilder sehen wollt könnt Ihr hier bei Regina noch ihr Fazit zur Ausstellung sehen.

Ich gönn' mir derweil noch ein Kreuzchen im Bingo 2026! bei Anni im Feld "Unterwegs". Das ist eine feine Ausrede, um nicht sofort ins Experimentieren wechseln zu müssen... *lach*

Samstag, 7. Februar 2026

Ein Einkaufskorb-Täschchen


Wir sind mitten in Ingrid's Geburtstagsparty zum Thema "Back-to-the-roots" und ich habe mich total festgebissen. Solche Aktionen fixen mich immer absolut an und inzwischen habe ich einen guten Überblick über die Dinge, die ich im Jahr 2015 - dem Geburtsjahr von Ingrid's Blog - genäht habe. Und das meiste finde ich immer noch total gut. Zum Beispiel dieses Einkaufkorb-Täschchen

13.09.2015

Das wohnt seit 2015 in meinem Einkaufskorb und beherbergt die Netzbeutel für Obst und Gemüse. Mit der Schlaufe wird es am Henkel festgemacht. Wir sehen hier wieder die rosa Schnipsel von der Schnipselparty damals. Wunderbar. Ich bin damit sehr zufrieden. Ein Manko gibt's da aber trotzdem: für kleine Einkäufe zwischendurch nutze ich gern meine Einkaufstasche. Die liegt meist im Auto parat. Und da fehlen mir dann oft die Netzbeutel, weil die Tasche kein Einkaufskorb-Täschchen hat. Also los! 
Der Stoff, der die Einkaufstasche ziert, ist noch im Fundus. Das muss natürlich zueinander passen! Als ich ihn rausgesucht habe fielen mir lauter Schnipsel in die Hände. Was mut, dat mut....


Die Teile habe ich so, wie sie am besten passten, gleich auf ein Reststück Molton gesteppt.


Einen Schnitt hatte ich damals nicht. Ich habe einfach das alte Täschchen genommen und abgeguckt. Ideengeber war die Karo-Handgelenkstasche von der Taschenspieler-CD1 von Farbenmix.


Die beiden Seiten sind durch die Reststücke völlig verschieden.


Und Netzbeutel konnten auch gleich einziehen, da hatte ich noch welche im Fundus.
Nun hat die Einkaufstasche endlich ihr Anhängsel!


PS:
Zitat aus dem Blogpost vom 14.08.2018:
"Eine Reißverschluss-Innentasche habe ich nicht eingenäht, das hat einen besonderen Grund, ich möchte wieder eine extra Tasche haben wie die in meinem anderen Einkaufskorb. Die finde ich Klasse und nähe sie mir später passend zum Korb."

Hach! Ich freu mich! "später" ist nämlich jetzt!

Größe: 20x15x3 cm
Gewicht: 73 Gramm
Außenstoff: Reststücke aus dem Bestand
Vlies: Molton-Rest
Futter: Rest Dekostoff vom Stapel auf dem Zuschneidetisch

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Back to the roots im Nähkäschtle
Bingo 2026! bei Anni im Feld "Das ist für mich"

Freitag, 6. Februar 2026

Das Herz-Schlamperle - an dem hängt mein Herz!

Ingrid hat eingeladen zu ihrem 11. Bloggeburtstag unter dem Thema Back to the roots. Ich schaue zurück ins Jahr 2015, 11 Jahre , so lange wie es Ingrid's Blog jetzt schon gibt. Was habe ich da genäht? Einer der ganz großen Favoriten ist damals schon das Herz-Schlamperle von der Farbenmix-CD1 gewesen. 
2015 hatte ich gleich 3 Stück genäht: ein grünes aus Schnipseln, eins aus Webkanten und eins mitResten von traditionellen Mustern.

 


Jetzt war mir beim Räumen ein seltsames Stück Stoff in die Hände gefallen, wo ich gar nicht recht wusste, in welche Schachtel der soll. Aber für ein Schlamperle ist er gut! *lach*


Den Oberstoff habe ich auf Thermolam gesteppt, das gefiel mir besser als nur H630 drunter zu bügeln. Fühlt sich gut an und steht wie Ast.

Gewicht: 31 Gramm
Vlies: Thermolam
Futter: aus dem Bestand

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Back to the roots im Nähkäschtle