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Samstag, 15. November 2025

Bei Hempels in der Nähmaschine

Die Fadenspannung stimmte beim Quilten plötzlich nicht. Dazu müsst Ihr wissen, dass meine Janome eine kleine Diva ist. Sobald irgendetwas nicht stimmt, zickt sie. Das passiert immer mal. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die ich dann der Reihe nach abklappere:
1. Aus- und wieder Anschalten (das hilft manchmal schon, ich sag ja: Diva)
2. Neu einfädeln
3. Saubermachen 
4. Nadel wechseln
Als ich bei 3. angekommen war, passierte ein Malheur. Ich benutze zum Saubermachen Pinselchen, Pinzette und Wattestäbchen. Keine Ahnung, ob man das soll, aber es funktioniert gut. Dieses Mal ist mir der Wattekopf abgefallen und in den Tiefen der Maschine verschwunden. MistMistMist!!!
Also mussten ein paar Schrauben abgeschraubt und die unteren Innereien freigelegt werden. 


Unglaublich, oder? In diese Katakomben kommt normalerweise nur der Nähmaschinenmonteur hin. Ich muss die Maschine dringend mal zur Wartung geben!
Nun läuft sie aber erst mal wieder gut. 

In Annis Bingo gibt es für diese Aktion, die mich echt aufgehalten hat beim Quilten, ein Kreuzchen im Feld "Am Arbeitsplatz"



Mittwoch, 1. Mai 2024

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus - Woche 17: die Bügeleisen

Mittwoch ist's - Zeit, um über das Entrümpeln zu reden!
 

Ach, Du meine Güte! Ich schiebe es ja schon eine ganze Weile vor mir her, aber heute ist es soweit: es gibt Bügeleisen-Schau! Während der Aktion "Klar-Schiff-im-Nähzimmer" waren mir vor allerhand Wochen die vielen Bedienungsanleitungen für Bügeleisen begegnet, erinnert Ihr Euch? Schon damals war mir klar, dass ich mich da dringend mal drum kümmern sollte. Nicht um die Bedienungsanleitungen... nein, um die Bügeleisen!
Und dann kamen letztens ja zwei der Sorgenkinder unter der Treppe hervor gekrochen. Eieiei.... Jetzt war die Sache fällig! Ich bin auf den Boden gegangen und in den Keller. Und ins Nähzimmer natürlich. Ich habe gesucht und hoffe, ich habe alles, was zur Thematik gehört, auch gefunden!
Bitteschön, meine Bügeleisensammlung:
 

Von links das erste und dritte waren die unter der Treppe versenkten, die drei anderen kamen aus dem Nähzimmer, der Karton vom Boden. Bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass der Karton zum derzeit benutzten Bügeleisen gehört. Das ist nicht neu, wird sicher nicht mehr reklamiert, wird nie verkauft - der kann also schon mal weg. Aktuell bügle ich nämlich mit dem:


Außerdem steht im Regal im Nähzimmer das geerbte meiner Mutter. Davon konnte ich mich nicht trennen, das ist so schön leicht und vorn schön spitz, das geht zum Nähen auf Papier sicher prima. Handgelenk freut sich. Das bleibt:


Unter dem Nähmaschinentisch steht auf einem anderen Regal die Hassliebe - das Stehaufmännchen. Das ist eigentlich super. Immer, wenn man es nach dem Bügeln absetzt, schiebt es die Füßchen raus und man braucht nicht darauf zu achten, dass man nix versengt. 
Zwei Probleme bringt das mit sich:
1. wenn man dann mal mit einem anderen bügelt, wird's leicht brenzlig
2. es ist vorn nicht spitz und ich benutze gern die Spitze, um z.B. Nahtzugaben auseinander zu bügeln.
Das bleibt aber hier bei mir:
 

Nun die beiden unter der Treppe. Bei einem war sehr leicht ersichtlich, warum es dort steht: der Temperaturregler fehlt. Kaputt. Muss weg.
 

Bei dem anderen war es nicht so leicht. Ich konnte mich nicht erinnern. Die Bügelsohle ist verklebt. Wobei ist das denn passiert??? Es muss sehr lange her sein.... 
 

Also habe ich es auf ein Essigtuch gestellt und dann ein bisschen bearbeitet, das war zumindest von einem Teilerfolg gekrönt.
 

Stecker in die Steckdose. Funktioniert. Probebügeln. Bügelt, ruscht auch. Wasser rein - kein Dampf. Aha! Die Dampffunktion ist defekt, auch die clear-Taste hat nix genutzt. Stimmt, da war mal was...... bei einem Bügeleisen ging die Dampffunktion nicht. Gefunden! Kommt weg - das war jedenfalls mein fester Entschluss. Zwischen dem Entschluss und dem Weg zur Elektroschrotttonne steht aber immer noch Herr B. Der hat sich sehr dafür interessiert, warum das Bügeleisen keinen Dampf macht. Es fand eine vollständige Obduktion statt, in deren Ergebnisprotokoll stand, dass eine spezielle Gummidichtung kaputt ist, die irgendwie den Wassertank mit der Mechanik verbindet (das runde, rote Ding da....)
Aber die beiden Elektrokabel sind noch gut! ;-)


Zu fast jedem Bügeleisen gehört eine Bedienungsanleitung, aber eine konnte ich nicht finden, auch nicht im Ordner mit den Bedienungsanleitungen. Dort habe ich dafür gleich noch zwei andere aussortiert. Zu zwei Anleitungen gibt es das Bügeleisen schon nicht mehr und eine geht gemeinsam mit ihrem Bügeleisen von dannen.
 

 
Memo an mich:
Bedenklich!! Ich entsorge offenbar Dinge unter der Treppe! 

Nein, dieses Mal habe ich es richtig gemacht: ab in den Elektroschrott. 
 

Und dorthin ging auch gleich noch ein defekter Schrittzähler und eine elektrische Zahnbürste, deren Griff so eklig klebt, dass man sie nicht mehr benutzen kann. Die Sache mit den Weichmachern weitet sich aus....


Aus dem Nähzimmer gibt es noch eine weitere gute Botschaft. Im zweiten Anlauf wurde endlich das Kreuzstichheftchen verschickt. Perfekt.
 
Verabschiedet wurden:
1 Karton
5 Bedienungsanleitungen 
2 Bügeleisen
1 Schrittzähler
1 elektrische Zahnbürste 
1 Kreuzstichheftchen
11 Teile gesamt

Nun ist auch der April Geschichte. Da ist es Zeit, zurück zu blicken auf 4 Monate Entrümpeln.

Woche 13:      24 Kerzen und Bastelkram
Woche 14:      11 Ordner und Kram aus dem Bad
Woche 15:      21 Pflanzen und Blumentopfkram
Woche 16:      6 Schuhe und Co.
April:             62 Teile gesamt

256 Teile Januar
314 Teile Februar
  63   Teile März
  62   Teile April 
695 Teile 2024 gesamt  

Dass es aktuell nicht mehr so ganz schnell geht, beunruhigt mich nicht. Im Gegenteil: ich bin sehr zufrieden, dass ich das Thema in den allermeisten Wochen im Blick behalten kann und immer irgendwo ein bisschen was bewege. So soll es sein und so soll es weiter gehen.

Wie sieht's denn bei Euch aus? Ging es voran?

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Sonntag, 21. Januar 2024

Rettungsgurt für die Kühltasche - Wieder im Einsatz, weil repariert!

Bevor ich im Nähzimmer irgendetwas bewegen kann muss die sperrige Kühltasche weg! 
 

Die steht dort nicht einfach nur so rum. Ist ja nicht gerade klein, so eine Kühltasche.... Nein, sie muss repariert werden. 
 

Ich hatte im Juni 2022 schon mal den Tragegurt geflickt. Der war damals einfach durchgerissen. Und nun ist war es wieder passiert. Nein, nicht die Flickstelle - die ist noch gut! Der Gurt ist direkt daneben gerissen. Offenbar echte Materialermüdung. 
 

In so eine Kühltasche möchte man ja nicht reinnähen wegen der Dichtigkeit. Also habe ich dieses Mal eine externe Lösung gesucht. Aus Gurtband habe ich eine Art Käfig genäht. 
 

Das ging total flott, am längsten hat noch das Griffpolster gebraucht. Das Polster habe ich an einem der Trageschlaufen festgenäht, so geht es in geöffnetem Zustand nicht verloren. 
 

Wenn ich die Kühltasche voll packe ist die richtig schwer, da kann man so ein Gurtpolster gut gebrauchen.
 

Nun bin ich sehr gespannt, ob sich das in der Praxis bewährt!
 

Wer diese Kühltasche kennt: sie lässt sich übrigens noch genauso zusammenfalten wie vorher, der Gurt lumpert da einfach mit dazwischen rum... ;-)

Gewicht des Gurts: 70 Gramm
 
Im Nähzimmer ist nun ein kleines bisschen Klar-Schiff und der Post wird verlinkt bei Ingrid, Ulrike und Marita.
Verlinkt wird außerdem im Bingo bei Anni für ein Kreuzchen im Feld "Wieder im Einsatz, weil repariert"



Sonntag, 14. Januar 2024

Wir machen klar Schiff im Nähzimmer!


Die Ingrid vom Nähkäschtle, die Ulrike und die Marita haben sich wieder zusammen getan, um uns hinter dem Ofen hervor zu locken. Es heißt auch dieses Jahr wieder:
 
Wir machen klar Schiff im Nähzimmer!
 
Ihr könnt gleich alle herkommen. Hier gibt es viel zu tun! ;-)
Das Nähzimmer fällt bei mir beim wöchentlichen Hausputz regelmäßig durch. Zu wenig Zeit für zu viele qm². Da bleibt die Tür zum Nähzimmer zu oft zu... Ich habe das Zimmerchen für mich allein. Es ist immer staubig. Es dient nicht nur mir, aber besonders mir als Ablage für alles, was aus dem Weg muss, damit es im Rest des Hauses nicht rumliegt. Mein Nähzimmer befindet sich im Gegensatz zu vielen anderen im Erdgeschoss - sehr praktisch für's mal-eben-Ablegen. Hier sammelt sich die Bügelwäsche, die zum Legen, alle Reparaturen, egal, ob sie was mit Nähen zu tun haben oder nicht... Hier sammle ich Dinge, die aus dem Haus entrümpelt werden sollen, aber den Weg noch nicht gefunden haben und hier sammle ich alles Material, das zu schade zum Wegwerfen ist und irgendwann mal für irgendwas taugen kann. Und genauso sieht es in meinem Nähzimmer aus!
Letztes Jahr hatte ich semierfolgreich in einer Zeit mit wenig Freizeit (im Sommer) viele Tage hintereinander eine 5-Minuten-Raum-Rettung durchgeführt. Der Erfolg ist immer noch sichtbar: die Arbeitsflächen sind relativ frei.
Ich zeige Euch mal den aktuellen Stand.
Das ist die Arbeitsfläche rechts. Das Foto ist am 02. Januar aufgenommen.
 

Gleich vorne steht die Overlock, die immer noch auf ihre Hülle wartet. Das Regalchen dahinter: Chaos.
 

Über dem Zuschneidetisch hängt ein schmales Regal. Das ist super praktisch. Aktuell ist es aber superstaubig und nicht ordentlich. 
 

Aus diesem hatten die Einbrecher die Metalldosen herunter genommen und reingeguckt. Aber es war halt drin, was draufsteht: "Dreiecksschnipsel" oder "30mm"-Gurtschnallen. Offenbar waren sie von dieser Ordnung total beeindruckt, denn sie hatten nix ausgekippt oder rausgerissen. Das wäre ja im Nähzimmer eine Katastrophe gewesen! Allerdings war es oberpeinlich, als dann die Polizisten Spuren aus meinem staubigen Nähzimmer genommen haben. 
 

Hilfe!!! Ich muss da wohl was unternehmen.....


Vor dem Fenster neben der Janome allerhand Dosen und Häufchen
 

Links auf dem Fensterbrett ein Karton mit Reparaturarbeiten und einer mit besagten Dingen, die das Haus verlassen sollen. 


Links ein großer Schrank, voller Material in Kisten.
 

Davor ein Karton mit unbekannten Dingen. Auch unter der Nähmaschine diverse Kartons...
 

Vorne links ein wandfüllendes Regal. Da sind meine Stoffe und diverses Zubehör wohlsortiert drin. Hier herrscht kein Chaos! Vor dem Regal steht eigentlich das Bügelbrett, das habe ich für das Foto mal bisschen beiseite gerückt.
 

Auch im CD-Regal neben der Tür ist es höchstens staubig, aber ordentlich... Aber unter dem Tisch steht immer noch der Korb. Vor Jahr und Tag hatte ich den mal mühselig leer gearbeitet. Inzwischen ist er brechend voll und wäre ein eigenes Kapitel wert....Aber manche Dinge sind schlicht überfordernd! *lach*
 

Nun startet die Aktion bei den Mädels zu Klar-Schiff-im-Nähzimmer. Was ich da machen möchte?
1. Sperrige Teile wegreparieren
2. Staubwischen
3. endlich Hülle für das Gartenbuch nähen 
4. den Karton vor dem Schrank leeren und - egal wie - bearbeiten
5. Vorrat an Kleiderstoffen sichten und vielleicht Teile für die Tauschaktion raussuchen

Ob ich zu dem Regal über dem Zuschneidetisch kommen werde, muss ich sehen. Da will ich mir nichts versprechen. Aber die anderen Dinge habe ich hier mit Absicht hingeschrieben. DAS WILL ICH TUN!

Verlinkt wird jetzt bei der Aktion Wir machen Klar Schiff im Nähzimmer
Im Bingo von Anni gönne ich mir noch ein Kreuzchen im Feld "ein neues Projekt starten" - denn das hier ist ein richtiges Projekt mit Planung, Zwischenschritten und Evaluation am Ende! *lach*



Montag, 19. Juni 2023

Die Nähmaschine ist kaputt

Ich wollte gerade ein neues Sommerhütchen für die Enkeltochter nähen, hatte vom "Quiltmodus" umgerüstet auf "Normalbetrieb" - Fuß wechseln, Stichplatte wechseln, Nadel wechseln, versenkten Untertransport anheben - da tat es gleich bei den ersten Stichen - zum Glück auf einem Probestück! - einen gewaltigen Hieb. Unten im Gehäuse knallte es, die Nadelstange rückte gewaltsam nach rechts und dann piepte die Maschine nur noch Alarm. Bei genauerer Betrachtung zeigte sich, dass die Spulenkapsel einen echten Schaden genommen hatte. Seitlich eine deutliche Schmarre und die Nadel hatte einen Grat reingehauen....


Auweia.... nun ist der Nähmaschinendoktor gefragt....

Mittwoch, 24. Mai 2023

Weniger ist mehr - 1000 Teile raus: jetzt geht's rückwärts

Mittwoch ist's - Zeit, um über das Entrümpeln zu reden...
 

Ich zeige Euch heute allerdings nicht, wie es weniger wurde - sondern mehr! *lach*
Aber weil ich ganz stolz bin, reden wir mal drüber. 
Ich war in Dinkelsbühl zu den Patchwork-Gildetagen. Und neben den Ausstellungen jede Menge leibhaftige Versuchung! *lach* Zu solchen Events gibt's immer soooo schöne Stoffe! Und alle so in appetitlichen Häppchen schon zurecht geschnitten.... Ihr kennt das, da kann man ganz leicht schwach werden! Aber das war meine ganze Ausbeute:
 

Ich war eisern!
Die Garne gab's beim Social media Treffen geschenkt und Maja hat mir ihr Röllchen gleich noch vermacht. Danke, Maja!
Auf die Filz-Bügelmatte bin ich gespannt. Da werde ich euch berichten, wenn sie auswärts als Bügelbrettersatz dienen wird!
Und wie schaut's bei Euch aus? Mehr oder weniger?



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Sonntag, 10. Juli 2022

Vorwagen ins Nähzimmer

Es regnete gestern. Nix mit Garten...
Die Teilzeitbäuerin hatte dieser Tage einen schönen Einblick in ihre aktuellen Nähprojekte, die im Nähzimmer verstreut lagern, gezeigt. Da dachte ich: Soll ich es etwa auch mal wieder wagen?
Gefühlt würde ich sagen, ich war vier Wochen nicht in meinem Nähzimmer. Das stimmt nicht ganz, denn ich habe ab und an Bügelwäsche reingeworfen. Man kann das Zimmer nicht mehr betreten.... Nun wollte ich es aber mutig tun! Und bevor ich irgendetwas Nähen kann, muss ich
 
AUFRÄUMEN

Es ist zwar peinlich, aber ich zeige Euch mal meine Problemzone. Links steht das Bügelbrett, das kann man vor lauter Haufen nicht erkennen, auf dem Hocker davor eine Reparaturaufgabe.
 

Rechts der Arbeitstisch - komplett verräumt.
 

Der Schrank geht nicht mehr auf weil davor ein Korb mit Bügel-und Flickwäsche steht. 
 

Fenster müssten auch ganz dringend geputzt werden....
Radio an mit einem schönen Oldie-Sender und dann ging's los. Links war relativ schnell Land gewonnen, die Wäsche gelegt, gebügelt und weg geräumt.
Auf dem Zuschneidetisch stellten sich seltsame Fragen? Wann, bitteschön, habe ich mal die Gewichtssäckchen zum Beschweren beim Zuschneiden verwendet und sie nicht wieder in den Schubkasten geräumt? Wieso liegen der Reststoffe der beiden Kinderhosen noch dort, obwohl die Hosen längst mit der kleinen Enkeltochter von dannen gezogen sind? Fragen, die ich nur mit einem Seufzen beantworten kann. Es ist "wie immer". Ich habe noch nichts dazugelernt!
 

Von der zu einer Kinderhose umgearbeiteten Fleecehose von mir liegt noch der abgeschnittene Hosenbund herum. Zu eng für mich. Aber der Gummi ist noch gut, den habe ich nun mal rausgetrennt und ordentlich in der richtigen Schachtel verräumt.
 

Ich habe mir vorgenommen, ab jetzt jeden Tag wieder eine Kleinigkeit zu nähen. Für's Erste lag gleich oben auf dem Tisch ein Reparaturauftrag der Tochter: eine Kinderleggings verliert ihre Saumzugabe...
Die Schneidematte ist jetzt jedenfalls wieder frei und anstehende Projekte sind gestapelt.

ICH WILL WIEDER NÄHEN!

Gern würde ich ja ein UFO bearbeiten, aber erst muss der Kleinkram weg und es soll sich lohnen, einen dicken Brief an die Tochter zu schicken. Also los!


Donnerstag, 6. Januar 2022

Stoffdiät 2021 - erfolgreich oder nicht?

Es war ja still geworden um die Stoffdiät, die Frau Küstensocke über mehrere Jahre sehr gut kommuniziert und mich damit motiviert hat. Aber das ist mir egal. In meinem Nähzimmer ist immer noch viel zu viel Material und darum gilt bei mir weiter Stoffdiät. Seit 2014 erfasse ich die Zu- und Abgänge, die im Nähzimmer entstehen und bekomme damit einen Überblick, ob es mehr oder weniger geworden ist. Ziel ist natürlich die Verringerung der Bestände, das ist klar. In der Sidebar kann man sehen, wie sich die letzten Jahre dargestellt haben.

Wie erfolgreich war das nun im Jahr 2021? Ich habe relativ wenige Projekte genäht. Hier habe ich davon berichtet.
Ein weiteres Vorhaben war ja letztes Jahr das Nähen von Jersey und/oder Kleidung. Da bin ich leider wieder nicht an den Punkt gekommen, an den ich wollte. Trotzdem gab es in der Zugangsseite Stoffkäufe, die schwer zu Buche schlugen, weil ich eben noch nicht den gewollten Rock genäht habe und die Kinderkleidung auch kaum zum Zuge kam. Das schreiben wir uns nun mal in die Ziele für 2022.

Nur ein großes UFO hat das Nähzimmer verlassen: der Togetherquilt. Der trägt auf der Waage natürlich schon ordentlich auf,  weil alles Material zur Fertigstellung im Haus war.
Ich schreibe das alles ja immer schön in einer Excel-Tabelle auf. Die Zahlen im Einzelnen:
 
Die Abgänge:
Vernäht/verstrickt: 4.959 Gramm
Abfall:  2.231 Gramm
verschenkt/aussortiert: 3.981 Gramm
Abgang gesamt: 11.171 Gramm
 
Die Zugänge:
Stoff neu:   1.988 Gramm
sonstiges Matrial neu: 400 Gramm
geschenkt/geerbt: 5.214 Gramm
Zugänge gesamt: 7.602 Gramm
Damit ist die Bilanz 2021: - 3.569 Gramm
 
Na bitte! Das ist nicht die Welt, aber immerhin. Man sieht das Weniger im Nähzimmer immer noch nicht. Das dauert vermutlich wirklich lange. Aber in manch' einer Stoffschachtel ist ein bisschen Luft. Und wenn ich endlich mal aufräumen würde im Nähzimmer wäre vielleicht ein bisschen mehr Übersichtlichkeit zu gewinnen. 
Insgesamt fällt auf, dass ich weniger genäht, aber mehr aussortiert habe, weniger Material gekauft, aber mehr geschenkt bekommen habe als im Vorjahr.
Ich muss mich dringend um die großen UFOs kümmern! 
 
Im Garnspulenglas  ist es auch eher übersichtlich. 


Aufgelegt sieht man, dass ich mein Ziel, auch dieses Jahr wieder besonders von den alten Garnen welche zu vernähen, gut verfolgt habe:


Aber ehrlich mal: das ist doch eher NIX, oder???
 
Die Ziele für 2022 bleiben noch einmal gleich:
1. fleißig an der UFO-Liste weiterarbeiten
Das habe ich zwar im letzten Jahr auch gemacht, aber es ist immer noch genug übrig. Hier habe ich über den UFO-Abbau berichtet.

2. Stoff nur für konkrete Projekte kaufen und nicht in Versuchung führen lassen
Das ist mir gut gelungen. Lediglich Kleidungsstoffe wogen schwer in der Bilanz.Allerdings ziehen immer wieder gebrauchte Dinge in mein Nähzimmer ein ("Da kannst Du doch bestimmt was draus nähen..."). Na, das kennt Ihr ja alle. 
 
3. Nähzimmer entrümpeln
Das nehme ich mir ja nun schon lange vor. Aber es geht nur in winzigen Schritten voran. Ich habe zwar mittlerweile Bereiche, die gut in Ordnung sind - und bleiben. Aber andere!!! Oweh...
Vielleicht hilft mir da die neu ins Leben gerufene Entrümpelungs-Challenge ein bisschen auf die Sprünge!

Und wie war es bei Euch? Gibt's mehr oder weniger Material im Nähbereich?


Mittwoch, 29. September 2021

Entrümpeln oder nicht? - Die Geschichte vom Klöppelsack...

Das HerbstHandarbeitsbingo rief Geister wach, denen ich gerade gar nicht Herr werde! *lach*
Dort gibt es zwei sehr spannende Felder:
- eine alte, exotische Handarbeitstechnik ausprobieren
- Leinengarn verwenden
Als ich das gelesen habe, fiel mir natürlich sofort der Klöppelsack ein, der in irgendeiner Kiste auf dem Boden schlummert. Nun war die Tochter da - die auch einen Klöppelsack in einer Kiste besitzt - und wir haben mutig aus dem ganzen Haus zusammen getragen, woran wir uns erinnern konnten: zwei große Kartons vom Boden, eine große Schachtel aus dem Keller, diverse Literatur aus unserer Bibliothek und dazu zwei Holzkistchen mit verschiedenen Garnen...
 

In all diese Behältnisse haben wir viele, viele Jahre nicht hinein gesehen, die Tochter war noch ein Kind, in ihrer Kiste waren neben dem Klöppelsack allerhand Kinderbücher und eine größere Menge Fenstermalfarbe, die muss 25 Jahre alt sein! 
 

Und ich selbst war auch erschrocken, was für ein Chaos das war! Die Nadeln in einer Blechdose sind vollkommen verrostet:
 

Die Klöppel waren alle mit Garnresten bewickelt. 
 

Das ist normal, man knotet nach Bedarf an. Aber ich hätte niemals mehr sagen können, welches Garn da drauf ist!
 

Während mein Klöppelsack leer war, schlummert auf dem der Tochter ein begonnenes Projekt. Das wird vermutlich niemand mehr beenden, beide hatten wir keine Lust darauf! 
 

Zumal die spannende Frage im Raum steht, ob ich das überhaupt noch kann! Aber es ist vermutlich wie beim Radfahren: einen "abgerutschten" Klöppel konnte ich quasi blind wieder mit der nötigen Schlaufe versehen, da musste ich nicht nachdenken...
Auf dem Klöppelsack der Tochter sind neuere Klöppel. Diese Hülsenklöppel wurden im Erzgebirge verwendet im Gegensatz zu den hülsenlosen, die aus Flandern stammen. In meinem Fundus gibt es noch uralte mit ganz dünnen Hülsen, die machen so ein wunderbares Geräusch beim Klöppeln! Da kommt kein moderner Klöppel mit... 


In den Garndosen befinden sich ganz viele verschiedene Garne, neben ein paar wenigen echten Leinenklöppelgarnen auch viel Häkel- und Kunststrickgarn, das ich auch zum Klöppeln verwendet habe. Was macht man denn bloß damit?
 

Das Klöppeln habe ich gelernt als ich vielleicht 18 Jahre alt war. Damals gab es eine kirchliche Werkwoche: 5 Tage lang konnte man eine seltene handwerkliche Technik erlernen. Ich fand das Klöppeln spannend und hatte per Annonce eine gebrauchte Grundausstattung erworben und bin damit zur Werkwoche nach Leipzig gefahren. Blöde Idee! Nach der Woche beherrschte ich zwar die Grundschläge, aber hatte eine fette Überlastung der rechten Schulter, die ich nie wieder richtig losgeworden bin. 
Trotzdem habe ich über die Jahre verschiedene Dinge geklöppelt, war eine Zeit lang auch in einer Gruppe tätig. Aber es blieb mir immer ein inneres Dilemma: auf der einen Seite finde ich diese Technik hochspannend - auf der anderen Seite passen zu meinem eigenen Lebensstil die geklöppelten Spitzen eher nicht. Ich habe also in der ersten Zeit viel verschenkt - an die Altvorderen der Familie, die sich sehr gefreut haben. Inzwischen sind die Dinge teilweise wieder zurückgeerbt... Neeeeiiiin! *lach*
 

Später habe ich ein paar modernere Sachen probiert, zum Beispiel dieses Bild
 

oder diesen kleinen Wandhänger.
 

Damit konnte ich mich dann deutlich mehr identifizieren. Aber eigentlich bin ich mit der Technik "durch" und bis zum Schmuck klöppeln ist es nicht gekommen.
Ich weiß nicht, wann ich zuletzt mit den Klöppeln geklappert habe, in diesem Haus jedenfalls wohl noch nicht und hier wohnen wir seit 12 Jahren... Die letzten Arbeiten waren wohl solche Weihnachtshängerchen:


In den Kisten fanden sich neben den Klöppelbriefen auch ein paar wenige fertige und halbfertige Dinge.
 

Eigentlich ein UFO - es fehlt nur der Stoff in der Mitte und man hätte ein Weihnachtsdeckchen. 
Ein Kragen, die Bluse dazu wurde nie genäht:
 

Ein Klöppelbrief wird auf Pappe geklebt oder gemalt und ist quasi die Arbeitsanleitung. Darauf wird durch Drehen und Kreuzen der Klöppelpaare das Muster gebildet und jeweils an den Eck- und Kreuzungspunkten mit Stecknadeln fixiert. Hier seht ihr mal Brief und Ergebnis nebeneinander.
 

Das Deckchen ist fertig und nicht schlecht, finde ich. Aber ich werde es mir sicher nicht auf irgendeine Kommode legen... *seufz*
 

Die alten verschieden starken und verschiedenfarbigen Garne haben wir erst mal abgewickelt
 

Zum Glück hatte ich dabei tatkräftige Hilfe! 


Nun muss ich mich erst mal in Ruhe durch alles durchsortieren. Fest steht schon mal, dass die Tochter ihren Klöppelsack nicht behalten möchte. Und ich muss mich entscheiden:
- Alles weggeben?
- Zum "Abschied" noch mal ein Bingo-Projekt klöppeln?
- Was mit den Dingen machen? Gibt es überhaupt noch Interessenten für so eine Technik?
- Oder doch etwas behalten? 
Ich weiß nicht...