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Mittwoch, 12. Juli 2017

Time for Jane - Block D1 und D10

Das passiert mir nicht noch mal! Letztens hatte ich es einfach nicht geschafft, ein Blöckchen für meine Jane zu nähen, ts, ts, ts.... Dieses Mal habe ich rechtzeitig angefangen und auch quasi "aufgeholt" - es sind zwei neue Blöcke fertig.
D1 - Alison's Guiding Light


Und "zur Strafe" zum Aufholen habe ich mir noch ein echt friemeliges Blöckchen ausgesucht, diese winzigen Dreieckchen sind nämlich nicht meine Lieblinge...
D10 - Battlefield


Diesen Block hätte ich schon lange nähen können. Der Stoff steht nämlich seit Anbeginn meiner Jane-Näherei fest: ein Stoff mit Geschichte. Das sind Zuschneidereste von dem Umstandskleid, das mir meine Tante 1983 genäht hatte. Das Kleid war potthässlich, so eine Art Kittelschürze und dann hochschwanger und dann in diesem Rot-geblümt - fürchterlich! *lach* Aber die Zuschneidereste habe ich immer aufgehoben, sie haben alle Umzüge überlebt und nun habe ich immer noch was übrig... :-)
Mit dem Block selbst bin ich nun sehr zufrieden. Das passend Zusammennähen hat recht gut geklappt.
Mal schauen, was die anderen Jane-Näherinnen geschafft haben!

Sonntag, 7. Mai 2017

Materialrevue im Mai - Frottee

Die Materialrevue bei Maika und Janet gibt spannende Themen vor, manche sind einfach und manche besonders. Zu Letzterem gehört dieser Monat. Frottee ist ja echt ein spannendes Thema! Hat man als Patchworkerin auch nicht so ohne Weiteres im Haus. Aber mein Korb - mein Korb gibt's her! Das ist die Ausgangslage:


Es war einmal ein schönes, ziemlich neues Badehandtuch, groß und schön kuschelig. Plötzlich hatte es etwas Seltsames: mitten drin wurde es erst fadenscheinig und in der nächsten Wäsche ging es ganz kaputt:


Müsste man ja wegschmeißen. Bei Doreen's Entrümpelungsaufgaben gibt es eine, wo man mal ganz fix drei Dinge wegwerfen sollte, die schon ewig und drei Tage auf Reparatur warten. Das wäre eigentlich genau das für dieses Handtuch. Kann ich aber nicht - ist ja noch gut! *lach* Und so lag das Handtuch seit Monaten in meinem Korb und wartete auf seine Wiedergeburt oder so.... Jetzt ist der Frottee-Monat in der Materialrevue angebrochen und der Tag wird kommen!
Ganz nebenbei habe ich im Korb ein kaputtes Händehandtuch gefunden und noch mal repariert. Zählt gewichtsmäßig nicht, aber schön ist es trotzdem, dass diese Flickarbeit gleich mit erledigt ist!


Und außerdem ist  noch ein kleines rotes Handtuch da - auch noch ganz prima. Nur... die Männer hatten damit ein Münzentpatinierungsexperiment gestartet. Irgendwelche Chemikalien ließen sich nicht mehr rauswaschen, ts, ts, ts..... Das ließ sich ganz schlecht fotografieren, das Rot deutlich dunkler als auf dem Foto und die Flecken deutlich kräftiger lila:


Zum Thema "Entrümpeln von Handtüchern und Geschirrhandtüchern", mit dem ich mich in der nächsten Zeit befassen werde, habe ich schon mal ein einzelnes Überbleibsel aus frühen Zeiten herbei geholt - ein altes Malimoteil - schrecklich! *lach*


Damit lässt sich doch nun was machen, oder? Frottee - ich komme!

Mittwoch, 16. November 2016

Entstaubt... - die "Golden Elements"

Nun kann ich Euch endlich das Quiltergebnis, das ich mir so mühselig erarbeitet habe, im Ganzen zeigen - der Quilt ist verschenkt....
Ehrlich! Ich musste die Papiertüte, in der die Stoffe noch original von der PW-Messe in Aschaffenburg verpackt waren, erst mal entstauben. Seit 2013 warteten sie ganz oben auf dem Regal auf genau diesen Tag!! Ausgesucht hatte sie sich Herr B. ganz persönlich. An der Wand eines Standes (ich weiß leider nicht mehr, welcher es war) hing ein toller Quilt daraus.


So ganz anders als die vielen verspielten, eher weiblichen Stoffe und Stöffchen, Taschen und Täschchen. Daraus wollte er einen Quilt! Eine ganze Weile ist er um den Stand herum geschlichen. Wir sind weiter gewandert durch die Hallen, dann wieder zurück. Und er hat die Stoffe auch selbst bezahlt! Hatte nach der Messe leider nicht gleich geklappt mit dem Quilt - bis jetzt. Nun ist das Dunkeldasein aber vorbei! Es sind Stoffe der Serie von Stof "Golden Elements" (was unschwer zu erkennen ist). Manche haben große Ornamente, andere sind eher kleingemustert. Insgesamt leben sie jedoch eher von Fläche als von genähten Mustern. Ich wollte mich also in der Gestaltung an der Idee des Quilts dort an der Wand orientieren. Diese großen Stoffteile zusammen zu arrangieren war eine spannende Sache. Und fast bin ich ins Trudeln gekommen - wir hatten damals π x Fensterkreuz den Stoffverbrauch geschätzt und ich musste jetzt mit Entsetzen feststellen, dass ein Fatquarter eben nicht ein halber halber Meter ist! Das war mir damals offensichtlich noch nicht wirklich klar... Der Stoff reichte jedenfalls nicht. Zum Glück ließ sich tatsächlich auch jetzt, nach Jahren, noch etwas nachordern! Und nun ist er fertig!


Die Farben sind auf dem Foto zu hell. Die dunklen Flächen sind tief dunkelgrau, manche schwarz.
"Quilt im halböffentlichen Raum", könnte man das nennen...:-)


Das Quilting hat ein gutes Ende genommen. Mit dem Grau hatte ich mich ja echt geplagt. Die schwarzen Nähte waren aber überhaupt kein Problem. Gequiltet ist insgesamt eher lose, damit der Quilt weich bleibt. Meistens bin ich locker wild dem Muster gefolgt, nur an wenigen Stellen habe ich "eigene" Muster eingebracht.


Es sind schon echt interessante Stoffe mit ganz schön viel Gold:


Den Glanz, der jetzt in der Hütte liegt, geben die Fotos leider in keiner Weise wieder! Ich fand die Stoffe anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, aber auf einem schwarzen Ledersofa macht sich das Teil echt gut!


Ein Kona Cotton uni in Schwarz ergibt das Binding. Da wollte ich nicht noch mehr Muster und ich finde das sehr passend zu der einfarbig schwarzen Vliesrückseite.
Gewicht: eigentlich fast ein Federgewicht für einen 2,10-m-Quilt: 1065 Gramm

Freitag, 29. Juli 2016

Ein Leinenkleid gibt auf

Dieses Kleid besitze ich schon e-w-i-g.


Es ist fast knöchellang und an beiden Seiten hoch geschlitzt bis zum Oberschenkel.


Als ich es bekam, war es auch schon geerbt. Es wurde mal vor Urzeiten im Exquisit gekauft. Manche von Euch wissen noch, was das war! Ich habe es über viele Jahre gern getragen und es sieht sah immer richtig gut an mir aus. Bis jetzt. Das liegt an dieser simplen Rechnung:

2 Kilo mehr + 2 Zentimeter kleiner = 2 Schwimmringe genau in der Mitte

Bäh! Ich weiß schon, warum alle Rockbündchen kneipen und mir keine meiner 3/4-Hosen mehr passt! Zurück zum Kleid:


Jaaaa - das bin ich! Und zwar ohne Bauch rausstrecken! So kann ich nicht rumlaufen. Und ich hoffe auch nicht auf Wunder, sondern bin ja eher ein Mensch der Realität... Also kann das Kleid ein neues Leben bekommen. Zusammen mit dem Paisley sollte sich da doch was richtig Schönes draus nähen lassen? In memoriam... Und ich kaufe mir ein neues Kleid und esse jetzt mehr Salat. Ehrlich! :-)

Dienstag, 4. Februar 2014

Eine Quiltübung

Manchmal treibt man ja seltsame Dinge...
Hier habe ich eine freie Quiltübung auf einem schrecklichen Stoff gemacht - bot sich halt gerade so an. Der Stoff fiel mir bei der Suche für ein ganz spezielles Projekt in die Hände - zeige ich Euch noch. Es ist eine fürchterlich synthetische Jacke gewesen, seidig, flutschig, zu nichts zu gebrauchen.
Ich habe ein 20x20 cm Stück auf einen Rest Polyestervolumenvlies gelegt und das Muster "nachgemalt".


Von hinten sieht man das Drama besser.


Das Ergebnis ist für meine Zwecke wunderbar: ein glänzendes, weiches "Kissen"

Donnerstag, 10. Januar 2013

Frauenrechtsquilt Block 14

"Bride's knot - invisible women" - die unsichtbaren Frauen. Historisch betrachtet geht es bei diesem Block um Frauen in der Vergangenheit, die durch die Eheschließung ihre gesamten Rechte verloren, ihr Eigentum ging an den Ehemann über und sie hatten ab sofort nicht mehr über ihr Leben zu bestimmen. Das ist zum Glück vielerorts längst Geschichte.
Regina hatte zu diesem Block eine interessante Idee: Wo liegen denn die ganz persönlichen "Eigenwelten" von Frauen, was gehört ihnen ganz allein, wo können sie sich frei entfalten, sich mit ihresgleichen austauschen, ihre Träume und Phantasien ausleben und sind dabei fern von Einmischung durch die Familie - das ist ganz eindeutig die Tüdelecke. Schon vor ewigen Zeiten hockten sich die Frauen mit ihren Handarbeiten zusammen und ließen ihre Gefühle über die Hände in den Stoff fließen, quatschten sich bei den anderen Frauen ihre Sorgen von der Seele, erhielten Anerkennung für das Gefertigte von den anderen. Das bekommt man so meist nicht für's Saubermachen, Einkaufen, Wäschewaschen, Fensterputzen, Gartenhacken und Kindererziehen.
So war es und so ist es, auch wenn wir leider nicht viel zu selten in "Quilting bees" zusammenhocken, so hocken wir auf die ureigene Art des Internets doch zusammen. Meine Familie wundert sich jetzt manchmal, wenn ich ein bisschen von unseren "Quilting bees" erzähle...
Und so sieht mein ganz persönlicher Block 14 aus:

 

Dieser Block hat mir total Spaß gemacht beim Nähen. Diese schönen Stoffe! Er wird von den anderen sehr abstechen... Aber ich habe bei dem Bortenstoff nicht richtig aufgepasst, sie sind nicht symmetrisch sortiert. Echte Handarbeit halt.

Der Knopfstoff hat eine Geschichte: Vor etwa zweieinhalb Jahren hatte ich den ersten PW-Kurs meines Lebens besucht und ein Nine-Patch-Projekt aus lauter gesammelten Resten begonnen. Dann brauchte ich einen Randstoff und bin deshalb nach Meiningen zu Frau Annette Feix gefahren. Sie hat mich gut beraten und dort lag dieser Stoff. Ich konnte nicht dran vorbei und habe dabei gelernt, was ein Fatquarter ist. Inzwischen habe ich viele Stoffe gekauft, aber das war ein besonderes Erlebnis :-)


Sonntag, 7. Oktober 2012

geerbt...

Ich bekomme immer mal Sachen geschenkt. Toll. Manchmal auch vererbt. Vor einer Weile bekam ich den Nähkasteninhalt eines alten Herrn (!) geschenkt. Da waren diverse Knöpfe und vor allem Garne drin, die ich jetzt so nach und nach vernähe. Mir ist absolut unklar, was er mit diesen vielen Garnen und Knöpfen getan hat, aber ich habe mich gefreut.
Zuerst mache ich immer erst einen Reißtest. Aber das meiste war neueren Datums und ohne Tadel.

Heute brauchte ich ein helles Braun und habe auf die Unterspule gespult.
Übrig blieb das:


Ich hab's mal ein bisschen glatt gebügelt:



50m kochechtes Baumwollgarn für 20 DDR-Pfennig. Und jetzt wird es in meinen Pilzquilt verarbeitet :-)

Dienstag, 21. August 2012

das Würfelprojekt

Ich habe das Würfelprojekt wieder 'rausgekramt. Der Ersatz-Fingerhut ist zwar immer noch nicht eingetroffen (langsam werde ich unruhig!), aber ich muss mich ja entscheiden, ob das eine Urlaubsbeschäftigung wird oder nicht.
Zuerst habe ich den verkorksten Würfel wieder aufgetrennt und neu zusammengenäht:



In der Mitte blieb interessanterweise ein kleines Loch, das ich zugetrimmt habe, sieht man natürlich.
Und die hell-dunkel-Abstufung ist verbesserungswürdig.

Zweiter Würfel:



Ob sie es erkennen wird? Hier ist ein Stück eines Rocks meiner Mutter verarbeitet, ein Wickelrock mit zwei verschiedenen Punktmustern. Ich bin ja strikter Verfechter des traditionellen Patchworks und verarbeite immer wieder auch getragene Kleidung.

Zurück zum Würfel: die Farbaufteilung wird so sicher eindeutiger. Was ist mit den Nahtzugaben? Die verteilen sich hier seltsamerweise "irgendwie", obwohl ich mit System gefaltet und geheftet habe, komisch, komisch, muss ich beobachten, sonst habe ich vielleicht an der Sternenkreuzung eine Wulst.

Fingerspitzen sind noch dran. Ich werd' mal einen Berg Schablonen machen und die Quiltmaus anrufen.

Mittwoch, 15. August 2012

Sommer-Gute-Laune-Tasche

Nein, die ist nicht neu. Es ist die Sommer-Gute-Laune-Tasche, die ich mir schon letzten Sommer genäht habe. Dieses Jahr hatte sie ewig nicht den Weg aus dem Schrank gefunden, irgendwie war das Wetter so lange blau-grün oder jeanstaschig.
Aber jetzt trage ich sie wieder mit Freude jeden Tag mit mir herum. Sie passt gerade so in den Fahrradkorb


Der Stoff schreibt Geschichte, das Karo ist eine geerbte Bettwäsche, ich sehe noch das Bett vor mir, in dem sie lag. Noch so richtig grob erhaben gewebter Stoff. Wunderschön. Gequiltet ist nur das Oberteil längs in engen Streifen mit den Karos laufend.
Die Ösen kamen mir ja anfangs etwas lavede vor, sie sind aus Kunststoff und werden einfach in ein vorgefertigtes Loch gesteckt und zusammengeklippt. Inzwischen habe ich die Tasche auch schon gewaschen, kein Problem mit den Ösen.


Der Schnitt ist aus diesem Heft:


Die Flechthenkel waren ein bisschen aufwändig, besonders das Ausstopfen Füllen der einzelnen Schläuche mit dem Füllmaterial (Reste von Volumenvliesstreifen). Aber sie sind sehr schön griffig geworden und passen gut zu mir und der Tasche. In der Anleitung waren sie fransig in die Ösen geknotet, das sah mir zu schlumperig aus.


Innen hat sie auf beiden Seiten unterteilte Taschen. Der Boden ist mit einem Einleger aus Pappe verstärkt, für den ich eine Stoffhülle aus dem Außenstoff genäht habe.

Fazit:
Eine Meine gut Alltagstaugliche Lieblingssommertasche

Schnitt:         "Zeitreise" aus Lena Patchwork-Taschen L504
Stoffe:
Karostoff:     aus dem Bestand
Blumen:        Alfatex (keine gute Qualität, die Farbe hat sich beim Waschen in der Maschine
                    teilweise "abgeschabt"
Vlies:            festes aufbügelbares Volumenvlies von hier
Ösen:           auch von hier

Freitag, 13. Juli 2012

Eulen aus der Stickmaschine

Noch ist mir diese Stickmaschine ja ein bisschen suspekt, ich staune, was sie so alles kann und auch nicht kann. Nun habe ich das erste Mal eine "ITH"-Datei gestickt. (Gibt es dafür keinen deutschen Nahmen - so was wie "aus dem Rahmen gefallen") Kunst ist das nicht, aber als kleines Geschenk werden sie wohl ihre Liebhaber finden, diese possierlichen Tierchen.



Als Untergrundstoff habe ich ein Stück eines alten Wäscheeinschlagtuchs genommen, das war - rein zufällig - in lila Farbe gefallen. Mir gefällt dieser Stoff, er hat so eine leichte Fischgrätstruktur. Und ich kenne noch die Eigentümerin, die darin ihre Wäsche eingeschlagen hat...

Samstag, 9. Juni 2012

Stoffe mit Geschichte

Noch ein Täschchen - nichts besonderes. Diese Viertelrundform mag ich gern, sie sind schnell genäht und für allen "Weiberkram" in der Tasche gut geeignet.

"Iih, wie kitschig" - fand die Große. Nunja, das ist Geschmackssache.

Innen hat sie auf jeder Seite ein Innentäschchen:


Nein, das Besondere ist der Stoff, der mit den stilisierten Zahnrädern (?)
Den habe ich geerbt. Ich kannte mal eine Dame, die zu ihrem Lebensende hin arm dran war. In jeder Hinsicht, sie war krank, hatte keine Familie und besaß fast nichts. Das Wenige, was sie besaß, hat sie gehütet, keiner durfte ran, um ihr zu helfen. Als sie gestorben war, stellte sich heraus, dass sie neben ihrer Kleidung nichts hatte, außer einem einzelnen Stück Stoff. Nämlich diesem. Nicht groß, 60x60 cm vielleicht. Und ich hätte zu gern gewusst, warum sie ihn so gehütet hat, was aus ihm werden sollte. Lange habe ich ihn verwahrt und nun doch angeschnitten. Dieses Täschchen geht ja morgen mit auf den Markt. Aber etwas anderes werde ich davon auch noch nähen, etwas nur allein für mich - zur Erinnerung an diese alte Dame.