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Sonntag, 18. Mai 2025

Orchideenwanderung im Wipperdurchbruch

Wie jedes Jahr waren wir auch heute im Wipperdurchbruch, um nach den Orchideen zu schauen. Seit ein paar Jahren wohnen ja ein paar auch bei uns im Garten. Angesamt oder von Vögeln hingetragen. Orchideen sind an sich hier in der Gegend keine Seltenheit, aber dass sie im Garten wachsen schon, denn man kann sie nicht so einfach pflanzen weil die Samen einen bestimmten Pilz brauchen, um aufzugehen. Irgendwie sehr wissenschaftlich und ich habe davon keine Ahnung, aber ich freue mich immer sehr an den zauberhaften Pflanzen!
Das häufigste im Wipperdurchbruch ist das Purpurknabenkraut
 

Das Helm-Knabenkraut trägt seine oberen Blütenblätter zu einem "Helm" geformt: 


Die eher kleine  - so etwa 15 cm hoch - ist ein Brandknabenkraut:
 

Bei manchen wissen wir nicht, was es ist, noch eine andere Art oder nur eine farbliche Abwandlung?
 

Am Waldrand sehen wir viele Waldvöglein:
 

Das Dreizähnige Knabenkraut und den Fliegenragwurz, die es theoretisch auch geben könnte, haben wir nicht gesehen.
Aber die Wiesen im Wipperdurchbruch stehen voller Purpurnem Knabenkraut!
 

Das wächst auch bei uns im Garten an drei Stellen dieses Jahr. 


Im Wipperdurchbruch hat sich in Jahrmillionen das kleine Flüsslein Wipper tief in die Kalkhänge gegraben. An diesen sonnentrocknen Hängen mit den angrenzenden Wäldern wohnen nicht nur die Orchideen, sondern auch viele andere sonst eher seltene Pflanzen mit seltsamen Namen.
Das ist der echte Haarstrang:
 

Die Astlose Graslilie fällt uns mit ihren Sternchen besonders ins Auge:
 

Eher unscheinbar und nicht ganz so selten ist die kleine Zypressen-Wolfsmilch. 
 

Auch der Wiesensalbei blüht jetzt überall
 

Im Schatten des Waldes wächst das Salomonsiegel
 

Geh' aus mein Herz und suche Freud'...
Und wer das selber mal machen möchte - hier - bitteschön
 

Sonntag, 8. Mai 2022

Kreativ-Bingo bei Anni und Sabine: ein Spaziergang im Wald

Der Mai ist ein wunderbarer Monat, um einen Spaziergang im Wald zu machen. Die Blätter kommen gerade so raus und alles ist so schön
 
hellgrün
 
Das mag ich total gerne ansehen! 
 
 
Wir waren im Wipperdurchbruch bei Göllingen. Das ist ein steiles Tal, in das sich das Flüsschen Wipper über Jahrtausende eingegraben hat. Am diesseitigen Hang wächst ein lichter Wald. Dieses Tal ist bekannt für seinen Orchideenbestand. Und jedes Jahr im Frühling sehen wir uns das an.
 
 
Im Hochwald, wo viele Buchen und Birken wachsen, sortiert der Klimawandel die Birken aus.Und leider kommen inzwischen auch die Buchen nicht mehr so gut mit dem wenigen Wasser zurecht. Das wird ein fürcherliches Erbe unserer Generationen werden...
 
 
An diesen Anblick werden wir uns wohl gewöhnen müssen.
 
 
Aber wenn man nicht so in die Ferne blickt, kann man den Frühling doch genießen!
 
 
Dann sieht man nämlich die Bäume blühen
 

Die Orchideen sind schon ordentlich hoch, die meisten aber noch nicht voll aufgeblüht.
 
 
Gerade öffnen sich die unteren Blütenblätter des Knabenkrauts
 
 
Bei dieser gelben Blume bin ich gerade total verunsichert, ich dachte immer, das seien Anemonen. Aber das kann nicht stimmen. Kennt jemand diese Pflanze?
 
 
Das Salomonsiegel ist dagegen eindeutig:
 
 
Die letzten Kuhschellen blühen noch
 
 
Die meisten zeigen allerdings inzwischen diese hübschen Puschelköpfe, dazwischen wächst ein noch komplett geschlossenes Knabenkraut.
 
 
Das ist etwas Seltenes, das nicht so häufig vorkommt: der Echte Haarstrang, ein Freund der Trockenhänge. Sieht vom Laub bisschen aus wie Fenchel
 
 
Eine Blindschleiche?
 
 
Unterwegs strahlten uns die Rapsfelder an. Über Nacht hatte der Frühling sie "angeknipst"
 

Dieser wunderbare Waldspaziergang mit Blick in den Wipperdurchbruch war ein leicht errungenes Kreuz im Bingo von Anni und Sabine.


Verlinkt wird bei Anni

Sonntag, 19. April 2020

Auf der Suche nach den Orchideen

Es war noch zu früh. Wir gehen jedes Jahr im Frühling auf die Suche nach den Orchideen im Wipperdurchbruch in Nordthüringen. Das ist einer der idealen Standorte für Orchideen. Bei herrlichem Sonnenschein sind wir los (zu zweit - das ist in Thüringen gestattet) und sind den Tockenhang hinauf gekraxelt auf einem winzigen Pfad. Und ja: da sind sie!


Aber wir waren noch zu früh im Jahr. Viele der Orchideen haben erst ihre seltsam dreikantigen Blätterrosetten ausgebildet und noch keinen Blütenstängel. Nur wenige Blüten konnten wir schon sehen. Dafür blühten die Frühlingsadonisröschen über und über!


Und die Walderdbeeren machen nicht viel Sums, sondern schieben sofort nach den winzigen Blättchen ordentliche Blüten.


Sehr warm war es nicht, aber wir hatten einen wunderbaren Ausflug in die frühlingshafte Natur.


Sowas kann man gut gebrauchen im sonst so coronalastigen Alltag...


Den Buntspecht habe ich leider nicht richtig auf's Bild bekommen - der war gleich wieder fort...


Bleibt gesund!

Montag, 21. Oktober 2019

Wetterquilt 2019 - der September

Regen! Endlich Regen! Im September wurden unsere Wiesen wieder grün. Und der Oktober hat wunderbar weiter geregnet. Das Unkraut sprießt fröhlich - die Welt sieht zumindest wieder so aus als sei sie in Ordnung.... Und trotz der vielen feuchten Tage waren die Temperaturen im September noch spätsommerlich. An den meisten Tagen lagen sie so um die 20 Grad, ziemlich eintönig sieht der Streifen aus:


Im Vergleich mit den Septembern der vergangenen Jahre ergibt sich dieses Bild (von oben nach unten 2016-2017-2018-2019):


2016 und 2018 waren noch wärmer als dieses Jahr. An letztes Jahr kann ich mich noch gut erinnern, da wollte der Sommer gar nicht enden....
Genäht habe ich den September schon vor einigen Tagen, nur zum Posten bin ich noch nicht gekommen. Inzwischen zeigt sich, dass der Oktober auch noch sehr warme Tage hat. Es bleibt also spannend!
Das Jahr 2019 sieht bisher so aus:


Der Regen, der dieses Jahr ja sehr spät kam - aber er kam! - hat dazu geführt, dass im Wald die Pilze sprießen. Am Wochenende haben wir fette Beute gemacht:


Es gab Steinpilze und wundervolle knackige Maronen:


Ich mag persönlich die Violetten Rötelritterlinge auch ganz sehr, die haben einen ganz besonderen Geschmack und Lila passt so schön zum Herbst ;-)


Freitag, 28. Oktober 2016

Widerlegung einer Hypothese

"Dieses Jahr gibt es keine Pilze" - so tönte es hier am Kyffhäuser aus aller Munde. Das Jahr war so unmöglich trocken, wir hatten im Sommer eine schlimme Trockenphase, so dass man sich überhaupt nicht vorstellen konnte, wie da ein Pilz wachsen soll. Im Frühherbst wuchs auch tatsächlich --- nichts. Nun hatten wir aber in den letzten zwei Wochen doch recht feuchtes Wetter. Und deshalb sind wir in den Wald gezogen, um eben diese Hypothese zu überprüfen. Und was soll ich Euch sagen: sie ist falsch! Wir haben zwar bei Weitem nicht alle Sorten gefunden, die wir sonst gern sammeln, aber immerhin:


Es gibt Parasolpilze


und wundervolle Steinpilze, überhaupt nicht madig, weil die Fliegen offenbar von der Hypothese der pilzlosen Saison auch gehört hatten...


Grünspanträuschlinge - die könnte man rein theoretisch essen. Machen wir aber nicht, die Farbe ist dermaßen unappetitlich...


Es waren deutlich mehr als wir essen konnten und so liegen nun wieder alle Heizungen voll. Hier sind schon etwa 16 Stunden nach dem Aufschneiden vergangen und man sieht schon, wie sie zusammenschrumpeln.


Hach, da gibt es wieder leckere Pilzgerichte!! Und ich freue mich auf den Urlaub nächste Woche....


Freitag, 1. Januar 2016

Der erste Pilz im neuen Jahr

Das hatten wir noch nicht - zum ersten Mal haben wir auf unserer Neujahrswanderung einen Pilz gefunden! Einen mir unbekannten, wo ich erst mal gründlich nachlesen musste:


Es ist wohl ein lilastieliger Rötelritterling. Ich kannte bisher nur den Violetten Rötelritterling, der kommt hier häufiger vor. Und nun das. Und wisst Ihr, was das Witzigste daran ist? Der Lilastielige Rötelritterling ist als Pilz des Jahres 2016 gewählt worden, weil er immer seltener vorkommt. Ich schwöre: das habe ich nicht gewusst! Sonst hätten wir ihn natürlich stehen gelassen. Aber die kalk- und gipshaltigen Hänge hier am Kyffhäuser scheinen ein guter Standort für diese Art zu sein, die im Spätherbst und eben auch warmen Wintermonaten ihre Fruchtkörper wachsen lässt. Da halten wir künfig mal die Augen offen.
Und so ging das neue Jahr gut los: mit einem neuen Pilz - es soll kein Tag vergehen, an dem man nicht etwas gelernt hat! :-)

PS: er ist essbar

Montag, 28. September 2015

Schnipselparty Woche 8 - ein Tetraeder-Täschchen

Was? Ihr habt gedacht, meine Schnipsel seien jetzt alle? Iwo! Da ist noch dieser rosagemusterte Stoff: ein Streifen mit Ecke 10 x 30 cm. Da fällt mir bestimmt was dazu ein.

Kann Blogger nicht erkennen, dass mein Tisch waagerecht steht??

Das auf dem Foto obere Stück habe ich abgeschnitten als Futter für ein Tetraeder-Täschchen. Dazu habe ich aus meiner Schachtel mit den violetten und lila Schnipseln - jaaa, die sind jetzt nach Farben sortiert! - ein paar auf ein passendes Stück Vlies gesteppt. Die lila Reißverschlüsse sind aus, aber der bordeauxrote geht auch. Ziemlich fummelig, das Ganze, diese Teilchen sind schon ganz schön klein.... :-)


Dreiecke hatte ich auch verarbeitet, aber das fällt bei dieser Täschchenform überhaupt nicht auf.


Innen hat es nun das schöne rosageblümte Futter aus Petra's Schnipseltüte:


Gewicht: 12 Gramm
Verlinkt bei der Schnipselparty Woche 8

Gestern wurde hier aber nicht nur genäht. Wir mussten dringend mal überprüfen, ob die Radio- und Pressemitteilung stimmt, dass es das "Null-Jahr" der Pilze werden würde. Wegen der Trockenheit wäre mit überhaupt gar nicht einem einzigen Pilz zu rechnen. Soso....


Wundervolle und dieses Jahr nicht madige Steinpilze, Perlpilze, Parasole, Waldchampignons


Nun liegen alle Heizungen, die extra deswegen in Betrieb genommen wurden, voller Pilze! :-)
Und es gab lecker Steak mit Ofenkartoffeln und Pilzpfanne, mmh.......