Freitag, 30. Oktober 2026

Mein 12tel-Blick im Oktober

Es wird Herbst, es ist nicht zu leugnen, die Farben schleichen sich davon....
 

Das Laub vom Ahorn deckt die Wiese zu.
Aber an der Mauer steht das hohe Kraut noch. Das ist absolut trocken und es wächst nichts nach weil das ganze Jahr dort nicht gemäht wurde. 
 

Die einzigen Blüten, die man hier an der Mauer noch entdecken kann, sind vom gewöhnlichen Bitterkraut.


Das blüht noch richtig schön:
 

Aber das kennen wir ja schon. Und wir wollen auch nicht zum Pilzberater werden. Damit bin ich völlig überfordert. Schön sind die verschiedenen Pilzchen auf unserer Wiese allerdings. Schaut mal:
 

Nach neuen Blüten musste ich dieses Mal schon ein bisschen suchen, aber dann blühte plötzlich noch ein echtes Schmuckstückchen! 
 

Das ist ein
 
orangerotes Mausohr-Habichtskraut
 
Mausohr-Habichtskraut, auch: orangerotes Habichtskraut, Pilosella aurantiaca
Familie: Korbblütler
Blütezeit: Juni bis August ... seltsam... es ist Oktober und es blüht munter vor sich hin!
Höhe: 20 bis 40 cm, ´
 

Wurzel: breitet sich über Wurzelausläufer langsam teppichartig aus
Vorkommen: in den gebirgigen Regionen in ganz Europa verbreitet, 
bevorzugt trockene, sonnige bis halbschattige Standorte, liebt sandige bis lehmige, nährstoffarme Böden, 
Häufigkeit: häufig
Blätter: die Pflanze ist mehrjährig. 
Die Blätter stehen in einer grundständigen Rosette und sind bis 16 cm lang und bis 3 cm breit. Sie sind lanzettlich, zungen- bis spatelförmig. Der Stiel ist haarig-borstig, was man auf dem Foto sehr gut sehen kann. Auch die Blätter sind behaart.


Blüten: 
leuchtend orange-rote, auffällige Blüten, setzt kräftige Farbakzente auf der Wiese. Die 2 bis 7 körbchenähnlichen Einzelblüten stehen in einem doldenartigen Gesamtblütenstand
 

Neben den orangen Blüten sind aber auch schon komplett verblühte Blütenstände zu finden:
 

Verwendung: junge Blätter essbar in Wildgemüse, Salat, Suppen, Kräuterquark
Wissenswertes: 
Die Pflanze ist eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedenste Insekten bis in den Herbst hinein.

 
Und natürlich machen wir auch dieses Mal Wiederholung:
Die Gemeine Braunelle blüht immer noch auf winzigen Stengeln mit kleinen Blütchen:
 

Ehrenpreis konnte ich keinen finden.
Das Balkan-Windröschen ist ebenfalls verschwunden. 
Das Wiesenlabkraut hab ich nicht fotografiert, es trocknet gerade vor sich hin
Weißklee und Rotklee sind verblüht, aber an manchen Stellen macht der Rotklee noch mal neue Blüten auf kurzen Stengeln
 

Die wilde Möhre hat ihre Schönheit verloren
Und das Gewöhnliche Bitterkraut hat immer noch schöne Blüten schickt weiter seine Samen in die Welt.
 

Vom Mittleren Wegerich stehen vereinzelt noch die Samenstände trocken in der Gegend, aber da wächst auch nichts mehr Neues. 
 
Diese Kräutlein kennen wir nun schon:

orangerotes Mausohr-Habichtskraut 
 
Nun schauen wir noch auf die Jahresübersicht.
Die Wiese: 
 

Und die Mauer:
 


Verlinkt wird bei:
Eva Fuchs in der Sammlung der Jahresblicke 
den Jahresprojekten der Zitronenfalterin
 
Quellen:
wikipedia, abgerufen am 26.10.2026 
Unkraut bestimmen, abgerufen am 26.10.2026 
Aichele/Golte-Bechtle: Was blüht denn da, 56. Auflage 

6 Kommentare:

  1. Das ist so interessant! Und im Oktober blüht es auf der Wiese auch noch ein bisschen. Zu Mittag, wenn die Sonne scheint, sehe ich immer noch eine Menge kleiner Flugtiere auf den wenigen Blüten.
    LG Petra

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  2. Liebe Elke,
    ich finde deine Collagen richtig cool. Schön, wie es vom Sommer in den Herbst übergeht! Und was da alles noch wächst und blüht - bei uns hab ich immer den Eindruck, dass schon lange alle Blumen verschwunden sind - aber so genau wie du hab ich halt nicht geschaut...
    Liebe Grüße
    Nanni

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  3. Diese Pilosella ist interessant, ich habe sie noch nie auf unseren Wiesen hier in Kroatien gesehen, weder in Pokuplje noch in Zagorje, wo ich in meiner Jugend gelebt habe.

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  4. Liebe Elke,

    Deine Collagen sind klasse und wenn man genauer hinschaut, entdeckt doch noch so einiges in den Wiesen, nicht wahr ?

    Komme mir gut in den November ...

    Herzliche Grüße
    aus dem Taunus
    von Anke

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  5. Liebe Elke,
    ja, wenn die Farben weichen, dann muss man schon sehr genau hinschauen um die verschiedensten kleinen Schönheiten zu entdecken. Schön, was Du alles per Foto eingefangen hast. Da will ich doch nachher auch noch eine aufmerksame Runde durch unseren Garten drehen...*lach*
    Liebe Grüße Anke

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  6. Liebe Elke, danke für deine kleine botanische Führung über die Wiese und die Mauer. Es ist doch eine große Vielfalt auch nach der Trockenheit. Liebe Grüße von Frauke

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