Schon in
Lauenbrück hatte ich mich ausgiebig mit den Dreiecken des Bernina Triangle Quilts beschäftigt und nach meiner Rückkehr durfte man auch schon mal ein bisschen gucken.
Dann allerdings ist das Projekt in der Versenkung verschwunden, da es ein Geschenk für die eventuell mitlesende Bevölkerung werden sollte. Nun dürfen wir das Geheimnis aber lüften, der Quilt ist übergeben! Tadaaa!
Vernäht habe ich die Reste vom
Computerquilt, den ich vor Jahren für den großen Sohn gemacht hatte. Da war noch reichlich Stoff übrig, so dass ich genug Dreiecke schneiden und nähen konnte und nur den Hintergrundstoff dazu gekauft habe.
Ich wollte gern, dass links und rechts ein etwas breiterer Streifen im falschen Uni zu sehen ist. Im Original ist das ein Doppelbettquilt, da würde bei einem schmaleren Quilt auf beiden Seiten der Dreiecke nur wenig Platz bleiben. So habe ich den Musterstreifen um 2 Dreiecke verschmälert und munter ein eigenes Layout gebastelt. Dafür ist mein Quilt zwei Reihen länger, damit er mehr als 2 Meter misst. Diese Anpassungen verändern die Optik aber nur geringfügig - ich finde die Aufteilung so sehr gelungen.
Das Zusammennähen der Dreiecke ging dank einem Trick, der auf dem Bernina Blog empfohlen wurde, sehr gut: Vor dem Zuschneiden die Stoffe mit Sprühstärke einsprühen. Das habe ich genau so gemacht (schöne Schweinerei! ;-), dann schön gebügelt und mit dem 60° Lineal zugeschnitten. Durch die Stärke verzieht sich nichts und alles hat prima gepasst.
Beim Quilten habe ich mich für ein lockeres Muster entschieden, damit der Quilt schön weich bleibt. Die Dreiecke sind im Nahtschatten gequiltet. Für die großen freien Flächen habe ich mir zuerst die fertigen Quilts auf dem Bernina Blog angesehen. Das wollte mir alles nicht so recht geeignet erscheinen. Und weil der Empfänger gerade chemische Experimente veranstaltet, dachte ich, ich könne vielleicht das Lernen soliden Grundwissens ein bisschen unterstützen. Heißt es nicht "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf"?
Vielleicht lernt sich so das Periodensystem der chemischen Elemente spielend über Nacht? Wir werden es sehen! Vorgezeichnet habe ich mir nur die Grundlinien, damit ich nicht vom Wege abkomme. Eine schöne Schrift habe ich ja nicht gerade, aber für so eine Gesamtoptik ist das wohl okay.
Zu guter Letzt ein Binding aus den Resten der Reststoffe. Nun ist von der Komma-Serie fast nix mehr übrig! Und das freut mich sehr. Da kann ich nämlich mal wieder einen Schuhkarton "auflösen", der oben im Nähzimmerregal einstaubte.
Für die Rückseite habe ich ein mausgraues Fleece verwendet und als Batting erstmals das Polyestervlies P120. Damit bin ich nicht restlos zufrieden. In Kombination sind die beiden doch ziemlich dick und vor allem fusselt das Vlies durch.
Das hat sich auch durch's Waschen nicht gegeben. Die Fäden müssen einzeln gezogen werden...
Egal, den Junior wird das nicht stören! Zum Einkuscheln ist es perfekt.
Vorlagen für die Dreiecke und Idee:
Bernina Blog
Oberstoff: Reste der Komma-Serie von Brigitte Heitland
Vlies: P120
Rückseite: Fleece von Stoff&Stil
Größe: 207 x 144 cm
Gewicht: 1.812 Gramm